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Silberdisteln

Isolde Deiser

(v. hi.) Kreisgeschäftsführer Helmut Plenk als Referenten beim Silberdisteltreffen im September© Isolde Deiser

Ruhmannsfelden. Der Seniorenbeauftragte Franz Bauer konnte zum jüngsten Treffen der „Silberdisteln“ VdK-Kreisgeschäftsführer Helmut Plenk als Referenten begrüßen. Seine Vorträge bieten stets zahlreiche Informationen und Tipps für die Zuhörer. Deshalb hatten sich zahlreiche Besucher unter Einhaltung der Hygienevorschriften bei guter Bewirtung im Biergarten des Stammlokals Kopp eingefunden. Zunächst bedankte sich Plenk bei allen, die sich für den Erhalt der Bahnlinie GoVit eingebracht haben. „Wir müssen die Bahn viel nutzen“, forderte Plenk, denn das trage zu deren Erhalt bei, denn die „Kuh ist noch nicht vom Eis“, mit der jetzigen Verlängerung der Frist. Der VdK Kreisverband hatte für dieses Jahr viel geplant. Aber wegen Corona können diese beliebten Veranstaltungen wie gehabt, nicht durchgeführt werden, entschuldigte er sich bedauernd bei den Mitgliedern.

Danach wartete er mit Zahlen auf, die zeigten, dass bei 80 Millionen Einwohnern in Deutschland rund 7,8 Millionen schwerbehindert mit einem Behinderungsgrad von mindestens 50 Prozent sind. Im Landkreis Regen liege der Anteil noch höher und betrage über 10 Prozent der Landkreisbevölkerung. Das gebe Anlass zum Handeln. Der Referent wies darauf hin, dass jede Behinderungsart einen anderen Pflegestandard benötige und lobte dabei das Einfühlungsvermögen der Präsidentin des Sozialverbands VdK Verena Bentele. Plenk forderte, man solle sich bereits in gesunden Tagen Gedanken machen „Wie geht es weiter, wenn ich Pflege brauche? Sind Kinder da die helfen können? Will ich in ein Pflegeheim?“, zeigte Plenk einige Denkanstöße auf. Er wies darauf hin, dass Kurzzeit- und Tagespflegeplätze derzeit rar seien, obwohl es im Landkreis 13 Senioren- und Pflegeheime mit rund 800 Plätzen gebe. Plenk sprach auch die Pflegeroboter an, meinte aber „g’red is g’gred“. Ein wärmendes Wort oder eine gefühlvolle Geste seien meist genauso wichtig wie die richtigen Medikamente.
Ein breites Thema war auch Demenz. Ein heute geborenes Mädchen habe eine Lebenserwartung von 102 Jahren. Mit steigendem Alter erhöhe sich auch die Gefahr einer Demenzkrankheit, konstatierte Plenk. Er schilderte den besonderen Umgang mit Demenzkranken in lebendigen Beispielen. In die Zukunft blickend zeigte er auf, dass im Jahr 2030 jeder dritte Einwohner im Landkreis über 65 Jahre alt sein wird. Er wandte sich da gerade an die junge Generation, auf behindertengerechtes Bauen zu achten beim Hausbau. Schnell könnten selbst junge Leute, etwa nach einem Unfall, das als eine große Erleichterung sehen.
Von Helmut Plenk gab es noch zahlreiche Hinweise auf Hilfsmittel mit denen man eine Behinderung leichter meistern kann. Je nach Pflegestufe gebe es einen einmaligen Zuschuss bis zu viertausend Euro und einkommensabhängig bis zu zehntausend Euro. Wer einen Umbau oder eine Anschaffung plane, müsse vor Beginn den Antrag auf Bezuschussung stellen, plädierte Plenk eindringlich. Der VdK sei bei der Antragstellung gerne behilflich.
Zum Schluss informierte Plenk über Wissenswertes zur Grundrente, bei der er noch zahlreiche offene Fragen bemängelte. Bei dieser Fülle an Informationen hatten die Zuhörer auch Fragen, die Helmut Plenk auch zwischendurch beantwortete. Nach seinem kurzweiligen Vortrag beantwortete er wie selbstverständlich auch gerne persönliche Fragen der Zuhörer. Der Seniorenbeauftragte Franz Bauer hatte eingangs noch Infomaterial für den am Mittwoch, den 23. September 2020 stattfindenden Ausflug zum Papsthaus in Marktl und Pfarrkirchen mit Besichtigung der Wallfahrtskirche Gartlberg an die Besucher ausgeteilt.

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