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Veranstaltungsberichte 2016

Bericht über die Weihnachtsfeier des VdK-Ortsverbandes am 07.12.2016
Die diesjährige Weihnachtsfeier fand am 7. Dezember in den neuen VdK-Beratungsräumen statt. Es war schon eine logistische und organisatorische Meisterleistung der fleißigen Helfer, solch eine Feier auszurichten sowie eine kluge Lösung für die Anordnung der Tische und Stühle zu finden, um 27 Personen in diesen Räumen bequem Platz zu bieten.

Auch die vier Rollstuhlfahrer konnten sich gut im Raum bewegen. Die Arbeit von Petra Neumann, Kerstin Reckusch, Christa Schirdewahn, Ingrid Naumann und Gunter Müller wurde mit der so gut gelungenen Weihnachtsfeier kräftig belohnt. Wir alle danken ihnen hiermit ganz herzlich.

Natürlich waren die Tische allesamt auch sehr schön und liebevoll mit Tannengrün, Christbaumkugeln, Sternen und Kerzen dekoriert. Um 15 Uhr eröffnete die VdK-Ortsverbandsvorsitzende Petra Neumann mit lieben Worten die Weihnachtsfeier. Untermalt von stimmungsvoller Weihnachtsmusik unterschiedlicher Stile und einer romantischen Illumination mit Kerzen und einem Laser-Projektor genossen wir nun ganz entspannt und gut gelaunt das gemeinsame Kaffeetrinken und ließen uns "Mini-Stollen" sowie verschiedene Lebkuchen- und Plätzchen-Sorten schmecken.

Im Laufe des Nachmittags verlas Frau Neumann den Rechenschaftsbericht für 2016. Dabei ging sie auf unsere zahlreichen Aktivitäten im nun fast vergangenen Jahr ein wie z. B. den Versicherungs-Vortrag, den Rechtsanwalts-Vortrag zum Thema Erbrecht, die Krabat-Festspiele, das Sommer- und das Herbstfest, die Verkehrsteilnehmerschulung u.v.m.

Wir erfuhren, dass zum OV Weißwasser inzwischen 127 Mitglieder gehören, darunter 16 Neumitglieder. Zudem konnte sie 2 neue Mitglieder vermelden, die sich erst kürzlich dazu entschlossen haben. Als besonderes Highlight, da eine Überraschung für die zu Ehrende, zeichnete Frau Neumann die Schatzmeisterin Ingrid Naumann mit der Großen Silbernen Vereinsnadel aus für 15 Jahre gute und zuverlässige Arbeit in dieser Position. Herzlichen Glückwunsch von uns allen.

Frau Neumann verteilte an die Anwesenden das Informationsblatt des VdK-Ortsvorstandes für das Jahr 2017. Sie verwies in diesem Kontext auch auf den Plan für 2017, die Störtebeker-Festspiele zu besuchen. Für die Zeit zwischen Kaffee und Abendbrot haben die fleißigen Heinzelmännchen für alle noch einen heißen Punsch zubereitet. Sigrun Hajdamowicz gelang mit dem Vorlesen zweier witziger Geschichten sehr geschickt, die Symbiose von romantischer Stimmung einerseits und Lachen und Humor andererseits. Auch Frau Streichert stand Frau Hajdamowicz in nichts nach und hatte humorvolle Verse zu bieten. Doch zwischen den erwähnten?Showeinlagen erreichten die Dezibel-Werte immer wieder den bekannten Turbinen-Level, denn Gesprächsstoff gibt es ja stets bei uns wie Sand am Meer.

So wurde es unmerklich 18 Uhr und damit rückte der Zeitpunkt heran, zu dem uns ein ortsansässiger bekannter Partyservice seine reichhaltigen kulinarischen Raffinessen auf Tischen kredenzte, die sehr hübsch mit grünem Pannesamt bedeckt waren. Es gab echt Ausgefallenes wie Kassler im Brotteig, überbackene Medaillons, gefüllte Tomaten und Champignons, aber auch Soljanka, Kartoffel-, Eiersalat, sowie frischen Salat mit Tomate Mozzarella u.v.m. Wir waren alle sehr begeistert und genossen deshalb das Abendessen in vollen Zügen. Um ca. 19.30 Uhr verabschiedeten wir uns dann voneinander und das mit den besten Wünschen für ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes Jahr 2017.


Verkehrsteilnehmer-Schulung am 23.11.2016
Viele Mitglieder wünschten sich schon immer mal wieder eine Verkehrsteilnehmer-Schulung, in der sowohl Neuerungen in der Straßenverkehrsordnung als auch aktuelle Probleme im Straßenverkehr behandelt werden. Deshalb organisierte der Ortsvorstand eine solche Veranstaltung am 23. November. Um 17 Uhr begrüßte Fahrlehrer Wilfried Pech in seinem Schulungsraum in der Jahnstraße 61. Zuerst erklärte er uns die Rolle der Straßenverkehrsordnung im Straßenverkehrsgesetz als Bestandteil des öffentlichen Rechts. Als den wichtigsten Grundsatz hob Herr Pech die sehr große Verantwortung des Autofahrers zur Vermeidung von Verkehrsunfällen, also zum Schutz seiner selbst sowie von Gesundheit und Leben der anderen Menschen hervor. Die allseits bekannte Leitlinie "Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme" bringt es äußerst präzise auf den Punkt. Andererseits ist Vertrauen zu anderen Menschen das Fundament für richtiges Verhalten im Straßenverkehr. Das beinhaltet aber auch, dass insbesondere bei unklarer Verkehrslage mit dem Fehlverhalten der anderen Verkehrsteilnehmer gerechnet werden muss. Er erläuterte darüber hinaus, welche Papiere ein Fahrzeugführer mitzunehmen hat.

Weiterhin hat der Fahrer sicherzustellen, dass er zum Führen eines Kraftfahrzeuges vollkommen körperlich und geistig fit ist. Es bedarf höchster Aufmerksamkeit, Konzentration und Reaktionsschnelligkeit, um sich an die komplexen und rasend schnell wechselnden Szenarien des Verkehrsgeschehens anpassen zu können. Dazu gehört das Wissen um die Gefahren von Alkohol-, Medikamenten und Drogeneinfluss sowie psychischer Ausnahmezustände.

Auch über die Auswirkungen psychischer Belastungszustände und Befindlichkeiten muss man sich im Klaren sein, da die wiederum körperliche Reaktionen auslösen, die für die Bewältigung komplizierter Verkehrssituationen sehr kontraproduktiv sein können wie Zeitnot, Stress, Frustration, Aggression, Wut, Angst, Trauer und sog. psychosomatische Erkrankungen usw.

Für die Teilnahme am Straßenverkehr ist ein Fahrzeug in technisch einwandfreiem Zustand natürlich oberstes Gebot. Deshalb sind die regelmäßigen werkstattseitigen Inspektions-Intervalle wahrzunehmen. Alle 2 Jahre gehört das Fahrzeug zur Hauptuntersuchung sowie zur Abgas-Untersuchung, Neuwagen erstmals in 3 Jahren.

Herr Pech äußerte sich außerdem sehr positiv zum "Begleitenden Fahren" ab 17 Jahren. So bekommen die Fahranfänger einen guten Einblick ins Verkehrsgeschehen sowie in die Fahrpraxis. Für ältere Fahrer fand er ein regelmäßiges Sicherheitstraining sehr hilfreich und riet von Fahrten bei Dunkelheit ab.

Nach dem Vortrag bzw. der Präsentation per Laptop und Beamer konnten wir Herrn Pech noch Fragen stellen. Er verteilte zudem noch verschiedene Merkblätter, u.a. zu den auf der Rückseite des Führerscheins befindlichen Schlüsselzahlen, die bestimmte Sondermerkmale beinhalten. Um 19.30 Uhr war die Verkehrsteilnehmerschulung zu Ende und wir verabschiedeten uns dankend von Familie Pech und traten den Heimweg an.


