Url dieser Seite: http://vdk.de/kv-zollernalb/ID216575
Sie befinden sich hier:

Aktuell

WICHTIGE HINWEISE ZUM CORONAVIRUS:

Beratung vor Ort wieder möglich!

Coronavirus

© wd

Nach einer zwischenzeitlich mehrwöchigen Schließung unserer VdK-Geschäftsstellen startet die schrittweise Wiedereröffnung für den Publikumsverkehr: Ab Montag, den 15. Juni, sind Präsenztermine grundsätzlich wieder möglich. Jedoch finden die Sprechstunden ausschließlich nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung statt. Der Zutritt zu den Geschäftsstellen erfolgt somit nur mit einem festen Termin. Außerdem führen unsere Sozialrechtsreferentinnen und –referenten die Beratungen weiterhin gerne telefonisch durch. Außensprechstunden finden vorerst noch nicht statt.
Beim Besuch unserer VdK-Geschäftsstellen sind folgende Hygieneschutzmaßnahmen zu beachten:

  • Tragen Sie während Ihres Besuchs die ganze Zeit eine Mund-Nasen-Bedeckung.
  • Bringen Sie einen eigenen Kugelschreiber zu Ihrem Termin mit.
  • Nutzen Sie das in Ihrer VdK-Geschäftsstelle bereitgestellte Desinfektionsmittel.
  • Halten Sie einen Abstand von 1,5 Metern zu Ihren Mitmenschen ein.
  • Verzichten Sie auf das Händeschütteln.

Zum Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bitten wir Sie darum, Ihren Termin telefonisch abzusagen, sofern Sie sich krank oder unwohl

Öffnungszeiten:
VdK SRgGmbH Servicestelle Balingen
Telefon: 07433-907207-0
Mo.-Do. 09:00-12:00 Uhr und 14:00-15:30 Uhr
Freitag 09:00-12:00 Uhr

VdK Geschäftsstelle Hechingen
Telefon: 07471-2833
Mo. und Do. 09:00-12:00 Uhr

VdK Geschäftsstelle Albstadt
Telefon: 07431-408808
Montag 15.00-18.00 Uhr

Viele weitere Informationen zu den Konditionen der Wiedereröffnung finden Sie auf unserer Landesverbandshomepage.

30.Oktober2020
Hans-Josef Hotz neuer VdK-Landeschef
– Thomas Schärer neuer Landesgeschäftsführer

Nach fast zehn Jahren gibt es einen Wechsel an der Spitze des Sozialverbands VdK
Baden-Württemberg. Hans-Josef Hotz (64) aus Mühlhausen/Kraichgau wurde auf dem
18. VdK-Landesverbandstag zum neuen Vorsitzenden gewählt. Hotz, der in den
vergangenen 23 Jahren als hauptamtlicher VdK-Landesgeschäftsführer gewirkt hatte, trat
die Nachfolge von Roland Sing (79) aus Leinfelden-Echterdingen an. Sing hatte
altershalber nicht mehr kandidiert. Er hatte den Südwest-VdK seit dem Frühjahr 2011
geführt und teils in Personalunion auch als Vizepräsident des VdK Deutschland fungiert.
Auf dem coronabedingt „abgespeckten“ Verbandstag im Oktober, in der Porsche-Arena,
wurde Roland Sing im Beisein des stellvertretenden Ministerpräsidenten Thomas Strobl
(CDU) feierlich verabschiedet und zum Ehrenvorsitzenden des VdK Baden-Württemberg
ernannt. Neuer Landesgeschäftsführer in Stuttgart ist Thomas Schärer (57) aus
Sigmaringen. Neu besetzt wurden auch die Posten des Bezirksverbandsvorsitzenden
Nordwürttemberg (NW) und des Bezirksgeschäftsführers NW. Diese Ämter hatten zuvor
ebenfalls Roland Sing als Vorstand und Hans-Josef Hotz als Geschäftsführer ausgeübt.
Sie wurden nun von Joachim Steck (57) aus Waiblingen und Stefan Pfeil (53) aus
Mainhardt beerbt.

30.Oktober 2020
Roland Sing jetzt VdK-Landesehrenvorsitzender

Im Oktober 2020 ging beim Sozialverband VdK Baden-Württemberg eine Ära zu Ende.
Der langjährige Landesverbandsvorsitzende und frühere VdK-Vizepräsident Roland Sing
wurde feierlich verabschiedet und zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Sing (79), der im
Südwesten viele Jahre auch als Vorsitzender des Landesseniorenrats wirkte, hatte den
VdK Baden-Württemberg seit 2011 sehr erfolgreich geführt. Zuvor hatte er bereits als
VdK-Landesvize und Bezirksvorsitzender Nordwürttemberg viele Akzente gesetzt. In
seine Amtszeit fallen nicht nur ein beträchtlicher, kontinuierlicher Mitgliederanstieg sowie
der Ausbau des Beratungsstellennetzes und der VdK-Mitgliederserviceleistungen,
sondern zudem einige sozialpolitische Erfolge. So hatte sich Sing beispielsweise
jahrelang für die Gleichstellung der Demenzkranken in der Pflegeversicherung (seit 2017),
aber auch für die Abschaffung der Praxisgebühr eingesetzt, zudem für die 2021
kommende Grundrente. Der Rat des Gesundheits- und Sozialexperten ist weiterhin
gefragt. Für seinen großen gesellschaftlichen Einsatz wurde Roland Sing vielfach hoch
geehrt – 2015 mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse.

25.Oktober 2020
Nationales Gesundheitsportal gestartet

Jetzt gibt es das nationale Gesundheitsportal des Bundesministeriums für Gesundheit
(BMG) unter www.gesund.bund.de. Dort können sich Bürger werbefrei, verlässlich und
unabhängig über Gesundheit und Pflege informieren. Ziele des neuen Portals sind: die
Gesundheitskompetenz zu fördern, die Patientenselbstbestimmung zu stärken, die aktive
Mitwirkung an der eigenen Behandlung und deren Erfolg zu unterstützen. Zum Start des
Portals sind Informationen zu Coronavirus/Covid-19, zu Krebs, Herz-KreislaufErkrankungen sowie zu Infektionen abrufbar. Das Angebot soll schrittweise erweitert
werden. Betrieben wird das Portal in Verantwortung des BMG. Partner sind das Deutsche
Krebsforschungszentrum, das Robert Koch-Institut und das Institut für Qualität und
Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Der VdK Baden-Württemberg hat seit
2020 eine Kooperation mit dem IQWiG. Auf www.vdk-bawue.de kann man sich unter
„VdK-Gesundheitsinformation“ über Erkrankungen und verschiedene
Behandlungsmöglichkeiten informieren. Die Gesundheitsinfos entsprechen dem aktuellen
Forschungsstand, sind wissenschaftlich belegt und werden stets aktualisiert und erweitert.

15.08.2020
Ab Oktober 2020 mehr Geld für Zahnersatz

Eine Regelung des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) betrifft die
Festzuschüsse für Zahnersatz. Sie werden ab 1. Oktober 2020 von 50 auf 60 Prozent
der Kosten für die Regelversorgung – also die gesetzliche Standardtherapie bei
Zahnersatz – erhöht, informiert die in Stuttgart ansässige VdK Patienten- und
Wohnberatung Baden-Württemberg. Der Eigenanteil für die Regelversorgung reduziert
sich so auf 40 Prozent. Regelmäßige jährliche zahnärztliche Untersuchungen erhöhen
den Festzuschuss zusätzlich. Bei einem über fünf oder gar zehn Jahre geführten
Bonusheft klettert der Festzuschuss auf 70 oder sogar 75 Prozent. Ab 1. Oktober
können die Krankenkassen in Ausnahmefällen den Bonus auch dann gewähren, wenn
die Kontrolluntersuchungen nicht lückenlos durchgeführt wurden. Die Versicherten
müssen jedoch ihre Zähne regelmäßig gepflegt haben und dürfen in den letzten zehn
Jahren vor Beginn der Behandlung nur einmal den Termin zur Zahnvorsorge versäumt
haben

