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Höhepunkte

Saalfeld: Adieu Sozialverband! Hallo Elektro-Gitarre!
Josef Krüger war über Jahrzehnte der Frontmann des Sozialverbandes VdK.
Jetzt tritt er ab und hat Zeit für die „Sixties“.

22. Februar 2019 / 02:59 Uhr

Saalfelder Band „Sixties“

Die Saalfelder Band „Sixties“ probt in einem Hinterzimmer der „Linde“ in Altsaalfeld. Und das sind sie: Rainer Minichmayr, Peter Paschold, Josef Krüger (Mitte), Kristian Körting, Helmut Stieler und Jürgen „Buschi“ Rosenbusch (von links).© Guido Berg

Saalfeld. Josef Krüger war einer von den 3000 Carl-Zeisslern, die in Saalfeld Anfang der 1990er Jahre auf einen Schlag arbeitslos wurden. 22 Jahre lang war er Lehrmeister; was sollte er nun tun? „Wir waren weg“, erinnert sich der heute 71-Jährige. Durch Zufall hatte Krüger vom Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands (VdK) gehört. Noch mit dem Trabi fuhr er nach Kulmbach in Bayern, um sich im dortigen VdK-Büro umzuhören – und um Antragsformulare für die Entschädigung von Kriegsopfern mitzunehmen.
Die rissen sie ihm in Saalfeld fast aus der Hand. In der DDR wurden versehrte Wehrmachtssoldaten als Täter stigmatisiert. Erstmals wurden sie auch als Opfer gesehen und konnten Geld erhalten. Sie mussten nur VdK-Mitglied werden und schon hatten sie Josef Krüger und seine hartnäckige Leidenschaft auf ihrer Seite.
„Für mich waren sie in erster Linie Opfer“, sagt Krüger. Die Jungs damals waren 19 oder 20 Jahre alt, als sie in den Krieg mussten. Nach einer Zeitungsannonce standen die Kriegsversehrten Schlange bei ihm. So wurde Krüger Geschäftsführer des VdK-Kreisverbandes und blieb es bis 2008. Dann ging er in Rente und blieb für weitere zehn Jahre Ehrenvorsitzender.
Nun geht er endgültig. „Es reicht, ich gehe von Bord.“ Wie groß die Fußstapfen sind, die er hinterlässt, ist schon daran zu messen, dass der Kreisverband Saalfeld-Sonneberg mit 3500 Mitgliedern der größte Kreisverband Thüringens, vielleicht sogar der Neuen Bundesländer ist.
In der „Linde“ in Altsaalfeld bestellt Josef Krüger Bier. Zigarettenrauch hängt in der Luft, es ist kein feiner Schuppen, doch gerade richtig für einen, der von sich sagt: „Ich bin einer, der von unten kommt und unten bleibt.“ Die „Linde“ hat eine alte Remise, in der die 60er-Jahre-Rockband „Sixties“ probt und Josef Krüger ist ihr Gitarrist. Auch einer, der Jahrzehnte für die sozialen Belange anderer kämpfte, hat seine ganz privaten Vorlieben und bei Josef Krüger ist das die Rockmusik. Dass die Liebe zur Fender-Gitarre kompatibel sein kann mit einem sozialen Gewissen, hat Bruce Springsteen wie kaum ein anderer verkörpert. Im Probenraum hängt ein Bild vom „Boss“ an der Wand. „Der Josef“, sagt VdK-Mitglied Frank Carsten, der hat es nicht fürs Geld, sondern „der hat es als Mensch gemacht“.
Beim Bier erinnert sich Krüger an die ausgefochtenen Kämpfe seiner VdK-Zeit. Da war zunächst der „Klassenunterschied“. Kriegsversehrte Ostler bekamen nur 70 Prozent der Entschädigung eines Westdeutschen. „Ein in Stalingrad verlorenes Ostbein war nur 70 Prozent wert!“ Krüger ist die Wut auf die Ungerechtigkeit noch anzumerken. Erst Ende der 1990er Jahre war die volle Angleichung erstritten. Beim Entschädigungsgesetz für spätheimkehrende Kriegsgefangene sollten die Ossis zuerst gar nicht bedacht werden. Krüger jedoch gelingt es maßgeblich mit, dass über eine Bundesratsinitiative die Ostdeutschen auch in den Genuss des Gesetzes kommen.
Einige von den Bandmitgliedern der „Sixties“ haben schon mit 16 Jahren gerockt, es dann sein lassen und mit 60 wieder angefangen. Bandchef Kristian Körting witzelt, sie seien wegen des Alters „eine Gegenwartsband“. Eine große Zukunft hätten sie nicht. Alles was zählt, ist der Augenblick. Josef Krüger zupft an seiner cremefarbenen „Strat“ und sein Marshall-Verstärker wirft einen satten Ton in den Raum. Der neue Sänger tritt ans Mikro. Es ist Peter Paschold, der Ex-Bürgermeister von Gräfenthal. „Cecilia“, fleht er mit rauchig-vibrierender Stimme im Sinne Paul Simons, „you‘re breaking my heart!“ Körtig nimmt den Novizen hart zur Sache, denn bei ihm müssen die Töne sitzen. Paschold reagiert gelassen. Bis zum „Sixties“-Auftritt bei der Saalfelder Oldtimerfahrt „Hatz auf die Katz“ im Mai ist ja noch etwas Zeit zum Üben.
Aufgrund des Generationswechsels musste sich der VdK um die Jahrtausendwende neu erfinden. Der Sozialverband wurde zum Helfer für alle, die sich in sozialer Notlage befinden. So stellt der VdK Anwälte bei Sozialgerichtsfällen. „Die soziale Schere in Deutschland“, sagt Josef Krüger, „geht immer weiter auseinander“.
Guido Berg / 22.02.19
Z0R0162525003