Herbstfest am 25. Oktober in Weißwasser
Der triste wolkenverhangene Himmel mit zeitweisem Regen machte dieses Mal dem 2016-er "Herbstfest" wirklich alle Ehre. Das ist nämlich das Motto, unter dem sich 16 Mitglieder unseres VdK-Ortsverbandes am 25. Oktober ab 15 Uhr zu einem umso gemütlicheren Beisammensein in den schönen neuen Räumen der Beratungsstelle Weißwasser trafen.

Im Vorfeld der Veranstaltung sorgten wieder die fleißigen Hände von Monika Herrmann, Ingrid Naumann und Petra Neumann für das leibliche Wohl. Es gab sehr leckere belegte Baguettes mit Käse und Hackepeter und natürlich durften auch gesunde Beilagen nicht fehlen. Cocktailtomaten, Weintrauben und frische aufgeschnittene Paprika kamen auf kleinen Tellern angerichtet mit auf den Tisch. Auch dieses Mal wurde zum gemütlichen Kaffeetrinken "Süß" und "Herzhaft" wieder miteinander kombiniert.

Kerstin Reckusch und Christa Schirdewahn backten himmlische Eierschecke und Apfel-Streuselkuchen. Um die Getränke kümmerte sich Gunther Müller. Im mehrfachen Wortsinn kann man noch sagen, dass definitiv sämtliche Speisen und Getränke bei uns allen sehr gut angekommen sind.

Im Verlaufe dieses Nachmittags gab die Vorsitzende des Ortsvorstandes Petra Neumann an die neuen Mitglieder Herrn Maiwald und Herrn Barth die Mitgliedsausweise aus und informierte darüber, dass am 23.11.2016 keine DRK-Informationsveranstaltung stattfindet, dafür aber eine Verkehrsteilnehmerschulung, was von allen sehr begrüßt wurde. Gerade zum Thema Straßenverkehr besteht bei uns Mitgliedern sehr großes Interesse und viel Informationsbedarf.
Auch die Organisation eines Busses für die Fahrt nach Uhyst zur Weihnachtsfeier in der Gaststätte "Drei Linden" war wieder ein Thema. Außerdem informierte uns Petra Neumann über das vorweihnachtliche Event "Weihnachten in Familie" mit Frank Schöbel, Aurora und Dominique Lacasa am 11.12.2016 in der Lausitzhalle Hoyerswerda. Sie stellte auch ein Angebot per Flyer vor zu einem Wochenend-Ausflug in das "Steinwald-Haus" bei Bayreuth und brachte zudem die Möglichkeit zur Sprache, im Sommer nächsten Jahres zu den Störtebeker-Festspielen nach Ralswiek auf Rügen zu reisen.

Selbstverständlich gab es auch zwanglose, aber doch interessante und angeregte Gespräche unter uns allen, bei denen es wie immer um sehr viele Facetten des Lebens ging. Dabei war es kein Tabu, auch aktuelle, ernste und sehr viele Menschen bewegende Themen sowie persönliche Schicksale anzusprechen. Um ca. 18 Uhr verabschiedeten wir uns alle dann voneinander und traten den Heimweg an. Allen vorhin genannten ameisen-fleißigen Helfern, die zum guten Gelingen dieses Nachmittages beitrugen, möchten wir hiermit noch ganz, ganz herzlich danken.


Bericht über den Besuch der Krabat-Festspiele in Schwarzkollm am 09.07.2016 - "Krabat und die Wiege der Ewigkeit"
Dieser lang ersehnte, ein kulturelles Erlebnis der Superlative versprechende Tag rückte nun so langsam, aber sicher heran. Bereits fast ein Jahr zuvor haben wir alle die Karten für die diesjährigen Krabat-Festspiele bestellt, erhalten und bezahlt. Die Tickets waren auf einen Schlag ausverkauft, denn ein Theaterereignis dieser Güte, was eine zauberhafte Naturkulisse, Schauspiel, die Demonstration sorbischen Brauchtums, viel Witz, beeindruckende pyrotechnische Effekte, faszinierende Tanzszenen und natürlich auch sehr stimmungsvolle Musik in sich vereint, besitzt definitiv eine Mega-Ausstrahlung über regionale und sogar Ländergrenzen hinweg.

Das Festspielgelände besteht aus der mit der historischen Wasserrad-Technologie betriebenen Krabatmühle samt dem beeindruckenden Turm, der Scheune, dem Laubengang, in dem sich die rustikale Bauernstube befindet sowie noch anderen Gebäuden. 2012 wurde der Gedanke geboren, auf diesem historischen sagenumwobenen Gelände Theateraufführungen zu präsentieren, in die neben den professionellen Schauspielern auch sehr viele Menschen aus dem Ort sowie dem Umland involviert werden sollten. Zu jener Zeit hätte sich von allen Beteiligten niemand träumen lassen, welche Dimensionen die Resonanz auf diese Veranstaltungen einmal annehmen sollte. Dieses Jahr, also 2016, waren es nunmehr die 5. Krabat-Festspiele. Bei diesem Theaterereignis ergibt sich das einzigartige Bühnenbild aus der Symbiose des gesamten Gebäude-Ensembles der Krabatmühle mit der von ihm umschlossenen Wiese. Wenn die Sonne untergeht und dabei ihre letzten rotgoldenen Strahlen über den dunkelblau werdenden Abendhimmel schickt, kommen die Beleuchter ins Spiel und tauchen diese Bühnenelemente in ein geradezu zauberhaftes Licht. Die Schöpfer dieser fantastischen Theater-Idee halten mit viel Herzblut die vielfältigen Traditionen und die facettenreiche Kultur der Lausitz und speziell der Sorben über die Region und auch über Ländergrenzen hinaus auf originelle Weise lebendig. Gleichzeitig ist es deren großes Anliegen, diese Art Präsentation der Lausitzer Kultur natürlich auch mit dem Element des Tourismus zu verschmelzen, was ihnen außerordentlich gut gelungen ist.

Die größte Bange aber war, dass der Wettergott in unsere Vorfreude auf dieses Spektakel eventuell hineingrätschen könnte. Auch wenn sich die Wolken am Morgen des 09.07.16 um die Wette jagten, legte sich doch im Laufe des Tages der Wind immer mehr und die Wolken lösten sich bald in Wohlgefallen auf. Um 18 Uhr war dann Einlass in die sagenumwobene Krabat-Mühle, für den ebenfalls ein Teil von insgesamt 40 ehrenamtlichen Helfern die Regie übernommen hatte.

Also um 20 Uhr begann das Stück, das dieses Mal lautete "Krabat und die Wiege der Ewigkeit". Es war einfach genial, eine künstlerische Meisterleistung in Idee und Regie, die mehrere Handlungsstränge verschiedener Zeitebenen miteinander verflochten hat. In der Rahmenhandlung berichtet der Herr Schadowitz (der gealterte Krabat) dem sächsischen König beim üppigen Essen von seinen erlebten Abenteuern in der Jugend. In Gestalt der Gouvernante und "Ernährungsberaterin" Arnegunde ließ man auf dieser Handlungsebene den aktuellen Lifestyle- und Ernährungswahn auf wirklich köstliche Weise hochleben.

Darin eingebettet sind die Erlebnisse und Heldentaten der sagenumwobenen Gestalt namens Krabat, das authentisch nachempfundene Leben der Menschen zu jener Zeit inkl. der Darstellung von Sitten und Gebräuchen. Dazu gab es Marktszenen, Frauen arbeiteten an Spinnrädern, die Aufführung der Vogelhochzeit mit Kindern wurde uns geboten, und natürlich auch die oben schon erwähnten bezaubernden Tanz- und Gesangseinlagen. Die sehr zu Herzen gehenden Balladen stammten allesamt vom Komponisten Andreas Goldmann und erzeugten die sprichwörtliche Gänsehaut. In die Dialoge der Figuren wurde sehr gekonnt und raffiniert auch viel vom Sprachgebrauch der Moderne sowie ironische Seitenhiebe auf die Dekadenz und weitere typische Eigenarten der heutigen Gesellschaft mit eingearbeitet.

