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Ehrenamt wird ausgebaut
Kreisarbeitstagung am 29. März in Heroldsbach

Kreisarbeitstagung

v.l. Stellv. Landesgeschäftsführer Lochbrunner, Kreiskassier Heilmann, ehem. Kreiskassier Schweiger, Kreisgeschäftsführer Edl, Referentin Merk, Kreisvorsitzender Eismann, Bezirksgeschäftsführer Sack© K.Braun

Eismann Lochbrunner

rechts: Kreisvorsitzender Peter Eismann© K.Braun

Am 29. März lud der VdK Kreisverband Forchheim zu seiner diesjährigen Kreisarbeitstagung in den Lindenhof nach Heroldsbach ein. Der Kreisvorsitzende Peter Eismann durfte die Mitglieder der Kreisvorstandschaft, die Vorsitzenden der Ortsverbände und die Ortsverbandskassiere, den stellvertretenden Landesgeschäftsführer Herbert Lochbrunner, den Bezirksgeschäftsführer im Bezirk Oberfranken Roland Sack, die Referentin für Gesundheit und Pflege im Landesverband Bayern Birgitta Merk sowie die hauptamtlichen MitarbeiterInnen der Kreisgeschäftsstelle Forchheim begrüßen.

Sack

Bezirksgeschäftsführer Roland Sack© sa

Roland Sack begrüßte die Anwesenden im Namen der VdK Bezirkgeschäftsstelle Bayreuth. Der Bezirksgeschäftsführer wies stolz darauf hin, dass es in keinem anderen bayerischen Regierungsbezirk mehr VdK Mitglieder gibt als in Oberfranken. Obwohl Oberfranken der kleinste Regierungsbezirk ist, hatte unser Bezirk am 31.12.2013 87.846 zahlende Mitglieder. Gemessen an der Einwohnerzahl von Oberfranken entspricht dies einem Anteil von 8,31 Prozent der Bevölkerung. Roland Sack bedankte sich bei den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für deren lobenswerte Arbeit. Denn ohne die tolle ehrenamtliche Arbeit, die in den Ortsverbänden und auf Kreisebene geleistet wird, wäre diese nennenswerte Mitgliederentwicklung nicht möglich. Deshalb hofft der Bezirksgeschäftsführer auf eine weiterhin gute und konstruktive Zusammenarbeit.

Kreisarbeitstagung

© K.Braun

Der VdK Kreisverband Forchheim war erfreut, dass der stellvertretende Landesgeschäftsführer, Herr Herbert Lochbrunner zu seiner Arbeitstagung angereist war. Auch Lochbrunner zeichnete das hervorragende Zusammenwirken zwischen dem Haupt- und Ehrenamt aus. Das klassiche Ehrenamt soll in Zukunft allerdings noch weiter ausgebaut werden. Neue Ehrenämter wie Pflegebegleiter, Schulbeauftragter, Berater für Barrierefreiheit, VdK Lotse oder Freiwilligenkoordinator werden demnächst das Verbandsleben erweitern.

In seiner Rede begrüßte Lochbrunner das Rentenpaket, welches die neue Arbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles bereits geschnürt hat. "Das Rentenpaket hat voll eingeschlagen, man möchte fast sagen wie eine Bombe. Die Medien sind voll von lobenden aber auch kritischen Stimmen, insbesondere zur Rente mit 63." Lochbrunner sieht, dass das Rentenpaket ganz klar in die richtige Richtung geht, und das liegt nicht zuletzt an dem Einsatz des VdK. Die Argumente und Forderungen von 1,7 Millionen VdK-Mitgliedern in ganz Deutschland können nun mal nicht so leicht überhört werden, so Lochbrunner. Ein großer Erfolg des VdK sei die Besserstellung von älteren Müttern durch die sogenannte Mütterrente. Eine weitere einschneidende Neuerung des Rentenpakets ist die geplante Rente mit 63 Jahren. Die Koalitionsparteien haben sich darauf verständigt, besonders langjährig Versicherten mit 45 Beitragsjahren einen abschlagsfreien Renteneintritt mit 63 Jahren zu ermöglichen. Bisher ist das erst ab 65 Jahren möglich. Der Bezugszeitpunkt soll mit der Heraufsetzung des Renteneintrittsalters aber schrittweise auf 65 Jahre angehoben werden. Letztlich ist daher lediglich für die Geburtsjahrgänge bis 1952 in der Rente mit 63 drin, was draufsteht. Schon ab dem Geburtsjahrgang 1953 wird das Rentenalter angehoben, um jeweils 2 Monate je Jahrgang. Lochbrunner begrüßt grundsätzlich die Regelung, da so Abschläge vermieden werden, die auch deshalb entstehen, weil noch erheblicher Handlungsbedarf bei altersgerechten Arbeitsbedingungen sowie Beschäftigungsmöglichkeiten für Ältere besteht. Die Rente mit 63 ist insofern eine verdiente Anerkennung von Lebensleistung und zudem ein wichtiger Schritt, um Armutsrenten zu vermeiden. Lochbrunner fordert, dass aber auch besonders belastete Personengruppen, wie Langzeitarbeitslose oder schwerbehinderte Arbeitnehmer entsprechende Berücksichtigung finden sollten. Auch bei der Erwerbsminderungsrente soll es endlich Verbesserungen geben. Zum 1. Juli 2014 wird, dem Gesetzentwurf zu Folge, die Zurechnungszeit von 60 auf 62 Jahre angehoben werden. Für Neurentner bedeutet das etwa 40 Euro mehr Rente im Monat. Das ist ein richtiger Vorstoß, zu dem auch wir als VdK wesentlich beigetragen haben, so Lochbrunner. Deshalb konnte der stellvertretende Landesgeschäftsführer mit Stolz behaupten:

