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Führung durch den Pillnitzer Schlosspark

Schloss Pillnitz

Schloss Pillnitz© Vdk-KV

Wir alle waren schon oft in Pillnitz. Oft erholten wir uns im prachtvollen Schlosspark und kennen die Schlossanlage im Stil der Chinamode des 18.Jahrhundert. Und doch erfuhren wir während der Führung am 21.05.2013 durch Frau Waldmann allerlei Neues.

Auf dem Gelände des heutigen Neuen Palais (heute Schlossmuseum) befand sich seit etwa dem 15. Jh. ein Rittergut und seit Ende des 16. Jh. eine Schlosskirche. Nach mehrfachem Besitzerwechsel erwarb August der Starke das Anwesen und schenkte es seiner Mätresse Gräfin Cosel. Als diese in Stolpen gefangen gehalten wurde, nahm August im Jahr 1718 Pillnitz wieder in Besitz und ließ es als Repräsentationsbau für Spiel und Unterhaltung umbauen. Zwischen 1720 und 1724 entstanden nach Plänen von Matthäus Daniel Pöppelmann und Zacharias Longuelune das Wasser- und das Bergpalais (heute Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden). Wieder standen wir an der schönen Elbtreppe bewunderten das Wasserpalais und sahen die Hochwassermarken, 1845 und 2002 wären wir hier ertrunken!

Im barocken Lustgarten mit seinem zentralen Springbrunnen zwischen dem Berg- und dem Wasserpalais zeigte uns Frau Waldmann das sogenannte Neue Palais, das das Wasser- und das gegenüberliegende Bergpalais miteinander verbindet, nachdem das alte Schloss 1818 vollständig niedergebrannt war. Bis 1830 erfolgte dann der Anbau des Küchenflügels (elbseitig) und des Kapellenflügels (bergseitig). Zwischen diesen beiden Flügeln befindet sich der nach den alten Fliederbäumen benannte "Fliederhof".

Englischer Pavillon

Englischer Pavillon© Vdk-KV

Im Schlosspark Pillnitz gibt es viele botanische Kostbarkeiten. So machte uns Frau Waldmann z.B. auf einen Tulpenbaum, auf einige der rund 400 Kübelpflanzen und natürlich auf die mehr als 200 Jahre alte Kamelie aufmerksam. Wir erfreuten uns an den herrlich blühenden Rhododendronbüschen, sahen die bereits 1712 von Gräfin Cosel angelegten Heckengärten und die Tritonengondel und gingen durch den 1778 angelegten Englische Garten, der vor allem wegen seiner vielen seltenen in- und ausländischen Nadelbäume berühmt ist und waren besonders von dem als Rundtempel 1780 erbauten Englischen Pavillon beeindruckt.

Obwohl uns Frau Waldmann weit über die vereinbarte Zeit durch den Park führte, blieb vieles ungesehen. Ein erneuter, baldiger Besuch lohnt sich auf alle Fälle!

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  1. Schloss Pillnitz | © Vdk-KV
  2. Englischer Pavillon | © Vdk-KV

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