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Männer aufgepasst!

Männergesundheit - (k)ein Thema?

"Es gibt zum Beispiel einen typisch männlichen Stoffwechsel", referierte Dr. Suso Lederle, Internist und Geriater aus Stuttgart, vor den Zuhörern. Sie kamen aus den Stuttgarter Ortsverbänden, um mehr über das Thema "Männergesundheit" zu erfahren, nach Stuttgart-Münster ins Vereinsheim des Musikvereins. Es hätten noch einige Männer mehr Platz gehabt und sich informieren können - aber: "Männer kümmern sich immer noch viel weniger um ihre Gesundheit als Frauen", wurde Dr. Lederle in seinem Wissen und seiner Erfahrung bestätigt. Dabei könnte vielen "Herren der Schöpfung" viel besser geholfen werden, wusste der Stuttgarter Internist und Geriater: "Körperliche Beschwerden und Veränderungen werden einfach ignoriert, bis hin zu Tumorleiden, die Männer müssen früher kommen, dann können wir ihnen helfen."
Wie viel die aufmerksam zuhörenden und diskutierenden Männer von den Erläuterungen des Dr. Lederle profitierten, bewies ihr lang anhaltender Beifall am Ende. Sie hatten vieles erfahren: Über Hormone, besonders das Testosteron und dessen Steuerung, über die Folgen des Bauchfetts, Störung des Zuckerstoffwechsels, erhöhte Blutfette und erhöhten Blutdruck sowie über sexuelle Störungen, etwa die erektyle Dysfunktion. Dass alle Betroffenen etwas gegen Männerkrankheiten tun könnten, war jedoch das größte Anliegen des engagierten Facharztes Dr. Lederle, der schon oft im Sozialverband VdK referierte, dessen Mitglied er seit vielen Jahren ist.
Auf den Prostata-Krebs als häufigste Krebsart bei Männern ging er besonders intensiv ein: "Alle Männer ab dem 45. Lebensjahr sollten dringend die Vorsorgeuntersuchung der Prostata wahrnehmen", beschwor Dr. Lederle seine Zuhörer. Und: Ab 60 sei Männergesundheit ein ganz besonders wichtiges Thema. Dann häuften sich die Erkrankungen. Durch Vorsorgeuntersuchungen und Vorsorgemaßnahmen liesen sich jedoch etliche Krankheiten vermeiden oder rechtzeitig behandeln, so dass die natürliche Lebenszeit nicht verkürzt würde. Im Übrigen wies Dr. Lederle noch auf etwas Anderes hin: "Altern ist keine Krankheit, der Zellteilungs-Zyklus ist endlich, für diese Erkenntnis gab es kürzlich einen Nobelpreis." Also: Sich wegen jedem Zipperlein verrückt zu machen ist sicher nicht angebracht, Vorsorge und Kontrolle aber schon, weil diese unnötige Leiden erspart.

Jörg Stimpfig

Fotos von Jörg Stimpfig finden Sie in der Bildergalerie zu den Konferenzen 2014.

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