Krabat, die Sagengestalt aus der Lausitz mit großem Herzen soll einst als Zauberlehrling in der "Schwarzen Mühle" beim berüchtigten und gefürchteten Schwarzen Müller sein Handwerk erlernt haben. Dieser ließ seine Gesellen Tag für Tag hart arbeiten und setzte sie auch allerlei Gefahren aus. Doch Krabat war ein wacher Geist, wissbegierig und mit List und Tücke gelang es ihm, an das kostbare und geheimnisvolle Zauberbuch Koraktor zu kommen und so sich und die anderen Gesellen von der Unterdrückung durch den bösen Schwarzen Müller zu befreien. Seine Zauberkraft nutzte Krabat, um der einfachen Landbevölkerung und den Bauern zu helfen, indem er beispielsweise für fruchtbares Land sorgte und Sümpfe trocken legte. Gierigen und arroganten Händlern und Gutsbesitzern, die Menschen schamlos ausbeuteten, spielte er mitunter wunderbar bitterböse Streiche, die im Volk für herzerfrischende Schadenfreude sorgten. Doch die Rache dieses Müllers ist Krabat immer wieder aufs Neue sicher.

Dieses einmalige Feeling in jener romantischen Naturkulisse bei fast wolkenlosem Himmel werden wir alle so schnell nicht vergessen! So etwas muss man einfach live erlebt haben, diese außergewöhnliche Atmosphäre kann keine noch so professionell produzierte DVD oder TV-Sendung wiedergeben!

Quelle: Programmheft "Krabat-Festspiele 2016"


Eröffnung der VdK-Geschäftsstelle am Boulevard Luxemburg-Str. 20 am 25. August 2016
Nachdem die Mitarbeiter des Vorstandes ein sehr großes Arbeitspensum geleistet haben, diese neuen Räumlichkeiten für ihre Nutzung herzurichten, war es am 25.08.2016, einem herrlichen Sommertag, endlich geschafft. Die neue VdK-Beratungsstelle Weißwasser konnte nun feierlich eröffnet werden. Die Vorstandsmitglieder und Ratsuchende sowie alle anderen VdK-Mitglieder sollen sich schließlich in diesen schönen hellen Räumen in der Rosa- Luxemburg-Str. 20 wohl fühlen.

Blick auf die neue VdK-Beratungsstelle

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Im Vorfeld waren sehr viele fleißige Hände am Werk, haben emsig eingekauft und liebevoll mit Käse, Wurst und Mett belegte Baguettes gezaubert. Diese waren dann sehr dekorativ auf Platten angerichtet, die auf weißen Tischdecken die Gäste einluden, sich zu bedienen. Dazu gab es von Christa Schirdewahn, Kerstin Reckusch und Petra Jegl sehr leckeren selbstgebackenen Kuchen mit Kirschen und Eierschecke. Natürlich fehlten auch der Kaffee und kühle Getränke nicht, deren Besorgung Heinz Schreiber übernommen hatte. Darüber hinaus hat Christa Schirdewahn mit Akribie und viel Geschick Blumengebinde aus ihrem eigenen Garten kreiert, die im Raum einen sehr schönen Blickfang darstellten. Den Außenbereich schmückten Luftballons mit dem blauen VdK-Logo sowie ein Stehtisch mit Flyern.

Bei der Eröffnung waren der Landesgeschäftsführer Ralph Beckert, die Mitglieder des Kreisverbandes Görlitz, der Oberbürgermeister Thorsten Pötzsch, die WBG-Chefin Petra Szesny, der Bürgermeister von Boxberg, Achim Junker, Tilman Havenstein (CDU), Gerhard Krüger (Die LINKE) sowie ein Reporter von der Sächsischen Zeitung, Regina Weiß von der Lausitzer Rundschau, der Fotograf Joachim Rehle und Mitarbeiter von Radio WSW und nicht zuletzt alle Mitglieder des VdK-Ortsverbandes Weißwasser zugegen.

Diese Eröffnung begann um 11 Uhr. Zunächst hielt die Vorsitzende des Kreisvorstandes Sigrun Hajdamowicz eine kurze Rede, bei der sie sich bei allen Sponsoren und Helfern bedankte, die den Bezug der neuen Räume möglich gemacht haben. Dem OV Weißwasser wünschte sie viel Glück für die kommende Zeit. Dabei übergab sie einen symbolischen Schlüssel. Der Landesgeschäftsführer Ralph Beckert schloss sich danach mit den Wünschen für eine künftige erfolgreiche Arbeit in der neuen Beratungsstelle an. Die Vorsitzende des Ortsvorstandes Weißwasser Petra Neumann bedankte sich ebenfalls bei allen Sponsoren und fleißigen Mitstreitern beim Einzug in die neuen Räume.

Später begann der lockere Teil dieses Tages, bei dem die Anwesenden miteinander ins Gespräch kamen und sich rege austauschten. Irgendwann wurden auch die Geschenke ausgepackt. Vom Boxbergs Bürgermeister Achim Junker gab es beispielsweise Bilder u.a. vom Bärwalder See, aber auch viele Blumen und so manche Flasche Sekt waren dabei. Natürlich wurde mit diesem Getränk auch feierlich angestoßen.

Zwischendurch kam der Kreisverband in den Büroräumen zu seiner Sitzung zusammen. In dieser Zeit unterhielten wir uns auf zwanglose Art weiter, denn es gab auch den "Tag der offenen Tür", der sich an den offiziellen Teil anschloss. Den Entwurf der Außengestaltung der VdK-Beratungsstelle von Frau Mosig, Öffentlichkeitsarbeit in Chemnitz, sahen wir uns dann noch an und befanden ihn für schön.

Um 18 Uhr wurde noch alles abgewaschen und aufgeräumt und danach verabschiedeten wir uns voneinander.


Sommerfest im Turm-Café Weißwasser
Auch wenn uns Petrus dieses Mal aufgrund seiner schlechten Laune gehörig in unser Sommerfest am 14. Juli 2016 hineingegrätscht ist, muss definitiv niemand denken, dass wir uns deshalb die Laune verderben lassen!

Eigentlich haben ja der Wirt des Turm-Cafés Weißwasser, Dierk Exner und seine Mitarbeiter, wie voriges Jahr für uns ein Zelt zum Feiern aufgestellt, aber bei 13 Grad Außentemperatur wäre dies wahrlich kein Vergnügen gewesen. Also gibt es für alle Eventualitäten einen Plan B. Der bedeutete, das diesjährige Sommerfest in die Innenräume zu verlegen, die sehr ideenreich mit alten Schildern, historischen Haushaltsgegenständen und nostalgischen Kaffeekannen dekoriert sind. Für uns 30 Personen hat der Platz drinnen gerade so gereicht.

Ansprache von Frau Neumann

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Um 15 Uhr begrüßte Petra Neumann alle Teilnehmer zu diesem Sommerfest, bevor uns die Mitarbeiter des Turm-Cafés uns mit leckerem Kirsch- und Apfel-Streuselkuchen bewirteten. Später ließ sie von der sächsischen Staatsministerin Barbara Klepsch initiierte Umfragebögen zum Thema "Wie möchte ich im Alter leben?" herumgehen, die jedes Mitglied dann ausfüllte und so seine Vorstellungen dazu und zu einer lebenswerten Umgebung loswerden konnte.

Frau Neumann teilte im weiteren Verlauf noch die neuen Bürozeiten der VdK-Beratungsstelle mit. Weiterhin zeichnete sie 3 Mitglieder für langjährige Mitgliedschaft im VdK aus (Ingrid Naumann, Karl-Heinz Drößig und Gerhard Steinborn). Natürlich war DJ Heinz Schreiber mit seiner mobilen Diskothek auch wieder da und untermalte dieses Sommerfest mit der passenden Musik. Zu erzählen hatte man sich wie immer auch wieder viel.

Auf diese Weise verging der Nachmittag und das reichhaltige und liebevoll angerichtete Buffet für das Abendbrot wurde vom Servicepersonal schon wieder aufgefahren. Dabei musste man unwillkürlich an die Arbeit fleißiger Ameisen denken. So kamen wir wie letztes Jahr in den Genuss der legendären kulinarischen Künste von Dierk Exner und seinen fleißigen Mitarbeitern. Es gab sehr leckere Pfannengerichte, Würstchen, Kurzgebratenes, Kartoffelsalat, Kroketten, Kartoffel-Rösti, eine Tomate-Mozzarella-Platte und vieles mehr. Es blieben also keine Wünsche offen und wenn doch einer am Ende hungrig dieses Fest verlassen sollte, wäre dieser nur selbst schuld.