06.06.2020
Corona – nicht nur ein Virus!

Was war vor Wochen noch alles wichtig, Corona hatte die Nachrichten fest im Griff. Sie beinhalten noch immer Zahlen zu Neuinfizierten – auch bei uns. Doch das sind keine „medienwirksamen“ Infos mehr. Die befürchtete Überlast der Intensivbetten scheint wohl auszubleiben. Viele sehen die Pandemie schon überwunden.
Als VdK ist es unsere Aufgabe, die Stimme zu erheben, für Menschen, die keine Lobby haben. Hier sind es die Mitbürgerinnen und Mitbürger, die zu den Hauptbetroffenen zählen. Deren Gefährdung ist noch nicht vorbei – Leichtsinn ist nicht das Gebot der Stunde! Wer will die Verantwortung für Menschen übernehmen, die das Virus nicht überleben. Auch wenn die Todeszahlen sinken, jeder ist ein Schicksal, hatte Familie, Freunde und war Mitglied unserer Gemeinschaft – oft im Ehrenamt tätig.
Was mich besonders erregt, ist die Information, „der Betroffene war ja schon älter, über 80“. Darin steckt eine menschenverachtende Diskriminierung. Alter ist kein Grund, Menschen aufzugeben und sie ihrem Schicksal zu überlassen. Jeder Mensch hat eine Würde, um jedes Menschenleben muss man kämpfen. Was ist das für ein Weg, der Patienten vorsortiert, „war alt“, „war selber schuld, lebte ungesund“. Jährlich verletzen sich Menschen bei Extremsportarten oder leichtsinnigem Freizeitverhalten. Fangen wir dann eines Tages auch damit an, aus diesem Grund auszusortieren? Als VdK müssen wir hellhörig sein, auf Tendenzen achten. Denn jeder von uns gehört einer Gruppe an, „Alt“, „Krank“, „falsche Religion“ oder „Behinderung“.
Hat uns Corona nicht was anderes gelehrt: Empathie, Hilfe für die Betroffenen bei Krankheit und Quarantäne? Wir wollen die Menschlichkeit als ein sehr hohes Gut in unserer Gesellschaft zum Maßstab machen. Denn wir sind ein Sozialverband, der Solidarität für ein wichtiges Ziel hält.
Stv. Landesvorsitzender Werner Raab

14.05.2020
Internationaler Tag der Pflege: VdK erinnert an Aktion: „Pflege macht arm!“

Anlässlich des Internationalen Tages der Pflege am 12. Mai erinnert der Sozialverband VdK Baden-Württemberg an seine 2019 gestartete Aktion „Pflege macht arm!“. Sie hat zwischenzeitlich gut 100 000 Unterstützer gefunden. Diese Aktion will darauf aufmerksam machen, dass immer mehr pflegebedürftige Menschen, insbesondere Heimbewohner, wegen der hohen Eigenanteile auf Sozialhilfe angewiesen sind. „Sie werden so am Lebensende zu Bittstellern und Taschengeldempfängern“, beklagt der VdK. Und dringend erforderliche Maßnahmen (Stichwort: Entlohnung oder Arbeitsbedingungen), um Pflege besser und Pflegeberufe attraktiver zu machen, verschärften das Problem steigender Eigenanteile für die betroffenen Pflegebedürftigen. Hintergrundinformationen zur VdK-Aktion, einen Film und die Möglichkeit der Abstimmung gibt es unter www.vdk-bawue

14.05.2020
Hilfe bei häuslicher Gewalt in Corona-Zeiten

Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass aufgrund des nötigen Infektionsschutzes viele Menschen nach wie vor zuhause bleiben sollten oder sich ins Homeoffice begeben mussten oder auch in Kurzarbeit geschickt wurden, teils auch Job oder Aufträge verloren. Zugleich sind die Kitas weiterhin geschlossen und auch nach Wochen der Schulschließungen ist noch nicht an Unterricht wie vor der Covid-19-Gefahr zu denken. Dies alles kann – womöglich gepaart mit zu enger Wohnung ohne Balkon/Garten sowie vielfach ohne gewohnte Freizeitmöglichkeiten – für Stress zuhause sorgen, wenn plötzlich alle und wochenlang auf engem Raum miteinander auskommen müssen. Bei häuslicher Gewalt, die angesichts dieses Konfliktpotenzials vorkommen kann, sollten Betroffene und Ratsuchende schnell die bestehenden Hilfsangebote nutzen, beispielsweise des Bundesfamilienministeriums unter www.staerker-als-gewalt.de im Internet. Dort finden sich weitere Informationen und Kontaktstellen. Betroffene Frauen können sich auch telefonisch an 08 000/116 016 wenden. Ein Elterntelefon gibt es unter 0800/11 10 550. Und Kinder und Jugendliche können „Nummer gegen Kummer“ unter 116 111 erreichen.

14.05.2020
Arbeitsbedingungen in der Pflege endlich verbessern
• Für zeitgemäße Arbeitszeitmodelle und bessere Tarifverträge
• Bentele: „Der Pflegeberuf muss attraktiver werden“

Was professionelle Pflegekräfte jeden Tag leisten, ist anspruchsvoll: Medikamentengabe, medizinische Behandlungspflegen, Pflegedokumentation und der zwischenmenschliche Kontakt. Durch die Corona-Pandemie genießen die Pflegekräfte derzeit zwar viel Aufmerksamkeit, bekommen Applaus, einen Bonus, aber langfristig brauchen sie mehr als das. Zum internationalen Tag der Pflege am Dienstag, den 12. Mai, fordert VdK-Präsidentin Verena Bentele:
„Die Pflegekräfte sind für die Menschen da. Und zwar jederzeit und in jeder Hinsicht. Das ist eigentlich unbezahlbar. Statt Anerkennung häufen die Pflegerinnen und Pfleger leider oft Überstunden an, verdienen dabei zu wenig und können Beruf und Familie kaum unter einen Hut bringen. Pflegekräfte fühlen sich oft psychisch und physisch sehr belastet. Dass viele von ihnen nicht weiter in ihrem Beruf arbeiten wollen oder können, alarmiert uns täglich. Schon heute fehlen 100.000 Pflegekräfte in den stationären Einrichtungen, wie die aktuelle Rothgang-Studie zur Personalbemessung in der stationären Pflege zeigt. Wenn wir dafür sorgen wollen, dass pflegebedürftige Menschen auch in Zukunft gut versorgt werden, müssen wir die Arbeitsbedingungen für die Pflegekräfte so verbessern, dass sie das auch spüren können. Sie brauchen endlich Anerkennung. Diese Anerkennung müssen sie durch bessere Arbeitsbedingungen und auf ihrem Gehaltszettel als Zahl finden.“
Pflegekräfte brauchen Perspektiven
Wir fordern:
• einen bundeseinheitlichen Tarifvertrag mit attraktiver Bezahlung
• zeitgemäße Arbeitszeitmodelle
• pflegebedarfsorientierte Personalausstattung
• mehr Verantwortung, beispielsweise über eigenständige Verordnungen
• bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie
kostenlose Ausbildung sowie mehr Weiterqualifizierungsmöglichkeiten

20.04.2020
Frauen im Sozialverband VdK

Die Corona-Krise hat Deutschland fest im Griff. Da ging ganz unter, dass am 17. März 2020, als die Schulen wegen der Pandemie schlossen, „Equal Pay Day“ war. Denn es gibt eine Entgeltdifferenz zwischen männlichen und weiblichen Arbeitnehmern von 21 Prozent. Diese Lohnlücke in Deutschland macht, in Kalendertage umgerechnet, 77 Tage aus. Dies ärgert viele Frauen, auch weil geringere Löhne für geringere Renten sorgen. Viele der aktuell 120.650 weiblichen Mitglieder des Sozialverbands VdK Baden-Württemberg wollen sich ebenfalls nicht damit abfinden. Die VdK-Frauen im Lande stellen mittlerweile gut 50,5 Prozent der insgesamt rund 239.000 Mitglieder. Seit seiner Anfänge vor 75 Jahren engagieren sich zahllose Frauen im Sozialverband VdK in Bund und Land und gestalten die Verbandsarbeit und die VdK-Sozialpolitik wesentlich mit. Auf Bundesebene hat der VdK schon seit 2008 eine weibliche Spitze. Im VdK Baden-Württemberg üben zwischenzeitlich 4517 Frauen gewählte Ehrenämter aus – Tendenz weiter steigend – um für die berechtigten Anliegen von Frauen, von Rentnerinnen und Rentnern, von Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen und von Menschen mit Behinderung oder chronischen Krankheiten zu streiten. Im Vergleich mit den männlichen Mitgliedern im Lande macht der Frauenanteil in Ämtern bereits gut 49 Prozent aus.

20.04.2020
Warnung von „Corona“-Enkeltrick

Vom „Enkeltrick“, der kriminellen Betrugsmasche, die schon viele ältere Menschen geschädigt hat, gibt es eine neue Variante: Betrüger nutzen die aktuelle Corona-Krise aus und versuchen als vermeintliche Angehörige alten Menschen viel Geld aus der Tasche zu ziehen, warnte kürzlich das Landeskriminalamt (LKA). Laut LKA würden sich Anrufer am Telefon als mit dem Coronavirus infizierte Verwandte ausgeben, die sofort Geld für angebliche Behandlungen bräuchten. Dann werde vorgeschlagen, dass ein „Freund“ das Geld oder auch Wertgegenstände abholen komme. Das LKA rät, niemals Fremden Eigentum auszuhändigen. Die Betroffenen sollten darauf bestehen, dass die Anrufer selbst ihren Namen sagen – anstatt sich dazu verleiten zu lassen, den Namen von Enkeln, Neffen oder Nichten zu erraten – nach der Methode „… rate mal, wer anruft?“. Hilfreich sei auch, nach Begebenheiten zu fragen, die nur echte Angehörige wissen können. Zudem wird empfohlen, nie seine Verwandtschafts- und Vermögensverhältnisse preiszugeben. Und, sofern ein Betrug vermutet wird, sollten sich die Betroffenen unter 110 an die Polizei wenden. Des Weiteren warnt das LKA davor, auf Online-Plattformen, die vorgeben rare Schutzmasken oder Desinfektionsmittel zu vertreiben, Ware zu horrenden Preisen zu bestellen. Oft werde selbst nach Erhalt des Geldes nicht geliefert.

