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Herbsttagung

Informationen zur Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung sowie zur Verbandsvorsorge aus "erster Hand"

VdK-Kreisverband Neuwied lud zur jährlichen Herbstkonferenz ein
Zu einer Arbeitstagung trafen sich kürzlich Vorstandsmitglieder aus den Ortsverbänden des VdK-Kreisverbandes Neuwied in der Cafeteria des Heinrich-Hauses in Neuwied-Engers.

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Kreisvorsitzender Hans Werner Kaiser begrüßte die Teilnehmer zur Herbstkonferenz am 08. Oktober 2016© VdK

Die Herbstkonferenz wurde einberufen, um die Vorstände der Ortsverbände über neue Beschlüsse und Entwicklungen aus Landes- und Kreisverband zu unterrichten, wie Kreisvorsitzender Hans Werner Kaiser in seiner Begrüßung betonte. Daneben standen die Themen "Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung" sowie die VdK-Verbandsvorsorge im Mittelpunkt der Tagung,.

Zu Beginn referierte Notar Jürgen Schmidt (Neuwied) zur "Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung" Er wies darauf hin, dass dies zwei völlig unterschiedliche Regelungen sind. Durch eine Vollmachtserteilung an eine oder mehrere Vertrauenspersonen soll im Falle einer Geschäftsunfähigkeit, z.B. durch Krankheit, eine vom Gericht angeordnete Betreuung vermieden werden.

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Notar Jürgen Schmidt referierte zum Thema "Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung"© VdK

Dies betrifft u.a. die Bereiche Gesundheitssorge, Pflegebedürftigkeit, Vertretung bei Behörden, Aufenthalt und Wohnungsangelegenheiten oder Vermögenssorge. Er betonte, dass eine notarielle Beurkundung nicht unbedingt erforderlich ist, jedoch sollte eine solche Vollmacht stets schriftlich angefertigt sein. Anschließend ging Notar Schmidt auf die Patientenverfügung ein, insbesondere auf die Änderungen nach dem BGH-Beschluss vom 6. Juli 2016. Nach diesem Urteil reicht es nicht mehr aus, dass man beispielsweise unnötige lebensverlängernde Maßnahmen allgemein ablehnt. Vielmehr verlangt jetzt das Gericht sehr detaillierte Ausführungen zu den medizinischen Maßnahmen und Krankheiten. Eine Patientenverfügung sollte stets in Verbindung mit einer Vollmacht stehen. Wer sich allerdings vollkommen abgesichert wissen will, kann sich bei einem Notar seiner Wahl zur Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung beraten lassen. Nach seinem Referat beantwortete Notar Jürgen Schmidt die zahlreichen Fragen der anwesenden VdK-Vorstandsmitglieder. Kreisvorsitzender Hans Werner Kaiser wies darauf hin, dass zu diesen Themen auch etliche Broschüren herausgegeben wurden, so u.a. auch vom VdK-Landesverband Rheinland-Pfalz. Diese wird derzeit bedingt durch das BGH-Urteil überarbeitet und wird voraussichtlich Ende 2016 erhältlich sein.

Als nächstes Thema kündigte der Kreisvorsitzende die Gruppenversicherungen für VdK-Mitglieder an, wobei er zugleich betonte, dass dies keine Verkaufs-, sondern eine Informationsveranstaltung für die Vorstände der Ortsverbände darstele. Zur Verbandsvorsorge des VdK informierte Wilhelm Hintzen, Vertriebsleiter der ERGO-Filialdirektion Köln. Seit etwa 50 Jahren gibt es bereits diese Verbandsvorsorge durch einen Kooperationsvertrag zwischen dem Sozialverband VdK und der ERGO-Versicherung (früher Hamburg-Mannheimer).

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Vertriebsleiter der ERGO-Filialdirektion Köln Herr Wilhelm Hintzen informierte zur Verbandsvorsorge© VdK

Detailliert stellte Wilhelm Hintzen die Pflegezusatz-Versicherung, die Sterbegeld-Versicherung (keine Wartezeit sowie gleichbleibende Beiträge), Volksunfall-Versicherung (mit Rundumversorgung) sowie den Spezial-Rechtschutz vor. Er machte ferner darauf aufmerksam, dass hierbei Personen ohne Beantwortung von Gesundheitsfragen bis zum 80. Lebensjahr aufgenommen werden. Voraussetzung hierfür ist, dass sie VdK-Mitglied sind oder werden. Weiter führte er aus, dass neue Versicherungen stets mit dem VdK inhaltlich abgestimmt werden. Weiter informierte er zum Procedere beim Besuch des Mitgliedes, wobei das Einverständnis des Mitgliedes vorliegen muss. Zum Schluss beantwortete Wilhelm Hintzen Fragen der Teilnehmer und verteilte Prospektmaterial zur VdK-Verbandsvorsorge.

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zahlreiche Teilnehmer am Arbeitstreffen des VdK-Kreisverbandes Neuwied© VdK

Zum Schluss der Tagung vermittelte Hans Werner Kaiser den Vorstandsmitgliedern aus den Ortsverbänden in seinen Ausführungen einige Neuigkeiten aus Landes- und Kreisverband, wobei er besonders auf die bundesweite VdK-Kampagne "Weg mit den Barrieren!" einging. Weiter informierte er über Änderungen der Reisekostenordnung für die ehrenamtlichen Mitglieder beim VdK-Landesverband Rheinland-Pfalz, Hinweise zu Buchungen im ARV-Programm, den bevorstehenden 70-Jahr-Feiern auf Landes- und Kreisebene sowie der Landesverbandskonferenz am 12. November. Neben einer Vorausschau auf die geplanten Aktivitäten des Kreisverbandes in 2017 teilte er mit, dass die Mitgliederentwicklung weiter positiv verläuft und derzeit 6.407 Personen in 25 Ortsverbänden dem VdK-Kreisverband Neuwied angehören.

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interessierte Zuhörer bei der VdK-Herbsttagung© VdK

In seinem Schlusswort lobte er die gute Beratungstätigkeit der Mitarbeiterinnen in der Kreisgeschäftsstelle und dankte Kreisgeschäftsführerin Doreen Borges und den Mitarbeiterinnen Ulla Over, Sandra Schmitz und Claudia Schnur für die Vorbereitung der Herbstkonferenz. Dank sprach er auch Kreisschatzmeister Uwe Sendker für die Arbeit vor Ort und dem Küchenteam der Cafeteria Heinrich's mit ihrer Leiterin Nadin Stocklöw für die gute Bewirtung aus.

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