"DER KOALITIONSVERTRAG TRÄGT DIE HANDSCHRIFT DES VdK!"

Lochbrunner 2

Stellv. Landesgeschäftsführer Herbert Lochbrunner© K.Braun

Aus gegebenem Anlass wies Lochbrunner auf die bundesweite Kampagne für eine bessere Pflegeversicherung hin. Mit dieser Kampagne, welche am 25. März 2014 startete, setzen sich der Sozialverband VdK Deutschland und die Deutsche Alzheimer Gesellschaft gemeinsam für eine bessere Pflegeversicherung ein. Mit der Kampagne wollen wir Druck auf die Bundesregierung ausüben, damit es mit einer grundlegenden Reform der Pflegeversicherung endlich vorangeht, so Lochbrunner. Insbesondere für Demenzkranke muss sich etwas verändern. Obwohl diese oft rund um die Uhr Betreuung brauchen, bekommen viele von ihnen keine oder kaum Leistungen der Pflegekasse.

Damit noch 2014 eine große Pflegereform ins Rollen kommt, hat der VdK eine Petition ausgearbeitet, die dem Bundestag zum Beschluss vorgelegt werden soll. Bis zum 23. April 2014 braucht der VdK bundesweit 50 000 Unterschriften, damit die Petition überhaupt angenommen wird. Dafür bat Lochbrunner um die Unterstützung vor Ort! VdK-Mitglieder sollen aktiviert werden, damit wir dieses Ziel erreichen. In jeder Kreis- und Bezirksgeschäftsstelle liegen bis zum 23. April 2014 Unterschriftenlisten aus, auf denen man die Petition zeichnen kann. Als größter VdK-Landesverband muss es uns gelingen, einen erheblichen Teil der 50 000 benötigten Unterschriften zu sammeln, so Lochbrunner. Die Petition ist ein wichtiger Schritt für die Sache der Pflegebedürftigen.

Kreisarbeitstagung

Referentin Birgitta Merk© K.Braun

In ihrem Vortrag stellte Frau Birgitta Merk, Referentin für Gesundheit und Pflege im Landesverband Bayern das neue Ehrenamt des VdK Pflegebegleiters vor. "Pflegende Angehörige begleiten und unterstützen". Mit diesem Vorsatz,so Merk, will die Initiative dort Unterstützung organisieren, wo die helfende Hand aus dem Familienkreis fehlt, wo es keine Nachbarn gibt, die unterstützend unter die Arme greifen und wo auch die finanziellen Mittel aus der Pflegeversicherung ausgeschöpft sind. Angehörige, die zu Hause ein Familienmitglied pflegen - ihren Partner, ein Elternteil oder auch ein behindertes Kind - geben fast alles auf für diese Aufgabe. Bis zur Erschöpfung erfüllen sie ihre täglichen Pflichten und geraten häufig in die soziale Isolation, weil sie ihre gewohnten Kontakte nicht mehr pflegen können, so Merk.

Merk erklärte, der Sozialverband VdK suche nach wie vor bürgerschaftlich engagierte Mitglieder aus seinen Reihen, die pflegenden Angehörigen in dieser Situation zur Seite stehen. Als Pflegebegleiter können Sie viel Gutes tun. Primär geht es allerdings nicht um Pflege, sondern Begleitung, betonte Merk. Wenn Sie sich auf die Rat und Unterstützung Suchenden einlassen, werden Sie schnell erkennen, welche Art von Hilfe diese benötigen.