WICHTIGE HINWEISE ZUM CORONAVIRUS: 23.März 2020

Nur noch eingeschränkter Betrieb beim Sozialverband VdK

Wir beraten weiter: Ab Montag, den 23. März 2020, bleiben unsere VdK-Geschäftsstellen geschlossen. Wir stehen unseren Mitgliedern jedoch auch in diesen turbulenten Zeiten weiterhin beratend zur Seite. Um den Betrieb unserer VdK-Geschäftsstellen sicherzustellen, bieten wir Telefontermine an. Bitte zeigen Sie Verständnis für diese Maßnahme und nehmen Sie telefonisch mit uns Kontakt auf.

Wir möchten auf diesem Weg alle Beteiligten so gut wie möglich vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus schützen. Denn viele unserer VdK-Mitglieder haben Vorerkrankungen oder sind aufgrund von Alter und Behinderung im Falle einer Ansteckung besonders gefährdet, einen schweren Verlauf der Erkrankung zu erleiden. Daher muss auch der Sozialverband VdK Baden-Württemberg e.V. handeln, denn wir nehmen die Verantwortung gegenüber unseren Mitgliedern sehr ernst.
Auswirkungen auf sozialrechtliche Verfahren
Kein Grund zur Sorge: In vielen Fällen können Sie selbst aktiv werden, um Anträge zu stellen und fristgerecht Widerspruch einzureichen. Wir haben auf unserer Landesverbandshomepage das Wichtigste zusammengefasst.
Mit unseren Blanko-Vorlagen können Sie problemlos fristwahrend Klage oder Widerspruch bei dem zuständigen Amt / der Behörde einlegen:
• Vorlage: Klage Blanko
• Vorlage: Widerspruch Blanko
Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt Ihnen, was zu tun ist:
Gerne übernehmen wir im Anschluss die rechtliche Vertretung für Ihren Fall. Bitte nutzen Sie hierfür unser vorbereitetes Formular.
Auf unserer Landesverbandshomepage halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen des Sozialverbandes VdK Baden-Württemberg e.V. auf dem Laufenden.

Solidarität jetzt ganz großgeschrieben!
Das Coronavirus führt zu einschneidenden Maßnahmen im täglichen Leben. Wir finden: Dies ist der richtige Augenblick, Solidarität zu zeigen und jenen unter die Arme zu greifen, die dringend auf Hilfe angewiesen sind. Denn wer sich unter Quarantäne befindet oder zu einer Risikogruppe gehört, kann die eigenen vier Wände nur noch eingeschränkt verlassen.
Machen Sie mit: Das kann ein Einkaufsservice für Ihren Nachbarn sein oder die Übernahme von wichtigen Fahrten. Schon kleine Dinge können viel bewirken!

Bitte denken Sie daran: Bieten Sie Ihre Hilfe nur an, wenn Sie nicht selbst zur Risikogruppe gehören. Setzen Sie sich dieser Gefahr bitte nicht aus!
Weitere Informationen zum Thema Solidarität erhalten Sie auf unserer Landesverbandshomepage .

Wir wünschen Ihnen alles Gute. Bleiben Sie gesund!

18.03.2020

Maßnahme wegen Corona-Virus

Die Geschäftsleitung des Sozialverbandes VdK Baden-Württemberg hat sich entschlossen das Dienstleistungsangebot des Sozialverbands VdK solange wie möglich für Mitglieder und Ratsuchende zur Verfügung zu stellen. Bis auf weiteres bleiben alle Geschäftsstellen des Sozialverbandes VdK Baden-Württemberg e.V. besetzt, zum Schutz unserer Mandanten/Innen und Mitarbeiter/Innen vor dem Coronavirus müssen sollen Beratungen und Besprechungen ausschließlich telefonisch durchgeführt werden. Bei telefonischen Vorsprachen sind alle Ratsuchenden darauf hinzuweisen, dass der persönliche Kontakt auf das unbedingt notwendige Maß eingeschränkt werden müssen. Alle notwendigen Unterlagen können von Ratsuchenden per Email, Fax oder auf dem Postweg - bitte möglichst in Kopie – entgegengenommen werden.

Da sich die Corona-Krise sehr dynamisch entwickelt, ist derzeit nicht absehbar, ob und ggfls. in welchem Umfang das Beratungsangebot des VdK aufrecht erhalten werden kann.

In vielen Fällen können Ratsuchende allerdings auch selbst tätig werden. So können Ratsuchende auch selbst einen Antrag stellen, einen Widerspruch einlegen oder eine Klage erheben. Mit der von uns entwickelten Checkliste wollen wir dabei VdK Mitglieder und Ratsuchende unterstützen, die fristwahrend selbst tätig werden.

Zur weiteren Verwendung finden Sie im Anhang die Checkliste sowie einen Muster- Widerspruch und eine Muster- Klage. Ebenfalls finden Sie z.B. die Vorlage für ein Schild „Abstand halten“ für den Aushang in Ihrer Geschäftsstelle. Weisen Sie bitte bereits jetzt Mitgliedern und Ratsuchende daraufhin bzw. händigen Sie die Checkliste aus.

Zu diesem Thema informieren wir umfassend auf unserer Homepage! Alle Dateien stehen hier auch zum Download bereit:

https://www.vdk.de/bawue/

Erreichbarkeit der Notfallpraxen in Baden-Württemberg wegen Corona
ANRUFE AUF 116 117 NUR VOM FESTNETZ AUS

Stuttgart, 14. März 2020 - Wer wegen Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus die Notfallnummer 116 117 anruft, muss diese Nummer unbedingt – ohne Vorwahl - vom Festnetz aus wählen. Darauf weist die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg hin. Anrufe von einem Mobiltelefon werden aus technischen Gründen über ein bundesweites Call-Center geleitet, das wegen des großen Andrangs jedoch völlig überlastet ist. Bei Anrufen vom Festnetz ist die Erreichbarkeit der Notfallpraxen gewährleistet.

Auf keinen Fall sollen besorgte Bürgerinnen und Bürger eine der im Land eingerichteten Zentralen Annahmestellen für einen Corona-Abstrich direkt aufsuchen, sondern am Wochenende und abends immer vorher erst Kontakt vom Festnetz aus über die Notfallnummer 116 117 aufnehmen. Unter der Woche sind die Hausärzte die erste Anlaufstelle.

Berlin, 13.03.2020
Corona: Mehr Personal in die Akutversorgung

• Bentele: „Wir müssen Druck aus dem Kessel nehmen!“
Die Corona-Krise überlastet Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime. Der Sozialverband VdK Deutschland fordert, mehr medizinisches Personal zu aktivieren: VdK-Präsidentin Verena Bentele dazu:

„Wir müssen Druck aus dem Kessel nehmen. Darum fordern wir: Mehr Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegerinnen und Pfleger müssen die Möglichkeit haben, in die Akutversorgung einzusteigen. So könnte beispielsweise das Personal aus den medizinischen Diensten oder anderen Unternehmen aktiviert werden. Wenn sie von ihren täglichen Aufgaben befreit werden, haben wir mehr medizinisches Personal an den Betten, mehr Menschen, die im Akutfall helfen und die Tests auf das Virus durchführen können.“

Mit Blick auf die Besuchsverbote in den Alten- und Pflegeheimen in Bayern ergänzte Bentele:

„Der Schutz von Menschen mit Vorerkrankungen ist das oberste Gebot in dieser Situation. In Einzelfällen werden die Verantwortlichen Ausnahmen zulassen, bei Kindern und Menschen, die im Sterben liegen. Ich vertraue darauf, dass maßvoll und richtig über notwendige Besuche entschieden wird.“

