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Monat September 2021

Auf ein Wort

Liebe Leserin , lieber Leser ,

Achim Werner Porträt

© Achim Werner Porträt

am kommenden Sonntag sind 60 Millionen Deutsche aufgerufen , einen neuen Bundestag zu wählen . In den letzten 30 Jahren hat sich der VdK regelmäßig in den Wahlkampf eingemischt und die Parteien mit seinen sozialpolitischen Forderungen konfrontiert . In den Wahljahren , in denen zugleich ein Bundesverbandstag des VdK stattfand , wurden sogar die Kanzlerkandidaten eingeladen , um Rede und Antwort zu stehen und sie taten das auch . Der VdK Bayern führte heuer in Bayern in allen Regierungsbezirken Veranstaltungen durch und warb dabei für mehr soziale Gerechtigkeit im Land . Rede und Anwort standen dabei nicht die Kanzlerkandidaten , aber doch namhafte Bundestagsabgeordnete , die dabei nicht selten ins Schwitzen kamen , weil die Vertreter des Sozialverbands bei diesen Veranstaltungen immer Klartext sprachen und VdK - Mitglieder nicht selten unbequeme Fragen stellten .
Der VdK verstand die Veranstaltungen durchaus als Entscheidungshilfe für seine Mitglieder , wenngleich es eine Wahlempfehlung nicht gab . Da achtet der VdK streng auf seine parteipolitische Unabhängigkeit . Was es abr durchaus gab , War der Aufruf , auf alle Fälle zur Wahl zu gehen .
Dem schließe ich mich gerne an . Mit der Stimmabgabe stärken die Wähler nämlich auf alle Fälle die Demopkratie und das ist allemal den bescheidenen Aufwand wert , der mit dem Gang zum Wahllokal am Sonntag verbunden ist , wenn man nicht sowieso schon Briefwahl gemacht hat .

In diesem Sinne grüße ich Sie herzlichst .

Ihr Achim Werner ,

VdK - Kreisvorsitzender


VdK lädt nach München ein


Großkundgebung zur Aktion " Rente für alle "

Die VdK - Kampagne " Rente für alle " läuft auf vollen Touren . Als einender Höhepunkte in Bayern wird es am 28 . März 2020 in München eine Demonstration mit anschließender Großkundgebung auf dem Odeonsplatz geben .

Das hat der Vorstand beschlossen . Hauptrednerinnen werden die Präsidentin des VdK Deutschland , Verena Bentele , und die bayerische VdK - Chefin Ulrike Mascher sein . Sie werden mit gewohnt deutlichen Worten eine Wende in der Rentenpolitik fordern .
Der VdK erwartet 50.000 Teinehmer , die sich für eine Rentenpolituk einsetzen , die einerseits die Lebensleistung der arbeitenden Bevölkerung würdigt , andererseits Altersarmut verhindert .
Der VdK - Kreisverband Ingolstadt - Eichstätt wird Busse einsetzen , um die Teinehmer nach München zu bringen . Die Fahrt ist kostenlos . Neben den VdK - Mitgliedern sind auch interessierte Bürgerinnen und Bürger eingeladen , mit nach München zu fahren .
Wer nähere Informationen zur Rentenaktion und zur Großkundgebung wünscht , kann sich an die Kreisgeschäftsstelle am Paradeplatz 21 wenden . Die Telefonnummer lautet 33308 .

Bundesregierung beschließt Verbesserungen

Sozialpolitik hat endlich wieder Konjunktur

Es tut sich was in der Sozialpolitik . Zum 1 . Januar 2019 wurden vom Bundeskabinett mehrere Änderungenim Bereich der Renten - sowie Arbeitlosenversicherung beschlossen . Der VdK begrüßt die Beschlüsse , sieht allerdings weitergehende Handlungsbedarf . Kreisvorsitzender Achim Werner : " Wir werden da nicht locker lassen . "

Mütterrente

Schon bisher bekommen Mütter , deren Kinder nach 1992 geboren sind , pro Kind drei Erziehungsjahre und damit drei Rentenpunkte angerechnet . Müttern älterer Kinder werden nur zwei Erziehungsjahre und damit zwei Rentenpunkte zugeschrieben . Laut Koalitionsvertrag sollten künftige Mütter mit drei oder mehr vor 1992 geborenen Kindern ebenfalls drei Punkte pro Kind angerechnet bekommen . Als Kompromiss wurde nunmehr bechlossen , dass es zusätzlich für alle vor 1992 geborenen Kinder jeweils einen halben Rentenpunkt zusätzlich gibt . Das entspricht einem Plus pro Kind und Monat von 16 , 02 € im Westen und 15 , 35 € im Osten . Ca. sieben Millionen Mütter werden dadurch profitieren .
Der VdK meint : ein Schritt in die richtige Richtung . Ziel bleibt jedoch die vollständige Gleichbehandlung aller Mütter .