Kreisarbeitstagung

Ehem. Kreiskassier Xaver Schweiger© K.Braun

Zum Ende der Veranstaltung durfte sich Kreisvorsitzender Peter Eismann bei unserem Kassier im VdK Kreisverband Forchheim, Herrn Xaver Schweiger für seine langjährige Mitarbeit bedanken. Schweiger übernahm vor 15 Jahren die ehrenamtliche Tätigkeit als Kreiskassier. Es ist jedoch an der Zeit, das Amt niederzulegen und Platz für einen Nachfolger zu machen, so Schweiger. Eismann hob die höchste Genauigkeit und Zuverlässigkeit seines Kreiskassiers hervor und verabschiedete Schweiger mit Worten des Dankes in seinen wohlverdienten "Ruhestand". Schweiger bedankte sich bei den Mitgliedern der Kreisvorstandschaft und den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen der Kreisgeschäftsstelle Forchheim, welche ihn während seiner langjährigen Tätigkeit stets Unterstützung zukommen ließen. Die Tätigkeit als Kreiskassier habe ihm stets Freude bereitet. Gleichzeitig wünschte Schweiger seinem Nachfolger gutes Gelingen bei der Ausübung der Tätigkeit als Kreiskassier.

Kreisarbeitsprogramm

Kreiskassier Ludwig Heilmann© K.Braun

Als Nachfolger durfte Eismann ein Mitglied aus den Reihen der Kreisvorstandschaft, Herrn Ludwig Heilmann vorstellen. Heilmann war vom 01. März 2008 bis 22. März 2009 stellvertretender Vorsitzender im VdK Ortsverband Pinzberg. Seit 23. März 2009 ist Heilmann VdK-Ortsvorsitzender. Am 13. April 2013 wurde Heilmann zum stellvertretenden Kreisvorsitzenden gewählt. Ehrenamtliche Mitarbeit beim VdK ist für Schweiger´s Nachfolger somit nichts Neues. Heilmann nimmt die Tätigkeit als Kreiskassier ab 01. April 2014 auf. Eismann wünschte dem neuen Kassier viel Erfolg und hofft auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit. Heilmann bedankte sich bei den Mitgliedern der Kreisvorstandschaft für das entgegengebrachte Vertrauen und sicherte zu, sich für den VdK weiterhin kräftig ins Zeug zu legen.

Hammer

Stellv. Kreisvorsitzender Anton Hammer© K.Braun

Der stellvertretende Kreisvorsitzende, Herr Anton Hammer rundete die Veranstaltung ab, indem er den anwesenden ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mitteilen durfte, dass die Kreisvorstandschaft eine 6-tägige Schulungsfahrt veranstaltet, deren Organisation er übernimmt. Diese findet während der Zeit vom 04. Mai bis 09. Mai 2014 statt. Hierzu lädt der Kreisverband die Mitglieder der Kreisvorstandschaft sowie die Vorsitzenden der Ortsverbände ein. Die Fahrt führt in das Landhotel Tannenhof nach Spiegelau (Bayerischer Wald). Schulungsthemen sind u.a. Neuerungen in der gesetzlichen Pflegeversicherung, Vorstellung der VdK-Reisen, Thema "Patientenverfügung", aktuelle Sozialpolitik, Öffentlichkeitsarbeit im Sozialverband VdK und noch bessere Zusammenarbeit zwischen dem Haupt- und Ehrenamt im Kreisverband Forchheim.

Pünktlich zur Mittagsstunde endete die sehr gelungene Veranstaltung. Der Kreisvorsitzende Eismann bedankte sich nochmals bei den Anwesenden für ihr zahlreiches Erscheinen. Sein Dank ging auch an die Ehrengäste und Gastredner, welche zum Teil eine weite Anreise in Kauf genommen haben. Eismann hofft auf eine weiterhin gute und zielführende Zusammenarbeit mit den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern im VdK Kreisverband Forchheim und wünschte allen einen guten Appetit und eine problemlose Heimreise .

Günther Edl, 31. März 2014

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  1. Kreisarbeitstagung | © K.Braun
  2. Eismann Lochbrunner | © K.Braun
  3. Sack | © sa
  4. Kreisarbeitstagung | © K.Braun
  5. Lochbrunner 2 | © K.Braun
  6. Kreisarbeitstagung | © K.Braun
  7. Kreisarbeitstagung | © K.Braun
  8. Kreisarbeitsprogramm | © K.Braun
  9. Hammer | © K.Braun

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