Gegen 19.30 Uhr verabschiedeten wir uns so langsam voneinander und traten nach und nach den Heimweg an. Dem Wirt Dierk Exner und seinem Personal möchten wir hiermit für diesen gemütlichen Tag im Turm-Café ganz herzlich danken.


Vortrag von Rechtsanwalt Gregor Janik zum Thema Erbrecht am 08.06.2016
Am 08.06.2016 ab 17 Uhr vermittelte uns Rechtsanwalt Gregor Janik wichtige und interessante Informationen zum komplexen Thema "Erbrecht". Bei ungünstigen Konstellationen und mangelhaftem Wissen darüber können so Verwandtschaftsbeziehungen mitunter nachhaltig geschädigt, wenn nicht gar zerstört werden. Deshalb ist es ratsam, sich bereits weit vor dem Eintreten eines Erbfalls mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Formuliert ist das Erbrecht im 5. Buch des BGB (§§ 1922-2385, hier speziell 1924 ff.). Je nach Familien- bzw. verwandtschaftlicher Konstellation kann es sich als einfach, aber auch als kompliziert erweisen.

Die einfachste Grundlage für Fragen von Erben und Vererben bildet die gesetzliche Erbfolge, die wiederum auf dem Grad von verwandtschaftlichen Beziehungen basiert. Dazu werden die verschiedenen Verwandtschaftsgrade in Ordnungen bzw. Linien unterteilt. Die gesetzliche Erbfolge wird immer dann wirksam, wenn es entweder kein Testament oder Erbvertrag gibt oder das Testament unwirksam ist bzw. angefochten wurde.

Verwandte 1. Ordnung sind die eigenen Nachkommen, d.h. die Kinder, sowie deren Kinder, also die Enkel. Zur 2. Ordnung gehören die Eltern und Geschwister und deren Kinder, die Nichten und die Neffen. Die 3. Ordnung stellen die Großeltern sowie deren Nachkommen, also Onkel und Tanten, und wiederum deren Kinder, die Cousinen und Cousins. Beim Anspruch auf das Erbe zählt stets die oberste Hierarchieebene, das heißt, dass die Verwandten 1. Ordnung, also die Kinder des Erblassers, primär erbberechtigt sind. Die Kindeskinder, die Enkel, kommen erst dann in Betracht, wenn das Kind/die Kinder bereits verstorben sind. Wenn in der Linie der ersten Ordnung gar keine Personen verfügbar sind, also wenn der Erblasser keine Kinder hat, treten dessen Eltern bzw. nach deren Tod deren Kinder, die Geschwister, als Verwandte 2. Ordnung an die Stelle der primär erbberechtigten Personen. Der 3. Verwandtschaftsgrad, zu dem die Großeltern und deren Kinder, die Tanten und Onkel gehören, erwirbt den Anspruch erst dann auf das Erbe, wenn es auch in der 2. Verwandtschaftslinie niemanden mehr gibt. Diese logische Folge ließe sich auch mit der 4. bzw. 5. Ordnung fortsetzen.

Diese gesetzliche Erbfolge gilt in ihrer Reinform für unverheiratete Personen. Bei der Existenz eines Ehegatten ergibt sich wieder eine andere Konstellation. Auch für ihn gibt es ein gesetzliches Erbrecht. Er bekommt im Falle des Todes des Ehepartners gemäß § 1931 BGB ein Viertel des Vermögens plus ein Viertel aus dem Zugewinnausgleich, das ergibt zusammen die Hälfte. Die andere Hälfte teilen sich die Kinder des Erblassers, die Verwandten 1. Ordnung. Sind keine Kinder vorhanden, dafür aber eventuell noch die Eltern oder die Geschwister als Verwandte 2. Ordnung, erbt der überlebende Ehegatte dagegen die Hälfte plus ein Viertel des Zugewinnes, das ergibt insgesamt drei Viertel vom Vermögen. Den Eltern oder Geschwistern steht in diesem Falle insgesamt ein Viertel der Erbschaft zu, was sie wiederum unter sich aufteilen. Gibt es keine Eltern und auch keine Großeltern des verstorbenen Ehepartners mehr, erhält die Witwe/der Wittwer die gesamte Erbschaft. Hinterlässt die verstorbene Person weder Verwandte noch Ehepartner, tritt der Staat an die Stelle gesetzlicher Erben. Der geschiedene Ehegatte hat keinen Anspruch mehr auf das gesetzliche Erbteil. Das gleiche gilt für unverheiratete Paare, es sei denn, es existiert eine sogenannte eingetragene Lebensgemeinschaft.

Bei unklaren oder komplizierten Familien- und Verwandtschaftsverhältnissen ist es sehr ratsam, ein Testament aufzusetzen. So kann man unerwünschte Personen oder Erblinien vom Erbe ausschließen und die gesetzliche Erbfolge auf diese Weise außer Kraft setzen. Das Testament muss zwingend handschriftlich verfasst sowie mit Datum und Unterschrift versehen werden. Der Ersteller eines Testaments muss testierfähig sein, das bedeutet im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte. Im Testament sind die potenziellen Erben und Ersatzerben konkret zu benennen, ebenso eventuell in Frage kommende sogenannte "Vermächtnis-Nehmer" für einzelne Gegenstände oder Geldbeträge aus dem Nachlass, denen man auch bestimmte Auflagen dazu erteilen kann. Die Inanspruchnahme dieses Vermächtnisses ist einkommenssteuerpflichtig. Im Testament kann man zudem explizit bestimmen, ob bestimmte Personen enterbt werden sollen. Auch die Anordnung einer Testamentsvollstreckung ist eine sinnvolle Option. Außerdem kann dort verfügt werden, wie mit minderjährigen Kindern im familienrechtlichen Sinne zu verfahren ist. Das Testament kann zur Vermeidung von rechtlichen Fallstricken auch beim Notar aufgesetzt und jederzeit geändert werden. Es ist zudem sehr gut aufzubewahren, wobei auch die Möglichkeit besteht, es beim Amtsgericht zu hinterlegen. Dies ist allerdings gebührenpflichtig. Eheleute können auch ein gemeinschaftliches Testament aufsetzen. Dieses kann eigenmächtig nicht mehr nachträglich geändert werden, sondern bedarf immer der Zustimmung des Partners. Es ist jedoch möglich, ein notariell beglaubigtes Widerrufs-Testament zu verfassen, das dem Ehepartner dann zugestellt werden muss. Bei einem sogenannten Berliner Testament setzen sich die Eheleute gegenseitig als Erbe ein. In diesem Fall erben die Kinder erst, wenn beide Elternteile verstorben sind. Das gilt selbst dann, wenn ein Ehepartner erneut heiratet. Allerdings können die Kinder in diesem Falle ihren Pflichtteilsanspruch geltend machen. Der Pflichtteil regelt die Diskrepanz zwischen der Freiheit der Testamentsgestaltung und dem Anspruch aus der gesetzlichen Erbfolge. Auch enterbte Personen haben Anspruch auf den Pflichtteil. Er wird immer in Geld ausgezahlt und beträgt die Hälfte des gesetzlichen Erbteils. Bei 2 Kindern beispielsweise, die normalerweise jeweils die Hälfte der Erbschaft bekommen würden, würde dieser für das enterbte Kind ein Viertel betragen. Der Pflichtteil ist jedoch in dem Fall hinfällig, wenn z.B. das Kind sich seinen Eltern gegenüber mit einer schweren Straftat schuldig macht. Je nach speziellem Umstand ist es zudem möglich, beim Notar einvernehmlich auch ein Pflichtteilsverzicht zu vereinbaren. Das Berliner Testament kann nach dem Tod des einen Ehepartners nicht mehr geändert werden, es sei denn, es wurde beim Aufsetzen etwas anderes vereinbart.