Berlin, 13.03.2020
Lieferengpässe bei Arzneimitteln

• Bentele: Patienten brauchen Sicherheit
• Bundesrat befasst sich mit dem Problem
Viele Menschen müssen täglich Medikamente einnehmen. Lebenswichtige Arzneien sind aber derzeit immer öfter nicht lieferbar. Der Bundesrat hat sich am Freitag, den 13. März, mit dem „Gesetz für einen fairen Kassenwettbewerb in der gesetzlichen Krankenversicherung“ (GKV-FKG) beschäftigt. Der Gesundheitsausschuss empfiehlt, das Gesetz zu billigen. Die Präsidentin des Sozialverbands VdK Verena Bentele dazu:
„Es wird höchste Zeit, dass der Gesetzgeber handelt. Wir wissen von unseren Mitgliedern, dass es sich um ein großes Problem handelt. Jeden Tag stehen Patientinnen und Patienten in den Apotheken und gehen leer aus. Wer auf Medikamente angewiesen ist, muss sich darauf verlassen können, dass sie lieferbar sind. Patienten brauchen Versorgungssicherheit.“
Laut Gesetz können die Behörden Pharmafirmen künftig verpflichten, im Falle von Engpässen Medikamente zu bevorraten. Kommt es dennoch zu Lieferschwierigkeiten bei bestimmten preisgünstigen Medikamenten, können Apotheken dem Gesetz zufolge auch die teureren Arzneimittel mit dem gleichen Wirkstoff ausgeben. Patientinnen und Patienten müssen die Mehrkosten dafür nicht tragen:
„Dieser Punkt ist uns besonders wichtig. Viele Menschen sind sowieso schon über die Maßen belastet durch Zuzahlungen für Medikamente“, sagte Verena Bentele.
Grundsätzlich lehnt der VdK mehr Wettbewerb im Gesundheitswesen ab. Patienten seien keine Kunden, Krankenkassen Teil der Sozialversicherung und keine profitorientierten Unternehmen, ergänzt Bentele:
„In einem Wettbewerb im Gesundheitswesen verlieren immer die Alten und Kranken. Auch über 20 Jahre nach der Einführung gibt es keine Studien, die belegen, dass Wettbewerb zwischen den Krankenkassen zu einer besseren Versorgung der Patienten führt."

08.März 2020

Sozialverband VdK sagt Münchner Großdemonstration am 28. März 2020 wegen Corona-Virus ab

Aufgrund des sich in Bayern und ganz Deutschland weiter verbreitenden Corona-Virus hat sich der Sozialverband VdK Bayern dazu entschlossen, die für Samstag, 28. März 2020, in München geplante Großdemonstration „Soziales Klima retten!“ abzusagen.
„An erster Stelle steht die Sicherheit aller Teilnehmer, daher haben wir uns schweren Herzens zu dieser Absage entschlossen“, so VdK Präsidentin Verena Bentele.
„Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen. Doch an erster Stelle stehen die Gesundheit und der Schutz aller Demonstrationsteilnehmer, unter denen viele Ältere sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen sind. Wir wollen niemanden gefährden“, erklärt VdK-Landesvorsitzende Ulrike Mascher. Aus ganz Bayern und aus vielen Teilen Deutschlands hatten sich tausende VdK-Mitglieder bereits angemeldet. Die Stadt München hatte mit einer der größten Protestveranstaltungen des ganzen Jahres gerechnet.
Die Entscheidung zur Absage ist vom Sozialverband VdK Bayern und der Präsidentin des VdK Deutschland, Verena Bentele, getroffen worden. Bentele, die als Hauptrednerin der Abschlusskundgebung vorgesehen war, sagt: „Wir hatten im Vorfeld eine enorm positive Resonanz quer durch alle Bevölkerungsgruppen. Für all diese Rückmeldungen möchte ich mich ausdrücklich bedanken. Sie bestärken mich darin, dass der VdK mit seinen Forderungen genau richtig liegt und die sozialen Interessen vieler Menschen vertritt“.
Bentele kündigt an, dass die VdK-Großdemonstration zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt wird. „Der Corona-Virus wird hoffentlich bald wieder verschwunden sein, die sozialen Missstände in unserem Land leider nicht. Wachsende Altersarmut, ungerechte Rentenbesteuerung, unbezahlbare Mieten und Pflege, die arm macht – das sind alles Gründe, um auf die Straße zu gehen“, betont sie.

04.Februar 2020

Roland Sing: „Pflegebedürftige Menschen endlich bei hohen Eigenanteilen entlasten!“
VdK Baden-Württemberg verlangt schnelle Maßnahmen von Politik
100 000 Unterschriften gesammelt

Am 28. Januar hat sich die Pflegekommission auf höhere Mindestlöhne für Beschäftigte in der Altenpflege geeinigt. Danach sollen bis 1. April 2022 die Mindestlöhne für Pflegehilfskräfte in vier Schritten von heute 10,85 Euro (Ost) und 11,35 (West) auf einheitlich 12,55 Euro pro Stunde steigen. Außerdem soll es erstmals einen Pflegemindestlohn für qualifizierte Pflegehilfskräfte geben, der bis zum 1. April 2022 auf einheitlich 13,20 Euro klettern soll. Und es soll erstmals ein Mindestlohn für Pflegefachkräfte in Höhe von 15 Euro ab dem 1. Juli 2021 realisiert werden, ab April 2022 dann 15,40 Euro.
Der Sozialverband VdK Baden-Württemberg begrüßt grundsätzlich diese Steigerungen, denn höhere Einkommen seien hier besonders wichtig, um für mehr Wertschätzung der anspruchsvollen Pflegearbeit, mehr Personal angesichts der Personalknappheit und so auch für mehr Qualität in der Pflege zu sorgen. Landesvorsitzender Roland Sing betont jedoch: „Die von Minister Jens Spahn geschätzten zusätzlichen Kosten in Milliardenhöhe dürfen keinesfalls auf die Pflegebedürftigen abgewälzt werden!“ Sing gibt erneut zu bedenken, dass schon heute pflegebedürftige Heimbewohner in Baden-Württemberg mit im Schnitt mehr als 2200 Euro monatlich belastet würden.
Diese hohen und weiter steigenden Eigenanteile führten, so Roland Sing, zur Verarmung vieler Betroffener. Der VdK-Landeschef erinnert in diesem Zusammenhang an die zirka 100 000 pflegebedürftigen Heimbewohner im Lande und an bereits heute über 28 000 Menschen im Südwesten, die die steigenden Eigenanteile nicht selbst schultern könnten und so auf „Hilfe zur Pflege“ vom Sozialamt angewiesen seien. Er erneuert die VdK-Forderung an Bundes- und Landesgesetzgeber: „Das Pflegeleistungsrecht ist schnell zu reformieren, damit pflegebedürftige Menschen nachhaltig bei den Eigenanteilen entlastet werden. Denn, Pflegebedürftige dürfen nicht länger in die Sozialhilfe gedrängt werden!“. Und Sing ergänzt: „Bereits 100 000 Menschen im Lande haben diese Forderung unterschrieben!“, so der VdK-Landesvorsitzende mit Blick auf die im Jahr 2019 gestartete Aktion des VdK Baden-Württemberg: „Pflege macht arm!“
Darüber hinaus moniert Roland Sing eine mangelnde Aktivität des Landes, auf Bundesebene für eine Neugestaltung des Pflegeleistungsrechts einzutreten, obwohl das Land an der Bundesgesetzgebung mitwirken könne. Der VdK-Landeschef verweist hier auf entsprechende Anträge anderer Bundesländer mit dem Ziel der Verbesserung der finanziellen Lage der Betroffenen. „Nicht so Baden-Württemberg!“, sagt Sing ausdrücklich Richtung Landessozialministerium.

30. Januar 2020
Roland Sing: „Pflegebedürftige Menschen endlich bei hohen Eigenanteilen entlasten!“

VdK Baden-Württemberg verlangt schnelle Maßnahmen von Politik 100 000 Unterschriften gesammelt
Am 28. Januar hat sich die Pflegekommission auf höhere Mindestlöhne für Beschäftigte in der Altenpflege geeinigt. Danach sollen bis 1. April 2022 die Mindestlöhne für Pflegehilfskräfte in vier Schritten von heute 10,85 Euro (Ost) und 11,35 (West) auf einheitlich 12,55 Euro pro Stunde steigen. Außerdem soll es erstmals einen Pflegemindestlohn für qualifizierte Pflegehilfskräfte geben, der bis zum 1. April 2022 auf einheitlich 13,20 Euro klettern soll. Und es soll erstmals ein Mindestlohn für Pflegefachkräfte in Höhe von 15 Euro ab dem 1. Juli 2021 realisiert werden, ab April 2022 dann 15,40 Euro.
Der Sozialverband VdK Baden-Württemberg begrüßt grundsätzlich diese Steigerungen, denn höhere Einkommen seien hier besonders wichtig, um für mehr Wertschätzung der anspruchsvollen Pflegearbeit, mehr Personal angesichts der Personalknappheit und so auch für mehr Qualität in der Pflege zu sorgen. Landesvorsitzender Roland Sing betont jedoch: „Die von Minister Jens Spahn geschätzten zusätzlichen Kosten in Milliardenhöhe dürfen keinesfalls auf die Pflegebedürftigen abgewälzt werden!“ Sing gibt erneut zu bedenken, dass schon heute pflegebedürftige Heimbewohner in Baden-Württemberg mit im Schnitt mehr als 2200 Euro monatlich belastet würden.
Diese hohen und weiter steigenden Eigenanteile führten, so Roland Sing, zur Verarmung vieler Betroffener. Der VdK-Landeschef erinnert in diesem Zusammenhang an die zirka 100 000 pflegebedürftigen Heimbewohner im Lande und an bereits heute über 28 000 Menschen im Südwesten, die die steigenden Eigenanteile nicht selbst schultern könnten und so auf „Hilfe zur Pflege“ vom Sozialamt angewiesen seien. Er erneuert die VdK-Forderung an Bundes- und Landesgesetzgeber: „Das Pflegeleistungsrecht ist schnell zu reformieren, damit pflegebedürftige Menschen nachhaltig bei den Eigenanteilen entlastet werden. Denn, Pflegebedürftige dürfen nicht länger in die Sozialhilfe gedrängt werden!“. Und Sing ergänzt: „Bereits 100 000 Menschen im Lande haben diese Forderung unterschrieben!“, so der VdK-Landesvorsitzende mit Blick auf die im Jahr 2019 gestartete Aktion des VdK Baden-Württemberg: „Pflege macht arm!“
Darüber hinaus moniert Roland Sing eine mangelnde Aktivität des Landes, auf Bundesebene für eine Neugestaltung des Pflegeleistungsrechts einzutreten, obwohl das Land an der Bundesgesetzgebung mitwirken könne. Der VdK-Landeschef verweist hier auf entsprechende Anträge anderer Bundesländer mit dem Ziel der Verbesserung der finanziellen Lage der Betroffenen. „Nicht so Baden-Württemberg!“, sagt Sing ausdrücklich Richtung Landessozialministerium.

