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Auf dieser Seite wollen wir Ihnen die mit der VdK-Ehrenplakette geehrten Mitglieder unseres Ortsverbandes etwas ausführlicher vorstellen.

Verdiente Auszeichnung für Monika Träger
Poträtfoto M. Träger

.© VdK

Seit Jahren wird die von der Aktion Mensch geförderte Initiative um den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen maßgeblich unter der Leitung von Wolf-Jürgen Träger, wobei er wohl ebenso lange bereits Unterstützung durch seine Gattin Monika erhält. Auch für die VdK-Kampagne in Vorbereitung der Bundestagswahlen wurden beide zu Beauftragten des Kreisverbandes ernannt.
Gerade als die Initiative für Menschen mit Behinderungen auf Hochtouren lief, erwischten Wolf-Jürgen gesundheitliche Probleme und war ein Krankenhausaufenthalt erforderlich.. Für seine Gattin Monika war es trotz dieser zusätzlichen Belastung selbstverständlich einzuspringen und seine Aufgaben mit zu übernehmen, so dass die Aktion auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg wurde. Der Kreisvorstand anerkennt dieses Engagement und beschloss Monika Träger mit einer Urkunde und Präsent dafür auszuzeichnen. Kreisvorsitzender Bernd Reiber ließ es sich nicht nehmen, die Auszeichnung am 16. Juli persönlich zu überbringen.
Monika Träger meinte, dass das selbstverständlich gewesen und die Ehrung dafür doch nicht erforderlich sei. Sie habe es gern gemacht. Natürlich freute sie sich über die Anerkennung.

Einer von uns: Herzliche Grüße zum 80 Geburtstag!

Am 8. April 2014 begeht Peter Schwerdt in Roßleben seinen gesundheitlichen Möglichkeiten entsprechend mit seiner Familie und Freunden seinen 80. Geburtstag. Viele Mitglieder unseres Verbandes werden in Gedanken darunter sein.

Von Anfang an dabei

Peter Schwerd am Computer.

Mit viel Ausdauer eignete Peter Schwerdt sich Computer- Kenntnisse an..© vdk

Peter Schwerdt ist seit 1. April 1992 Mitglied unseres Verbandes. Am 23. Juni 1992 wurde der Ortsverband Roßleben im heutigen Kreisverband Nordthüringen gebildet. Peter Schwerdt war vom Anfang an dabei, wurde zur Gründungsversammlung zum Schriftführer gewählt und hat diese Funktion offiziell, wenn auch mehr ehrenhalber, inne. Er war für den Ortsverband vom Anfang an mehr als "nur" Schriftführer sondern stets die "rechte Hand" des Vorsitzenden und Ansprechpartner für die Mitglieder, wenn sie Sorgen hatten.
Peter Schwerdt hatte nach dem Abitur als LKW- und wenig später als Busfahrer sein Berufsleben begonnen, obwohl er durchaus das Zeug für ein Studium gehabt hätte. Aber er musste Geld verdienen. Aber das hat er wohl nie bereut. Bis heute leuchten seine Augen, wenn er von seinen Erlebnissen als Busfahrer erzählt.
"Doch Anfang November 1978 bin ich nach Altscherbitz ins Krankenhaus gefahren und wurde dort mit Blumen als erster Patient im umgebauten Haus 32 empfangen. Da habe noch nicht geahnt, dass ich erst Anfang Juni 1979, zu Pfingsten, als Rentner wieder nach Hause kommen würde" berichtete er später einmal einem Freund, ohne Verbitterung. Man konnte ihm nicht helfen, aber er verlor nie den Mut.

