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Pressemitteilungen KV Steinfurt

VdK will noch besser werden
Intensiver Meinungsaustausch bei der Klausurtagung des Kreisverbandes Steinfurt.

„Der VdK-Landesverband NRW, aber auch viele unserer fast 16000 Mitglieder in 30 Ortsverbänden bestätigen uns immer wieder, dass wir gute Arbeit leisten“, so Dr. Reinhold Hemker, Vorsitzender des VdK-Kreisverbandes (KV) Steinfurt. Und er schiebt gleich nach: „Wir wollen noch besser werden.“ Genau dieses Motto schwebte über einer fünfstündigen Klausurtagung in Hopsten. Zu der hatte Hemker zusammen mit KV-Geschäftsführer Roland Lammers Mitglieder des KV-Vorstandes sowie die hauptamtlich Beschäftigten der KV-Geschäftsstelle in Ibbenbüren eingeladen. Die effektive Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen stand dabei ganz oben auf der Agenda. Eigens zur Moderation dieser Veranstaltung war Jennifer Kolb aus Düsseldorf angereist. Routiniert förderte die Referentin des Landesverbandes den Austausch von Erfahrungen und Ideen. In mehreren Gruppen und Runden diskutierten die knapp 30 Teilnehmer, bis die Köpfe rauchten. „Was läuft gut und was könnte besser laufen?“, fragte Kolb. In engagiert geführten Diskussionen erklärten die Gefragten nach der „Soft-Methode“ (Satisfaction, Opportunities, Faults und Threats), womit sie zufrieden sind, welche Entwicklungschancen sie sehen, welche vermeidbaren Fehler aktuell gemacht werden und welche Bedrohungen daraus in Zukunft erwachsen könnten.

Rainer Schwarz

„Großen Dank“ zollte Dr. Reinhold Hemker an Jennifer Kolb für die Moderation der intensiven Klausurtagung und übergab ihr ein Präsent in einer VdK-Tasche mit dem Motto „Sozialer Aufschwung jetzt“.© Rainer Schwarz

„Die VdK-Ortsverbände mit ihren ehrenamtlich Tätigen beschränken sich auf die Einstiegsberatung Betroffener“, so eine wesentliche Feststellung. Eine fundierte Rechtsberatung sowie die Unterstützung beim Widerspruch und vieles mehr leisten kompetente Gesprächspartner in der Kreisgeschäftsstelle. „Und dass wir noch am gleichen Tag zurückrufen, hat uns bereits einen guten Ruf beschert“, unterstreichen die Hauptamtlichen. „Ihr habt intensiv mitgemacht“, lobte Kolb abschließend sehr zufrieden.Rainer Schwarz


Parkinson-Forum und VdK gemeinsam für Ehrenamtsschulung
Information über sozialrechtliche Begutachtung

Der Vorsitzende des Sozialverbandes VdK im Kreis Steinfurt, Dr. Reinhold Hemker, brachte es bei der Begrüßung des Referenten Dr. Dietmar Schäfer, Ärztlicher Direktor der VAMED Reha-Klinik in Bad Berleburg und Referent der Fachveranstaltung zur sozialrechtlichen Begutachtung mit dem Schwerpunkt neurologische Erkrankung in der Evangelischen Jugendbildungsstätte Nordwalde in der letzten Woche auf den Punkt, indem er sagte : „Wir brauchen als Sozialverband VdK in den verschiedenen Bereichen wie Krankheit, Schwerbehinderung und Rente wegen Erwerbsminderung und Erwerbsunfähigkeit Partner, die sich auskennen bezüglich der Sozialgesetzbücher V/Krankheit, VI /Rente und IX Schwerbehinderung.“ Er dankte Reiner Krauße, Vorsitzender des Parkinson-Forum Kreis Steinfurt e.V., als wichtigen Partner des VdK für die Vorbereitung und Organisation der Veranstaltung. Dieser betonte dann nach der Vorstellung des Referenten, den er als einen Experten unter den Gutachtern bezeichnete, die Bedeutung der ehrenamtlichen Sozialberater und der Betreuungsarbeit, die für Betroffene geleistet wird.
Dr. Schäfer verwies zunächst auf das Bio-Psycho-Soziale Modell der Weltgesundheitsorganisation (WHO), an dem sich die Gutachtertätigkeit orientieren müsse, was leider nicht immer geschehe. Das sei besonders bei der Parkinson-Krankheit wichtig, weil bei dieser Erkrankung besonders im fortgeschrittenen Stadium, mehrere Krankheitssymptome eine Rolle spielen. Sie führten zu immer mehr Belastungen und Einschränkungen im nervlichen, physischen und psychischen Bereich. Die Betroffenen seien oft auch kaum noch in der Lage, Anträge für den Schwerbehindertenausweis, Pflegegrad und die Rente eigenständig so zu stellen, wie es im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Verfahren notwendig ist. Auch käme es bei diesen Verfahren immer wieder zu Schwierigkeiten. Er verwies darauf, dass bei der Betreuung und Sozialberatung immer darauf geachtet und verwiesen werden muss, dass man von allen beteiligten Fach- und Hausärzten Befunde anfordern müsse, zur Vorlage bei den jeweiligen Anträgen. Das gelte auch für die Berichte der Kliniken nach einem dortigen Aufenthalt und der Behandlung. Eine professionelle Vorbereitung der Antragstellung erleichtert die Verfahren deutlich. Dazu gab es diverse Ratschläge vom Referenten.
Leider habe er als Gutachter für Sozialgerichte, für die er seit 1994 tätig sei, immer wieder feststellen müssen, dass die für die Betroffenen negativen Entscheidungen der Pflegekassen auf der Grundlage der Gutachten der Medizinischen Dienste, der Behörden im Bereich des Schwerbehindertenrechtes und der Rentenversicherungen manchmal auch nicht den gutachterlichen Standards entsprechen. Das wurde auch von mehreren Teilnehmerinnen und Teilnehmern bestätigt. Hier, so wurde gesagt, seien die politisch Verantwortlichen auch besonders gefordert, denn die Versorgungsmedizinische Verordnung aus dem Jahr 2020 müsse an die medizinische Entwicklung angepasst werden. Manchmal – so habe man den Eindruck – werde auch noch immer das Handbuch des Arbeits- und Sozialministeriums aus dem Jahr 2008 als Richtschnur benutzt.

Hagen Libeau

Reiner Krauße stehend, re. daneben sitzend Dr. Reinhold Hemker, eingefügt Dr. Schäfer© Hagen Libeau

Dr. Reinhold Hemker verwies in dem Zusammenhang auf die besonderen Leistungen der hauptamtlichen Rechtsberater des VdK und bat den an der Veranstaltung teilnehmenden Geschäftsführer des Kreisverbandes, Roland Lammers, der auch Rechtsberater ist, diesen Dank weiterzugeben. Denn, wie er sagte, seien die Erfolge des VdK und die zunehmende Mitgliederzahl u.a. auch darauf zurückzuführen, dass im Bereich der Antrags-, Widerspruchs- und Sozialgerichtsverfahren sehr gute, erfolgreiche Arbeit geleistet wird.
Reiner Krauße dankte in seiner Funktion als Vorsitzender des Parkinson Forum und auch als Mitglied des VdK-Kreisvorstandes Dr. Schäfer für seinen informativen und lehrreichen Vortrag. Dr. Schäfer seinerseits dankte allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die rege Beteiligung und wünschte weiterhin viel Erfolg für die Beratungs- und Betreuungsarbeit im Kreis Steinfurt. Anfragen zu den genannten Themenbereichen können erfolgen bei Reiner Krauße, Tel. 02551 -834173 und Dr. Reinhold Hemker, Tel. 0171-2658989, sowie in der Geschäftsstelle des VdK-Kreisverbandes Tel.05451-2403.