Referent mit Zuhörern am Tisch

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Nicht verwandte Personen und unverheiratete Paare schließen untereinander einen Erbvertrag. Es ist dabei nicht möglich, ihn einseitig von einer Vertragspartei zu ändern oder zu widerrufen. Der Erbvertrag bedarf notarieller Beurkundung, was unter Umständen mit nicht geringen Kosten verbunden sein kann. Außerdem ist der Erbvertrag ein äußerst flexibles Dokument, in das man vielfältige Verfügungen einarbeiten kann, sogar auch die Möglichkeit einer eventuell notwendig werdenden späteren Änderung, falls man eine stärkere Bindung zum Zeitpunkt des Abschlusses gerade nicht wünscht. Er ist gerade in den Fällen besonders sinnvoll, in denen es sich um größere Vermögen, Grundstücke und Firmen handelt. Für die Erben bietet der Erbvertrag eine gute Sicherheit. Allerdings ist es jederzeit möglich, dass sich die Vermögensverhältnisse zu Lebzeiten auch ändern können, z.B. Verkauf des Hauses oder der Firma.

Wenn der Erblasser in seinem Testament mehrere Erben bestimmt hat, spricht man von einer Erbengemeinschaft. Sie müssen sich untereinander über die Nachlassverwaltung und -verteilung nach § 2038 bzw. § 2042 einig werden. Sollte sich jedoch eine Erbengemeinschaft absolut nicht über die Nutzung eines Grundstückes beispielsweise einigen können, kann eine Zwangsversteigerung angeordnet werden. Daher ist der Erblasser in solchen Fällen zu Lebzeiten gut beraten, in seinem Testament einen Testamentsvollstrecker oder Nachlassverwalter zu bestimmen. In diesem Fall hat nur dieser allein über die Verwaltung des Nachlasses zu verfügen.

Der Wert von zu vererbenden bebauten Grundstücken muss durch einen Gutachter ermittelt werden. Von einer Schenkung spricht man, wenn z.B. ein Grundstück bereits zu Lebzeiten auf den potenziellen Erben übergeht. Je länger diese zurückliegt, desto weniger spielt sie für den Wert des übrigen Nachlasses eine Rolle. Abzüglich von bestimmten Freibeträgen sind Erbschaften und Schenkungen steuerpflichtig. Bei einer Schenkung existieren Steuerfreibeträge pro Kind bis 400.000 Euro und für den Ehegatten bis 500.000 Euro. Für den Nachlass selbst bewegen sich die Steuerfreibeträge je nach persönlicher Situation und verwandtschaftlichem Verhältnis zum Erblasser zwischen 20.000 bis 500.000 Euro. Der Erblasser kann außerdem testamentarisch verfügen, dass ein Teil seines Vermögens eventuell auch für eine gemeinnützige Stiftung (Mindestkapital möglichst nicht unter 600.000 Euro) z.B. verwendet werden kann, falls es keine weiteren Erben gibt.

Herr Janik wies noch auf folgenden Sachverhalt hin: Sollte kein Testament vorhanden sein und somit die gesetzliche Erbfolge zum Tragen kommen, verlangen viele Banken und Sparkassen für die Auflösung der Konten des Verstorbenen aus Gründen von Haftungsfragen einen Erbschein, der gegen eine Gebühr beim Amtsgericht/Nachlassgericht beantragt werden kann. Dafür müssen die Geburtsurkunden der Verwandten, die Heiratsurkunde bei Eheleuten und die Sterbeurkunde vorgelegt werden. Der Erblasser kann aber noch zu Lebzeiten auch eine "Generalvollmacht über den Tod hinaus" ausstellen, so dass die Ausstellung eines Erbscheines umgangen werden kann.

Der Erbe tritt mit der Annahme der Erbschaft in sämtliche Rechte und Pflichten des Erblassers ein. Das Vermögen, aber auch potenzielle Schulden gehen definitiv in seinen Verantwortungsbereich über. Er kann ab Kenntnis des Erbfalles innerhalb einer Frist von 6 Wochen das Erbe auch ausschlagen, sofern der Lebenswandel des Erblassers auf Schulden hindeuten lässt. Die Ausschlagung kann beim Amtsgericht zur Niederschrift erfolgen, aber auch beim Notar zur Beglaubigung vorgelegt werden.

Selbstverständlich beantwortete Herr Janik auch spezielle Fragen der Anwesenden zu diesem komplexen Thema. Zum Schluss stellte Herr Janik außerdem noch explizit klar, dass definitiv niemand verpflichtet ist, zu Lebzeiten für potenzielle Erben zu sorgen und zu sparen. Jeder kann frei und selbstbestimmt über sein Einkommen und Vermögen verfügen. Damit danken wir alle Herrn Janik ganz herzlich für seinen interessanten und wissenswerten Vortrag.


Die große Johann-Strauß-Gala am 21.05.2016 im Deutschen Haus Döbern
Der Wettergott muss sich auf diese fantastische Johann-Strauß-Gala genau so gefreut haben wie wir alle, denn er präsentierte uns dazu wunderschönes sonniges Wetter. Um 15 Uhr war eigentlich Einlass, doch einige von uns machten sich schon weit vorher auf den Weg und ließen es sich nicht nehmen, zur Einstimmung auf dieses Event auf der hübsch hergerichteten Terrasse des Deutschen Hauses noch einen Kaffee und leckeren Obstkuchen zu genießen. Nach und nach trafen die zahlreichen, würdig für dieses Operetten-Event in Schale geworfenen Menschen ein, schon allein das war ein hübscher Anblick für die Augen.
Am Einlass bei der Kartenkontrolle gab es sehr lehrreiche und ansprechend gestaltete Begleithefte für das bevorstehende kulturelle Galadinner, das uns mit vielen musikalischen und optischen Leckerbissen verwöhnen sollte. Wir alle wurden an diesem Nachmittag entführt in eine ganz andere bunte Welt voller rauschender Farben, wunderschöner Melodien, anmutiger Tänze und kraftvoller Stimmen. Raus aus dem Alltag der lauten, hektischen und zunehmend verrohten Welt mit immer wieder demselben größtenteils eintönigen und tristen musikalischen Einheitsbrei aus "Schmalhans´ Kantine" (von Ausnahmen natürlich abgesehen). Das musikalische Genre der Operetten, Walzer und Polkas wird zurzeit leider außer Silvester in den Medien etwas stiefmütterlich behandelt. Dabei hat diese 3-stündige Johann-Strauß-Gala uns allen doch so viel Freude und emotionale Wärme gebracht.

Doch wer sind Vater und Sohn mit dem jeweils gleichlautenden Namen Johann Strauß? Johann Strauß senior wurde 1804 in Wien geboren. Er schrieb neben vielen anderen Werken den Nationalgarde-Marsch und 1848 den Radetzky-Marsch, eine Hommage an den österreichischen Feldherrn Radetzky. Er starb im Jahre 1849. Johann-Strauß junior erblickte im Jahr 1825 in Wien das Licht der Welt. Seine Brüder, Josef und Eduard Strauß, haben ihr Leben ebenfalls der Musik gewidmet. Schon sehr früh entdeckte er seine große Liebe zur Musik, speziell zum Walzer. Diese Liebe spiegelte sich in seinen Kompositionen in einem schier unerschöpflichen Ideenreichtum mit einer riesigen Melodienfülle wider. Bereits 1844, mit nur 19 Jahren, gründete er sein eigenes Orchester und 1849 übernahm er das Orchester seines Vaters. Zu seinem Lebenswerk zählen über 470 Walzer, darunter "An der schönen blauen Donau", "Frühlingsstimmen", "Kaiserwalzer", "Rosen aus dem Süden" und "Geschichten aus dem Wienerwald". Dazu kommen 16 Operetten, darunter "Die Fledermaus", "Wiener Blut", "Der Zigeunerbaron", "Eine Nacht in Venedig" und "Indigo ? Tausendundeine Nacht". Außerdem noch Polkas wie die "Annenpolka", die "Tritsch-tratsch-Polka" sowie die "Champagnerpolka". Mit seinen großen Erfolgen wurde er recht bald über die Ländergrenzen hinweg bekannt und die allgemeine Euphorie löste im Nachbarland, besonders nach dem "Zigeunerbaron", die Entstehung der berühmten ungarischen Operetten aus. Später beschäftigte sich Strauß auch mit der Komposition des "schweren Genres", der Oper. Nach der Fertigstellung von "Aschenbrödel" starb er im Jahre 1899.