Busfahrer aus Leidenschaft

Peter Schwerdt mit dem Bus

Busfahrer aus Leidenschaft.© privat

Sein Arbeitgeber, der Kraftverkehrsbetrieb Roßleben, schickte ihn als Rentner im November 1979 nach Hause. Wenig später, als eine Stelle im Büro frei wurde, war er wieder als Teilzeitkraft da. Seine praktischen Erfahrungen und sein eiserner Wille halfen ihm. Er arbeitete sich hoch bis zum stv. Zweigstellenleiter. Einen Computer gab es in der Zweigstelle auch in den ersten Jahren nach der Wende nicht. Peter Schwerdt hatte sich privat einen besorgt.
Doch trotz allem war für ihn 1992 Schluss. "Mit 58 Jahren endete damals sein Kündigungsschutz."
Als der zu dieser Zeit einen Bekannten ins damals noch bestehende Arterner Krankenhaus fuhr, entdeckte er im Gebäude die Geschäftsstelle des VdK-Kreisverbandes, fragte nach, was VdK bedeute und wurde Mitglied.
Neben seiner Funktion im Ortsverband Roßleben war er zeitweise auch als Revision im Kreisverband tätig.

Internet war neues Betätigungsfeld

Gruppe der Internetleute mit Peter in der Mitte

Peter Schwerdt inmitten der Internetbeauftragten Nordthüringes.© VdK

Doch eine wichtige Etappe begann für ihn als der Kreisverband zur Jahrhundertwende sich um einen Auftritt im Internet bemühte. Als er von den Problemen hörte, sagte er so beiläufig: "Schick mir das Ganze doch mal." Und von da an ging es aufwärts. Der VdK-Kreisverband Nordthüringen war 2002 einer der wenigen Kreisverbände mit eigener Internetseite in Thüringen und einziger in Nordthüringen. 2002 registrierte das Zählwerk 2.000 Seitenaufrufe, von denen die meisten wohl von uns selbst stammten. Heute sind es über 75.000.
Peter Schwerdt fuchste sich ein, hatte wesentlichen Einfluss auf das Profil der Seiten unseres Kreisverbandes. Als dann die anderen Kreisverbände Nordthüringens nachzogen, wurde er deren bester Berater und Lehrer. So wurde er auch ganz nebenbei zum Begründer des Internetteams des Bezirksverbandes Nordthüringen, das sich jährlich einmal traf, um Erfahrungen auszutauschen.
Hallo Peter, an Deinem Ehrentage ein herzliches Dankeschön und viele Grüße von Deiner VdK-Familie!

In Sachen Lebensretter-Tour unterwegs
Mann im Rollstuh und junge Frau

.© TA-Foto Sebastian Garthoff

Ernst-Günter Jäger gehört seit dem Jahre 2001 unserem Sozialverband VdK an und hat sich als Behindertenbeauftragter der Stadt einen Namen gemacht. Er ist selbst auf den Rollstuhl angewiesen und kennt darüber hinaus durch sein langjähriges Engagement als Vorsitzender des Ortsverbandes des Deutschen Roten Kreuz die Probleme in diesem Bereich. Für ihn ist die Tätigkeit in beiden Vereinen eine gute Symbiose. Auf dem Foto ist er mit seiner DRK-Kameradin Ulrike Hagedorn unterwegs.
Noch bis Anfang August läuft die Lebensretter-Tour 2013 des Deutschen Roten Kreuzes. Beteiligt ist daran auch der DRK-Ortsverein Roßleben. "Dazu wollen wir die Leute animieren noch einmal zur Spende zu kommen", sagt Vorsitzender Ernst-Günter Jäger, denn Sommerzeit ist Ferienzeit. "Es kann aber so schnell einmal etwas passieren, und Blut wird immer gebraucht", so Jäger. Etwa 60 bis 80 Leute spenden beim Ortsverein laut Jäger regelmäßig. "Früher gab es zwar auch schon mehr Spender, aber wir sind zufrieden." Das Alter der Spender reiche da von der Volljährigkeit bis ins Rentenalter.
Im Rahmen der Lebensretter-Tour 2013 konnte am Donnerstag, dem 12. Juli, in der Zeit von 14.00 bis 19.00 Uhr beim DRK-Ortsverein in Roßleben Blut gespendet werden.
TA / Sebastian Garthoff / 06.07.2013

Erwin Schmidtke ist dienstältestes Mitglied im Kreisverband
Am 26. Juni 2012 für 60-jährige Mitgliedschaft geehrt

Erwin Schmidtke aus Roßleben ist bereits seit 1952 Mitglied im Sozialverband VdK. Ist das möglich? Der Verband wurde im einstigen Kreis Artern erst 1991 gegründet. Der Ortsverband Roßleben gar erst 1992. Doch, es hat schon seine Richtigkeit. Erwin Schmidtke war noch vor der Wende aus Wiesbaden nach Roßleben gekommen und hat hier seine neue Heimat gefunden.