Werner Lammers mit 90 immer noch aktiv
Als Ehrenvorsitzender mit Rat und Tat dabei

Als Werner Lammers in seiner damaligen Funktion als Vorsitzender des Sozialverbandes VdK im Kreis Steinfurt Ende des Jahres 2015 Dr. Reinhold Hemker fragte, ob er ihn als seinen Nachfolger für das Amt des Kreisvorsitzenden vorschlagen könne, sagte dieser unter einer Bedingung zu: Der langjährige Vorsitzende müsse dann Ehrenvorsitzender werden. Und das geschah beim Großen Verbandstag am 16.April 2016. Beide wurden einstimmig gewählt: Werner Lammers als Ehrenvorsitzender und Dr. Reinhold Hemker als Vorsitzender des VdK-Kreisverbandes. Das Motto, unter dem danach gemeinsam mit den ehrenamtlich tätigen Mitgliedern des Kreisvorstandes und den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gearbeitet wurde, lautete Kontinuität und soziales Engagement.
Daran wird nun u.a. am 2. August 2022 erinnert, wenn es die zahlreichen Glückwünsche zum 90. Geburtstag nicht nur aus den Reihen der VdK-Mitglieder aus den 30 Ortsverbänden im Kreis Steinfurt, sondern auch von den Weggefährten auf Landesebene und von denjenigen geben wird, mit denen Werner Lammers gemeinsam aktiv gewesen ist. Denn er war viele Jahre ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht in Münster und beim Landessozialgericht Essen, Mitglied im Behindertenrat der NRW Landesregierung, in der Behinderten-Pflegekommission der Universität Bielefeld, im Ausschuss für Behinderte bei der Hauptfürsorgestelle Münster und er hatte zahlreiche Funktionen im VdK auf Landes- und Bundesebene .Er war auch mehrere Jahre stellvertretender Vorsitzender im VdK Landesverband NRW. In der Kirchengemeinde St. Johannes Bosco in Ibbenbüren war er Mitglied der KAB und des Kirchenchores und im Kirchenvorstand dieser Gemeinde, davon 4 Jahre dessen Vorsitzender. Auf kommunalpolitischer Ebene war er Mitglied im Kreisvorstand der CDA und sachkundiger Bürger im Gesundheitsausschuss und im Sozialausschuss des Kreistages Steinfurt, nominiert von der CDU-Fraktion im Kreistag und Mitglied der Kreispflegekonferenz Steinfurt.
Wichtig war Werner Lammers seit seinem Eintritt in den Sozialverband

Rainer Schwarz

Werner Lammers, Ehrenvorsitzender im VdK Kreisverband Steinfurt© Rainer Schwarz

Rainer Schwarz

Werner Lammers, Ehrenvorsitzender (Mitte) und der aktuelle Vorstand des VdK Kreisverband Steinfurt© Rainer Schwarz

VdK 1989 immer auch die Mitarbeit im eigenen Ortsverband, in dem er mehrere Jahre Mitglied des Vorstandes und dann auch stellvertretender Vorsitzender war. Wichtig war und ist ihm bis heute die Kooperation mit den Behinderten-Sportgemeinschaften und die Partnerschaft mit der niederländischen Organisation BMNO (Bond van Nederlandse Militaire Ooorlogsen Dienstlachoffers, Overijssel). Mit dem langjährigen Vorsitzenden Jan Gerard ist er freundschaftlich verbunden. Das Verdienstkreuz des BMNO wurde Werner Lammers 2007 verliehen. Das Bundesverdienstkreuz am Bande der BRD bekam er bereits 2004. In der letzten Kreisvorstandssitzung wurde zum Ausdruck gebracht, dass der Ehrenvorsitzende weiterhin in die Mitte des Vorstandes gehört
(s. Bild). Das wurde dann auch noch einmal betont bei der Dankesveranstaltung mit den Vertretern der 30 Ortsverbände und den Ehrenvorstandsmitgliedern und ihren Partnerinnen und Partnern, die am 13.Mai 2022 stattgefunden hat. Wichtig ist für die Mitglieder des Kreisvorstandes auch, dass das, was Werner Lammers für die Barrierefreiheit geleistet hat, fortgesetzt wurde und wird. Dafür ist seit 2016 der stellvertretende Vorsitzende Rolf Hötker zuständig, der entsprechende Maßnahmen immer mit ihm abstimmt. Bei besonderen Anlässen wie z.B. den 100. Geburtstagen alter Weggefährten, aber auch bei Trauerfeiern vertritt er gerne den Kreisverband. Für und mit Werner Lammers hoffen viele, dass er noch lange mithelfen kann, mit dem Sozialverband VdK die Zukunft sozial zu gestalten.


Münsterländische Zeitung

© Münsterländische Zeitung


Premiere-Fahrt im Spezialbus
Vertreter der Menschen mit Behinderung und der jüngeren Generation on tour

„Super, dass ihr diesen Spezialbus organisiert habt“, freute sich Elke Sandmann aus Rheine und strahlte mit der Sonne um die Wette. Im Rollstuhl mitfahren? Kein Problem. Denn Rolf Hötker, im VdK-Kreisverband Steinfurt Vertreter für Menschen mit Behinderung, und Ernst-Wilhelm Minneker, Vertreter der jüngeren Generation, setzten erstmals den speziell ausgerüsteten Bus der Firma Brockmeyer für eine Tagestour ein. „Der gesamte Heckbereich ist für Rollstühle ausgebaut. Dieser ist über eine hydraulische Hebeplattform erreichbar und die Behindertentoilette direkt vom Platz per Extrasitz“, betont Hötker.

KV Steinfurt

Rolf Hötker (vorne 2 v. li.) und Ernst-Wilhelm Minneker (vorne re.) organisierten die VdK-Premieren-Tour im Spezialbus. Im Rollstuhl strahlt Elke Sandmann© KV Steinfurt

„In Sachen Barrierefreiheit ist das Freilichtmuseum noch verbesserungswürdig“, ergänzte er, als die 30 Teilnehmer aus verschiedenen VdK-Ortsverbänden das „schwierige Gelände“ in Detmold besucht hatten. „Jedoch bei den Führungen mit Infos über die Siedlungsgeschichte und Aberglauben der Region kamen wir aus dem Staunen nicht heraus“, ergänzte Minneker, bevor es weiter zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica ging.


Häusliche Pflege am Limit
Nächstenpflege mit Kraft und Unterstützung

„Wir sind im Sozialverband VdK im Kreis Steinfurt froh, dass nun die bundesweite VdK-Kampagne unter dem Motto „Nächstenpflege braucht Kraft und Unterstützung“ in dieser Woche begonnen hat“. Das sagte der Vorsitzende Dr. Reinhold Hemker beim Vorbereitungstreffen für die verschiedenen kreisweiten Veranstaltungen die zum Teil gemeinsam mit einigen der 30 Ortsverbände mit jetzt mehr als 15000 Mitgliedern schon geplant sind. Die stellvertretende Kreisvorsitzende Dorothea Stauvermann hofft als Mitglied der Fachgruppe Gesundheit/Pflege des Landesverbandes, dass sie und auch andere sachkundige VdK-Mitglieder als Referenten zu Veranstaltungen auch von anderen Sozialverbänden eingeladen werden. Die zum Kreisvorstand gehörende Vorsitzende des Ortsverbandes Emsdetten Eveline Gerdes verweist darauf, dass 80 Prozent der rund vier Millionen Pflegebedürftigen zuhause von Familienangehörigen meistens Frauen versorgt werden. „Für die Angehörigen ist diese Pflege zwar eine Selbstverständlichkeit, aber auch extrem belastend“. Das sagt R.Hemker mit Hinweis auf die Ergebnisse einer VdK-Studie. Um die häusliche Pflege endlich in den Fokus der Gesellschaft zu rücken, startet der Sozialverband VdK deshalb die jetzt begonnene große Pflegekampagne. „Häusliche Pflege steht nur für den Ort, wo gepflegt wird. Es geht aber um viel mehr: Die Beziehung zwischen Pflegebedürftigem und Pflegendem. Diese Beziehung ist sehr emotional und von Liebe geprägt. Deshalb sprechen wir von Nächstenpflege“, sagt die Vorsitzende des Ortsverbandes Dreierwalde und auch Mitglied des Kreisvorstandes Katrin Illgen-Sankat .
Zum Auftakt der Kampagne fand in Berlin eine Demonstration ohne Menschen statt – dafür wurden Schilder mit Botschaften der Pflegenden vor dem Kanzleramt aufgestellt.

