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Aktuelles

Notruffax für gehörlose Menschen kann Leben retten
In Leipzig leben etwa 1.200 Gehörlose, das sind 29 Prozent der im Freistaat lebenden Personen mit dieser Behinderung. Bis 2001 war dabei die zügige und sichere Kommunikation im Notfall zwischen den Rettungsleitstellen und sprachbehinderten sowie gehörlosen Menschen nicht gesichert. Um diesen Zustand zu verbessern, wurde 2001 bei der Leipziger Polizei das Notfallfax eingeführt unter der Rufnummer 0341 - 192 94. Damit können Gehörlose einen Notruf bei der Polizei oder Feuerwehr absetzen. Dort wird das Fax dann an ein speziell ausgerüstetes Telefaxgerät mit Sensor weitergeleitet, welches sich mit einem Signalton bemerkbar macht, wenn ein Notruf eingeht.

Dass die Einrichtung Leben retten kann, bewies der 29. Januar. An diesem Tag ging ein Fax ein, bei dem eine gehörlose Frau um Hilfe für ihren plötzlich schwer erkrankten Ehemann bat. Die Beamten reagierten sofort und verständigten den Notarzt. Die um Hilfe bittende Frau wurde ebenfalls informiert, das Maßnahmen zur Hilfe für ihren Ehemann eingeleitet worden seien. Aufgrund der positiv verlaufenen Rettungsaktion möchte die Polizei Leipzig auch andere Betroffene noch einmal auf den Service aufmerksam machen.

Behindertenhilfeplan erschienen
Die Stadt Leipzig legte unter dem Titel "Konzept zur Integration und Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen" den Behindertenhilfeplan vor.

Er erfasst ausgehend von den gesetzlichen Grundlagen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene die grundlegenden Strukturen in allen Bereichen der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen nach den Lebenslagen, Arbeit, Gesundheit, Bildung, Wohnen, Barrierefreiheit, Umwelt, Mobilität und Eingliederungshilfe für behinderte Menschen.
Zusammengefasst sind es folgende Ansätze, die bereits das Integrationskonzept 1996 als Grundlage städtischer Behindertenpolitik bestimmte und die mit dem vorliegenden Integrationskonzept 2005 fortgesetzt werden sollen:

  • Stärkung der Selbsthilfepotenziale von Menschen mit Behinderungen
  • Erhalt bedarfsgerechter Angebotsvielfalt
  • Sicherung und weiterer Ausbau ambulanter Angebote
  • Festigung der integrativen Angebote
  • stetige barrierefreie Stadtentwicklung

Ein Blick auf die Situation behinderter Menschen in Leipzig macht deutlich: Es handelt sich um keine "Randgruppe" – rund 59 000 Leipzigerinnen und Leipziger haben einen anerkannten Behindertenstatus, davon sind ca. 43 000 schwerbehindert. Da die meisten von ihnen in familiären Bindungen leben, kann man davon ausgehen, dass ein Viertel der Bewohner Leipzigs unmittelbar oder mittelbar von Behinderung betroffen sind bzw. Menschen mit Behinderung in ihrer eigenen Familie betreuen.
Die Arten von Behinderungen sind sehr unterschiedlich und erfordern jeweils geeignete Maßnahmen. Besonders auffallend ist, dass sich die Zahl der psychischen Behinderungen bei den Schwerbehinderten seit 1993 verdoppelt hat.

Auch für Leipzig ist künftig von einem größeren Anteil der Zahl der Behinderten und Schwerbehinderten an der Gesamtbevölkerung auszugehen. Wird die letzte aktuelle Bevölkerungsvorausschätzung des Amtes für Statistik und Wahlen aus dem Jahr 2005 zur Grundlage genommen, dann wird sich der Anteil der Hochaltrigen (über 80 Jahre) mit einem Anteil von 4,9 Prozent im Jahr 2004 bis 2025 mit 8,6 Prozent fast verdoppeln. Die bisherige Entwicklung mit einem wachsenden Anteil Schwerbehinderter in den Altersgruppen der 55- bis 65-Jährigen sowie der über 75-Jährigen wird sich entsprechend auswirken.

Der Behindertenhilfeplan 2005 ist bei der Stadt erhältlich:

Stadt Leipzig, Sozialamt, Abteilung 50.7, 04092 Leipzig oder
Sekretariat, Frau Dolata, Telefon: 0341-123 4546

sabine.dolata@leipzig.de

  • Selbsthilfekoordination

    [08/2007] Leipzig hat am 24. August beschlossen, wieder eine Selbsthilfekontakt- und Informationsstelle (<acronym title="">SKIS</acronym>) am Gesundheitsamt zu gründen. | weiterlesen

  • Weiterbildung

    [04/2007] Durch Schulungen werden die ehrenamtlich Engagierten auf die Anforderungen bei der Arbeit im VdK vorbereitet. | weiterlesen

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