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VdK-Pflegeberaterin Ursula Liske informiert

Keine Angst vor der Ersten Hilfe

VdK-Pflegeberaterin Ursula Liske vom VdK-Kreisverband Chemnitz rät, sich regelmäßig mit dem Thema „Erste Hilfe“ zu beschäftigen. Eine reglose Person kann man überall in der Umgebung auffinden, z. B. im Freien, in einem Hauseingang, in einem Veranstaltungsort oder auch in einer Wohnung. Werden Personen gefunden, sollte als erstes die Bewusstseins-lage festgestellt werden: Dazu kann die Person angesprochen werden. Ist die Person bewusstlos, atmet aber, muss sie in die stabile Seitenlage gebracht und der Notruf 112 veranlasst werden. Ist keine Atmung feststellbar, muss neben der Absetzung des Notrufes auch mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung begonnen werden. Diese wird so lange durchgeführt, bis entweder die Atmung wiedereinsetzt oder die Rettungskräfte übernehmen.

TIPP: Die meisten Menschen kommen mit den Erste Hilfe Maßnahmen nur während des Lernens für die Führerscheinprüfung in Kontakt. Dementsprechend liegen die erworbenen Fähigkeiten teils Jahre, gar Jahrzehnte zurück. Frischen Sie daher in regelmäßigen Abständen Ihr Wissen in einem Erste-Hilfe-Kurs auf.

Schluckstörungen beim Essen und Trinken

Pflegeberaterin Ursula Liske vom VdK-Kreisverband Chemnitz informiert, dass Schluckstörungen in der häuslichen Pflege ein wichtiges Thema sind. Infolge von Schluckstörungen kann es schnell zu Mangelernährung und Austrocknung kommen, da sich die Betroffenen vor dem Verschlucken fürchten und die Aufnahme von Nahrung oder Flüssigkeit vermeiden. Hinweise auf eine Schluckstörung ist das Gefühl von einem „Kloß“ im Hals, Räuspern und Husten beim Essen und Trinken oder auch das häufige versehentliche Verschlucken von Nahrung oder Flüssigkeit. Auch wenn Kleidung aufgrund einer Gewichtsabnahme nicht mehr passt, sollten pflegende Angehörige aufmerksam werden. Dann sollte schnellstmöglich das vertrauensvolle Gespräch mit dem Hausarzt gesucht werden, um die Ursachen zu finden und eine Behandlung zu beginnen.

Chronische Wunden in der häuslichen Pflege

Manche Menschen leiden unter Krankheiten, die die Heilung einer Wunde negativ beeinflussen. Das können Durchblutungsstörungen, Bewegungsprobleme und Aktivitätseinschränkungen oder auch Diabetes sein. Aber auch Verletzungen an den Füßen bei der Fußpflege oder dem Anstoßen an Möbeln können zu chronischen Wunden führen. Damit Wunden nicht chronisch werden, müssen grundlegend die Ursachen beseitigt werden. So sollte zum Beispiel bei Durchblutungsstörungen eine ärztlich verordnete Kompressionstherapie angewendet werden. Für das Anziehen der Kompressionsstrümpfe kann der Arzt für den Pflegedienst eine Verordnung ausstellen. Dann übernimmt dieser beispielsweise morgens das Anziehen der Strümpfe. Diese Leistung ist von der Krankenkasse zu genehmigen und wird nach Ablauf des Monates abgerechnet. Sie benötigen dazu keinen Pflegegrad. Wenn Gewebeschädigungen trotz Behandlung in 4 bis 12 Wochen nach der Entstehung keine Anzeichen der Heilung zeigen, spricht man von einer chronischen Wunde. Diese wirken sich stark auf die Lebensgestaltung und die Lebensqualität aus und mindern diese. Wichtig für pflegende Angehörige ist dann, Verständnis zu zeigen und, wenn man selbst mit der Wundbehandlung nicht zurechtkommt, sich vom Arzt eine Verordnung ausstellen zu lassen, damit ein Pflegedienst die Versorgung der Wunde übernimmt. Hierzu gibt es bei vielen Anbieter ausgebildete Wundschwestern, welche diese Aufgabe übernehmen und Fragen beantworten können.