23.12.2019
Barrierefreie Mediathek ab Januar 2020

„Fernsehen für alle“: Mit diesem europaweit einzigartigen Pilotprojekt geht die „arbeitsgemeinschaft behinderung und medien“ (abm) im Januar 2020 auf Sendung. Dabei handelt es sich um eine Mediathek, die auch Menschen mit Seh- oder Hörbehinderung oder kognitiven Einschränkungen nutzen können. Das Besondere der barrierefreien neuen abm-Mediathek ist, dass das Gros der Sendungen für jedermann aufbereitet werden soll. Laut abm könne man durch Tastendruck oder Spracheingabe zwischen „AD“ für Audiodeskription, „DGS“ für Gebärdensprache und „LS“ für Leichte Sprache oder auch „mit/ohne UT“ (Untertitel) auswählen. Bereits jetzt kann man auf der Internetseite www.abm-medien.de voll inklusive Filme und Sendungen abrufen. Im Laufe des Januars soll die Mediathek auf internetfähigen hbbTV/Smart-Fernsehgeräten empfangbar sein. Zukünftig soll man sich zum Beispiel Untertitel oder Gebärdensprache auch auf eine VR-Brille einspielen lassen können. Möglich sei solch eine Nutzung zudem via Smartphone-App samt Spezialhalterung für das Smartphone am Kopf, so dass der Gebärdensprachdolmetscher neben dem TV-Bildschirm erscheine.

23.12.2019

Immer mehr Rentner auf Tafeln angewiesen

Die Zahl der Menschen, die auf Lebensmittelspenden angewiesen sind und in den bundesweit mehr als 900 Tafeln einkaufen, nimmt stark zu. Nach Angaben des Tafel-Bundesverbands stieg die Zahl der Tafel-Nutzer in den letzten zwölf Monaten um zehn Prozent auf aktuell 1,65 Millionen Personen. Mit 20 Prozent ist der Anstieg bei den Rentnern besonders drastisch. Rund jeder vierte Kunde sei im Seniorenalter. Laut Tafel-Bundesverband gibt es einen ersten flächendeckenden deutlichen Tafel-Nutzungsanstieg in Deutschland seit 2014. Dazwischen sei die Entwicklung regional unterschiedlich verlaufen. Der Sozialverband VdK sieht im Anstieg eine Besorgnis erregende Entwicklung. Ebenso sorgt sich der VdK um die wachsende Altersarmut und verweist mit Blick auf den Schuldneratlas 2019 der Wirtschaftsauskunftei Creditreform auch auf die steigende Zahl verschuldeter Rentner. Danach hat sich die Zahl der überschuldeten älteren Menschen seit 2013 sogar um 243 Prozent erhöht – und dies obwohl die Zahl der verschuldeten Verbraucher laut Schuldneratlas erstmals seit fünf Jahren gesunken sei.

VdK-Landeschef Sing zum neuen Pflege-TÜV: „Die Eigenverantwortung der Betroffenen bleibt!“

„Die Eigenverantwortung der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen bleibt auch bei neuem Pflege-TÜV!“, betonte der Landesverbandsvorsitzende des Sozialverbands VdK Baden-Württemberg, Roland Sing, gegenüber den Medien. Sing setzte sich mit dem neuen Pflege-TÜV auseinander, der am 1. Oktober 2019 gestartet ist. Er folgt auf die vielfach – auch von VdK-Seite als wenig aussagekräftig und sehr beschönigend – kritisierten „Pflegenoten“. Dabei hob Sing hervor, dass der Sozialverband VdK den Start des neuen Beurteilungssystems für Pflegeeinrichtungen zwar begrüße, dass aber die Pflegebedürftigen und gerade auch deren Angehörige bei der Heimsuche nach wie vor in der Pflicht seien.
Roland Sing riet den Betroffenen, die Pflegeheime vorab zu besichtigen und sich dort auch persönlich ein Bild von der Situation zu machen. Insbesondere sollten sie sich vor Ort nach der Existenz eines Heimbeirats für die Bewohner, aber auch eines Betriebsrats für die Beschäftigten, erkundigen. Und sie sollten Bewohner befragen, wie es sich im Heim lebt und dabei darauf achten, ob es eine freundliche Atmosphäre gibt und die Heimbewohner einen zufriedenen Eindruck machen, oder ob sie eher unzufrieden und die Pflegekräfte eher gestresst wirken. Auch Augen, Ohren und Nase offenzuhalten, sei bei so einem Besichtigungsbesuch sinnvoll, ergänzte VdK-Landesvorsitzender Sing. So könne Uringeruch in der Luft ein Hinweis auf zu selten gewechselte Windeln sein. Die Barrierefreiheit und Übersichtlichkeit des Gebäudes seien weitere Kriterien. „Macht das Heim einen einladenden Eindruck?“ Auch darüber könne ein Besuch vor Ort mehr aussagen als die reine Lektüre des Prüfberichts, so Roland Sing.

VdK-Präsidentin

VdK-Präsidentin Verena Bentele© wd

VdK zu Intensivpflegegesetz: Es darf keine Rückschritte bei Teilhabe und Selbstbestimmung geben!

Das Bundesgesundheitsministerium hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, um die geriatrische Rehabilitation und intensivpflegerische Versorgung von Patienten zu reformieren. Der Sozialverband VdK mahnt Nachbesserungen und die Einhaltung der Selbstbestimmung von Patienten an.
Den größten Nachbesserungsbedarf an dem abgekürzt „Reha- und Intensivpflege-Stärkungsgesetz (RISG)“ genannten Entwurf sieht der Sozialverband VdK bei der Frage, ob Patienten, die auf außerklinische Intensivpflege angewiesen sind und beatmet werden müssen, dies künftig nur noch in vollstationären Pflegeeinrichtungen oder in „Beatmungs-WGs“ tun können. Nur an diesen Orten sollen laut Entwurf die Kosten von den Krankenkassen bezahlt werden. Zu Hause soll die Versorgung nur noch ausnahmsweise und nach intensiver Prüfung durch die Kassen möglich sein. Der VdK fürchtet, dies könne Patienten, die bisher zu Hause beatmet wurden, zu einem Umzug in ein Heim zwingen.

„Das ist eine schlimme Vorstellung“, sagt Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland. „Der VdK lehnt das klar ab. Es darf niemand gezwungen werden, sein Zuhause zu verlassen, erst recht nicht rein aus finanziellen Gründen. Patienten müssen jederzeit ein Wunsch- und Wahlrecht darüber haben, wo sie leben wollen. Das gebietet allein das in der Verfassung verankerte Recht auf Freizügigkeit. Würde der Gesetzentwurf des Gesundheitsministeriums in seiner jetzigen Form verabschiedet, würde er die Selbstbestimmung betroffener Menschen radikal verletzen.“

Darüber hinaus seien solche Regeln ein Rückschritt bei der Teilhabe etwa von Menschen mit Behinderungen. Denn viele werden heute zu Hause beatmet und führen dort etwa mit Hilfe von Assistenzmodellen ein selbstbestimmtes Leben, machen Ausbildungen, sind berufstätig oder ehrenamtlich engagiert, so Verena Bentele.