VdK

© VdK

Das Kreisvorstandsmitglied Gerlinde Hauschild, die als Fachberaterin im Bereich Pflege tätig ist, nimmt deutlich Stellung mit Bezug auf diese Demonstration „Menschen, die ihre Nächsten zu Hause pflegen, haben keine Lobby. Sie haben aber auch keine Zeit, um auf die Straße zu gehen. Deshalb geben wir ihnen als VdK eine Stimme“. Sie wünsche sich, dass in den nächsten Monaten solche Demonstrationen im Kreis Steinfurt natürlich in kleinerer Form stattfinden. Einig, so der Kreisvorsitzende, seien sich alle Menschen, die Erfahrungen mit Pflege gemacht haben, dass die pflegenden Angehörigen mehr Hilfe im Haushalt, bei der Pflege und Betreuung bekommen und ihnen die finanziellen Sorgen genommen werden müssen. Und sie verdienten eine bessere Anerkennung bei der Rente. Das seien die konkreten Forderungen an die Politik. Der im Kreisvorstand für Menschen mit Behinderung zuständige Vorsitzende des Ortsverbandes Bevergern Rolf Hötker mahnt: „Es ist höchste Zeit, pflegende Angehörige ausreichend zu unterstützen und sie zu entlasten – bevor der große häusliche Pflegedienst überall zusammenbricht, weil diejenigen, die ihn leisten, es nicht mehr schaffen“. Am kommenden Freitag findet in der Gaststätte Prigge in Lengerich ein Treffen des VdK-Kreisvorstandes, der hauptamtlichen Mitarbeiter und Vertreter der Ortsverbände mit Partnern statt, bei der Informationen zu möglichen Mitmach-Aktionen und Info-Veranstaltungen und die Forderungen an die Politik erläutert werden. Anfragen und Anregungen können gerichtet an hemke_00@uni-muenster.de , Tel.0171/2658989.


Neugewählter Vorstand des VdK-Kreisverbandes Steinfurt konstituiert sich.
„Schön, dass wir bei den Wahlen am Kreisverbandstag im April alle Positionen besetzen konnten“, freute sich der Vorsitzende des VdK-Kreisverbandes Steinfurt, Dr. Reinhold Hemker, anlässlich der konstituierenden Sitzung des neugewählten Vorstandes in Bevergern. Unter anderem begrüßte der wiedergewählte Vorsitzende die Neuen des Gremiums, bevor die 21 Anwesenden ihre umfangreiche Tagesordnung in Angriff nahmen. Engagiert berieten sie, wie sich der inzwischen über 15000 Mitglieder starke Kreisverband als Teil von Deutschlands größtem Sozialverband VdK weiterhin effizient um die Schwachen und Hilfsbedürftigen in unserer Gesellschaft kümmern kann.

Rainer Schwarz

Der neue VdK-Kreisvorstand um Dr. Reinhold Hemker (oben links).© Rainer Schwarz

Dazu gehören, außer den vielfältigen Aktivitäten in den 30 Ortsvereinen, auch Fahrten mit barrierefreien Bussen, wie die am 22. Juni mit den Fachgruppenvertretern der jüngeren Generation und der Menschen mit Behinderungen nach Detmold und Porta Westfalica. „Anmeldungen bei der Kreisverband-Geschäftsstelle in Ibbenbüren sind noch bis zum 15. Mai möglich“, werben Rolf Hötker und Ernst-Wilhelm Minneker.Rainer Schwarz


Leserbrief VdK-Kreisverbandes Steinfurt zum Artikel über die Rampe am Marktplatz Altenberge
Warum erst jetzt und warum muss als Tippgeber jemand aus der Bevölkerung anonym für die Aktivitäten des Bundes der Steuerzahler herhalten?

Im Jahre 2020 wurden der VdK-Kreisverband als auch der VdK-Altenberge zum Projekt „Bau einer Rampe am Marktplatz Altenberge“ gehört. Damals wie heute hat sich unser Standpunkt nicht geändert. Es ist nicht, wie der Bund der Steuerzahler suggeriert, Barrierefreiheit de lux geplant. Bei dieser Baumaßnahme wird nur dem Bundesteilhabegesetz Rechnung getragen. Menschen mit Beeinträchtigung sollen im vollen Umfang am Leben in der Gemeinschaft teilnehmen und keine Benachteiligung erfahren .

1. Die Behauptung, die Entfernung zwischen der schon angeblich vorhandenen Rampe und der geplanten neuen Rame betrüge nur 13 Meter ist, wohl als Luftlinie zu deuten, der tatsächliche Weg von einem Ende des Marktplatzes zur alternativen Rampe an der vorhandenen Mauer entlang liegt wohl eher bei 50 Metern; für Menschen mit Beeinträchtigung schon ein gewaltiger Unterschied.

2. Die örtliche Situation wird von den involvierten Beiräten, Senioren- oder Teilhabebeirat unterschiedlich bewertet. Während die eine Seite vorträgt, in der Regel seien überwiegend Kinder mit Spielgeräten auf dem inzwischen beseitigtem Provisorium zu beobachten gewesen, trägt der Beirat für Teilhabe ganz andere empirische Erfahrungen vor.

3. Die Beiräte sprechen Empfehlungen aus. Die Politik entscheidet. Im vollen Wissen um die widersprüchlichen Argumente wurden die Haushaltsmittel für die Rampe eingeplant und die Baumaßnahme im zuständigen Fachausschuss bestätigt.

4. Politische Mehrheitsentscheidungen dürfen natürlich immer hinterfragt werden aber hier zu Lasten von Rollstuhlfahrern Steuerverschwendung zu unterstellen, untergräbt die Seriosität der ehrenamtlich tätigen Ratsmitglieder in ihrer Entscheidungskompetenz und sät Zweifel am Fachwissen der Verwaltung.

5. Wenn aber die breite politische Mehrheit die Baumaßnahme unterstützt sind auch die Kosten hierfür zu tragen. Das ist keine Verschwendung von Steuergeldern. Wo die 50.000 Euro auf Vorschlag des Bundes der Steuerzahler anderweitig in Altenberge investiert werden könnten, bleibt ein Geheimnis.
Die Altenbergen Ratsvertreter wissen am Ehesten für welche Maßnahmen sie gemeindliche Mittel verwenden.

VdK Kreisverband Steinfurt
Vertreter d. Menschen m. Behinderungen
Rolf Hötker


Sozialverband VdK 75 Jahre im Kreis Steinfurt
Weitere Verjüngung geplant

„Wir werden zeigen, dass wir im 75. Jahr unseres Bestehens keine Rentnerband sind“. Das sagte der Vorsitzende des Sozialverbandes VdK im Kreis Steinfurt Dr. Reinhold Hemker in der letzten Sitzung des Kreisvorstandes vor dem Großen Verbandstag am 2.April 2022, die am vergangenen Freitag in der Eventlocation Stadtpark in Rheine stattgefunden hat. In der Sitzung erläuterten der Geschäftsführer Roland Lammers und die Schatzmeisterin Eveline Gerdes den Geschäfts- und den Kassenbericht, die das untermauerten, was R. Hemker schon bei der Begrüßung gesagt hatte. Der Altersdurchschnitt besonders bei den Neueintritten ist in fast allen 30 Ortsverbänden gesunken und auch dort, wo es Nach- oder Neuwahlen gegeben hat, ist es zu einer Verjüngung der Vorstände gekommen. Das wird nun auch beim Verbandstag in der Eventlocation geschehen. Denn die Kandidatinnen und Kandidaten, die von den Ortsverbänden vorgeschlagen wurden, werden dafür sorgen, dass auch hier eine weitere Verjüngung stattfindet. Eugenie Fieker, Schriftführerin und Frauenbeauftragte im Kreisvorstand freut sich darüber, dass auch jüngere Frauen dabei sind, die nicht bzw. noch nicht im Rentenalter sind. R. Hemker stellte den Entwurf des Jahresberichtes vor, der in Absprache mit den stellvertretenden Vorsitzenden Dorothea Stauvermann und Rolf Hötker unter Einbeziehung von Vorschlägen anderer Vorstandsmitgliedern entstanden ist. Auch dieser Bericht zeigt die positive Entwicklung mit den am Jahresende 2021 registrierten 15.181 Mitgliedern. Zahlreiche Menschen, so steht es im Bericht, seien dem Sozialverband beigetreten, weil sie sich sozial engagieren wollten. Das werde, so Stefan Wolters, der auch Vorsitzender des VdK-Ortsverbandes Nordwalde ist, immer wieder gesagt von Besuchern, die zu den sogenannten Außensprechstunden kommen. Das wurde auch von Marie-Luise Hindemith bestätigt, die als Vorsitzende des Ortsverbandes Lengerich/Tecklenburg die Sprechstunden mit anderen Mitgliedern, die an den Schulungen des Kreisverbandes für ehrenamtliche Arbeit und Einstiegs- und Sozialberatung teilgenommen haben, im Rathaus in Lengerich anbietet. Ihr Vorschlag, nicht mehr von Außensprechstunden zu sprechen, sondern von Einstiegs- und Sozialberatung wurde begrüßt. Einstimmig wurde ein Antrag des Ortsverbandes Rheine zur Ausweisung von Sonderparkplätzen für Menschen mit Behinderung im Einzelhandel beschlossen, der nun fristgemäß als Antrag an den Landesverbandstag gerichtet werden kann. Der Verbandstag am 2.4.2022 beginnt um 9:30 Uhr. Die dann geltenden Bedingungen für den Einlass und die Teilnahme werden am Eingang von Mitarbeitern der Eventlocation und von Mitgliedern des OV Rheine kontrolliert.