Erwerbsminderungsrente

Wer aus gesundheitlichen Gründen aus dem Erwerbsleben ausscheidet , erhält eine Rente , als hätte erbis zum 62 .Lebensjahr gearbeitet . Die Bezüge fallen im Schnitt gut 10 Prozent geringer aus als die von Regelaltersrentnern . Viele Frührentner sind auf Grundsicherung angewiesen , ihr Armutsrisiko liegt sechsmal höher als bei Regelaltersrentnern .
Für alle , die ab 2019 in Erwerbsminderungsrente gehen , wird die Zurechnungszeit schrittweise angehoben , so dass sie künftig so hohe Bezüge bekommen , als hätten sie bis zum regulären Eintrittsalter gearbeitet . Diese Regelung gilt jedoch nur für Neurentner , Bestandsrentner sind hiervon ausgeschlossen . Der VdK meint : auch hier gilt gleiches Recht für alle .

Stabiles Rentenniveau

Das Rentenniveau soll nicht unter 48 Prozent sinken . Die jetzt bei 48 Prozent beschlossene Haltelinie führt dazu, dass die Renten wieder genauso steigen wie Löhne und Gehälter . Ohne Eingriff in die Rentenformel wäre das Rentenniveau von derzeit 48 Prozent bis 2025 auf 46,5 Prozent gesunken und später noch weiter auf 43 Prozent . Von der Haltelinie profitieren alle Rentnerinnen und Rentner . IhreRente kann künftig wieder stärker angehoben werden und zwar entsprechend der Entwicklung von Löhnen und Gehältern . Der Kaufkraftverlust der Rentnerinnen und Rentner wird dadurch gebremst . Der VdK meint : ein überfälliger Beschluss , ein Schritt in die richtige Richtung . Zufriedengeben will er sich aber erst , wenn das Rentenniveau wieder über 50 Prozent liegt .

Stabile Beiträge

Für die gesetzliche Rente müssen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer derzeit 18 , 6 Prozent vom Einkommen abführen . Hiervon trägt der Arbeitgeber die Hälfte . Laut Kabinettsbeschluss wird der Beitragssatz bis 2025 auf maximal 20 Prozent gedeckelt , eine zweite Haltelinie neben der Stabilisierung des Rentenniveau . Der VdK meint : Auch die Jüngeren dürfen nicht zu stark belastet werden , deshalb eine richtige Maßnahme . Es müssen aber zusätzlich sämtliche sogenannten versicherungsfremden Leristungen aus Steuermitteln finanziert werden .

Arbeitslosenbeiträge

Diese werden von derzeit 3 Prozent um 0 ,5 auf 2 , 5 Prozent gesenkt . Allerdings wird die Entlastung gleich wieder aufgezehrt . Denndie Beiträge zur Pflegeversicherung werden zum 1 . Januar 2019 um voraussichtlich 0 , 5 Punkte von derzeit 2 , 55 Prozent ( 2 , 8 Prozent für Kinderlose ) auf 3 , 05 ( 3 , 3 ) Prozent angehoben . Der VdK meint : Angesichts der hervorragenden Arbeitsmarktlage ist der Schritt nur folgerichtig . Und der Anhebung des Betrags zur Pflegeversicherung stehen echte Leistungsverbesserungen gegenüber .

Fazit

Das hartnäckige Beharren des VdK auf seinen Forderungen bei der Pflege , der Mütterrente und den Erwerbsminderungsrenten hat sich gelohnt . Zwar wurden nicht alle dieser berechtigten Forderungen erfüllt , der Sozialverband wird aber am Ball bleiben . Und soll keiner sagen , das Geld dazu sei nicht da . Wir haben eine ausgezeichnete Wirtschaft und Arbeitsmarktlage , sind eines der reichsten Länder der Welt . Der Reichtum ist allerdings nicht mehr gerecht verteilt . Spielraum für weitere Verbesserungen in der Sozialpolitik ist deshalb gegeben .

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85049 Ingolstadt

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