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Barrierefreies Bad - Welche Möglichkeiten gibt es?
Helmut Plenk referierte über die Zuschussmöglichkeiten

Karina Bernhard

(v. l.) Ingrid Kufner, Helmut Plenk und viele Zuhörer© Karina Bernhard

Letzten Mittwoch war das Thema „Zuschussmöglichkeiten, Grundrente und Vorsorgevollmacht“ beim VdK Zwiesel auf der Agenda. Anlässlich eines Unterhaltungsnachmittages fand diese Infoveranstaltung statt. Die Vorsitzende des VdK Ortsverbandes Zwiesel, Frau Ingrid Kufner konnte neben vielen Vorstandsmitgliedern zahlreiche VdK-Mitglieder im Pfefferbräustüberl begrüßen. VdK-Geschäftsführer und Behindertenbeauftragter des LKR Regen Helmut Plenk brachte den zahlreichen Anwesenden das umfangreiche und sehr komplexe Thema an den Mann bzw. an die Frau.

Helmut Plenk der Geschäftsführer beim VdK Kreisverband Arberland beschäftigt sich sehr ausführlich mit dem Thema der Fördermöglichkeiten bezüglich des Umbaus. Helmut Plenk, der auch noch stv.. Landrat im LKR Regen ist, will einfach vermehrt ein Augenmerk auch auf das Thema „Barrierefrei Bauen“, bzw. „Altersgerecht Bauen“ legen. Dies schaffen aber wir nur dann, so Plenk, wenn wir die Bürgerinnen und Bürger mehr und mehr einfach mit diesem Thema vertraut machen. Daher wurde ja zusammen mit dem Landkreis Regen nun die Wohnberatung in den Räumen der VdK-Geschäftsstelle installiert.

Jeder, so mache ich die Erfahrung verdrängt (bewusst) dieses Thema, obwohl wir fast jeden Tag das Wort u. a. demographischer Wandel benutzen und in den Mund nehmen. Wir werden alle älter – aber was kommt dann? Wie geht es mit älteren, kranken und behinderten Menschen weiter? Wie kann ich Zuhause möglichst lange ein lebenswertes evtl. eigenständiges Wohnen und Leben verwirklichen?

Plenk sagt: Stellen Sie sich vor, Sie sitzen – vielleicht sogar nur vorübergehend – im Rollstuhl. Wäre dies in ihrer Wohnung, ihrem Haus möglich? Wir wollen erreichen, dass Menschen mit und ohne Behinderung selbstbestimmt leben können, zuhause, im Beruf, in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens! Selbstbestimmtes Leben – daraus folgen besondere Anforderungen an die gebaute Umwelt. Als Behindertenbeauftragter des LKR Regen liegt mir dieses Thema besonders am Herzen. Mir ist es wichtig, dass auch die Region beispielhaft vorangeht.

Dann erwähnte er die Patientenverfügung und die vom Landkreis herausgegebene Notfallmappe, eine äußerst wichtige Errungenschaft, dass dem Betroffenen das Handeln in einer Notfallsituation erleichtert. Er erwähnte auch, dass vor kurzem der Tag der Pflege war und auch hier der Sozialverband aufmerksam machte., wobei er bemerkte, dass von den 77.400 Einwohnern im Landkreis über 8600 Schwerbehindert sind und der demokratische Wandel sich auch bei uns bemerkbar macht. Dabei erwähnte er, dass 2023 Bayern Barrierefrei sein soll. Es tut sich was, wobei Plenk erfreulich bemerkte, dass zum Beispiel verschieden Kommunen Zuschüsse für eine behindertengerechte Turnhalle und einem Lift zugesprochen wurden.

Der VdK Experte berichtete auch von erschreckenden Zahlen der Pflegebedürftigen, von denen wir unter anderem im Landkreis über 2000 Demenzkranke haben und die Zahlen stetig steigen werden, so dass wir uns die Frage stellen müssen, was auf uns noch alles zukommt, wenn z. B ein Patient in ein Heim eingeliefert werden muss. Dann kommt das Problem mit der Bezahlung. Bei einem Antrag auf Sozialhilfe beim Bezirk in Landshut muss die Rente und das gesamte Vermögen dargelegt werden. Die Angehörigen müssen aufweisen und dann ist es gut, wenn es in der Familie funktioniert, wenn nicht, dann wird es kompliziert, meinte Plenk.

Auch sei es gut, sich über die seit Januar 2017 in Kraft getretenen neuen Einteilung der Pflegegrade und Leistungsbeträge zu informieren, von denen es nicht mehr 3 Pflegestufen sondern 5 Pflegegrade gibt. Wobei vor allem demenzkranke ältere Menschen in den Genuss der gleichen Pflegeleistung kommen wie körperlich pflegebedürftige Menschen.
Viele Fragen aus der Praxis wurden Plenk gestellt, die für viele Anwesende brennend wichtig erschienen und die der Experte gerne beantwortete, denn er ist für jeden da, dem er helfen kann.

Schließlich informierte Plenk noch über das Thema der Flexirente. Die Regierung will den Anreiz zum Arbeiten nach Erreichen der 67. Lebensjahre durch höhere Rentenansprüche steigern. Zudem dürfen Arbeitnehmer zwischen dem 63. und 67.Lebensjahr mit der Flexi-Rente mehr hinzuverdienen, sofern sie das Modell u.a. der Teilrente wählen. Aufgrund der Coronaregelung, darf montan sogar im Jahr 2021 und 2022: 46.060,00 EURO hinzuverdienen, ohne dass die vorzeitige Altersrente gekürzt wird.

Ziel ist es, den Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand zukünftig flexibler zu gestalten und gleichzeitig die Attraktivität für ein Weiterarbeiten über die reguläre Altersgrenze hinaus zu erhöhen. Unter anderem sollen danach Bezieher einer Altersrente vor Erreichen der Regelaltersgrenze zukünftig flexibler hinzuverdienen dürfen. Nach Erreichen der Regelaltersgrenze soll sich ein Weiterarbeiten neben der Rente auf Antrag rentensteigend auswirken.
Diese Regelung ist bereits am 1. Juli 2017 in Kraft getreten.

Noch viele Fragen wurden an den Rentenexperten Helmut Plenk herangetragen, die den Anwesenden unter den Nägeln brennen. Er gab auf alles bereitwillig Auskunft, denn Plenk setzt sich für jeden ein, der Hilfe braucht und versprach, in aller nächster Zeit wieder mit einem diesbezüglichen Referat zu melden.

Plenk ging auch noch auf die Berechnungsmodalitäten der Grundrente seit dem Jahre 2021 ein. Er stellte auch noch die Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung sehr ausführlich vor, da diese Wichtigkeit meistens immer wieder hinter der sog. Patientenverfügung verschwindet.
Zum Schluss bedankte sich Frau Ingrid Kufner beim Referenten Helmut Plenk und überreichte ein kleines Präsent.

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