VdK-Mitglieder bei Hilfen für die Ukraine dabei
„Uns erreichen zahlreiche Anfragen nicht nur von VdK-Mitgliedern wie bei der Spendenkampagne zur Flutkatastrophe im letzten Jahr zu möglichen Spenden für die Menschen in der Ukraine oder für die nach NRW geflüchteten Menschen aus der Ukraine“. Das teilte der Vorsitzende des Sozialverbandes VdK im Kreis Steinfurt Dr. Reinhold Hemker mit. Über die 30 Ortsverbände seien die mehr als 15.000 VdK-Mitglieder jetzt gebeten worden, sich an der zentralen Spendenkampagne zu beteiligen:

"Bündnis Entwicklung Hilft" und "Aktion Deutschland Hilft" rufen mit folgendem Konto gemeinsam zu Spenden auf:

BEH und ADH
IBAN: DE53 200 400 600 200 400 600
BIC:COBADEFFXXX Commerzbank Stichwort: ARD/ Nothilfe Ukraine.

Es wird auch darum gebeten, sich vor Ort bei den Städten oder Gemeinden zu erkundigen, inwieweit Unterstützung geleistet werden kann. Die Bedarfe seien vielfach unterschiedlich. Erfreulich sei, dass einzelne VdK-Mitglieder sich bereit erklärt hätten, Wohnraum für geflüchtete Menschen vorwiegend Frauen mit Kindern und auch Enkelkindern zur Verfügung zu stellen. Bei den Veranstaltungen des VdK werde nun auch immer auf die Notwendigkeit und die Möglichkeiten der Hilfsmaßnahmen hingewiesen.


Sozialverband VdK führt Qualifizierung im Ehrenamt durch.
„Schon das kontaktarme Corona Jahr 2020 und dann auch das Jahr 2021 hat uns als Sozialverband trotz vorübergehender Erleichterungen viele Schwierigkeiten bereitet.“ Das sagte der Vorsitzende des VdK-Kreisverbandes Steinfurt Dr. Reinhold Hemker, bei seiner Begrüßung vor dem Beginn der zweiten Veranstaltung für ehrenamtlich tätige Mitglieder der 30 Ortsverbände im Kreis Steinfurt am vergangen Samstag im TaT Tagungs-und Gästehaus in Rheine. Wieder wurde die Veranstaltung unter den, wegen der hohen Inzidenzzahlen vorgeschriebenen Bedingungen als kombinierte Präsenz- und Zoom-Konferenz wie schon die erste Veranstaltung am 15.1.2022 organisiert. Bei der ersten Veranstaltung ging es unter Leitung der Fachreferentin des VdK-Landesverbandes Susanne Schlauss u.a. nicht nur um die Leitung von Ortsverbänden, sondern vor allem um die Möglichkeiten, die mit der Übernahme von ehrenamtlichen Aufgaben verbunden sind. Es wurden auch neue Ideen zu möglichen Aktivitäten in der Mitgliederbetreuung, in der Gewinnung von Ehrenamtlichen und in der Zusammenarbeit in und mit den Vorständen und auch anderen Sozialverbänden vermittelt.

OV Rheine

© OV Rheine

Unter der Fragestellung „Wo gibt es Stolpersteine?“ wurden Rechtsfragen bezüglich Versicherung, Sozialberatung, Satzungen, etc. erläutert. Der Vorsitzende des Ortsverbandes Rheine, Heinz-Jürgen Wisselmann, der an der Organisation beider Veranstaltungen beteiligt war, verwies darauf, dass es aufgrund der Informations- und Fortbildungsarbeit auf Orts-, Kreis- und Landesebene dazu geführt hat, dass zahlreiche neue, besonders auch jüngere Mitglieder gewonnen werden konnten. Immer wieder, so der VdK-Vorsitzende Stephan Wolters aus Nordwalde, meldeten sich in den Sprechstunden Interessenten, die mehr über die satzungsgemäßen Aufgaben und die Arbeit des VdK erfahren wollten. Am Ende der Veranstaltung waren dann viele Ideen gesammelt, mit denen die Arbeit der VdK-Ortsverbände lebendiger gestaltet werden können. Anfragen und Anregungen, so R.Hemker, können gerichtet werden am hemke_00@uni-muenster.de , Tel: 0171-2658989. Hingewiesen wurde auch auf die notwendige Kooperation mit anderen Sozialverbänden.
In der 2.Veranstaltung am vergangenen Samstag, ging es um Schwerbehindertenrecht und Sozialberatung. 35 Teilnehmer aus den 30 Ortsverbänden hatten sich im TAT Tagungszentrum eingefunden. Als Referent war der Abteilungsleiter des Landesverbandes für den Bereich Sozialpolitik, Carsten Ohm via Zoom zugeschaltet. Es ging um Antragstellung und Feststellung des Grades der Behinderung, Merkzeichen und Nachteilsausgleiche mit Verfahrensfragen und Praxistipps. Im Rahmen von Gruppenarbeiten wurden Praxisfälle in einem Erfahrungsaustausch besprochen. Als besonders wichtig wurde betont, dass das Engagement von ehrenamtlich tätigen Mitgliedern zur Entlastung von hauptamtlichen Mitarbeitern z.B. der Rechtsberater führt. R. Hemker verwies auf die notwendige und gute Kooperation mit den Sozialämtern der Städte und Gemeinden.
Im Anschluss an die als Schulung organisierte Veranstaltung erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch den Landesverband in Absprache mit dem Kreisverband die Berechtigung, die Tätigkeit der ehrenamtlichen Sozialberatung im VdK auszuüben. Der für die Arbeit mit und für Menschen mit Behinderung zuständige stellvertretende Kreisvorsitzende Rolf Hötker, der als erfahrener ehrenamtlich tätiger Sozialberater von seiner Tätigkeit berichtet hatte, verwies darauf, dass weitere Veranstaltungen dieser Art auf Landesebene angeboten werden. Auch auf Kreisebene sei das geplant. Anfragen und Anregungen können gerichtet werden an rolf.hoetker@osnanet.de , Tel.05459-1663.

Besonders wichtig für das weitere ehrenamtliche Engagement war auch die Information des VdK-Ortsverbandes Rheine zum Aufbau des Projektes „Kiez-Hilfe Rheine“. Das hatte Sophia VanEs, die Frauenbeauftragte des dortigen Ortsverbandes als Betreuungs- und Hilfsprojektprojekt für alleinstehende Menschen, als eine der Möglichkeiten für ehrenamtliches soziales Engagement vorgestellt.


VdK Aktion zur Bundestagswahl 2021
Kreis- und Ortsvorsitzende mit Kandidatin Sarah Lahrkamp im Gespräch
„Der VdK ist überzeugt: Solidarität und ein starker Sozialstaat sind die besten Lösungen, die wir in Deutschland zur Krisenbewältigung haben“. Mit dieser Aussage der Präsidentin des Sozialverbandes VdK Deutschland Verena Bentele konfrontierten jetzt der Vorsitzende des VdK-Ortsverbandes Ochtrup und der VdK-Kreisvorsitzende Dr. Reinhold Hemker die Bundestagskandidatin im Wahlkreis Sarah Lahrkamp in einem Gespräch, zu dem S. Lahrkamp die VdK-Vertreter eingeladen hatte. Sie reagierte damit , wie sie sagte, „auf die Fragen und Forderungen des VdK die seit Wochen überall auch bei Info-Ständen vorgestellt und an die politisch Verantwortlichen gerichtet werden“. Sie habe das selbst auch bei 2 Veranstaltungen des VdK erlebt.