Portrait von Erwin Schmidke

.© VdK

Als der VdK nach der Wende auch hier sesshaft wurde, war Erwin Schmidtke sofort dabei und stellte seine Erfahrungen zur Verfügung. Im Juni 1992 wurde der Ortsverband Roßleben gegründet. Zur festlichen Mitgliederversammlung zu dessen 20. Geburtstag am 26. Juni 2012 konnte Erwin Schmidtke unter viel Beifall die Ehrennadel für 60jährige Mitgliedschaft im Verband entgegen nehmen. Der inzwischen leider verstorbene Johann Wiktor wurde erster Ortsverbandsvorsitzender, doch bereits wenige Monate nach dessen Amtsübernahme übernahm Erwin Schmidtke bereits diese Aufgabe.
Erwin Schmidtke ist Kriegsbeschädigter und trägt eine Beinprothese. Er kannte also zur Wende bereits das Bundesversorgungsgesetz für Kriegsbeschädigte und Hinterbliebene, das nun auch in den neuen Bundesländern greifen sollte. Deshalb engagierte er sich in seinem Ortsverband und darüber hinaus vor allem beratend, drängte darauf die erforderlichen Anträge zu stellen, Mitglied des VdK zu werden und die durch die Beratungsstelle des VdK gebotene Hilfe zu nutzen.
Erwin Schmidtke war es aber auch, der in Roßleben sich dafür engagierte, dass die Gedenkstätte für die Opfer des Weltkrieges hergerichtet wurde und eine würdige Gestalt annahm. Er scheute sich auch nicht mit der Sammelliste los zu gehen und für die Herrichtung des "Kriegerdenkmals" zu sammeln. Er meinte "Das sind wir unseren Kameraden einfach schuldig, die in diesem barbarischen Weltkrieg ihr Leben lassen mussten." In Roßleben gehört die Ehrung der Opfer von Krieg und Gewalt jährlich zum Volkstrauertag nicht zuletzt auf Grund des Engagements von Erwin Schmidtke zum festen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens.
12 Jahre stand Erwin Schmidtke an der der Spitze des Roßlebener Ortsverbandes. Seine Frau Irma unterstützte ihn dabei immer nach besten Kräften und half mit bei der Vorbereitung der Verbandsnachmittage, die in Roßleben von Anfang an etwas Familiäres hatten. Als Erwin Schmidtke nach 12 Jahren auf Grund seines Alters und seiner Gesundheit in die 2. Reihe trat, hatte er Maßstäbe gesetzt. Dass er aber nach Kräften weiterhin "seinem VdK" zur Verfügung stand und steht, versteht sich von selbst. Er ist auch heute noch eine kräftige Stütze für den Vorsitzenden Wolf-Jürgen Träger.
Im Orts- und Kreisverband weiß man die Verdienste von Erwin Schmidtke zu schätzen. Sie fanden auch bereits mehrfach Anerkennung und Würdigung. Eigentlich sollte der inzwischen Ehrenvorsitzende des Ortsverbandes bereits zum 80. Geburtstag mit der höchsten Auszeichnung des VdK-Landesverbandes Hessen-Thüringen, der Ehrenplakette des Landesverbandes in Gold ausgezeichnet werden. Doch seinen Geburtstag verbrachte er mit seiner Gattin im VdK-Erholungszentrum Bad Kissingen. Dort ist er inzwischen auch kein Fremder mehr. Hier fühlt er sich wohl.
Unter dem herzlichen Beifall erhielt Erwin Schmidtke verdienter Maßen die Ehrenplakette des VdK-Landesverbandes Hessen-Thüringen in Gold zum Kreisverbandstag am 18. Oktober 2008 aus den Händen des stellvertretenden Vorsitzenden des Landesverbandes Dr. Claus-Dieter Junker, des Geschäftsführers Thüringen Andreas Herzog und des Kreisvorsitzenden Bernd Reiber und musste anschließend viele Hände seiner Freunde drücken.
(2012)

