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Erneut erfolgreiche VdK Seniorenmesse "60aufwärts!"

Traunstein. Sein 70. Gründungsjubiläum ist für den VdK-Kreisverband Traunstein vor zwei Jahren der Anlass gewesen, die erste Seniorenmesse „60aufwärts!“ zu veranstalten. Sie stieß damals auf sehr großes Interesse und fand nun in den Räumlichkeiten des Annette-Kolb-Gymnasiums mit 3000 Besuchern, noch mehr Ausstellern (fast 100) aus dem Gesundheits- und Sozialbereich, Verbänden, Vereinen, Gewerbe und öffentliche Institutionen sowie über 60 Fachvorträgen eine erfolgreiche Fortsetzung.

„Heuer haben wir sozialpolitische Brennpunkte in den Mittelpunkt gerückt“, betonte VdK-Kreisvorsitzender Rudi Göbel in seiner Begrüßungsrede und verwies auf die VdK-Kampagne „Rente für alle“ des VdK Deutschland. Dessen Präsidentin Verena Bentele hielt in ihrem Vortrag und bei der Podiumsdiskussion „Zukunft der Rente“ einen flammenden Appell für eine gerechte Rente. Für eine Rente über der Grundsicherung sei ein Mindestlohn von über zwölf Euro notwendig. Um die gesetzliche Rentenversicherung zukunftssicher zu machen, forderte sie: „Auch Politiker, Beamte und Selbstständige sollten einzahlen“. Die 37-jährige ehemalige Spitzen-Paraolympionikin, die vor gut einem Jahr an die Spitze des größten deutschen Sozialverbandes gewählt worden war, zollte dem veranstaltenden VdK-Kreisverband Respekt: „So eine Messe auf die Beine zu stellen ist richtig großes Kino, ein großer Erfolg“. Die erfolgreiche Arbeit des VdK und seiner vielen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter zeige sich auch darin, dass man nun in Bayern 700.000 Mitglieder habe. Bemerkenswert sei auch, so Bentele, „dass die Mitglieder jünger werden“.

„Das Leben hört mit 60 nicht auf“, vielmehr wolle die ältere Generation heutzutage aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, betonte Oberbürgermeister Christian Kegel und stellte klar, dass es sich in der großen Kreisstadt Traunstein „gut leben lässt, von den ganz Jungen bis zu den Lebenserfahrenen“. Er erinnerte auch daran, dass man in Traunstein seit langem einen Seniorenbeirat habe und seit fünf Jahren eine Modellkommune für Barrierefreiheit sei. Die Gesellschaft werde immer älter und darauf müsse man entsprechend reagieren, meinte stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber. Zudem bedankte sie sich für das „hervorragende Miteinander im Landkreis“, das entsprechend weiterentwickelt werden müsse und da leiste diese Seniorenmesse einen wichtigen Beitrag. MdB Dr. Peter Ramsauer zeigte sich angesichts der großen Resonanz davon überzeugt, „dass die Messe eine Fortsetzung und auch Nachahmungen finden wird“. „Der Landkreis Traunstein hat einen Anspruch auf einen Pflegestützpunkt und wir als Bezirk werden den VdK-Kreisverband in dieser Sache weiterhin unterstützen“, versprach Bezirkstagspräsident Josef Mederer. Man brauche für die Zukunft mehr Pflegekräfte, doch das gelinge nur, wenn dieser Berufstand mehr Wertschätzung erfahre.

Aufschlussreich war auch die Präsentation „Neue Wohnformen im Alter am Beispiel des Hauses der Begegnungen in Kirchanschöring“ von Bürgermeister Hans-Jörg Birner und Stefan Mayer, Projektentwickler von CaraVita. Man habe es geschafft, zentral im Ort ein Angebot zusammenzustellen, das es Bewohnern erlaubt, vom völlig selbständigen Wohnen bis zum Wohnen mit Betreuung ihren Lebensabend barrierefrei zu verbringen. Das erfolgreiche Pilotprojekt werde Modellcharakter für andere Kommunen haben. Die Kommunen müssten mehr bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung stellen, meinte Traunsteins OB Kegel in der zweiten Podiumsdiskussion „Generationenfreundliches Haus – alternatives Wohnen im Alter in der Region“ und fügte an: „Die Zeiten von Einfamilienhäusern mit 800 oder 900 Quadratmetern Grundstücksfläche sind vorbei“. Zudem sprach er sich für mehr Geschossbau im Innenstadtbereich und für Bodenbevorratungspolitik aus. Bentele brach eine Lanze für den kommunalen Wohnungsbau. Mit dem privaten Wohnungsmarkt sei das Problem nicht steuerbar. Informativ, kritisch und unterhaltsam durchs Programm führte Moderator Dominik Schott. Bei den Podiumsdiskussionen waren auch zwei Gebärdendolmetscher im Einsatz.

„Wir freuen uns, dass wir mit unseren Angeboten zu einer guten medizinischen Versorgung im Alter wie Akutgeriatrie und Geriatrische Rehabilitation mit dabei sein dürfen und dass wir so gut vernetzt sind“, so Manuela Großauer von der Pflegedirektion der Kliniken Südostbayern AG und warb für die Notfallmappen (blau/rot), die man mit dem ärztlichen Kreisverband Traunstein und dem Landratsamt entwickelt hat. Man sollte sich rechtzeitig um einen Platz in einem Altenheim umschauen, appellierten zwei Damen am Stand der Kreisaltenheime Trostberg, Grabenstätt und Palling. „Ein paar Senioren sind selbst über sich erschrocken, viele haben es aber gut gemacht“, so Sonja Schmidt von der Kreisverkehrswacht Traunstein, an deren Stand man mit Auto- und Fahrrad-Simulatoren seine Reaktionsfähigkeit testen konnte. Fleißig Elektromobile getestet wurden bei der Firma Pohlig. Über die Themen „Mobil im Alter – So kommen Sie sicher durch den Straßenverkehr“ und „sicheres Wohnen im Alter und Einbruchschutz“ informierte die Polizei. „Bis 13 Uhr waren durchgehend Leute an unserem Stand und haben nach unseren Diensten gefragt“, freute sich Malteser-Kreisgeschäftsführer Peter Volk. Auch der Messe-Shuttle-Service oblag den Maltesern. Gut besucht war zudem der Stand der VdK-Kreisgeschäftsstelle um Bernhard Oberauer und seinem Team. Es gab auch diverse Mitmachstationen. Es konnte an Sportgeräten trainiert, musiziert, gesungen, getanzt und Karten gespielt werden. Für das leibliche Wohl der Besucher war bestens gesorgt.

Aufgrund der großen Hitze sei zwar die Zahl der Besucher im Vergleich zu 2017 etwas zurückgegangen, „doch dafür sind die Gespräche und Beratungen noch intensiver gewesen und die Aussteller und Referenten konnten noch gezielter auf Fragen und Anliegen eingehen“, so VdK-Kreisvorsitzender Rudi Göbel. Da man nur positive Rückmeldungen bekommen habe, „werden wir, wenn die Rahmenbedingungen dieselben bleiben, 2021 hundertprozentig eine dritte Seniorenmesse veranstalten“, betonten Messeleiter Jürgen Pieperhoff und Göbel. mmü

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