OV Ochtrup

v.li. Bernd Ahlmann, Vors. OV Ochtrup, Sarah Lahrkamp, Dr. Reinhold Hemker© OV Ochtrup

Sie begrüßte es, dass mit dem Fragenkatalog des VdK quasi Vorschläge zur Lösung der jeweils genannten Probleme zum Ausdruck gebracht werden. Dass es dabei u.a. um die Sonderausgaben, die wegen der Corona-Pandemie entstanden sind, sei zu begrüßen und dass auch die entstandenen Bildungsverluste von Kindern und Jugendlichen dazu gehören. R.Hemker nannte auch als Mitglied der Fachgruppe Armut und prekäre Lebenslagen des VdK-Landesverbandes Armutsbekämpfung insbesondere Alters- und Kinderarmut und die bessere Unterstützung der häuslichen, familiären Pflege als wichtige politische Aufgabe. Dass natürlich auch die Gesundheitsversorgung und die Barrierefreiheit dazu gehören, darin war man sich einig. Der umfangreichste Teil der Anfragen und Anregungen, so die beiden VdK-Vertreter sei die gesetzliche Rente, wo gefragt seitens des VdK gefragt wird, ob man dafür sei, dass alle Erwerbstätigen, also auch Politiker, Selbstständige und Beamte in die gesetzliche Rente einzahlen sollten und wie die Solo-Selbstständigen und Minijobber sozial abgesichert werden sollen. Bei der Abschlussfrage im letzten achten Teil des Fragenkataloges wird nach den Maßnahmen für Menschen mit Behinderung für Barrierefreiheit und Inklusion gefragt. Sarah Lahrkamp sagte zum Abschluss des Gespräches, dass es wichtig sei, dass sich alle Mitglieder des Bundestages mit den 8 Fragenkomplexen des VdK beschäftigen müssten mit dem Ziel , die Fragen und Anregungen zur Lösung der jeweiligen Probleme zu berücksichtigen. Sie hoffe, dass sie dann im Bundestag dabei sein könne.


VdK – Gewalt in der Familie – Schutz und Hilfe Infoveranstaltung für Frauenvertreterinnen des Kreises Steinfurt

Im Rahmen der Veranstaltungen des Sozialverbandes VdK im Kreis Steinfurt hatte die Frauenbeauftragte des Kreisverbandes Eugenie Fieker zur ersten größeren Veranstaltung des VdK nach den Einschränkungen im Rahmen der Corona-Pandemie in die Gaststätte "Holtmanns Deele" zum 15.September 2021 nach Ibbenbüren-Laggenbeck eingeladen. Es waren Vertreterinnen der 30 VdK-Ortsverbände im Kreis Steinfurt gekommen. Ein Grußwort sprach der Kreisvorsitzende Dr. Reinhold Hemker. Er ging dabei auf die besondere Bedeutung des Engagements mit und für Frauen ein. Er sagte, ohne die vielen im VdK ehrenamtlich tätigen Frauen wäre der VdK längst nicht so stark, wie er mit seinen mehr 15000 Mitgliedern im Kreis Steinfurt in den letzten Jahren geworden ist."
In der Corona-Krise hat es sich gezeigt, dass besonders die Frauen doppelt und dreifach belastet und zunehmend überfordert sind. Zu dem Thema „Gewalt in der Familie“ begrüßte die Frauenvertreterin Eugenie Fieker als Referentin die Geschäftsführerin des SKF (Sozialdienst katholischer Frauen) Barbara Kurlemann.
Durch Home-Office, Home-Schooling und Pflege von Angehörigen kamen gerade in der Zeit der ersten Kontaktbeschränkungen viele Frauen an die Grenze der Belastbarkeit. Oft war häusliche Gewalt die Folge. Leitragende waren oftmals die Kinder und die Frauen. Wird die Familie zum Ort des Schreckens, ist es wichtig, dass die Frauen aus den eigenen vier Wänden herauskommen und Hilfsangebote annehmen so die einführenden Worte von Eugenie Fieker.

KV Steinfurt

Von rechts Cäcilia Gildehaus, Vorsitzende Ortsverband Hopsten, Eugenie Fieker, Frauenvertreterin Kreis Steinfurt, Barbara Kurlemann, SKF Geschäftsführerin, Dr. Reinhold Hemker, Kreisvorsitzender, Karin Baum, Vorsitzende Ortsverband Lienen© KV Steinfurt

Wo und an wen kann man sich wenden? Diese und weitere Fragen beantwortete ausführlich und mit großem Sachverstand Barbara Kurlemann (SKF). Sie stellte die vielfältigen Aufgabenbereiche des SKF vor. Vor allem aber berichtete sie über die problematische Situation der Frauen und der Kinder in der Pandemiezeit, die nun einen großen Nachholbedarf an sozialen Kontakten hätten. Von Erziehern und Lehrkräften sei ein enormes Einfühlvermögen gefordert. Aus der Statistik sei klar zu erkennen, dass häusliche Gewalt in der Pandemie zugenommen habe und der Hilfebedarf gestiegen sei. Immer wieder sei aber zu erkennen, dass es Dunkelziffern gebe, da Frauen oft nicht in der Lage seien, den Lebensraum zu verändern und lieber schweigen und leiden. Es gebe aber eine große Liste von Beratungsstellen für betroffene Frauen sowie ein Frauenhaus in Rheine und ein Wohnhaus für Frauen in Notsituationen in Ibbenbüren.
Das Förderprojekt des SKF „Wir für Kinder“ biete Unterstützung und Begleitung in Familienzentren und Grundschulen für Kinder mit besonderem Förderbedarf. Die geschulten Coaches helfen bei den Hausaufgaben oder bei speziellen Förderangeboten. Weitere Nachfragen sind zu richten an Eugenie Fieker, VdK Kreisverband Steinfurt, eugenie.fieker@vdk.de .


VdK zeigt Profil als Sozialverband
„ Wir sind als Sozialverband VdK mit zusammen mehr als 2.000 Mitgliedern in den beiden VdK-Ortsverbänden Mesum/Hauenhorst und Rheine, mehr als 15.000 Mitgliedern in den 30 Ortsverbänden im Kreis Steinfurt, mehr als 380.000 Mitgliedern in NRW und mehr als 2 Millionen Mitgliedern in ganz Deutschland dankbar dafür, dass es die Mitgliedsorganisationen des Forums für Menschenrechte und Nachhaltigkeit (FMN) im Kreis Steinfurt gelungen ist, solche Veranstaltungen wie in Rheine mit dem Filmabend „Der marktgerechte Mensch“ und dem Abend mit der Befragung von Bundes- und Landpolitikern zu organisieren, wie es in den Berichten des FMN beschrieben wurde. Dankbar bin ich als VdK-Kreisvorsitzender auch den besonders aktiven Mitgliedern unseres Verbandes, die sich seit Gründung des FMN und bei den Veranstaltungen zum Tag der Menschenrechte in den vergangenen Jahren gemeinsam mit den anderen Mitgliedsorganisationen des FMN engagiert haben. Das wissen natürlich auch die hochkarätigen Teilnehmer der Veranstaltung am 23.8.2021 in der Stadthalle Rheine wie der VdK- Landesvorsitzende und Vizepräsident des Bundesverbandes Horst Vöge. Er wird die acht Fragenkomplexe des VdK zum diesjährigen Motto „Sozialer Aufschwung J E T Z T! -Gemeinsam aus der K r i s e“ vorstellen. Für den VdK werden sich unser stellvertretender Kreisvorsitzende Rolf Hötker, der für den Bereich „Menschen mit Behinderung und Inklusion“ zuständig ist, und der Vorsitzende des Ortsverbandes Rheine Heinz-Jürgen Wisselmann inhaltlich und organisatorisch an der Veranstaltung beteiligen. Besonders gefreut habe ich mich, dass nun der Landesminister für Arbeit, Gesundheit und Soziales Karl-Josef Laumann seine Teilnahme persönlich zugesagt hat. Das ist u.a. deswegen so bedeutsam, weil er in seiner damaligen Funktion als Bundespolitiker mit dafür gesorgt hat, dass im Bundestag das sogenannte Bundesteilhabe-Gesetz verabschiedet wurde. H. Vöge hat mir in einem Telefongespräch mitgeteilt, dass er sehr froh darüber ist, dass der Minister bei der Veranstaltung dabei sein wird. Er verwies darauf, dass der Minister und auch er selbst sich schon in gleicher Art und Weise zu einigen der sozialpolitisch ausgerichteten Fragen des VdK positiv geäußert haben. Seitens des VdK-Kreisverbandes sage ich, dass es für uns immer wieder darum geht, dass wir gemeinsam mit den anderen Sozialverbänden wie AWO, Caritas, Diakonie und den Mitgliedsorganisationen des Paritätischen Verbandes auf die besondere Bedeutung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN) verweisen und uns für die Verwirklichung der Ziele dieser Konvention konkret einsetzen. Das wird in unserem Fragenkatalog an die Vertreter der politischen Parteien auch besonders zum Ausdruck gebracht. Ab 18.00 Uhr am kommenden Montag in der Stadthalle werden wir gemeinsam mit dem Parkinson-Forum Kreis Steinfurt unsere Info-Materialien dazu an einem Informationsstand vorstellen. Damit machen wir deutlich, dass wir als Sozialverband immer mehr sozialpolitisches Profil bekommen haben und darum in den letzten Jahren viele neue ehrenamtlich tätige Mitglieder gewinnen konnten. Anfragen und Anregungen können gerichtet werden an den VdK-Ortsverband Rheine telefonisch 0170 - 8366239 und/oder hjwisselmann@aol.com und den VdK-Kreisverband telefonisch 0171 - 2658989 und/oder hemke_00@uni-muenster.de .


