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GESUNDHEITSTAG - Prävention - Rehabilitation im Mai 2016

VdK Gesundheitstag im Kursaal in Stuttgart-Bad Cannstatt

Carin E. Hinsinger begrüßt die Teilnehmer des VdK Gesundheitstages

Carin E. Hinsinger begrüßt die Teilnehmer des VdK Gesundheitstages im großen Kursaal in Stuttgart-Bad Cannstatt.© Petra Kunert

Besucher informieren sich über Prävention und Rehabilitation
Prävention und Rehabilitation waren thematischer Schwerpunkt
beim VdK-Gesundheitstag am 13.5.2016 im großen Kursaal in Stuttgart-Bad Cannstatt. Dazu eingeladen hatte der VdK Kreisverband Stuttgart. An zahlreichen Informationsständen konnten sich die Besucher über aktuelle Trends informieren. Vor Ort war nicht nur die VdK Patienten- und Wohnberatung Baden-Württemberg. Deutsche Rentenversicherung, Deutsches Rotes Kreuz, die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen KISS, Naturheilgesellschaft Stuttgart e.V., eine Osteoporose Selbsthilfegruppe sowie ein Sanitätshaus präsentierten ebenfalls ihre Angebote.

Antwort geben auf Bedürfnisse des Körpers
Auf dem Programm standen auch interessante Vorträge. Die Vorsitzende des VdK-Kreisverbandes Stuttgart und Vizepräsidentin des Sozialverbandes VdK Deutschland, Carin E. Hinsinger betonte zum Auftakt die Notwendigkeit von Prävention und Rehabilitation. Wichtig sei eine Änderung der Geisteshaltung. Denn verantwortungsvoll leben bedeute Antwort zu geben auf die Bedürfnisse des Körpers. Das Grußwort kam vom Bezirksvorsteher Bad Cannstatt, Bernd Marcel Löffler. Er freute sich über das große Engagement des VdK, die Wahl des Veranstaltungsortes und die große Resonanz.

Der baden-württembergische VdK-Landesverbandsvorsitzende und Bezirksverbandsvorsitzende Nordwürttemberg Roland Sing forderte in seiner Rede eine Stärkung der Pflegestützpunkte, mehr Mittel für die Träger von Rehabilitation und verbesserte Gesetze für den Bereich Pflege.

Roland Sing weist auf VdK-Kampagne "Weg mit den Barrieren!" hin.

Roland Sing weist auf VdK-Kampagne "Weg mit den Barrieren!" hin.© Petra Kunert

Er sagte, in der Politik müsse man dicke Bretter bohren. Zugleich wies Sing auf die aktuelle VdK-Kampagne "Weg mit den Barrieren!? hin. Es gelte mit wachen Augen durch die Stadt zu gehen. Barrierefreiheit sei nicht nur im öffentlichen Raum notwendig. Zum Mitmachen aufgerufen seien auch Praxen von Heil- und Hilfsberufen. Immer wichtiger werde auch die Wohnberatung. Sing forderte dazu auf sich zu informieren und falls möglich auch im Alter im sozialen Umfeld zu bleiben. Hilfreich sei auch die unabhängige Patientenberatung des VdK. Nach den neuen Pflegestufen müssten allein in Baden-Württemberg rund 350.000 Fälle umgestellt werden.

"Entspannungshocke" beugt Rückenleiden vor
Rund 200 Besucher waren in den renovierten Kursaal in Stuttgart-Bad Cannstatt gekommen, um sich über die Themen Prävention und Rehabilitation zu informieren. Sie verfolgten mit großem Interesse auch den abwechslungsreichen Vortrag des Mediziners Professor Dr. Gerd Schnack unter dem Motto "Elastisch, beweglich und kreativ ein Leben lang". Der Facharzt für Chirurgie, Unfallchirurgie und Sportmedizin sowie Autor zahlreicher Bücher betonte, Präventivmedizin sei weiblich. Frauen würden im Gegensatz zu Männern bis ins hohe Alter gerne tanzen. Deshalb müsse in Deutschland eine neue Volksstanzkultur geschaffen werden. Hilfreich sei auch sich für zu Hause ein Trampolin anzuschaffen. Dadurch könne man einmal am Tag dem Stress davonlaufen. Das Hören von Musik mit Antrieb fördernden Elementen sei beispielsweise wirksam bei der Behandlung von Schlaganfallpatienten. Mit einfachen Methoden könne man Krankheiten verhindern. Ein aufrechter Gang sei gut für die Weichteile des Bindegewebes und befreie die Faszien. Durch ständiges Sitzen mit gebeugtem Hüftgelenk schrumpfe der Hüft-Lenden-Muskel. Beim Aufstehen bilde sich dadurch ein Hohlkreuz. Daraus könne sich ein Bandscheibenvorfall bzw. ein eingeengter Spinalkanal entwickeln. Ein Wundermittel gegen Rückenbeschwerden sei die "Entspannungshocke", wie sie bei Naturvölkern noch weit verbreitet sei im Gegensatz zur "europäischen Krampfhocke", die vor allem durch das Tragen hoher Absätze entstehe. Gelebte Elastizität sei das "Gehen im Swing" mit einem jeweiligen Gegenschwung aus der Hüfte. Schnack zeigte auch einige Übungen, wie man "Fußpflege durch Gymnastik ergänzen kann. Beim Kapaltunnelsyndrom der Hand helfe die "Robbenflosse", die er anschaulich demonstrierte. In Deutschland mangele es aber vor allem an Pausenkultur. Das Gehirn komme durch Internet, Handy und Fernseher nicht mehr zur Ruhe. Deshalb habe er aus Vietnam die "Vagus-Meditation" mitgebracht. Nächtliche Schlafstörungen könne man durch einfache Methoden vermeiden. Dazu zähle ein Schlafzimmer ohne störende Elemente. Schließlich zeigte Schnack zur Entspannung eine Atemübung, bei der der Kehlkopf beim Ausatmen vibrieren muss.