Kreiskonferenz in Sonneberg am 25.11.2017

Im Hotelgasthof Hüttenstein in Sonneberg fand unsere letzte Kreiskonferenz für 2017 statt. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch den Vorstandsvorsitzenden Josef Krüger.

Ansprache vom Vorstandsvorsitzenden Josef Krüger

© VdK Slf/Son

Nach einem Mittagessen sprach der Vorstandsvorsitzende über die soziale Spaltung und die geplanten Aktionen welche die Rente, Kinderarmut, Altsersarmut, Gesundheit und Pflege sowie für Menschen mit Behinderung betreffen.

Ansprache von Christine Liebmann

© VdK Slf/Son

Die ehemalige Kreisgeschäftsführerin Christine Liebmann sprach über die Entwiclung der Ortsverbändes des Kreisverbandes Saalfeld/Sonneberg. Hier ist zu erkennen das ein stetiger Wachstum zu verzeichen ist.

Auszeichnung für ehrenamtliche Tätigkleit

Als weiterer Inhalt der Kreiskonferenz in Sonneberg war die Ausazeichnung für die ehrenamtliche Tätigkeit ohne die die Ortsverbände und auch der Kreisverband nicht funktionieren würde. Vielen Dank an da Ehrenamt!

Auszeichnung Ehrenamt

© VdK Slf/Son

Auszeichnung Ehrenamt

© VdK Slf/Son

Auszeichnung Ehrenamt

© VdK Slf/Son

Auszeichnung Ehrenamt

© VdK Slf/Son

Auszeichnung Ehrenamt

© VdK Slf/Son

Neugründung des Ortsverband Probstzella am 10.02.2017

In der "Gaststube Stapel" in Probstzella fand die Gründung des Ortsverband Probstzella (Kaulsdorf) vom Kreisverband Saalfeld/Sonneberg mit satzungsgemäßer Wahl des Vorstandes statt.

Der bis dahin nicht organisierte Ortsverband hatte mit Stand Ende 2016 eine Zahl von 177 Mitgliedern. Es war bis dato trotz größter jahrelanger Bemühungen des Kreisvorstandsvorsitzenden Herrn Josef Krüger, nicht gelungen, einen Vorstand zu gewinnen, um so größer ist die Freude über den nun erlangten Erfolg, der durch aufwändige Akquisearbeit zustande kam.