„Der Gesetzentwurf zeigt sehr viel Schatten und nur wenig Licht“, betont Verena Bentele. Zu den begrüßenswerten Neuerungen im Gesetzentwurf zählt VdK-Präsidentin Verena Bentele die Regeln zur geriatrischen Rehabilitation. Dem Gesetzentwurf nach sollen Patienten, die eine geriatrische Rehabilitation brauchen, diese in Zukunft einfacher bekommen als bisher. Künftig sollen niedergelassene Hausärzte geriatrische Rehabilitationen verordnen, damit würden zeitaufwendige Antrags- und Genehmigungsverfahren bei den gesetzlichen Krankenkassen entfallen. „Die aktuellen Verfahren sind weder zeitgemäß noch nützen sie den Patienten, im Gegenteil können sie Betroffene sogar schädigen“, sagt Verena Bentele.

„Gerade nach Akutversorgungen führen die zeitaufwendigen Bewilligungsverfahren bei den Kassen nämlich oft zu Versorgungslücken und gefährden so den Erfolg bei den Reha-Maßnahmen.“ Jetzt müsse der nächste Schritt sein, auch die Anträge bei allen medizinischen Rehabilitationen fallen zu lassen und auch diese Verfahren zu vereinfachen, so Verena Bentele.

Der Sozialverband-VdK hat jetzt über zwei Millionen Mitglieder.

Über zwei Millionen Menschen vertrauen in den Sozialverband VdK. Erstmals knackt der größte Sozialverband die zwei Millionen Marke. Deutschlands größter Intressenvertreter für soziale Belange wächst in allen Landesverbänden. Die Zahl der Mitglieder im Sozialverband VdK ist erstmals über die Marke von zwei Millionen gestiegen. In der Geschichte des Bundesverbandes der vor fast 70 Jahren, am 28. Januar 1950 gegründet wurde, ist das ein Rekordwert.

Plakat zur Aktion "Pflege macht arm"

Plakat zur Aktion "Pflege macht arm"© Sozialverband VdK Baden-Württemberg

VdK fordert weitere Verbesserungen bei der Rente

Viele der Maßnahmen im Rentenpakt I sind Schritte in die richtige Richtung. Notwendig sind weitere Verbesserungen, unter anderem für Menschen, die bereits jetzt Erwerbsminderungsrente erhalten.“ Das erklärt Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, anlässlich der heute geplanten Verabschiedung des Rentenpakts im Bundestag.
Es ist erfreulich, dass aufgrund der guten Lage am Arbeitsmarkt die Renten auch im nächsten Jahr steigen. Wenn es aber künftig weniger Einzahler und mehr Rentenempfänger gibt, weil die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen, dämpft der sogenannte Nachhaltigkeitsfaktor in der Rentenformel die Rentenerhöhungen und das Rentenniveau sinkt ab. Hier muss zur langfristigen Sicherung der Renten gegengesteuert werden. So genüge es nicht, das Rentenniveau nur bis zum Jahr 2025 bei 48 Prozent zu stabilisieren: „Ziel muss es sein, dass das Rentenniveau über das Jahr 2025 hinaus dauerhaft auf 50 Prozent angehoben wird, damit auch in Zukunft die Rentner an der Lohnentwicklung teilhaben“, erklärt Bentele. Notwendig ist auch, dass künftig alle Erwerbstätigen, also auch Politiker, Beamte und Selbstständige, in die Rentenversicherung einzahlen. „Die Menschen wollen generationenübergreifend darauf vertrauen, dass sie nach jahrzehntelanger Arbeit eine ordentliche Rente erhalten und nicht in die Altersarmut abstürzen“, erklärt die VdK-Präsidentin.
Die im Rentenpakt geplanten höheren Erwerbsminderungsrenten durch die Anhebung der Zurechnungszeiten sind zu begrüßen. „Davon müssen aber nicht nur Menschen profitieren, die ab 2019 aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in Rente gehen müssen, sondern auch die Bestandsrentner, die in besonderem Maße armutsgefährdet sind. Sie dürfen nicht leer ausgehen“, fordert Bentele. Darüber hinaus müssen endlich die Rentenabschläge von bis zu 10,8 Prozent abgeschafft werden. Um diese Verbesserungen zu finanzieren, fordert der VdK einen höheren Rentenversicherungsbeitrag der Arbeitgeber im Vergleich zu den Arbeitnehmern.
Es ist gut, dass nicht nur für Mütter mit drei und mehr Kindern, sondern für alle Mütter, die vor 1992 Kinder geboren haben, etwas getan wird. Der VdK hat sich immer dafür eingesetzt, dass alle von den Verbesserungen profitieren, unabhängig davon, wie viele Kinder sie geboren haben. Das ist ein Gebot der Gerechtigkeit.
„Ein zusätzlicher halber Punkt für alle Mütter ist deshalb ein guter Schritt, um die bestehende Ungerechtigkeit zu reduzieren. In einem weiteren letzten Schritt müssen alle Mütter drei Rentenpunkte pro Kind erhalten, unabhängig davon, wann sie ihr Kind geboren haben“, erklärt die VdK-Präsidentin. Auch müssen alle Verbesserungen bei der Mütterrente vollständig aus Steuermitteln finanziert werden, weil die Honorierung von Kindererziehung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist.

VdK fordert: Demenzkranke und ihre Familien besser unterstützen

„Menschen mit Demenz und ihre Familien sind häufig völlig isoliert. Deshalb brauchen sie die Unterstützung von Politik und Gesellschaft. Demenzkranke brauchen mehr Hilfen, damit sie am Alltag teilnehmen können. Aber auch ihre Angehörigen brauchen viel mehr Hilfen als bisher.“ Das erklärt Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, aus Anlass des heutigen Welt-Alzheimertages.
In Deutschland leben derzeit rund 1,7 Millionen Demenzkranke, zwei Drittel von ihnen leiden an Alzheimer. Fachleute rechnen bis 2050 mit drei Millionen Betroffenen. Aktuell lebt fast die Hälfte der Demenzkranken in außerhäuslichen Einrichtungen, die andere Hälfte wird zu Hause von Angehörigen betreut.
„Pflegende Angehörige haben zwar rechtlich Anspruch auf Entlastung, in der Realität finden sie aber nur ungenügende Angebote vor, die ihnen finanziell, zeitlich und organisatorisch helfen“, stellt Bentele fest. „Es mangelt oft an Pflegeunterstützung, etwa in der Kurzzeit- oder Tagespflege. Diese Angebote müssen ausgebaut werden.“
Zum Ausbau von Angeboten gehört auch, ein dichtes Netz an wohnortnahen Pflegestützpunkten zu schaffen, in denen sich Angehörige über Hilfen und Entlastungsmöglichkeiten informieren können. Viele pflegende Angehörige wünschen sich zudem eine zugehende Beratung zu Hause. „Die Unterstützung muss so niedrigschwellig wie möglich sein, damit Überlastungssituationen für den Pflegenden und den Demenzkranken gar nicht erst entstehen“, sagt Bentele.
Verbesserungen bringt hier möglicherweise die vom Bundeskabinett geplante „Nationale Demenzstrategie“. Bentele fordert jedoch weitere sozialpolitische Maßnahmen: „Pflegende Angehörige müssen Pflege und Beruf besser miteinander vereinbaren können. Dafür brauchen wir zum Beispiel eine Lohnersatzleistung für pflegende Angehörige ähnlich dem Elterngeld.“

Walter Hirrlinger

Walter Hirrlinger starb am 24. Juli 2018© Martin Bauer

Sozialminister a. D. und VdK-Ehrenpräsident Hirrlinger ist tot
VdK-Ehrenpräsident Walter Hirrlinger mit 92 Jahren verstorben

Stuttgart, 24. Juli 2018 – Walter Hirrlinger, VdK-Ehrenpräsident und Baden-Württembergs Minister für Arbeit und Soziales a. D. ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Hirrlinger verstarb nach langer Krankheit in der Nacht zum 24. Juli 2018 in Esslingen.

Das Bundesverfassungsgericht hat eine neue Pressemitteilung veröffentlicht.

Hierzu lautet der Kurztext:
Die Fixierung von Patienten stellt einen Eingriff in deren Grundrecht auf Freiheit der Person dar. Aus dem Freiheitsgrundrecht sowie dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz ergeben sich strenge Anforderungen an die Rechtfertigung eines solchen Eingriffs: Die gesetzliche Ermächtigungsgrundlage muss hinreichend bestimmt sein und den materiellen und verfahrensmäßigen Anforderungen genügen. Bei einer nicht nur kurzfristigen Fixierung handelt es sich um eine Freiheitsentziehung, für die Art. 104 Abs. 2 GG den weiteren, verfahrensrechtlichen Vorbehalt einer richterlichen Entscheidung vorsieht. Aufgrund ihrer besonderen Eingriffsintensität ist die nicht nur kurzfristige Fixierung sämtlicher Gliedmaßen auch im Rahmen eines bereits bestehenden Freiheitsentziehungsverhältnisses als eigenständige Freiheitsentziehung zu qualifizieren, die den Richtervorbehalt abermals auslöst, von einer richterlichen Unterbringungsanordnung also nicht gedeckt ist. Aus Art. 104 Abs. 2 Satz 4 GG folgt ein Regelungsauftrag an den Gesetzgeber, verfahrensrechtliche Bestimmungen für die richterliche Anordnung freiheitsentziehender Fixierungen zu treffen.
Mit dieser Begründung hat der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts auf zwei Verfassungsbeschwerden hin mit heute verkündetem Urteil die einschlägige Vorschrift des Landes Baden-Württemberg für verfassungswidrig erklärt und bestimmt, dass der baden-württembergische und der bayerische Gesetzgeber – der bislang keine spezielle Rechtsgrundlage für Fixierungen erlassen hat – verpflichtet sind, bis zum 30. Juni 2019 einen verfassungsgemäßen Zustand herbeizuführen.