Angst sitzt in den Nieren
In der Pause diskutierten die Besucher im Kursaal Fragen zu Prävention und Rehabilitation. An mehreren Informationsständen erhielten Sie Auskunft über zahlreiche Aspekte zum Thema Gesundheit. Weiter ging es mit dem musikalischen Vortrag von Gesine Keller und Ella Werner. Das temperamentvolle Gesangsduo entführte das Publikum auf unterhaltsame Weise in die Klangwelten der Vergangenheit. Sie präsentierten bekannte Melodien aus fünf Jahrzehnten in moderner Interpretation. Das kam beim Publikum sehr gut an. Dann folgte ein Vortrag des Stuttgarter Heilpraktikers Markus Maier über den souveränen Umgang mit Ängsten. Zunächst erläuterte er den biologischen Sinn von Angst. Dann erklärte Maier, wann man von "krankhafter" Angst spreche. Dazu zählten Phobien, Depressionen und Zwänge. Ein hilfreicher psychoanalytischer Ansatz sei das Riemann-Thomann-Model. Es unterscheide zwischen den Polen "Distanz und Näh" bzw. "Dauer und Wechsel". Je nachdem wo eine Persönlichkeit emotional unterwegs sei, könne man auf persönliche Stärken und Schwächen schließen. Im Anschluss folgte ein Exkurs zur traditionellen chinesischen Medizin, wonach die Angst in den Nieren sitze. Deshalb könne es helfen in Angstsituationen bzw. zur Vorbeugung von Ängsten die Nieren zu wärmen. In der klassischen Homöopathie werde hingegen Ähnliches mit Ähnlichem geheilt. Und auch mit Bachblüten gebe es therapeutische Erfolge bei der Behandlung von Ängsten. Wichtig sei aber in jedem Fall Bewegung. Sie helfe gegen das hormonelle Ungleichgewicht in Angstsituationen. Der Vortrag von Markus Maier wurde von den Zuhörern aufmerksam verfolgt. Zum Abschluss dankte Carin. E. Hinsinger den Teilnehmern des VdK-Gesundheitstages für ihr großes Interesse. Sie rief dazu auf, die zahlreichen hilfreichen Anregungen aufzugreifen und falls möglich im Alltag umzusetzen.

Informationsstand der VdK-Patienten- und Wohnberatung

Informationsstand der VdK-Patienten- und Wohnberatung Baden-Württemberg lockt zahlreiche Besucher an.© Petra Kunert

Petra Kunert

GESUNDHEITSTAG - Prävention - Rehabilitation

Einladung zur Vortragsreihe Prävention - Rehabilitation
mit vielen Informationsständen

Zeit: am Freitag, 13. Mai 2016 um 14.00 Uhr (Saaleröffnung 13.30 Uhr)
Ort: Stuttgart-Bad Cannstatt. im "Großen Kursaal"
Anfahrt: Linie U2 Haltestelle "Kursaal"

Eintritt frei!

Programm:
Eröffnung und Begrüßung: Carin E. Hinsinger
Grußwort: Bezirksvorsteher Bad Cannstatt : Bernd Marcel Löffler

Themen:

  • Elastisch, beweglich und kreativ, ein Leben lang, mit Prof. Dr. med Gerd Schnack (Facharzt für Chirurgie und Sportmedizin)
  • Dein Theater - 50 Jahr blondes Haar - Deutschlands Schlager
  • Souverän mit Ängsten umgehen
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  1. Carin E. Hinsinger begrüßt die Teilnehmer des VdK Gesundheitstages | © Petra Kunert
  2. Roland Sing weist auf VdK-Kampagne "Weg mit den Barrieren!" hin. | © Petra Kunert
  3. Informationsstand der VdK-Patienten- und Wohnberatung | © Petra Kunert

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