Wolf-Jürgen Träger geht neue Wege
Am 10. Juni 2008 mit der Ehrenplakette in Bronze ausgezeichnet

Am Ortsverband Roßleben wurde besonders in den letzten Jahren eine Entwicklung deutlich, die der Sozialverband VdK seit geraumer Zeit durchmacht. Dominierten bis dahin mehr oder weniger noch die Probleme der Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen, die einst ja die Begründer des heutigen Sozialverbandes waren, so machte sich nunmehr bemerkbar, dass immer mehr jüngere Menschen zum Verband fanden.

Portrait von Wolf-Jürgen Träger

.© VdK

Auch sie hatten und haben sozialrechtliche Probleme, bei deren Lösung ihnen der Verband hilft. Sie ergaben sich besonders aus der hohen Arbeitslosigkeit und der noch von der rot-grünen Bundesregierung eingeleiteten Streichpolitik im sozialpolitischen Bereich, insbesondere der Hartz-Gesetzgebung. Im Ortsverband Roßleben des VdK traf das mit der Verjüngung des Vorstandes zusammen.
In dieser Zeit (2005) übernahm Wolf-Jürgen Träger, ehemals Ingenieur im längst abgewickelten Kaliwerk, die Leitung des Ortsverbandes. Er konnte auf einem guten Fundament aufbauen. So hatte der Ortsverband unter der Leitung seines Vorgängers und heutigen Ehrenvorsitzenden Erwin Schmidtke bereits begonnen sich stärker den Problemen der Integration von Menschen mit Behinderungen und Abbau von Barrieren in der Stadt zu widmen. Der Stadtrat hatte die Erklärung von Barcelona unterschrieben und einen Behindertenbeauftragten berufen. Sie bildet ein wichtiges Fundament für die alljährliche Aktion Grundgesetz bzw. Gesellschafter der Aktion Mensch im Mai. Wolf-Jürgen Träger ging dabei weiter, ohne das angefangene aus den Augen zu verlieren, baute auch Kontakte zu der Schule, Euratibor und der Arbeitsloseninitiative auf und bezog die Kinder und junge Arbeitslose in die Diskussion um die Probleme behinderter Menschen und die Reformierung unserer Gesellschaft ein und stieß dabei auf großes Interesse. So wurde ihm vom Kreisverband 2009 die Koordinierung der Aktion übertragen.
Probleme der Armut, ob bei Kindern, Arbeitslosen und Rentnern berühren ihn besonders. Dabei ist er ständig auf der Suche nach Partnern, um die Probleme sichtbar zu machen und zu helfen, so weit es möglich ist.
Wolf-Jürgen Trägers soziales Engagement an der Spitze des Ortsverbandes, sein Suchen nach neuen Wegen und die Bereitschaft für Gutes zu werben, fanden Anerkennung durch Auszeichnung mit der Ehrennadel des VdK-Landesverbandes Hessen-Thüringen in Bronze zur Jahreshaupt- und Wahlversammlung am 10. Juni 2008.
(2009)

Gerhard Stelzner hütet die Finanzen des Ortsverbandes
Am 26. Juni 2012 mit der Ehrenplakette in Silber ausgezeichnet

Der Ortsverband Roßleben des Sozialverbandes VdK mit seinen über 60 Mitgliedern leistet eine interessante und inhaltsreiche Verbandsarbeit und hat sich dazu ein solides finanzielles Fundament geschaffen. Daran hat Gerhard Stelzner als langjähriger Schatzmeister des Ortsverbandes natürlich seinen Anteil. 1998 trat er als Kriegsbeschädigter in den Verband ein, weil er ihn als seine Interessenvertretung sah.