Die ganze Veranstaltung fand statt unter den Augen der Presse, vertreten durch Herrn Guido Berg, Reporter der lokalen Tageszeitung OTZ, des Bürgermeisters von Probstzella, Herrn Sven Mechtold, SPD, sowie Frau Christine Liebmann, Kreisgeschäftsführerin des Sozialverband VdK Hessen-Thüringen, Kreisverband Saalfeld-Sonneberg und den Vorsitzenden des Kreisvorstandes, Herrn Josef Krüger, sowie Frau Heide Müller und Frau Beatrice Hellermann, beide ebenfalls im Kreisvorstand tätig und nicht zu vergessen den neu zu wählenden Vorstandskandidaten und zahlreichen lokalen Mitgliedern des VdK.

Neuer Vorstand des neuen OV´s Probstzella

© VdK Slf/Son

Nach der herzlichen Eröffnung durch Herrn Josef Krüger und weißen Worten von Frau Heide Müller, welche selbst den Vorsitz des Ortsvorstandes Leutenberg inne hat und einige Ausführungen zu den Tätigkeitsfeldern eines Ortsvorstandes gab, hatten die Kandidaten Gelegenheit sich selbst bekannt zu machen.

Mit der eigentlichen Wahl durch 22 anwesende Wahlberechtigte wurden folgende Posten besetzt, welche jedoch als vorläufig zu betrachten sind und sich gemäß der Stärken der neuen Vorstandsmitglieder durchaus noch verschieben könnten.

Vorsitzender: Herr Günther Hansel
Stellvertretender Vorsitzender: Herr Harald Stalloch
Stellvertretender Vorsitzender: Herr Uwe Quoika
Kassenführer: Herr Thomas Wolf
Stellvertretender Kassenführer: Herr Manfred Pfob
Schriftführer: Frau Brigitte Friese
Beisitzer: Herr Jürgen Weidauer
Beisitzer: Frau Eveline Poerschke
Beisitzer: Herr Peter Poerschke
Beisitzer: Herr Baldur Schlegel

Der ganzen Veranstaltung lag großer Optimismus für die Zukunft und gesellschaftliche Belebung der Region bei, was durch Aussagen anwesender Mitglieder bestätigt wurde.

Diese Neugründung ist richtungweisend für die Expansion des Sozialverband VdK Hessen-Thüringen und dem Ausbau des sozialen Netzes für alle seine Mitglieder.

Spendenübergabe an die Kindertagesstätte "Kinderparadies" am 06.02.2017

Am Montag, den 06.02.2017 fand die Übergabe einer Geldspende in Höhe von 75,00 EUR aus dem Erlös der letztjährigen Spendensammlung der Weihnachtsfeier des VdK Ortsverbandes Altsaalfeld-Gorndorf für die Kindertagesstätte "Kinderparadies" der Volkssolidarität, statt.

Frau Susann Noack, die Leiterin der Kita, freute sich sehr über den Betrag, der durch das Vorstandsmitglied Frau Brunhilde Schmeißer, übergeben wurde. Die Kinder dankten dies auf ihre Art, sie sangen fröhliche Lieder und waren sich auch ganz sicher, dass sie einige Wünsche haben, die durch diesen unverhofften Geldsegen erfüllt werden können.

Spendenübergabe an die Kindertagesstätte Kinderparadies

© VdK Slf/Son

Diese seit Jahren etablierte Spendenaktion hat den Kindertagesstätten im VdK Ortsverband Altsaalfeld-Gorndorf schon viele Glücksmomente beschert und läuft unter dem Motto "Solidarität der Generationen".

Vielen Dank an alle großzügigen Spender, die ein Herz für unsere Jüngsten gezeigt haben!

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  1. Saalfelder Band „Sixties“ | © Guido Berg
  2. Ansprache vom Vorstandsvorsitzenden Josef Krüger | © VdK Slf/Son
  3. Ansprache von Christine Liebmann | © VdK Slf/Son
  4. Auszeichnung Ehrenamt | © VdK Slf/Son
  5. Auszeichnung Ehrenamt | © VdK Slf/Son
  6. Auszeichnung Ehrenamt | © VdK Slf/Son
  7. Auszeichnung Ehrenamt | © VdK Slf/Son
  8. Auszeichnung Ehrenamt | © VdK Slf/Son
  9. Neuer Vorstand des neuen OV´s Probstzella | © VdK Slf/Son
  10. Spendenübergabe an die Kindertagesstätte Kinderparadies | © VdK Slf/Son

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