Ballett bei einer Aufführung

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Vor dem eigentlichen Bericht über die so romantische Johann-Strauß-Gala jedoch soll erst einmal das Künstlerensemble vorgestellt werden. Man kann sich dafür einfach nur aus dem Wortschatz der Superlative bedienen. Als Klangkörper mit außergewöhnlichem musikalischem Können unter dem Konzertmeister Wenzel Plasil sei das Rundfunk-Sinfonie-Orchester Prag genannt. Zum anderen das Johann-Strauß-Ballett, das uns mit diesen so grazilen und perfekt choreografierten Tänzen faszinierte. Die großen Solostimmen kamen von: den international bekannten Sopranistinnen Leanan de Montiel und Ginger McFerrin, dem Bariton Rolf Hartge, der gleichzeitig durch die Show moderierte sowie den Tenören Mila Wilden und Vittorio Savary.

Um 15.30 Uhr begann die mit so viel Lebensfreude und Herzblut zelebrierte Johann-Strauß-Gala mit einem Feuerwerk aus den schönsten bis heute allseits bekannten und beliebten Walzern, Polkas und Stücken aus den Operetten dieser genialen Komponisten. Aber auch Musikstücke anderer Komponisten fehlten nicht. Zum Auftakt tanzte das Johann-Strauß-Ballett in weißen Traumkleidern mit viel Anmut und scheinbar schwerelos den Walzer "An der schönen blauen Donau". Dabei ging einem das Herz auf und sofort sprang auch der Funke über, der die Emotionen in Wallung brachte und uns alle unweigerlich mitriss. Der Bariton Rolf Hartge huldigte bei der Begrüßung als erstes dem Publikum und der Stadt Döbern, moderierte mit viel Witz und Charme zwischen den einzelnen Darbietungen die anderen Stücke an und erzählte auch Interessantes aus dem Leben von Vater und Sohn Johann Strauß. Im weiteren Verlauf gab es "Brüderlein und Schwesterlein" aus der "Fledermaus" und die charismatische Sopranistin Leanan de Montiel sorgte im roten seidig schimmernden Kleid bei der Arie der Adele "Mein Herr Marquis", ebenfalls aus der "Fledermaus", mit ihrer großen und eindrucksvollen Stimme für Gänsehaut pur und sang sich damit sofort in unsere Herzen.

Später verwöhnte uns die "Annina", das "Fischweib" aus "Eine Nacht in Venedig" mit leckeren musikalischen Meeresfrüchten, "Frutti del Mare", zum Dahinschmelzen. Viel Frohsinn brachte uns vor allem die vom Johann-Strauß-Ballett sehr temperamentvoll getanzte Tritsch-Tratsch-Polka, die keinen im Saal mehr regungslos sitzen ließ, denn schon allein die Hände klatschten wie von selbst mit. Natürlich moderierte Rolf Hartge nicht nur, sondern gab uns mit Inbrunst auch den reichen Schweinefürsten Zsupan aus dem "Zigeunerbaron".

Nach so viel Tanz, Gesang und Musik hat das Ensemble natürlich eine Pause redlich verdient, in der sich die Gäste "die Beine etwas vertreten" und im Foyer CDs erwerben konnten. Danach verzauberte uns wieder das Johann-Strauß-Ballett in wunderschönen roten und weißen Kleidern mit dem leidenschaftlich getanzten Kaiserwalzer und bei "Wein, Weib und Gesang" holte sich ein Tänzer nacheinander mehrere Damen aus dem Publikum zum Walzer auf die Bühne, was den Saal so richtig zum Kochen brachte. Diese Damen besaßen alle eine erstaunlich gute körperliche Kondition und vor allem Mut, aber auch eine gute Allgemeinbildung, um beim Walzer-Tanzen so gut mitzuhalten.

Zum Dahinschmelzen brachten uns auch Ginger McFerrin und Vittorio de Savary mit dem leidenschaftlich gesungenen und getanzten "Wiener Blut". Natürlich durften auch Kompositionen des Freundes Jaques Offenbach nicht fehlen. So sangen Ginger McFerrin und Leanan de Montiel im Duett die berühmte "Barcarole" aus "Hoffmanns Erzählungen". Auch die "Saffi" aus dem "Zigeunerbaron" hatte hier ihren Auftritt. Zwischen den Gesangsdarbietungen zeigte mit Instrumentalstücken aber auch ?solo? das Rundfunk-Sinfonie-Orchester Prag sein brillantes Können. Es gab das "Souvenir aus Brailla" von Ion Ivanovici, außerdem wurde mit "Perpetuum mobile" die zu jener Zeit neue technische Errungenschaft, die Eisenbahn, gewürdigt.

Übrigens können die Saiten der Streichinstrumente auch durch Zupfen zum Klingen gebracht werden, was uns das Orchester mit der "Pizzicato-Polka" sehr eindrucksvoll demonstrierte. Als besonderes Highlight ließ der Konzertmeister Wenzel Plasil in "Le canari" von Ferdinand Poliakin mit einem faszinierenden virtuosen Violinen-Solo einen wunderschön hell und glockenklar singenden Kanarienvogel durch den Saal fliegen. Der tosende Applaus der Zuschauer war ihm so sicher. Mit dem "Schwipslied" aus "Eine Nacht in Venedig" zeigte die liebenswerte, von uns allen bereits ins Herz geschlossene Leanan de Montiel neben ihrer leidenschaftlichen Stimme zudem noch außergewöhnliches schauspielerisches Können.

Fast gegen Ende der Show zelebrierte das Johann-Strauß-Ballett noch schwung- und temperamentvoll und mit eleganten schnellen Drehungen den allseits bekannten und berühmten, von Johann Strauß senior komponierten Radetzky-Marsch. Das atemberaubende Finale bildete dann jedoch der Can-Can von Jaques Offenbach, bei dem für einige Momente das Licht im Saal ausging und so beim Schwingen der Röcke im Rhythmus der Musik deren in leuchtenden Farben fluoreszierenden Innensäume "ans Licht der Dunkelheit" kamen. Das sorgte bei uns allen für Faszination, freudiges Staunen und damit für offene Münder. Als endgültigen Schlussakkord dieser Gala sang Rolf Hartge "Sag zum Abschied leise Servus", wobei das Orchester bereits die Bühne verlassen hatte und nur noch der Pianist und Wenzel Plasil als Begleitung übrig blieb. Nachdem dann auch wirklich der letzte Takt verklungen war, konnten die Gäste am Ausgang noch handsignierte Autogramme erwerben. Beschwingt, emotional aufgewärmt und "aufgetankt" traten wir am Ende den Heimweg an und hatten diese unvergesslichen Melodien lange danach noch im Ohr. Diese Johann-Strauß-Gala werden wir sehr lange in Erinnerung behalten.


Bericht über das Frühlingsfest am 11.05.2016 im Pavillon am Sorauer Platz 2
Es passiert im Leben nicht ganz so sehr oft, dass etwas so perfekt zusammenpasst: Das sonnige, fast frühsommerlich warme Wetter war wie geschaffen für unser diesjähriges Frühlingsfest. Mit bester Laune versammelten wir VdK-Mitglieder (23 Personen) uns um im Vereinszimmer des Pavillons am Sorauer Platz 2. Zunächst erläuterte Sigrun Hajdamowicz einige wichtige Aspekte und Problemstellungen zum "Aktionsplan der Sächsischen Staatsregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention" sowie zum Entwurf des Teilhabegesetzes. Es wurde sichtbar, wie schwierig der Weg dorthin ist, Menschen mit Behinderungen jeglicher Art uneingeschränkt und gleichberechtigt am aktiven und öffentlichen Leben teilhaben zu lassen. Der Entwurf des Teilhabegesetzes zeichnet sich leider durch eine unübersichtliche Struktur aus und erscheint zudem durch die Übertragung von Teilzuständigkeiten auf mehrere verschiedene Ministerien eher diffus und zersplittert. Die Bündelung auf eine alleinige Verantwortlichkeit würde diesem Gesetz die nötige Durchsetzungskraft verleihen.

