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Soziale Spaltung stoppen!

Button zur VdK-Aktion "Soziale Spaltung stoppen!". Ein Riss geht durch die Schrift "Soziale Spaltung stoppen!"

VdK-Großveranstaltung in Coburg
800 Besucher fordern soziale Gerechtigkeit


Natürlich beteiligte sich auch der VdK Kreisverband Forchheim an der diesjährigen Großveranstaltung auf Bezirksebene, welche am 29. Juli im Kongresshaus Rosengarten in Coburg stattfand. Mit dem Omnibusunternehmen Freund aus Gößweinstein machten sich 50 VdKler aus dem Landkreis Forchheim bereits in den frühen Morgenstunden auf den Weg. Quer durch die Fränkische Schweiz sammelten wir auf dem Weg nach Coburg unsere treuen VdKler auf. Traditionsgemäß übernahm die Reiseleitung unser neuer Kreisvorsitzender Anton Hammer.

v.l. stellv. Landesgeschäftsführer Herbert Lochbrunner, VdK-Landesvorsitzende Ulrike Mascher und Kreisvorsitzender Anton Hammer

v.l. stellv. Landesgeschäftsführer Herbert Lochbrunner, VdK-Landesvorsitzende Ulrike Mascher und Kreisvorsitzender Anton Hammer© Anton Hammer

Vor rund 800 Menschen aus allen Teilen Oberfrankens präsentierten die VdK-Landesvorsitzende Ulrike Mascher und VdK-­Landesgeschäftsführer Michael Pausder die zentralen Forderungen des Sozialverbands im Rahmen der bundesweiten VdK-­Aktion "Soziale Spaltung stoppen!" zur Bundestagswahl 2017.

Kongresshaus Rosengarten

© Anton Hammer

Landesgeschäftsführer Michael Pausder

Landesgeschäftsführer Michael Pausder© VdK Bayern/ Annette Liebmann

VdK-Landesgeschäftsführer Michael Pausder zitierte den Artikel 1 des Grundgesetzes:

"Die Würde des Menschen ist unantastbar."

Verletzungen der Menschenwürde seien jedoch immer häufiger: "Wenn alte Frauen und Männer in Abfalleimern nach Pfandflaschen wühlen müssen, weil die Rente nicht reicht, dann ist das entwürdigend und ein Skandal." Wer sein ganzes Leben lang gearbeitet und immer in die Rentenkasse eingezahlt habe, dürfe am Ende nicht eine Rente bekommen, die unterhalb der Grundsicherung liegt

VdK-Landesvorsitzende Ulrike Mascher

VdK-Landesvorsitzende Ulrike Mascher© VdK Bayern/ Annette Liebmann

VdK-Landesvorsitzende Ulrike Mascher wies auf die Missstände hin, die nach wie vor in der Pflege herrschen. "Wir müssen aufpassen, dass die Verbesserungen der Pflegereform auch bei den Betroffenen ankommen", mahnte sie. So stehen beispielsweise den Versicherten seit 2016 Entlastungsleistungen zu, sie können sie aber nicht abrufen, weil es bayernweit bisher nur einen einzigen Anbieter gibt. Als notwendig erachtete Mascher die automatische Erhöhung der Pflegeleistungen, damit die Pflege bezahlbar bleibt. Weiter forderte die VdK-Landesvorsitzende die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Krankenversicherung, die Umsetzung der Barrierefreiheit, die Anhebung des Mindestlohns, faire Chancen auf dem Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung, eine gerechtere Steuerpolitik sowie eine Stabilisierung und Erhöhung des Rentenniveaus. "Armut muss in allen Altersgruppen nachhaltig bekämpft werden", betonte Mascher. "Die Wirtschaft floriert - ich finde, die Mehrheit der Bevölkerung sollte auch etwas davon haben."

Podiumsdiskussion, Moderator: Dominik Schott

© Anton Hammer

In der anschließenden Podiumsdiskussion nahmen Bundestagsabgeordnete und -kandidaten verschiedener Parteien Stellung zur Renten- und Steuerpolitik. Viele Zuschauer stellten Fragen oder machten ihrem Ärger über Missstände Luft. CSU-Bundestagsabgeordnete Dr. Astrid Freudenstein wies darauf hin, dass nur bestimmte Gruppen von Alters­armut betroffen seien. Sie warnte vor der Einführung einer Bürgerversicherung: "Dieser Riesenumbau ist kaum zu bewältigen." SPD-Bundestagskandidatin Doris Aschenbrenner sprach sich dafür aus, die Rente der geburtenstarken Jahrgänge kurzfristig aus Steuermitteln zu finanzieren. Bundestagsabgeordneter Klaus Ernst plädierte dafür, Vermögen wieder stärker zu besteuern und die unteren Einkommen zu entlasten. "Gesamtgesellschaftlich wichtige Leistungen, wie beispielsweise Kindererziehung, müssen aus Steuermitteln anerkannt werden", forderte Lisa Badum, Kandidatin von Bündnis 90/Die Grünen.

Für die musikalische Unterhaltung sorgten die Neundorfer Blasmusik und die fränkische Musikgruppe "Boxgalopp".

Boxgalopp

© Anton Hammer

Die Großveranstaltung in Coburg war ein voller Erfolg.

Um 16 Uhr traten wir die Heimreise an. Die Kreisgeschäftsführung darf sich bei den 50 Teilnehmern recht herzlich dafür bedanken, dass sie mit ihrer Anwesenheit an der diesjährigen Großveranstaltung unsere gemeinsame Kampagne "Soziale Spaltung stoppen" tatkräftig unterstützt haben.

Edl Günther
Forchheim, Juli 2017

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