VdK fordert: Rentenniveau auf 50 Prozent anheben

Rentenkommission muss das Vertrauen in die Alterssicherung stärken
„Ob jung oder alt: Alle Menschen in Deutschland müssen sich auf die gesetzliche Rente verlassen können. Die Rentnerinnen und Rentner von heute und morgen brauchen eine auskömmliche Rente im Alter. Daher fordern wir die Rentenkommission dringend auf, zukunftsfähige Vorschläge zu machen.“ Das erklärt Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, anlässlich eines Gesprächs der Rentenkommission mit Verbänden. Mit am Tisch sitzt auch der Sozialverband VdK Deutschland, die größte Interessensvertretung für aktuelle und zukünftige Rentnerinnen und Rentner.
Die gesetzliche Rente ist derzeit für die Mehrheit der Bundesbürger ein großer Unsicherheitsfaktor. „Jüngere wie auch ältere Menschen schauen heute mit beträchtlicher Sorge auf ihr Alterseinkommen. Sie haben Angst, dass sie mit ihrer ausgezahlten Rente gar nicht oder nur schwer über die Runden kommen werden. Das Vertrauen der Bürger in die gesetzliche Rente ist erschüttert“, so Bentele.
Es ist aus Sicht des VdK zwar begrüßenswert, dass der Bundesarbeitsminister Hubertus Heil die Rentenformel ändern will, damit das gesetzliche Rentenniveau nicht unter 48 Prozent absinkt. „Wir brauchen aber eine dauerhafte Anhebung des Rentenniveaus auf 50 Prozent“, fordert die VdK-Präsidentin. Auch müssen die dämpfenden Faktoren in der Rentenformel abgeschafft werden, damit die Renten wieder entsprechend der Löhne steigen. „Sonst droht immer mehr Menschen auch nach jahrzehntelanger Arbeit Altersarmut“, erklärt Bentele. Darüber hinaus fordert der VdK eine „Erwerbstätigenversicherung, in die alle einzahlen: Arbeitnehmer, Selbstständige, Politiker und Beamte.“
Eine klare Absage erteilt der VdK jeglichen Vorschlägen, das Renteneintrittsalter anzuheben. Schon heute haben vor allem Arbeitnehmer in körperlich und psychisch besonders belastenden Berufen kaum Chancen, bis zum Alter von 67 Jahren am Arbeitsleben teilzuhaben. „Nur einer Minderheit der Bürger ist es möglich, bis zur regulären Altersgrenze zu arbeiten. Eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit ist daher ein reines Rentenkürzungsprogramm und ein absolutes Tabu“, so Bentele.
Der VdK setzt sich aber auch für einen Mindestlohn über 12 Euro und gute Bildungschancen für alle ein. „Nur wer heute ausreichend in die Rentenversicherung einzahlt, hat morgen eine gute Rente“, erklärt Bentele.

„Beitrag nicht in gesetzlicher Pflegeversicherung erhöhen!“ Private Pflegeversicherung an Kosten beteiligen

Eine klare Absage erteilt der Sozialverband VdK Baden-Württemberg den Plänen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, die Beiträge in der gesetzlichen Pflegeversicherung zu erhöhen. Dieser will angesichts steigender Kosten ab Januar 2019 0,3 Prozent mehr von den gesetzlich Versicherten. „Die private Pflegeversicherung verfügt dagegen über ein Finanzpolster von rund 30 Milliarden Euro. Sie muss an den Kosten beteiligt werden!“, betont daher der Vorsitzende des Sozialverbands VdK Baden-Württemberg, Roland Sing. Mit Blick auf die gesünderen und zahlungskräftigeren Personen, die die private Pflegeversicherung versichert, bekräftigt Sing die langjährige VdK-Forderung nach einer Kostenbeteiligung der privaten Pflegeversicherung. Es könne nicht sein, dass Ausgabensteigerungen im Zuge der notwendigen Pflegereform 2017 und kommende Kostensteigerungen durch die unbestritten nötige bessere Bezahlung von Pflegepersonal ausschließlich den Arbeitnehmern und den Rentnerinnen und Rentnern aufgebürdet werden sollen. Es gehe hier um Aufgaben für alle Versicherten und damit um gesamtgesellschaftliche Aufgaben, so Roland Sing. Er erinnert zugleich an die Pläne der Koalitionäre vergangener Jahre, einen Solidarausgleich zwischen der privaten und der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung festzuschreiben. „Dies ist immer noch nicht umgesetzt!“ Der Sozialverband VdK ist eine Interessenvertretung von Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen, von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung, Sozialversicherten und Patienten, Rentnern, Grundsicherungsempfängern und von weiteren sozial betroffenen Menschen. Bundesweit gehören fast 1,9 Millionen Menschen zum VdK, in Baden-Württemberg derzeit gut 226 000.

VdK fordert: Rente langfristig sichern
„Der Erfolg der Rentenkommission wird sich daran messen lassen, ob sie ihr selbstgestecktes Ziel erreicht: die gesetzliche Rentenversicherung zu sichern und fortzuentwickeln. Wir werden die Arbeit der Rentenkommission kritisch begleiten und stehen für einen konstruktiven Austausch zur Verfügung.“ Das erklärt Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, anlässlich der konstituierenden Sitzung der Rentenkommission.

Viele Menschen treibt in Deutschland die Angst vor Altersarmut um. „Nur ein stabil hohes Rentenniveau schafft Vertrauen auf eine auskömmliche Alterssicherung. Für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft ist es wichtig, dass alte und junge Menschen hier nicht gegeneinander ausgespielt werden. Rente geht uns alle an“, erklärt die VdKPräsidentin. Deshalb muss aus Sicht des VdK das Rentenniveau in Zukunft wieder auf 50 Prozent steigen.

Der VdK setzt sich dafür ein, dass die gesetzliche Rentenversicherung zu einer Erwerbstätigenversicherung ausgebaut wird. „In die Versicherungspflicht sind alle Selbstständigen, Beamten und Politiker einzubeziehen. Dies stellt die Finanzierung der gesetzlichen Rente auf eine breitere Basis und bietet langfristig eine gerechtere Alterssicherung für alle Generationen“, betont die VdK-Präsidentin.

Der Sozialverband VdK begrüßt, dass sich die Rentenkommission auch mit der Fortentwicklung der betrieblichen und privaten Altersvorsorge befasst. Auch hier besteht laut der VdK-Präsidentin dringender Reformbedarf. Diese beiden Säulen der Altersvorsorge können nur als Ergänzung zur Sicherung des Lebensstandards dienen. „Sie sind nicht geeignet, die gesetzliche Rentenversicherung ganz oder teilweise zu ersetzen. Für die Mehrzahl der Versicherten stellt die gesetzliche Rente die tragende Säule der Altersversorgung dar“, so Bentele.

Auch in der aktuellen Debatte über die Rentenpläne der Bundesregierung wird sich der VdK für die Interessen seiner Mitglieder einsetzen: „Wir werden dafür kämpfen, dass alle Mütter drei Rentenpunkte pro Kind erhalten“, so die VdK-Präsidentin. Die vorgeschlagene „Grundrente“ sei zudem kein effektives Instrument zur Bekämpfung von Altersarmut: „Die Hürden sind viel zu hoch. Viele Menschen, vor allem Frauen, schaffen 35 Beitragsjahre gar nicht“, so Bentele. Zielgerichteter ist ein Freibetrag für die gesetzliche Rente in der Grundsicherung von 200 Euro.
Außerdem wird sich der Sozialverband VdK dafür einsetzen, dass von den geplanten Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente nicht nur die Neurentner, sondern auch die Bestandsrentner profitieren. Wichtig ist für den VdK auch, dass die Abschläge von bis zu 10,8 Prozent endlich abgeschafft werden.