Erfährt die Wüstenei in Lengerich noch in diesem Jahr ein neues Antlitz?
Nicht nur mit dem neuen Baugebiet an der Wüstenei geht es voran. Auch ein barrierefreier Radweg von der Hölderlinstraße bis zum Aldruper Damm (ca. 640 Meter) wird eingeplant. Vertreter der Stadt Lengerich, die VdK-Vorsitzende von Lengerich/Tecklenburg , Marie-Luise Hindemith und der stellvertretende Vorsitzende sowie Vertreter der Menschen mit Behinderung, des VdK-Kreisverbandes, Rolf Hötker, trafen sich dem Dienstag, dem 06. Juli 2021 vor Ort. Der Neubau unterstützt die Bemühungen der Stadt Lengerich, das Radwegenetz an verschiedenen Stellen auszubauen, um den Radverkehr in Lengerich attraktiver zu gestalten. Um Fördermittel bei der Bezirksregierung in Münster abrufen zu können, muss der Radweg „barrierefrei“ sein. Hier hatte die Stadt Lengerich gut vorgearbeitet. Sowohl Längsneigung (6


Münsterländische Volkszeitung

© Münsterländische Volkszeitung


Mit mehreren Organisationen für Namibia
„Diesmal sind wir auch dabei und freuen uns, Teile eines sozialen Netzwerkes mit solchen Aktivitäten zu sein“. Das sagte der Vorsitzende des Parkinson Forums im Kreis Steinfurt Reiner Krauße nach dem Beladen des Transportfahrzeuges der Firma Reha Team in Steinfurt. Denn wieder einmal hatte der Firmeninhaber Jürgen Perick, der Mitglied des Inklusionsbeirats des Kreis Steinfurt ist, mit dem Vorsitzenden des Sozialverbandes VdK im Kreis Steinfurt Dr. Reinhold Hemker gute, gebrauchte Rollstühle und andere Hilfsmittel gesammelt und einsatzfähig machen lassen. Zu den zum großen Teil neuwertigen Spenden gehören auch wieder gute gebrauchte Fahrräder, Kleidung besonders auch für Kinder, Schuhe und verschiedene Körperpflegeartikel wie z. B. Zahnbürsten, Seife, etc. Besonders interessant waren bisher auch Finisher T-Shirts, die beim Münster-Marathon übriggeblieben sind, was diesmal aber wegen der ausgefallenen Marathon-Veranstaltung im letzten Jahr nicht möglich war.

KV Steinfurt

v.li.: Dennis Hoek, Werkstattleiter, Dr. Reinhold Hemker, davor Dietmar Stenzel, Dorothea Stauvermann und Jürgen Perick.© KV Steinfurt

Die stellvertretende VdK-Kreisvorsitzende Dorothea Stauvermann zeigte sich besonders dankbar angesichts „der immer breiter werdenden Basis für die zweimal im Jahr stattfindende Aktion zur Unterstützung der Partner des Kirchenkreises Tecklenburg in Namibia“, wie sie sagte. Der Kurator und Sponsor des Trägervereins der Evangelischen Jugendbildungsstätte (Jubi) mit Sitz in Nordwalde Dietmar Stenzel bestätigte „die immer stärkere Ausgestaltung von Netzwerken mit internationaler Ausrichtung“. Das sei z.B. im Kirchenkreis Steinfurt/Coesfeld/Borken immer wieder die Unterstützung von Partnern in Simbabwe, wo eine langjährige Partnerschaft besteht. Der ökumenische Charakter dieser Aktion wurde auch wieder deutlich dadurch, dass wie schon in den letzten Jahren die Rollstühle und die anderen Materialien von den Oplaten-Missionaren mit Sitz in Borken- Burlo in einem Container nach Namibia geschickt werden. Dorthin wurden die Rollstühle und die anderen Materialien mit dem Transporter von Reha Team und einem weiteren privaten Fahrzeug gebracht.
Die anteiligen Kosten für den Transport werden vom Kirchenkreis Tecklenburg aus Spendenmitteln für „Soziales Netz Afrika“ finanziert. R. Hemker, der in dem Kirchenkreis Vorsitzender des Ausschusses für Weltverantwortung (AfW) ist, berichtete in dem Gespräch bei der Firma Reha-Team, dass bei Veranstaltungen immer wieder gesammelt wird. Im letzten Jahr seien es aber vorwiegend direkte Überweisungen von Spenden gewesen, weil es wegen Corona so gut wie keine Veranstaltungen gegeben hat.
Anfragen können gerichtet werden an buergerbuero-hemker@unitybox.de oderTel.:0171-2658989.


Pressemitteilung des VdK Kreisverbandes Steinfurt vom 17.4.21 zum Lokalteil Westerkappeln
Ja, so etwas würde sich der VdK-Kreisverband Steinfurt auch in anderen kreisangehörigen Kommunen wünschen. Die Absichten der CDU/FDP Fraktionen, für Westerkappeln ein Konzept für eine barrierefreie Infrastruktur zu entwickeln (Ausgabe der IVZ vom 16.4.21), unterstützt der VdK vollumfänglich. Im Zuge einer Kampagne des VdK-Landesverbandes NRW „Weg mit den Barrieren“ hatte der VdK Westerkappeln vor wenigen Jahren eine Umfrage in der Bevölkerung gestartet. Weit über 1000 Unterschriften, so der dortige VdK-Vorsitzende, Gerd Weglage, zeigten eine überzeugende Resonanz. Wenn dann noch, wie im Antrag der genannten Fraktionen gefordert, die Konzeption in enger Abstimmung mit dem Inklusionsbeirat des Kreises Steinfurt erfolgt, wäre schon ein gutes Stück des Weges geschafft. Gerne bietet der VdK bei der Realisierung des Konzepts seine Unterstützung an, sei es bei der Planung barrierefreien Zuwegungen (taktile Leitführung), barrierefreie Bushaltestellen oder Barrierefreiheit in Gebäuden. Häufig ist die Zustimmung von Behinderten- und Sozialverbänden zu den Planungen sogar die Voraussetzung für eine öffentliche Förderung der Projekte.
Verantwortlich für den VdK Kreisverband: Vertreter der Menschen mit Behinderung, Rolf Hötker, 48477 Hörstel, Seilerstr. 16, Tel. 05459 1663, rolf.hoetker@osnanet.de


Weltfrauentag - VdK NRW fordert Rechtsanspruch auf Schutz und Hilfe für Frauen und ihre Kinder
Der Sozialverband VdK warnte zum Weltfrauentag vor den Folgen der Corona-Krise und betonte: „Durch vermehrte Sorgearbeit wie die Pflege von Angehörigen, Unterricht zu Hause in Verbindung mit Home Office, sowie Einkommensverluste durch Kurzarbeit und Kündigung, bringen viele Frauen an ihre Belastungsgrenzen“, so Eugenie Fieker, die Frauenbeauftragte im Kreisverband Steinfurt. Große Sorge bereite der Anstieg häuslicher Gewalt, die seit Beginn der Pandemie vor allem während der strengen Lockdown-Phasen im Frühjahr 2020 und im aktuellen Winter 2020/21 zugenommen habe, was durch mehrere Studien inzwischen belegt wurde. Eine repräsentative Umfrage der TU München attestiert beispielsweise, dass rund drei Prozent der Frauen in Deutschland in der Zeit der ersten Kontaktbeschränkungen zu Hause Opfer körperlicher Gewalt wurden. Zudem wurden in über sechs Prozent aller Haushalte Kinder gewalttätig bestraft und die Dunkelziffer dürfte weit darüber liegen.
Auch wenn die Frauen in Quarantäne waren oder die Familien finanzielle Sorgen hatten, lagen die Zahlen deutlich höher. Doch nur ein sehr kleiner Teil der betroffenen Frauen nahm Hilfsangebote war, da viele Partner die Kontakte der Frauen sowohl digital als auch telefonisch regulierten. Erschwerend kommt hinzu, dass hilfesuchende Frauen in NRW regelmäßig abgewiesen werden müssen weil die Auslastung der Frauenhäuser so hoch ist, dass sie von November 2020 bis Ende Januar 2021 an keinem einzigen Tag neue Frauen und Kinder aufnehmen konnten oder nur tageweise Schutz bieten konnten.
Gerade angesichts der Corona-Krise wiederholt der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen daher seine Forderung, die Arbeit von Frauenhäusern und Beratungsstellen bedarfsgerecht auszubauen und langfristig zu sichern damit Schutz und Beratung bei häuslicher Gewalt für Frauen und ihre Kinder flächendeckend gewährleistet werden kann. Dazu bedarf es einer dauerhaft gesicherten Finanzierung und eines Rechtsanspruchs auf Schutz und Hilfe vor Gewalt.
Information und Fragen an: VdK Kreisverband, Frauenbeauftragte Eugenie Fieker, eugenie.fieker@vdk.de


