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Warum Inklusion in Freizeit und Kultur?

Im Bereich Freizeit, Kultur und Sport ist bislang noch sehr wenig im Hinblick auf eine verbesserte Teilhabe passiert. Dabei sind diese Bereiche so zentral: Denn einen wichtigen Teil unseres gesellschaftlichen Lebens verbringen wir in der Freizeit – und zwar unabhängig davon, ob wir arbeiten oder nicht (mehr). Egal ob beim Fußballspielen, gemeinsamen Singen im Chor oder dem Besuch eines Museums: in unserer freien Zeit können wir anderen Menschen meist in zwangloser Atmosphäre begegnen.

Der Traum einer inklusiven Welt

In einer idealen Welt kann Joachim K. aus P., ein energiegeladener, weltoffener und hilfsbereiter junger Mann mit Trisomie 21, ein ganz normales Leben führen:

Dank seiner Assistenzen wohnt er selbstständig und arbeitet in Vollzeit als Spieleentwickler in einem inklusiven Betrieb. Als passionierte Leseratte geht er mit seiner Freizeitassistenz regelmäßig in die Bücherei, wo er sich neuen Lesestoff in leichter Sprache besorgt. Zwei Mal die Woche spielt er Fußball in einer inklusiven Mannschaft, für die er bereits Preise gewonnen hat. Und er singt einmal die Woche in einem inklusiven Chor, mit dem er jedes Jahr für eine Woche in ein barrierefreies
Hotel in den Taunus fährt…

Leider kann Joachim noch nicht so wie jeder andere Mensch leben, denn die Realität sieht nach wie vor anders aus.

Menschen mit Behinderungen verbringen ihre freie Zeit deutlich häufiger alleine, es kommt nach wie vor in Freizeit und Kultur zu Teilhabebeschränkungen und dadurch zu einer größeren Unzufriedenheit mit der eigenen Freizeitgestaltung. Es gibt immer noch zu viele Barrieren, wenn es um den Besuch von Sportstätten, Hotels, Kinosälen usw. geht.

Laut dem Teilhabebericht der Bundesregierung aus dem Jahr 2016 sind im Bereich Freizeit und Kultur Kinder und Jugendliche sowie über 80Jährige aus den meisten Angeboten am stärksten ausgeschlossen. Ebenfalls nimmt die Teilhabe mit der Höhe des Grads der Behinderung ab. Insbesondere Menschen mit Mehrfachbehinderungen gilt es zu berücksichtigen: So werden laut einer Studie des Deutschen Jugendinstituts bei nur ca. 10 Prozent der Anbieter der offenen Jugendhilfe Angebote durch Kinder und Jugendliche mit Mehrfachbehinderungen wahrgenommen.

Die Angebote von Kommune zu Kommune sind darüber hinaus ganz unterschiedlich. Nicht überall finden sich überhaupt zuverlässig inklusive Angebote. Zudem unterscheiden sie sich auch regional im Hinblick darauf, für wen die Angebote konkret sind, also ob für geh- oder seheingeschränkte Personen oder für Menschen mit geistigen Behinderungen usw. Es fehlt an regionalen Überblicken zu Angeboten und Lücken.

Insgesamt fehlt es an einem breiten Verständnis von Inklusion. Selbst die Vereinten Nationen haben in ihrer Behindertenrechtskonvention geschrieben,dass es bei der Inklusion darum geht allen Menschen ein Recht auf Teilhabe zu ermöglichen.

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