Portrait von Gerhard Stelzner

.© VdK

Doch Gerhard Stelzner ging es nicht nur um seine persönlichen Interessen. Das zeigte sich bereits bald, als man ihn ansprach, ob er nicht die Funktion des Schatzmeisters übernehmen könnte. Da zögerte er nicht, wurde in den Vorstand gewählt und übernahm Verantwortung. Mit der ihm eigenen Gründlichkeit eines Buchhalters führt er den Nachweis über die Verbandsgelder. Revisionen bestätigten, dass alles bis auf den letzten Cent stimmt und im Sinne der Satzung des Verbandes verwaltet wird.
Ortsverbandsvorsitzender Wolf-Jürgen Träger hob zur 15-Jahrfeier des Ortsverbandes hervor, dass auf Gerhard Stelzner nicht nur als Schatzmeister stets verlass sei, sondern er auch im Vorstand immer da sei, wenn er gebraucht werde. Da hilft er, wenn organisatorische Probleme zu lösen sind, sucht Mitglieder zu Hause auf oder sieht auch nach der Bepflanzung am Gedenkstein für die Opfer von Krieg und Gewalt in Roßleben.
So versteht er seine Verantwortung als Mitglied des Vorstandes. Er fühlt sich ja in seinem Ortsverband wohl, trifft hier bei den Verbandsnachmittagen auf Gleichgesinnte und Freunde. Das möchte er nicht mehr missen.
Dieses selbstverständliche ehrenamtliche Engagement des inzwischen 84-Jährigen fand zur Jubiläumsveranstaltung "15 Jahre Ortsverband Roßleben" am 26. Juni 2007 verdiente Würdigung mit der Ehrenplakette des Sozialverbandes VdK Hessen-Thüringen in Bronze.
Es war nicht anders zu erwarten, Gerhard Stelzner führte auch weiterhin sein Amt gewissenhaft aus. Darum wurde der inzwischen 87 Jahrige zum 20. Jahrestag der Gründung unseres Ortsverbandes am 26. Juni 2012 mit der Ehrenplakette des VdK-Landesverbandes Hessen-Thüringen in Silber geehrt.
(2012)

Peter Schwerdt: Vom Bus zum Internet
Am 26. Juni 2012 mit der Ehrenplakette in Gold ausgezeichnet

Im Juni 2007 feierte der Ortsverband Roßleben des Sozialverbandes VdK seinen 15. Geburtstag. Solche Jubiläen sind auch immer Anlass für Ehrungen, ganz besonders, wenn sie zu hundert Prozent auf ehrenamtlicher Tätigkeit beruhen. Das ist nun mal auf Ortsverbandsebene im Sozialverband VdK so.
Peter Schwerdt aus Roßleben ist kurz vor der Gründung des Ortsverbandes Roßleben dem Sozialverband VdK beigetreten. Er war also von der ersten Stunde an mit dabei und übernahm die meist unbeliebte Funktion des Schriftführers, Einladungen und Protokolle schreiben ist nicht jedermanns Sache. Sicherlich lag der Kugelschreiber ungelenk in der schweren Hand des einstigen Busfahrers, der heute noch gern in Erinnerungen schwelgt.