Das Jahr 2020 mit Hindernissen und Aufschwung
„Das 2020 Jahr mit vielen Belastungen, Sorgen und Nöten hat unter großer Beteiligung der jetzt mehr als 15 000 Mitgliedern in den 30 Ortsverbänden trotz oder vielleicht auch wegen Corona weiteren Aufschwung gebracht“. Das berichtete die Vorsitzende des VdK OV Burgsteinfurt Dorothea Stauvermann in ihrer Funktion als stellvertretende VdK-Kreisvorsitzende bei der Wahl der Delegierten für den eigentlich als Präsenz-Konferenz geplanten Verbandstag des VdK-Kreisverbandes Steinfurt, der eigentlich am 27.2.2021 in der Stadthalle Rheine stattfinden sollte. Sie stellte den Jahresbericht des Kreisvorsitzenden Dr. Reinhold Hemker vor. Sie sagte, sie selbst und die Vorstandsmitglieder Eugenie Fieker und Rolf Hötker hätten mit Einzelberichten zu den besonderen Aktivitäten bei der Kooperation z.B. mit dem Parkinson-Forum, der Arbeit mit und für Frauen und mit und für Menschen mit Behinderung ergänzt. Leider hätten fast alle Veranstaltungen, die immer von den Ortsverbänden oft auch unter Beteiligung von Mitgliedern des Kreisvorstandes organisiert wurden, aus den bekannten Gründen nicht stattfinden können. Aber die Aktiven in den Ortsverbänden wie in Burgsteinfurt waren immer für die Menschen ansprechbar, die Beratung und Hilfe benötigten. Die Vermittlung für die hauptamtliche Beratung über die Geschäftsstelle des größten Sozialverbandes im Kreis Steinfurt in Ibbenbüren klappte oft nach Einstiegberatungen in den Ortsverbänden immer. Ein Zeichen dafür war die steigende Mitgliederzahl. Denn das 15.000-ste Mitglied konnte schon Ende Oktober registriert werden. Im OV Burgsteinfurt sind es nun aktuell 440 Mitglieder. Beeindruckend sind auch die Zahlen im Bericht des Geschäftsführers Roland Lammers. So wurden im letzten Jahr z.B. insgesamt 1605 neue Verfahren abgewickelt. Mit entsprechenden Anträgen, Widersprüchen und Klagen konnte eine Nachzahlung von insgesamt 2.162.976,40 Euro sowie eine monatliche Mehrzahlungen von 147.212,58 Euro im Rahmen des Sozialrechtes durchgesetzt werden.
Immer wieder wurde lokal wie in der Kreisstadt Steinfurt und regional teilweise mit Interviews mit Vorsitzenden der Ortsverbände und über Aktionen vor Ort mit Mitgliedern des Kreisvorstandes berichtet, wenn diese möglich waren unter Corona-Bedingungen u.a. zum Themenbereich Barrierefreiheit. Vereinzelt gehörten auch Gesprächsrunden mit Bürgermeisterkandidatinnen und Kandidaten dazu.

Brigitte Perick

Brigitte Perick, Sanitätshaus Perick, Reinhold Hemker u. Dorothea Stauvermann© Brigitte Perick

Ausgefallen sind fast alle Veranstaltungen, die vor der Corona-Pandemie immer zu den Programmen gehört haben. Der OV Burgsteinfurt war da eine Ausnahme. Am 09.09.2020 wurde zusammen mit dem Parkinson Forum Kreis Steinfurt e.V. eine Tagesfahrt nach Bad Zwischenahn angeboten. Im Oktober gab es beim Parkinson-Forum erstmalig eine Online-Veranstaltung, bei der Prof. Dr. Tobias Warnecke und Dr. Nils Warneke per Zoom-Konferenz zugeschaltet wurden. Bei beiden Gelegenheiten waren Mitglieder des VdK Burgsteinfurt dabei.
Es gab allerdings in mehreren Orten wie auch in Burgsteinfurt besondere Veranstaltungen in Kooperation mit Alten- und Pflegezentren. Sie wurden gemeinsam mit der Songgruppe UHuS als Open-Air-Veranstaltungen für die Bewohnerinnen und Bewohner immer mit Unterstützung von Aktiven der VdK-Ortsverbände auch für die Betreuerinnen und Betreuer organisiert.
Bei Veranstaltungen mit Kandidatinnen und Kandidaten für das Bürgermeisteramt und die Stadt- und Gemeinderäte und das Landratsamt und den Kreistag in der Zeit vor der Kommunalwahl wurden die politischen Programme und Forderungen des VdK zum Ausdruck gebracht. Immer wieder wurden über die Ortsverbände auch die neuesten Informationen bezüglich der Corona-Pandemie und die Aktivitäten des VdK vermittelt. Wichtig war dabei immer wieder, darauf hinzuweisen, in welcher Form die Beratungs- und rechtliche Vertretungsarbeit mit hauptamtlichen Expertinnen und Experten geleistet wird. Dass war im vergangenem Jahr besonders schwierig. Die meisten Beratungen wurden telefonisch abgewickelt, Akten wurden zugeschickt und der Mailverkehr wurde immer umfangreicher. Und trotzdem stieg die Mitgliederzahl weiter. D. Stauvermann verwies auch auf die Mitarbeit in Institutionen und Organisationen wie der Veranstalter-Gemeinschaft von Radio RST, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband, dem Parkinson-Forum Kreis Steinfurt e. V. , den kommunalen Beiräten für Menschen mit Behinderung und dem Inklusionsbeirat des Kreistages, der Lebenshilfe und auch Gremien innerhalb der Kirchen. Als wichtig wird auch die Mitgliedschaft im neu gegründeten Forum für Menschenrechte und Nachhaltigkeit (FMN) genannt. Dort bringt sich der VdK besonders das ein, da das Forum sich auf die UN-Behinderten-Rechtskonvention bezieht. Die eigentlich bereits im letzten Jahr geplanten Wahlen für den Kreisverbands-Vorstand wurden wegen der durch Corona vorgegebenen Bedingungen auf einen späteren Termin verschoben, was in einer entsprechenden Rechtsverordnung des Bundesjustizministeriums geklärt ist. Da es keine Versammlungen mit Jubilar-Ehrungen geben durfte, wurden Geschenksendungen organisiert bzw. die Ehrennadeln, Urkunden und Geschenke oft zu den Jubilaren gebracht.
Anfragen können gerichtet werden an
Dorothea Stauvermann, Tel. 02551-80104 dowema@gmx.de
R. Hemker, Tel. 01712658989 buergerbuero-hemker@unitybox.de


Pressemitteilung vom 02.02.2021
Das jüngste Beispiel in Ibbenbüren, eine Rollstuhlfahrerin mit 3 jugendlichen Kindern sucht bislang vergeblich nach einer geeigneten Wohnung, verdeutlich die angespannte Situation am Wohnungsmarkt für Menschen mit Behinderung. Es ist eine der Hauptforderungen des VdK, barrierefreie und bezahlbare Wohnungen vorzuhalten. Leider sind unter der jetzige Landesregierung Standards, für die sich der VdK stark gemacht hat (Aufzüge bis in den Keller, barrierefreie Wohnungen anteilig am Gesamtbauvolumenvolumen) nach Ansicht des VdK zu Gunsten den Wohnungswirtschaft aufgeweicht worden.
Das Ziel der Wohnungsbaugesellschaften, egal ob kommunal gesteuert oder auf genossenschaftlicher Basis, kostendeckend zu wirtschaften ist fraglos nachvollziehbar. Die Befürchtungen, der Bau barrierefreier, zumindest aber, barrierearmer Wohnungen, würden zu erheblichen Kostensprüngen führen, ist zwischenzeitlich nicht mehr nachvollziehbar. Barrierefreies Bauen ist keine Frage der Kosten, sondern vielmehr der Konzeption und Planung. Allgemein macht Barrierefreiheit etwa nur 1 Oft wird bei der Begrifflichkeit „Barrierefreiheit“ die Nutzungsmöglichkeit auch für anderer Menschen übersehen. Junge Menschen mit Gipsbein nach einem Unfall, junge Familien mit Kinderwagen, ältere Menschen mit schweren Einkaufstaschen usw.) wissen die Barrierefreiheit durch einen Aufzug wohl zu schätzen.
Der VdK erwartet verstärkt den Bau öffentlich geförderten Wohnraums und dazu verstärkt barrierefrei. Hier sind auch Mietsteigerungen gegenüber Neu- und Wiedervermietungen deutlich geringer Leider ist der Bestand öffentlich geförderter Wohnungen in NRW von 1,4 Mio (1988) auf rund 458.000 (2018) zurückgegangen. Der Neubau geförderter Mietwohnungen in NRW ist mit rund 5.400 (2019) im Vergleich zu 7.800 (2016) niedrig.
Bekanntlich ist die Gründung einer kreiseigenen Wohnungsbaugesellschaft im Kreis Steinfurt politisch gescheitert. Nicht nur die politischen Gremien hatten Bedenken, auch die Kommunen und Wohnungsbaugesellschaften. Leider vergibt damit der Kreis Steinfurt seine Einflussnahme aus der Beteiligung am Wohnungsunternehmen, um in Kooperation mit den Kommunen bezahlbaren und barrierefreien für Menschen mit Behinderung und Senioren Wohnraum zu schaffen.