Sozialverband VdK "Soziale Spaltung stoppen"

Abschlussveranstaltung des VdK-Bundesverbandstags in Berlin mit der neu gewählten VdK-Präsidentin Verena Bentele und Spitzenpolitikern – Ulrike Mascher ist VdK-Ehrenpräsidentin
Der VdK ist mit knapp 1,9 Millionen Mitgliedern die größte soziale Bürgerinitiative in Deutschland.
Die neu gewählte VdK-Präsidentin Verena Bentele betonte in ihrer Rede auf der Schlussveranstaltung des VdK-Bundesverbandstags in Berlin: „Wir wollen Menschen für uns begeistern, die dasselbe wollen wie wir: eine soziale, gerechte Gesellschaft für alle, für Jung und Alt, für Menschen mit und ohne Behinderungen. Seit über 70 Jahren setzt sich der VdK für die Rechte von Schwächeren ein, das wollen wir auch in Zukunft mit voller Kraft tun. Gemeinsam stehen wir für Solidarität und Menschlichkeit ein.“ Bis 2020, so Bentele weiter, soll die 2-Millionen-Mitgliedermarke geknackt werden.
Die erfolgreiche sozialpolitische Arbeit des VdK der letzten Jahre möchte Bentele fortführen: „Der VdK konnte einiges erreichen, aber wir werden auch künftig nicht locker lassen. Denn noch längst nicht kommen alle Menschen zu ihrem Recht. Gesetze müssen umgesetzt oder verändert werden. So müssen dringend die Bedingungen in der Pflege verbessert werden.“ Als Schwerpunkte ihrer Arbeit in den nächsten Jahren nannte sie Rentengerechtigkeit, Bekämpfung von Armut in allen Altersgruppen und die Herstellung von Barrierefreiheit.
„Meine erste Forderung ist ganz klar: Der VdK muss von Anfang an am Tisch sitzen, wenn über Rente, Pflege oder Barrierefreiheit verhandelt wird“, sagte Bentele. Konkret nannte sie als Forderung die Beteiligung des Sozialverbands VdK an der gerade eingesetzten Rentenkommission der Bundesregierung.
Zur Abschlussveranstaltung des dreitägigen VdK-Bundesverbandstags waren zahlreiche Spitzenpolitiker gekommen: SPD-Parteivorsitzende Andrea Nahles, CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, die Vorsitzende der Partei Die Linke, Katja Kipping, und der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck.
Auch die Verabschiedung von Ulrike Mascher war Teil des Programms. Die 79-Jährige war nicht mehr zur Wahl als VdK-Präsidentin angetreten. Die knapp 200 Delegierten hatten am Tag zuvor Verena Bentele mit 90,1 Prozent der Stimmen zu ihrer Nachfolgerin gewählt. Mascher hat sich in den fast zehn Jahren ihrer Präsidentschaft höchste Anerkennung in Politik und Gesellschaft erworben. Das neu gewählte VdK-Präsidium hat sie deshalb zur VdK-Ehrenpräsidentin ernannt.
Bentele würdigte die Verdienste von Ulrike Mascher: „Sie hat als VdK-Präsidentin Sozialgeschichte in Deutschland geschrieben und wesentlich daran mitgewirkt, dass das Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes auch in praktische Politik umgesetzt wird. Durch Ulrike Mascher ist der VdK noch stärker nach außen gegangen und hat sich noch weiteren Bevölkerungsgruppen geöffnet. Ich bin stolz darauf, ihre Nachfolge antreten zu dürfen.“

Verena Bentele ist die neue Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland

Neue VdK-Präsidentin

© VdK

Neuwahlen beim Sozialverband VdK Deutschland
Der Sozialverband VdK Deutschland hat eine neue Präsidentin: Verena Bentele wurde beim VdK-Bundesverbandstag in Berlin mit überwältigender Mehrheit an die Spitze des Verbands gewählt. Sie löst damit Ulrike Mascher ab, die sich nicht mehr zur Wahl gestellt hatte. Bentele erhielt am Mittwoch 90,1 Prozent der Stimmen.
Die 36-Jährige Verena Bentele gehört seit 2015 dem Landesvorstand des Sozialverbands VdK Bayern an. Als zwölffache Paralympicssiegerin im Biathlon und Skilanglauf machte sie den Behindertensport in Deutschland populär. Nach ihrer aktiven Sportlerinnen-Karriere und mit dem Magisterabschluss in Literaturwissenschaften startete sie ihre berufliche Karriere als selbstständiger Coach. Im Januar 2014 wurde sie zur Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen ernannt. Das Amt gab sie am 9. Mai 2018 ab.
Die neue VdK-Präsidentin Verena Bentele ist bereit, mit mehr als 1,8 Millionen Mitgliedern für soziale Gerechtigkeit in Deutschland zu kämpfen. „Der VdK ist die größte Bürgerbewegung Deutschlands, in der sich Jung und Alt für eine solidarische, tolerante Gesellschaft engagieren.“ Ihr Ziel ist es, die erfolgreiche Arbeit des VdK fortzuführen und den Verband stärker für junge Menschen zu öffnen. „Wir haben viele Verbesserungen bei Rente, Pflege und Inklusion erreicht. Dennoch brauchen wir weitere Maßnahmen im Einsatz für soziale Gerechtigkeit – sei es im Kampf gegen Altersarmut, gegen die Benachteiligung von Menschen mit Behinderung, gegen die wachsende Einkommensungleichheit, gegen die Zweiklassenmedizin sowie gegen eine Pflegepolitik, die aktuellen und kommenden Herausforderungen nicht gerecht wird.“
Die neue VdK-Präsidentin freut sich, einer so starken Sozialorganisation künftig Stimme und Gesicht zu geben: „Wir sind die wichtigste unabhängige sozialpolitische Interessenvertretung in Deutschland. Der VdK ist ein in Politik und Öffentlichkeit anerkannter Fürsprecher für Menschen in Notlagen und ein Wächter für das sozialpolitische Gefüge insgesamt. Ich bin stolz darauf, an der Spitze des VdK für ein gerechtes Miteinander einzutreten“, sagte Bentele nach ihrer Wahl in Berlin

Pflege geht jeden an. Angehörige selbst pflegen - ein Ratgeber.
(Rechtslage 2017)

Der VdK-Pflegeratgeber "Pflege geht jeden an" richtet sich an Menschen, die sich vorstellen können, die Pflege eines Angehörigen zu übernehmen, oder die diese Aufgabe bereits übernommen haben. Unsere aktualisierte und an die Rechtslage 2017 angepasste Broschüre gibt einen kurzen Überblick über die wichtigsten Fragen der Angehörigen­pflege. Sie berücksichtigt alle wesentlichen Neuerungen durch die Pflege­stärkungsgesetze I bis III und informiert über den reformierten Pflege­bedürftigkeitsbegriff sowie über die Pflegegrade, die die bisherigen Pflegestufen ersetzen.
Die Broschüre ist bei dem Kreisverband sowie den Ortsverbänden erhältlich.

Pflegebedürftig? - Tipps für die Pflegebegutachtung bei Erwachsenen

Viele Menschen und ihre Angehörigen sind verunsichert, wenn sie zum ersten Mal über Pflegebedürftigkeit nachdenken und einen Antrag bei der Pflegekasse stellen müssen.
Mit unserer Broschüre wollen wir Verunsicherungen abbauen und Ihnen Antworten auf folgende Fragen geben:
Wann bin ich bzw. wann ist mein Angehöriger pflegebedürftig?
Was muss ich tun, damit die Pflegebedürftigkeit festgestellt wird?
Was geschieht bei der Pflegebegutachtung?
Wie bereite ich mich auf die Pflegebegutachtung vor?
Welche Kriterien führen zur Feststellung von Pflegebedürftigkeit, und kann ich selbst eine erste Einschätzung vornehmen?
Was geschieht nach der Pflegebegutachtung?
Kann ich die Empfehlung des Gutachters und die Festsetzung eines Pflegegrades selbst überprüfen?
Was kann ich tun, wenn meine Einschätzung nicht mit der des Gutachters beziehungsweise der Pflegekasse übereinstimmt?
Welche Leistungen der Pflegeversicherung kann ich als pflegebedürftiger Mensch in Anspruch nehmen?
Die Broschüre ist bei dem Kreisverband sowie den Ortsverbänden erhältlich.

Bildrechte einblenden

Bildrechte auf der Seite "https://www.vdk.de/kv-zollernalb/ID216575":

  1. Coronavirus | © wd
  2. VdK-Präsidentin | © wd
  3. Plakat zur Aktion "Pflege macht arm" | © Sozialverband VdK Baden-Württemberg
  4. Walter Hirrlinger | © Martin Bauer
  5. Neue VdK-Präsidentin | © VdK

Liste der Bildrechte schließen

Datenschutzeinstellungen

Wir setzen auf unserer Website Cookies ein. Einige von ihnen sind notwendig, während andere uns helfen, unser Onlineangebot zu verbessern.

  • Notwendig
  • Externe Medien
Erweitert

Hier finden Sie eine Übersicht über alle verwendeten Cookies in externen Medien. Sie können Ihre Zustimmung für bestimmte Cookies auswählen.