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Altersarmut in Euskirchen

Forderungen zur finanziellen Entlastung von Rentnerinnen und Rentnern beim VdK-Kreisverbandstag Euskirchen

Angesichts explodierender Kosten haben immer mehr Rentnerinnen und Rentner in Euskirchen Angst, nach einem langen und anstrengenden Arbeitsleben unverschuldet in Armut zu geraten. „In unseren Sprechstunden berichten ältere Mitglieder schon seit Jahren, dass sie an allen Ecken und Enden sparen müssen“, sagte der VdK-Landesvorsitzende Horst Vöge heute beim Kreisverbandstag im Bürgerhaus Schmidtheim. „Wir gehen daher davon aus, dass die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von Grund-sicherung noch einmal deutlich zunehmen wird.“

Diese Form der Unterstützung erhielten Ende 2020 bereits rund 2,7 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner zusätzlich zur Rente, wie Horst Vöge gegenüber den Delegierten des VdK-Kreisverbands Euskirchen erklärte. „Besonders besorgniserregend sind dabei die Altersbezüge von Frauen: Ihnen standen hier im Kreis zuletzt nicht einmal 680 Euro pro Monat zur Verfügung, während Männer durchschnittlich immerhin rund 1.300 Euro erhielten.“

Der Vorsitzende des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen verwies außerdem auf die schwierige Lage von Menschen, die aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen frühzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden müssen. „Nahmen 2010 fast 800 Euskirchenerinnen und Euskirchener schon vor Erreichen der Altersgrenze Grundsicherung in Anspruch, waren es zehn Jahre später etwa doppelt so viele, nämlich 1.595“, erläuterte Horst Vöge mit Blick auf die monatlichen Bezüge von maximal 900 Euro im Durchschnitt.

„Nach der Flut-Katastrophe vom vergangenen Sommer war es dann auch umso wichtiger, dass unter dem Motto ‚VdK-Mitglieder helfen VdK-Mitgliedern‘ insgesamt 400.000 Euro gespendet wurden, von denen mehr als die Hälfte den Betroffenen im Kreis zugute kam“, betonte der Landesvorsitzende, der im Übrigen für spürbare Erleichterungen für die Bezieherinnen und Bezieher von Alters- oder Erwerbsminderungsrente warb, die beim jüngsten Entlastungspaket außen vor geblieben sind.

„Gerade diejenigen, die tagtäglich mit minimalen Beträgen über die Runden kommen müssen, brauchen dringend gezielte staatliche Hilfen“, so Horst Vöge, der als Vizepräsident des VdK Deutschland beispielsweise eine Reduzierung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel vorschlug. Zudem müssten die Regelsätze für die Grundsicherung dauerhaft an die tatsächlichen Ausgaben angepasst werden: „Eine einmalige Pauschale bringt zwar kurzfristig Linderung, verbessert die prekäre Lage der Betroffenen aber natürlich nicht dauerhaft.“

verantwortlich: Andrea Temminghoff

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