Portrait von Peter Schwerdt

.© VdK

Doch Gewissenhaftigkeit ist eine Eigenschaft, die für Busfahrer unabdingbar ist und Peter Schwerdt machte sie auch in seinem Ehrenamt zu einem Grundprinzip. So war er bald nicht "nur" Schriftführer, sondern auch rechte Hand des damaligen Ortsverbandvorsitzenden und heutigen Ehrenvorsitzenden Erwin Schmidtke und ist es auch für den heutigen Vorsitzenden Wolf-Jürgen Träger. Letzterer weiß, dass er sich mit Peter stets in Ruhe beraten, Vorhaben diskutieren kann, dabei immer eine ehrliche Meinung und manchen auf langjährige Erfahrung basierenden Rat erhält.
Diese Gewissenhaftigkeit war auch beim Kreisverband bald aufgefallen und so trug man Peter Schwerdt über Jahre die Funktion eines Revisors an. Er verstand sich dabei nie als Kontrolleur, sondern mehr als Berater für die Schatzmeister in den Ortsverbänden, die ja wie er ehrenamtlich wirken. 2004 sagte er dann aus gesundheitlichen Gründen: Es geht nicht mehr. Er war inzwischen schwer behindert, an den Rollstuhl gebunden und hatte große Probleme das Haus zu verlassen. Da hatte er aber bereits eine neue, nicht weniger verantwortungsvolle Aufgabe übernommen. Vielleicht war es seine Behinderung, die ihn, der einst mit seinen Bussen die Welt erobert hatte, nun mehr und mehr ans Haus fesselte, die ihn dazu brachte sich mit dem Computer die große Welt des Internets zu erobern. An der Seite des Verantwortlichen für Öffentlichkeitsarbeit des Kreisverbandes nahm er sich der Internetseiten des VdK-Kreisverbandes an, die seit 2001 eigenverantwortlich gestaltet werden. 553 Seitenaufrufe weist die Statistik für den 2002 auf. Damals hatte die Homepage auch nur wenige Seiten. Dabei waren vermutlich die meisten Seitenaufrufe von den beiden Machern selbst. Heute sind es in der Regel sieben bis neun Tausend Seitenaufrufe im Monat, der bisherige Rekord war im im Februar 2009 mit 9.335 Aufrufen. Im Jahr 2008 waren es insgesamt 89.830 Aufrufe. Aus dieser Resonanz ergibt sich natürlich auch eine große Verantwortung, die Peter Schwerdt als Teil des kleinen Internetteams des Kreisverbandes sehr ernst nimmt. Er setzt das alles vor allem technisch um. Die Voraussetzungen hat er sich "mit viel Geduld und Spucke", wie es schön heißt, selbst erarbeitet.
Die Homepage ist inzwischen auch Grundlage für die Gestaltung der Chronik des Kreisverbandes. Darum verwundert es nicht, dass der Name Peter Schwerdt auch immer wieder in diesem Bezug auftaucht. Der Ortsverband Roßleben wartete zu seinem 15-jährigen Bestehen mit einer Festschrift auf, die vom Vorsitzenden und seiner Frau initiiert und auch realisiert wurde, aber auch hier hat Peter Schwerdt ein gerüttelt Maß Anteil. Der Nachbarortsverband Donndorf-Wiehe-Bottendorf wartete zu seinem Jubiläum mit einer Präsentation der Ortsverbandsgeschichte mit dem Beamer auf, was auch ohne Peter Schwerdt kaum möglich gewesen wäre. Interessiert verfolgt er auch die Entwicklung der Homepage der Nachbarkreisverbände in Nordthüringen und stellt gern seinen Rat zur Verfügung, wenn er gewünscht wird, Aufdrängen wird sich Peter Schwerdt ganz bestimmt nicht.
Mit diesem Engagement hat er sich die Ehrenplakette des VdK-Landesverbandes Hessen-Thüringen in Silber ehrlich verdient, die ihm der Kreisvorsitzende Bernd Reiber im Auftrage des Landesvorstandes am 26. Juni 2007 überreichte. Da das für Peter Schwerdt jedoch kein Ruhekissen, sondern eher Anreiz für weiteres ehrenamtliches Engagement war, für das er im ganzen Bezirksverband bekannt ist, folgte fünf Jahre später, am 26. Juni 2012 die höchste Auszeichnung des VdK-Landesverbandes Hessen-Thüringen mit der Plakette in Gold. Peter Schwerdt konnte sie auf Grund seiner Behinderung nicht zur Festveranstaltung entgegen nehmen. Der Vorsitzende brachte sie jedoch gleich danach zu ihm nach Hause. Und wo traf er ihn an, natürlich vor dem Computer!
(2012)

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  1. Poträtfoto M. Träger | © VdK
  2. Peter Schwerd am Computer. | © vdk
  3. Peter Schwerdt mit dem Bus | © privat
  4. Gruppe der Internetleute mit Peter in der Mitte | © VdK
  5. Mann im Rollstuh und junge Frau | © TA-Foto Sebastian Garthoff
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  9. Portrait von Peter Schwerdt | © VdK

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