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Presseinfo Barrierefreiheit an Bahnhöfen im Donnersbergkreis Teil 1

Presseinfo

Der Sozialverband VdK Kreisverband Kirchheimbolanden prüft die Barrierefreiheit an den Bahnhöfen im Donnersbergkreis

Teil 1 Verbandsgemeinden Rockenhausen und Winnweiler.

Rote Karte für Bahnhaltepunkt Münchweiler / Alsenz

Der Sozialabbau in der Mobilität von Senioren, Behinderten, sozial schwachen, Schülern, Studenten und jungen Familien mit Kindern muss endlich gestoppt werden. Bahnfahren wird für alle Altersgruppen immer beliebter. Immer mehr Menschen können sich finanziell kein Auto leisten und sind verstärkt auf den ÖPNV und hier besonders auf die Bahn angewiesen. Mobilitätseingeschränkte Menschen benötigen beim Gleiswechsel auf Bahnhöfen kurze Wege. Dies nimmt der Sozialverband VdK Kreisverband Kirchheimbolanden zum Anlass und prüft derzeit die Barrierefreiheit an den Bahnhöfen und Bahnhaltepunkten im Donnersbergkreis. Wichtig ist auch der Punkt - Transport von Reisegepäck - bei Familien mit Kindern, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, Senioren und Behinderten.
Im ersten Teil unserer Prüfung haben wir die Verbandsgemeinden Winnweiler und Rockenhausen unter die Lupe genommen.

1.) Der Bahnhof Rockenhausen hat uns sehr positiv überrascht. Durch die Unterführung und die beiden Aufzüge können alle Reisende in sehr kurzer Zeit die dort vorhandenen drei Gleise barrierefrei erreichen. Das einzige Manko ist die noch fehlende Toilette. Da derzeit im Bahnhofsgebäude noch Umbauarbeiten stattfinden wäre es nach Bauende sinnvoll, Hinweisschilder auf die Toilettenanlagen anzubringen.

2.) Der Bahnhaltepunkt in Imsweiler hat von Bahnsteig zu Bahnsteig eine relativ gute Verbindung mit einem schrankengesicherten Gleisübergang. Hier können sowohl Rollstuhlfahrer als auch Gehbehinderte und Mütter mit Kinderwagen in relativ kurzer Zeit die Bahnsteige und Gleise wechseln. Das Wartehäuschen parallel zur Straße wurde sehr unglücklich positioniert..

3.) In Winnweiler fängt es schon an kritisch zu werden. Die Wege zum Bahnsteig- / Gleiswechsel sind schon relativ lang. Rollstuhlfahrer, Gehbehinderte, Senioren und Reisende mit Herz- oder Atemwegserkrankungen müssen in Winnweiler frühzeitig am Bahnhof sein um rechtzeitig die gewünschten Züge zu erreichen. Jedoch können wir sagen, dass der Bahnhof Winnweiler, was den Bahnsteig- / Gleiswechsel betrifft, noch annehmbar ist.

4.) Den absoluten Hammer der Unzulänglichkeiten haben wir in Münchweiler/Alsenz festgestellt. Dieser Bahnhaltepunkt ist aus der Sicht von Rollstuhlfahrern, Gehbehinderten, Senioren sowie Reisenden mit Herz- und Atemwegserkrankungen, Mütter mit Kinderwagen und Personen mit Reisegepäck, zum Beispiel - schweren Koffern - eine katastrophale Zumutung. Allein der Anblick der Monsterbrücke mit seinen Betonschäden am Sockel macht einem schon Bange. Für Menschen mit Höhenangst, Herz- oder Atemwegserkrankungen, älteren Senioren und kleinen Kindern ist diese Brücke ein Sicherheitsrisiko. Den absoluten Vogel schießt hier das unter der Brücke in Richtung Gonbach versteckte Hinweisschild - Betreten auf eigene Gefahr - ab.
Um als Rollstuhlfahrer von einem Gleis auf das andere zu kommen, müssen diese Personen unter Einsatz ihres Lebens einen fast einen Kilometer langen gefährlichen Weg auf sich nehmen und dann noch bergauf und bergab fahren. Wer vom Bahnpfad heraus auf den mit Schrankengesicherten Bahnübergang möchte, muss bei der Straßenüberquerung durch die verkehrsträchtige Kurve zum ersten Mal um sein Leben fürchten. Danach gilt es bergauf auf sehr schmalen Gehwegen - an denen noch Kraftfahrzeuge geparkt sind - alle Kräfte zu mobilisieren. Falls man dann unverletzt und ausgelaugt oben ankommt, gilt es die Gonbacher Straße an einer gefährlichen Kurve zu überqueren. Zu guter Letzt führt dann der Weg ca. 80 Meter lang und mit einem Höhenunterschied von ca. 6 Metern bergab auf den zweiten Bahnsteig.
Liebe Erbauer, hier kann man nur sagen: Schilda lässt grüßen! Dieser Bahnhaltepunkt kann so nicht bleiben. Beim Bau dieses Bahnhaltepunktes wurde - ohne Notwendigkeit - sinnlos sehr viel Geld der Steuerzahler verschwendet. Die Rundbauweise der Bahnsteige bringt noch weitere Probleme mit sich. Beim Einstieg in die Züge gibt es durch die Spaltbreite zwischen Bahnsteigkante und Fahrzeugkante für Rollator- und Rollstuhlfahrer weitere Probleme sofern keine Hilfsperson dabei ist. Unser Fazit: - Rote Karte für diesen Bahnhaltepunkt - !

Diese Feststellung der Behindertenunfreundlichkeit stärkt die Haltung des Sozialverbandes VdK Kreisverband Kirchheimbolanden, dass bei der Reaktivierung der Zellertalbahn es unerlässlich ist den Bahnhof Langmeil ebenfalls zu reaktivieren.

Barrierefreiheit ist heute oberstes Gebot!

In Langmeil gibt es einen barrierefreien Zugang zum - in Mittellage gelegenen - Bahnsteig. Dort im Bahnhof hat auch der Fahrdienstleiter seinen Dienstsitz womit auch die Sicherheit und Hilfe für die behinderten Reisenden beim Zugeinstieg gewährleistet ist.

Über die Bahnhaltepunkte der Verbandsgemeinden Alsenz-Obermoschel, Eisenberg und Kirchheimbolanden werden wir in Kürze berichten.

Weitere Informationen zu dieser Aktion und zum Sozialverband VdK erhalten Sie beim Kreisverbandsvorsitzenden Klaus Lincker und in der Kreisverbandsgeschäftsstelle Kirchheimbolanden, Vorstadt 44 (gegenüber Sparkasse) in 67292 Kirchheimbolanden. Die Geschäftsstelle ist telefonisch erreichbar unter 06352-7505610 und per Fax unter 06352-75056129. Internet: www.vdk.de/kv-donnersberg ; E-Mail: kv-donnersberg@vdk.de

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