Wie kann man Druckstellen am Körper vermeiden?

Bei Angehörigen, die zu Hause gepflegt werden, sollten Familienangehörige immer darauf achten, dass keine Druckstellen am Körper entstehen. Diesen Hinweis gibt VdK-Pflegeberaterin Ursula Liske vom Kreisverband Chemnitz allen Betroffenen in der häuslichen Pflege. Besonders gefährdete Körperstellen sind das Gesäß, die Schultern, die Ellenbogen, der Hinterkopf, die Beckenknochen und an den Füßen.
Durch regelmäßige Bewegung kann man verhindern, dass die Durchblutung dieser Körperstellen gestört ist und Druckstellen entstehen.
Kann der Patient sich nicht mehr selbst bewegen, dann können Angehörige kleine Bewegungen ausführen. Die Entlastung sollte auch durch eine entsprechende Lagerung und die Verwendung von Hilfsmitteln erfolgen. Auch eine gute Hautpflege und die richtige Ernährung kann hier gute Dienste leisten. So sind eiweißhaltige Speisen und eine ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit ein guter Weg, die Entstehung von Druckstellen zu verhindern. Wenn dies nicht beachtet wird, besteht schnell die Gefahr, dass ein Dekubitus entsteht. Damit bezeichnet man das „Wundliegen“ eines Betroffenen. Deshalb sollten langes Sitzen oder unbewegtes Liegen über einen längeren Zeitraum vermieden werden. Bei einer entstehenden Rötung sollte sofort gehandelt werden, da dies einen beginnenden Dekubitus anzeigt.

Fußgesundheit nicht vernachlässigen

Fuß mit einem Smiley auf dem großen Zeh

Unsere Füße müssen gesund bleiben, da sie uns ein Leben lang tragen müssen.© Bruno /Germany auf Pixabay

Die menschlichen Füße haben ein Leben lang eine sehr wichtige Funktion, denn sie tragen unseren Körper Tag für Tag. VdK-Pflegeberaterin Ursula Liske empfiehlt daher, die Füße nicht zu vernachlässigen und so Vorsorge zu treffen, damit diese gesund und funktionsfähig bleiben. Wichtig ist natürlich die tägliche Fußwäsche oder Dusche mit körperwarmem Wasser. Ein Fußbad sollte nicht länger als 3 Minuten dauern, da sonst die Haut zu stark aufgeweicht wird und rissig werden kann. Dann besteht die Gefahr, dass Pilze und Bakterien eindringen können. Die Wassertemperatur sollte 37 Grad nicht übersteigen. Danach sollten die Füße gründlich abgetrocknet und mit einer Creme oder Salbe eingerieben werden. Sollten Sie nicht allein zurechtkommen, dann bitte Sie einen Familienangehörigen um Hilfe oder beziehen sie den Pflegedienst ein. Die Hornhaut- und Nagelpflege ist insbesondere bei Diabetikern mit Vorsicht durchführen, damit keine Verletzungen passieren. Diabetiker sollten dabei besser die Möglichkeit wahrnehmen und sich die medizinische Fußpflege ärztlich verordnen lassen. Spezielle podologische Fußpflegepraxen übernehmen dann die Versorgung. Wärmflaschen, Heizkissen oder heiße Fußbäder sollten vorsichtig angewendet werden, da im Alter die Durchblutung und Empfindung gestört sein können und die Gefahr der Verbrennung besteht. Generell rät Ursula Liske, die Füße nicht zu vernachlässigen, da die Fußgesundheit sich auf den gesamten Körper auswirken kann.

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  1. Fuß mit einem Smiley auf dem großen Zeh | © Bruno /Germany auf Pixabay

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