Später sprach Petra Neumann über aktuelle Probleme mit der mobilen VdK-Rechtsberatung. Für den Bereich Görlitz soll am Jahresende eine eigene Fachkraft zur Verfügung stehen. Außerdem bestehen bei der VdK-Ortsgruppe Weißwasser Pläne, eigene Büroräume am Boulevard zu beziehen. Dazu muss der Landesvorstand Sachsen in Chemnitz jedoch zunächst seine Einwilligung geben und die dafür nötigen finanziellen Mittel bereitstellen.
Weiterhin informierte uns Frau Neumann noch über mögliche kulturelle Veranstaltungen und verteilte einen Flyer von der Straußenfarm Rönsch in Tschernitz, deren Besuch man mit einer Kremserfahrt dorthin verknüpfen kann.

Nachdem die genannten Themengebiete erörtert worden sind, stand ab 16 Uhr die Versicherungs-Vertreterin Sylvina Firl von der AXA-Versicherung für einen Vortrag über ihr doch sehr komplexes und manchmal doch undurchschaubares Arbeitsgebiet zur Verfügung. Sie leitete ihren Vortrag mit dem treffenden Satz ein: "Versicherungen verkaufen das Gefühl, für potenzielle Schäden versichert zu sein." Allerdings ist es angebracht, vor Abschluss von Versicherungsverträgen unbedingt Prioritäten zu setzen, denn sich gegen jedes irgend mögliche Risiko absichern zu wollen, hätte sehr schnell eine Summe monatlicher Prämien von über 700 Euro zur Folge. Sie stellte explizit auch klar, dass Versicherungsvertreter für Falschberatungen haftbar gemacht werden können.

Referentin mit Publikum

Sylvina Firl informierte, welche Versicherungen sinnvoll und notwendig sind.© -

Als wichtigste und elementar notwendige Versicherung ist die Privathaftpflichtversicherung zu nennen. Für verursachte Sach- und Personenschäden haftet man ansonsten mit dem gesamten Vermögen, was den finanziellen Ruin bedeuten kann. Wobei man gerade im Hinblick auf Personenschäden auf eine versicherte Deckungssumme nicht unter 5.000.000 Euro achten sollte. Die Hausratsversicherung ersetzt Schäden am Mobiliar und sämtlichen anderen beweglichen Gegenständen in der Wohnung zum Zeit- bzw. Wiederbeschaffungswert. Bargeld bis 1.000 Euro und Sparbücher bis zu 2.500 Euro sind hierbei mit einbegriffen. Als Voraussetzung für eine Schadenregulierung hat der Mieter bzw. der Wohnungsbesitzer die Pflicht, definitiv selbst auf Sicherheit zu achten, um einen potenziellen Versicherungsfall zu vermeiden oder gering zu halten. Versichert sind: Schäden durch Feuer inkl. Sengschäden, Sturm, Hagel, Leitungswasser, Einbruch, Raub, Vandalismus und Diebstahl. Überspannungsschäden an elektrischen Geräten durch Gewitter können durch einen Aufpreis zusätzlich in das Leistungsspektrum aufgenommen werden. Elementarschäden, z. B. durch Überschwemmung, Schneedruck etc. sind zumeist ebenfalls mit einer extra Police zu versichern. Die ehemaligen "Haushaltsversicherungen" aus der DDR-Zeit, die von der Allianz fortgeführt wurden, hatten bzw. haben diese Elementarschadenversicherung allerdings (noch) inklusive. Einige Versicherungsunternehmen bieten auch Tarife an, die grobe Fahrlässigkeit mit einschließen. Als Faustregel für den versicherten Wert des Hausrats gelten ab 650 Euro pro Quadratmeter als angemessen. Gartenlauben und Fahrräder für die Nutzung im öffentlichen Raum können ebenfalls mit einem extra Tarif abgesichert werden. Fahrräder, Rollatoren und Rollstühle, die sich im Haus befinden, zählen als Hausrat, wohingegen Kraftfahrzeuge ab der Motorisierung eines Mopeds nicht mehr darunter fallen und bei der Kfz-Versicherung zu versichern sind.

Empfehlung: Fahrlässig verursachte Wasserschäden durch fremde Mieter können über die eigene Hausratversicherung abgerechnet werden. Diese leitet im Anschluss Regressforderungen von der Privathaftpflicht des Gegners/Verursachers ein. Bei Geltendmachung von Schäden in der Wohnung durch Einbruch ist unverzüglich die Polizei zu informieren und eine Stehlgutliste anzufertigen. Die Wohngebäudeversicherung ist für den Wohnungseigentümer besonders relevant. Sie ersetzt Schäden an der Immobilie selbst z.B. an Fenstern, Türen, am Dach etc.

Für Familien mit Kindern ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung unbedingt zu empfehlen. Im Fall z. B. einer ernsten Erkrankung, die dazu führt, dass man seinen ursprünglichen Beruf nicht mehr ausüben kann, ist man so finanziell abgesichert, denn auf die gesetzliche Rente allein sollten sich gerade jüngere Menschen nicht unbedingt verlassen. Bei Vertragsabschluss ist es ratsam, möglichst den im Versicherungsfall fällig werdenden Monatsbetrag in Höhe des jetzigen Nettoeinkommens oder wenigstens zwei Drittel bis drei Viertel davon anzusetzen, mindestens aber 1000 Euro. Allerdings muss man beachten, je höher das Eintrittsalter und je riskanter der Beruf ist, desto höhere Prämien sind vom Versicherungsnehmer auch zu zahlen. Daher gilt: Je früher, desto besser, denn viele Assekuranzen belohnen Menschen in jungen Jahren mit eher niedrigen Beiträgen.

Zur Altersvorsorge gehören neben der gesetzlichen Rentenversicherung zum einen Betriebsrenten und zum anderen die vom Staat geförderte Riester-Rente. Wer 4
Risikolebensversicherungen sind für Familien mit Kindern sinnvoll. Einerseits, um die Kosten für den eventuellen Todesfall des Versicherungsnehmers abzudecken, andererseits, um die Existenz der hinterbliebenen Familienmitglieder abzusichern. Sterbegeldversicherungen, die die reinen Bestattungskosten abdecken sind zwar eher nicht zu empfehlen. Hier besteht die Möglichkeit, Einmal-Beiträge bis zu einem Alter von 75 Jahren einzuzahlen, laufende Beiträge bis 80 Jahre.

Dann gibt es noch die sogenannten Krankenzusatzversicherungen (für Brillen, Zahnersatz etc.). Hier muss jeder aufgrund seiner finanziellen Lage und gesundheitlichen Konstitution prüfen, ob diese sinnvoll sein können. Die Konditionen sind zum großen Teil sehr streng geregelt. Beispielsweise gibt es erstens Wartezeiten, ehe die Zahlung für einen bestimmten Versicherungsfall erfolgt. Zweitens müssen bei Abschluss einer Zahnersatz-Zusatzversicherung die Zähne noch vollzählig sein. Dabei spielt es keine Rolle, ob in Form von Prothesen, Brücken, Kronen oder der eigenen Zähne. Der einfachste Tarif verdoppelt den regulären Festzuschuss der Krankenkassen. Dieser Tarif beträgt ca. 12,80 Euro pro Monat.

Kapitallebensversicherungen sind heutzutage wegen des permanent niedrigen Zinsniveaus nicht mehr sinnvoll. Wenn man unverschuldet in schwere Konflikte mit juristischem Hintergrund geraten ist (z. B. Nachbarschaftsstreit, Ärger mit Behörden, Institutionen und Dienstleistungsunternehmen) kann unter Umständen eine Rechtsschutzversicherung hilfreich sein. Sie prüft zunächst den speziellen Fall auf eine mögliche positive Lösung und erteilt danach eine Deckungszusage. Sie übernimmt die Kosten für den Anwalt sowie die Kosten für einen eventuellen Prozess. Je nach Fachgebiet existieren verschiedene Rechtsschutzversicherungen, z. B. Verkehrsrechtsschutz, Privatrechtsschutz, Miet-, Arbeits- und Sozialrechtsschutz etc. Dabei ist anzumerken, dass die Mietervereine ihren Mitgliedern den Mietrechtsschutz anbieten (evtl. gegen einen Zusatzbeitrag). Gewerkschaften greifen ihren Mitgliedern in puncto Arbeitsrecht unter die Arme. Der VdK dagegen steht in Sachen Sozialrechtsschutz, z.B. bei einem Streit mit Krankenkassen oder der Rentenversicherung seinen Mitgliedern hilfreich zur Seite.

