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Lebenselixier Ehrenamt

Wenn in die Jahre kommende Menschen - besonders im Ruhestand - sich ehrenamtlich zum Wohle der Gemeinschaft einbringen, nutzt das nicht nur der Gesellschaft, sondern zudem in erster Linie den Aktivisten selbst. Zu diesen Erkenntnissen kam eine erstmals vor Jahren in einem Fachblatt veröffentlichte deutsch-britische europaweit durchgeführte Langzeitstudie. Das Forscherteam fand heraus, dass selbst erfahrene Wertschätzung und Anerkennung im früheren Berufsleben Grundlagen für späteres freiwilliges Engagement seien. Umgekehrt sinke diese Bereitschaft. Die Wissenschaftler werteten für ihre Erhebung die Daten von 12.000 Befragten aus 13 europäischen Ländern aus.
Warum gibt es zu wenig Rente?

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Wichtige Form sozialer Teilhabe Unentgeltlicher Einsatz, getragen vom Wunsch, an gesellschaftlicher Mitbestimmung aktiv teilhaben zu können, gewinnt gerade bei älteren Menschen an Bedeutung. Besonders dann, wenn sie nicht mehr im Berufsleben stehen und auf einen reichen Erfahrungsschatz an erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten zurückblicken können, den sie im Interesse der Allgemeinheit nutzbringend generationsübergreifend einbringen können. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und seinen Folgen steigen die gesellschaftlichen Chancen und Herausforderungen für solidarisches Handeln, besonders was private Nachbarschafts- und Netzwerkhilfe untereinander auch außerhalb der anonymen Ballungszentren betrifft.

Anerkennung fördert die Gesundheit Die Freizeit sinnvoll einsetzen, sich zu beweisen und die Bereitschaft, mitunter auch an Neues und zuvor undenkbares heranwagen. Wissenschaftlich fundierte Untersuchungen haben ergeben: Gesundheit und Wohlbefinden danken es, der Verstand bleibt rege, sogar die Lebenserwartung steigt. Zudem hänge es weniger vom Einkommen oder sonstigen gesellschaftspolitischen Vorteilen ab, ob sich jemand freiwillig und unbezahlt in den Dienst der Allgemeinheit stellt, so die Autoren der Studie. Vielmehr spiele die berufliche Vergangenheit, durchweg positive Erinnerungen an die Qualität des eigenen Arbeitslebens, eine wesentliche Rolle.

Vorbilder aus dem Norden Im Norden unseres Kontinentes haben Zivilgesellschaft und freiwilliges Engagement einen weit höheren Stellenwert als z. B. im eher Familien-zentrierten Süden und Osten. Es gehe darum, einen enttäuschten oder gar verbitterten Rückzug aus dem Berufsleben zu vermeiden, so ein Ergebnis der Erhebung. Deutschland habe hier noch reichlich Nachholbedarf. Eine grundlegende Nachbesserung dürfte auch hierzulande viele Menschen nicht nur gesünder machen, sondern auch geneigter, der Gemeinschaft durch ehrenamtliche Tätigkeit etwas zurückzugeben. Wer früher gute Arbeitsbedingungen hatte, übernimmt später eher ein Ehrenamt, hilft dem Gemeinwesen und stärkt damit auch sich selbst.

VdK-Kreisverband Fritzlar-Homberg
Bereich Öffentlichkeitsarbeit

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