20. September 2019
PRESSEMITTEILUNG

VdK: Beschäftigungsgesellschaften für Langzeitarbeitslose brauchen Unterstützung

Dass die Zahl der Arbeitslosen im Land seit Jahren sinkt, wertet Dr. Rainer Boldt, Landesvorsitzender des Sozialverbandes VdK Mecklenburg-Vorpommern, als ein gutes Zeichen. Allerdings ist es nicht in gleichem Umfang gelungen, die Langzeitarbeitslosigkeit abzubauen. Offensichtlich fehlt der Landesregierung dazu der politische Wille.

Zur heutigen Anhörung (Freitag, 20. September 2019) im Wirtschaftsausschuss des Landtages zur Finanzierung von Beschäftigungsgesellschaften sagt Dr. Rainer Boldt:

Dr. Rainer Boldt
Dr. Rainer Boldt, Landesvorsitzender des Sozialverbandes VdK M-V e.V. | © Sozialverband VdK M-V e.V./flau

„35 Prozent aller Arbeitslosen in Mecklenburg-Vorpommern sind langzeitarbeitslos. Das sind fast 20.000 Menschen, die in hohem Maße von Armut betroffen sind. Diese Zahl sinkt eben nicht wie die Gesamtarbeitslosenzahl, sondern sie stagniert.
Um diese Menschen kümmert sich die Landesregierung leider viel zu wenig. Unsere Gesellschaft kann aber nicht auf fast 20.000 arbeitsfähige Menschen verzichten – sie werden gebraucht und sie brauchen Unterstützung. Für die Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt sind Hilfestrukturen notwendig, zum Beispiel kommunale Beschäftigungsgesellschaften. Das inzwischen Jahre währende Hickhack um die Finanzierung von Beschäftigungsgesellschaften ist ein Unding. Die Verantwortung wird seit 2008 – also seit mehr als zehn Jahren – zwischen dem Land, den Kommunen und der Arbeitsverwaltung hin- und hergeschoben. Bis zu diesem Zeitpunkt lag sie in Landeshand und da gehört sie auch hin. Speziell das Wirtschaftsministerium mit Minister Harry Glawe ist dafür in der Pflicht. Der Sozialverband VdK fordert, dass Langzeitarbeitslose hierzulande nicht weiter als Menschen dritter Klasse behandelt werden. Integration statt Ausgrenzung ist in einer sozial geprägten Gesellschaft das Ziel, das umgesetzt werden muss.“

Der Sozialverband VdK Deutschland e.V. ist mit inzwischen mehr als zwei Millionen Mitgliedern der größte Sozialverband Deutschlands. Seit mehr als 70 Jahren setzt er sich als sozialpolitische Interessenvertretung aller Bürger aktiv für soziale Gerechtigkeit ein.

Gritta Flau

Schlagworte Sozialverband VdK Mecklenburg-Vorpommern e.V. | Landesvorsitzender Dr. Rainer Boldt | Statement | Pressemitteilung | Beschäftigungsgesellschaften | Langzeitarbeitslosigkeit | Integration

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