VdK Kreisverband
stellv. Vorsitzender
Rolf Hötker


Impfungen gegen das Coronavirus
Sozialverband VdK für Nachbesserungen


„ Wir begrüßen als Sozialverband VdK wie alle Mitgliedsorganisation der BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen die Fortschritte bei den Impfungen gegen das Sars-CoV-2-Virus. Wir weisen aber darauf hin, dass an zahlreichen Stellen noch Nachbesserungen im Verfahren notwendig sind“. Das teilte der neu kommissarisch berufene stellvertretende VdK-Kreisvorsitzende Rolf Hötker, der auch zuständig ist für den Aufgabenbereich Beratung und Unterstützung für Menschen mit Behinderung auch im Namen der 30 Ortsverbände im Kreis Steinfurt mit. Die Entscheidung über die Impfreihenfolge nach ethischen Grundsätzen, wie sie auch in Städten und Gemeinden im Kreis Steinfurt praktiziert wird, sei im Grundsatz richtig, so die Vorsitzende des Ortsverbandes Burgsteinfurt Dorothea Stauvermann. Allerdings werde die Situation in der häuslichen Pflege bisher zu wenig berücksichtigt. Hier seien Nachbesserungen erforderlich. Das betreffe zu Hause lebende Pflegebedürftige, die, sobald dies technisch möglich ist, in ihrer Häuslichkeit geimpft werden müssten, worauf ja auch Minister Karl-Josef Laumann hingewiesen habe. Außerdem sollte, so R. Hötker, pflegenden Angehörigen, professionellen Pflegekräften in der ambulanten Pflege und sogenannten 24-Stunden-Kräften umgehend ein Impfangebot gemacht werden, um zu Hause lebende Pflegebedürftige zu schützen.
Um die Impfbereitschaft zu stärken, darauf hatte der Kreisvorsitzende Dr. Reinhold Hemker schon gemeinsam mit einzelnen VdK-Ortsverbänden vor Ort verwiesen, fordere der VdK dringend eine Aufklärungskampagne, die die Bevölkerung über Wirkweise und mögliche Nebenwirkungen der zugelassenen Impfstoffe informiert. Es sei auch der Presse zu danken, die regelmäßig über die Entscheidungen und Entwicklungen im Zusammenhang der Corona-Pandemie berichten. Aber leider würden damit nicht alle Menschen erreicht. Das Verfahren zur Vergabe der Impftermine, R.Hötker, sollte möglichst einfach gestaltet sein und per Brief und Telefon erfolgen, was ja wohl schon vorbereitet sei. Erste Erfahrungen zeigten, dass digitale Anmeldeverfahren oder automatisierte Telefonsysteme hohe Hürden für viele Menschen sind und den Zugang zur Impfung erschweren. Es seien oft ältere Menschen und Menschen mit Behinderung, die das bei der Beratung durch den VdK gesagt haben. R. Hemker verwies in dem Zusammenhang auch auf die Bemühungen der anderen Sozialverbände nicht nur im Kreis Steinfurt und das besondere Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Verwaltungen der Städten und Gemeinden und des Kreises, durch die zurzeit die Logistik zum Beispiel für die Fahrten zum Impfzentrum im FMO geklärt und die Planungen dafür abgestimmt werden. Mehrere VdK-Mitglieder hätten vorgeschlagen, dass diejenigen, die sich bereit erklärt haben, als Fahrerinnen und Fahrer zu fungieren, vorher auf Corona getestet oder auch vorher geimpft werden sollten. Er sei nicht nur Mitgliedern des VdK dankbar dafür, dass sie sich bereit erklärt haben, als Fahrerinnen und Fahrer bei den Fahrten zum FMO zu helfen. Es sei erfreulich, dass sich schon zahlreiche Menschen dafür gemeldet haben. In den meisten Städten und Gemeinden sei das schon geschehen. Anfragen können gerichtet werden an die Verwaltungen in den Rathäusern. Hinweise geben auch Mitglieder des VdK. Hinweise können erfragt werde über Tel: 0171/2658989 und per Mail an kv-steinfurt@vdk.de . Wichtige Informationen gibt es unter: www.mags.nrw/coronavirus-impfablauf oder in leichter Sprache www.mags.nrw/coronavirus-leichtesprache
Ab gestern, 25. Januar 2021, ist es für Personen ab 80 Jahren möglich, sowohl online als auch telefonisch Impftermine in den Impfzentren zu buchen. In einigen VdK-Ortsverbänden haben sich bereits Mitglieder gemeldet, die dabei helfen wollen. Im Bereich des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe wurde für die Terminbuchung eine neue, kostenlose Telefonnummer eingerichtet: (0800) 116 117-02 (für Westfalen)

Der VdK hat die Ortsbände noch einmal auf die Betriebsaufnahme des Impfzentrums im FMO und die Erstimpfungen für die Über-80-Jährigen ab dem 8.2.2021 hingewiesen und darum gebeten, dass sich mögliche Fahrerinnen und Fahrer melden, was teilweise schon geschehen ist. Die Terminvergabe für die Über-80-Jährigen hat gestern begonnen.
Mit der Bereitstellung der 0800er-Nummer soll die für Terminbuchungen ebenfalls zur Verfügung stehende 116 117 entlastet werden – sie muss für den ärztlichen Notdienst betriebsbereit bleiben. Alternativ können Termine online ab 25. Januar 2021 über die Internetseite www.116117.de gebucht werden.


Barrierefreie Stadtbushaltestellen mit Zustimmung des VdK
Jetzt wird es nicht mehr lange dauern. Mit dem Ausbau der Kreisstraße „Bockradener Straße“ von der Straße „An der Reichsbahn“ bis zur „Rheiner Straße“ wird es auch für Menschen mit Behinderung eine Erleichterung geben. Alle Bushaltestellen an der Bockradener Straße. werden trotz erheblicher Steigung(13Allen gemeinsam ist der barrierefreie Zugang (Absenkung von Bordsteigkanten, taktile Leitführung für blinde Menschen, Erhöhung der Bussteigkante, geeignet für den Einsatz von Niederflurbussen).
Auf Wunsch der Stadtverwaltung Ibbenbüren traf sich ein Vertreter der Stadt mit dem für Menschen mit Behinderung zuständigen Vorstandsmitglied des VdK-Kreisverbandes, Rolf Hötker, um die Zustimmung zu dieser Planung abzustimmen. Er erklärte im Namen des VdK seine Zustimmung zu der Planung. Damit hat die Stadt Ibbenbüren Aussicht auf Erfolg bei der Beantragung von öffentlichen Fördermitteln.
Das gilt auch für die Situation am Bahnhof in Laggenbeck. Hier wird die Straße „An der Bahn“ zu einem Fahrradweg umgebaut. Die vorhandene Straßenoberfläche aus Kopfsteinpflaster wird durch eine Bitumendecke ersetzt, die Sicht der Verkehrsteilnehmer durch eine neue Beleuchtungsanlage deutlich verbessert und die geplanten zwei Bushaltestellen südlich und nördlich der Schienentrasse für einen angedachten Taxibusverkehr barrierefrei gestaltet. Im östlichen Bereich des Bahnhofs überquert ein ebener Übergang den Schienenstrang, im westlichen Teil ist ein Aufzug eingeplant.
Diese Planungen fanden auch die volle Unterstützung des Vorsitzenden des VdK-Ortsverbandes Laggenbeck, Peter Kempker, der nunmehr die jahrelange Arbeit des VdK bestätigt sieht.

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