Wer größere Haustiere zu seinem Umfeld zählt, für den ist eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung dringend zu empfehlen. Denn Tiere halten sich nicht immer an menschliche Regeln und Normen und können mitunter große Schäden bei Unbeteiligten verursachen, z. B. wenn ein Hund ins Auto rennt. Denn die Privathaftpflichtversicherung schließt nur Kleintiere mit ein.

Die Kfz-Versicherung ist so selbstverständlich, dass man sie nur der Vollständigkeit halber zu erwähnen braucht. Die Kfz-Haftpflicht ergibt sich allein schon aus dem (potenziellen) Risiko des Betriebs eines Kraftfahrzeugs. Hochwertige und neue Fahrzeuge können gegen Diebstahl und einen selbstverschuldeten Unfall des Fahrzeughalters über die Voll- oder gegen Wildschäden etc. auch mit einer Teilkaskoversicherung versichert werden. Für diese besteht allerdings keine Pflicht. Eine Kasko für ältere Fahrzeuge ist hingegen nicht mehr so ganz sinnvoll, denn das Kosten-Nutzen-Verhältnis für diesen finanziellen Aufwand ist in diesem Fall nicht mehr optimal.

Dem Vortrag Silvina Firls musste niemand trocken und hungrig zuhören. Im Vorfeld sorgten Petra Neumann, Gunther Müller und Monika Herrmann für leckeren Kuchen, schmackhafte Hackepeter- Wurst- und Käse- Baguettes, kochten Kaffee und stellten auch reichlich Wasser und Apfelschorle für den Durst bereit. Mit diesen Zeilen hier sei diesen fleißigen Helfern von uns allen ganz herzlich gedankt. Nachdem Frau Firl ihren Vortrag beendet hatte, beantwortete sie gerne noch Fragen der Zuhörer. Dafür bedankte sich Frau Neumann bei ihr mit einem Blumenstrauß und wir alle schließen uns diesem Dank mit an.


Bericht über die Frauentags-Feier der VdK-Ortsgruppe Weißwasser am 16.03.2016 im Pavillon am Sorauer Platz 2
Es ist einfach nicht zu fassen, wie schnell ein Jahr vergeht und es wieder Zeit wird für die diesjährige informative und zugleich gemütliche Frauentags-Feier unseres VdK-Ortsverbandes. Sie stand ganz im Zeichen der bundesweiten Kampagne des VdK mit dem Ziel einer Verbesserung der Inklusion von Menschen mit den unterschiedlichsten Handicaps in die Gesellschaft unter dem Motto "Weg mit den Barrieren!". Denn Barrierefreiheit ist ein Menschenrecht.

Referentin Elvira Mirle im Gespräch

Referentin Elvira Mirle im Gespräch© -

Dazu wurde die Behinderten-Beauftragte des Landkreises Görlitz, Elvira Mirle, eingeladen, die dieser Einladung auch nachkam, worüber wir uns alle sehr freuten. An die Behinderten-Beauftragte der Stadt Weißwasser Simone Schwarzkopf sowie an Vertreter der Lokal-Zeitungen ergingen ebenfalls Einladungen, die leider nicht angenommen wurden. Wir erarbeiteten für dieses Zusammentreffen im Vorfeld eine Liste mit Einrichtungen, Geschäften und Institutionen in WSW und einigen Umlandgemeinden, die in puncto Barrierefreiheit noch sehr starken Nachhole-Bedarf haben, um Frau Mirle auf diesem Wege davon in Kenntnis zu setzen und die Zuständigen im Landkreis auf diese Weise zu sensibilisieren. Sigrun Hajdamowicz regte an, diese Problematik außerdem im Amtsblatt Boxberg zu publizieren. Für die Realisierung der Barrierefreiheit sind verbindliche Fristen zu setzen sowie Kontrollen von Planung und Baufortschritt durchzuführen. Bei unnötigen Verzögerungen und Unregelmäßigkeiten können zudem Sanktionen zu Anwendung kommen.
Frau Mirle informierte uns darüber, dass das Investitions-Programm des Bundes 80 Millionen Euro jährlich für diese Zwecke zur Verfügung stellt. Zudem beteiligt sich das Land Sachsen mit einem Zusatzprogramm in Höhe von 2,5 Millionen Euro im Jahr an der Förderung barrierefreier Projekte.
Für den Landkreis Görlitz sind davon 189.800 Euro für das Jahr 2016 vorgesehen. Allgemein musste konstatiert werden, dass die Barrierefreiheit bei der Bahn noch sehr stark verbesserungswürdig ist. Vieles davon ist auch auf ein Zuständigkeits-Gerangel der einzelnen Teilbereiche DB Bahn, DB Service, DB Netz etc. zurückzuführen. Außerdem sind Hörgeschädigte gegenwärtig noch sehr stark benachteiligt. Für diese Gruppe finden sich leider nur sehr wenig barrierefreie Bereiche des Alltags. Touristische Attraktionen als Aushängeschild für unsere Region wie beispielsweise die Waldeisenbahn Bad Muskau oder der "Erlichthof Rietschen" haben in puncto Realisierung von Barrierefreiheit oberste Priorität.

Am 18.04.2016 wird im Hygienemuseum Dresden der Aktionsplan der Sächsischen Staatsregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention vorgestellt. Dabei kommt auch der Entwurf des Inklusionsgesetzes zur Sprache. Dieses Inklusionsgesetz ist allerdings noch nicht beschlossen. Anschließend wird dieser Aktionsplan ins Internet gestellt, wo sich jeder Interessierte dann beteiligen kann.

Nach diesem Faktencheck zum Thema Barrierefreiheit gab es noch eine angeregte, konstruktive und ideenreiche Diskussion der Mitglieder und Frau Mirle.
Frau Mirle brachte zudem vom Behindertenverband Leipzig unter der Leitung von Marlies Große sehr kreativ und auf geniale Weise verständlich gestaltete Bücher mit, die Kinder von der Kita bis zur Grundschule auf spielerisch leichte Art mit dem Thema "Inklusion" vertraut machen sollen. "Der kleine Löwe und seine Freunde" und "Der kleine Löwe und seine Freunde entdecken Sachsen". Diese Bücher wurden an interessierte Mitglieder verteilt, die Kontakt zu Kindern, Schulen und Kitas haben. Es können aber auch noch Exemplare bestellt werden. Sie sind allesamt kostenlos erhältlich.

Natürlich wäre eine Frauentags-Feier keine, wenn es sozusagen als Auflockerung zwischen Vorträgen und Diskussion keinen Kaffee, keinen Kuchen und keine Schnittchen von einer nahe gelegenen Metzger-Kette gäbe. Sigrun Haldamowicz las passend zum Anlass stimmungsvolle Frühlingsgedichte von Wilhelm Busch vor. Christa Schirdewahn backte zudem für unser aller leibliches Wohl ganz leckeren Quark-Mandarinen-Kuchen und Kerstin Reckusch zauberte uns einen ebenso köstlichen Bienenstich-Kokos-Kuchen. Den engagierten Bäckerinnen sei von uns allen dafür ganz herzlich gedankt, ebenso den fleißigen Helferinnen in der Küche wie Petra Neumann, Monika Herrmann und vielen anderen. Für jede Frau gab es natürlich noch eine schöne Rose für die Vase daheim und so gegen 17.30 Uhr verabschiedeten wir uns voneinander bis zum nächsten Mal.

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  1. Blick auf die neue VdK-Beratungsstelle
  2. Ansprache von Frau Neumann
  3. Referent mit Zuhörern am Tisch
  4. Ballett bei einer Aufführung
  5. Referentin mit Publikum
  6. Referentin Elvira Mirle im Gespräch

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