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„Unser Radio“ zu Gast beim Sozialverband VdK Kreisverband Arberland

Michaela Greindl

(v. l.) Helmut Plenk, Geschäftsführer von Arberland sowie Christian Schillmaier vom Radio© Michaela Greindl

Regen. Herr Christian Schillmaier von „Unser Radio“ besuchte vor kurzem in der VdK-Geschäftsstelle den Geschäftsführer des Sozialverbandes VdK Helmut Plenk und stellte Fragen zur Grundrente und zum Hinzuverdienst bei vorgezogenen Alternsrenten. Durch die Corona-Krise besteht derzeit ein besonders hoher Bedarf an medizinischem Personal. Aber auch in anderen systemrelevanten Bereichen kann es zu Personalengpässen aufgrund von Erkrankungen oder Quarantäneanordnungen kommen. Um die Weiterarbeit oder Wiederaufnahme einer Beschäftigung nach Renteneintritt zu erleichtern, hat die Bundesregierung die im jeweiligen Kalenderjahr geltende Hinzuverdienstgrenze für das Jahr 2020 von 6.300 Euro auf 44.590 Euro angehoben. Jahreseinkünfte bis zu dieser Höhe führen somit nicht zu einer Kürzung einer vorgezogenen Altersrente. Ab dem Jahr 2021 gilt dann wieder die bisherige Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro pro Kalenderjahr.

Beispiel: Wenn ich eine vorgezogene Altersrente (=Altersrente für schwerbehinderte Menschen, Altersrente für langjährig Versicherte, Altersrente für besonders langjährig Versicherte) im Jahre 2020 beziehe, dann darf 44.590 EURO hinzuverdient werden, ohne dass die Rente gekürzt wird. Das bedeutet: wenn jemand ab dem 01.06.2020 in Rente geht, dann darf er für den Zeitraum: 01.06.2020bis 31.12.2020 diese 44.590 EURO brutto hinzuverdienen, ohne dass es rentenschädlich ist. Geht jemand ab dem 01.07.2020 in Rente, dann darf er vom 01.07.20 bis 31.12.2020 eben diese 44.590 EURO brutto hinzuverdienen. Also immer ab Rentenbeginn bis Ende des Jahres zählen diese 44.590 EURO (brutto). Steuern und Sozialversicherungsbeiträge sind natürlich zu zahlen!!!

Wichtig : Wer im Jahre 2020 bereits eine vorgezogene Altersrente (mit oder ohne Abschlag) beanspruchen kann, darf neben der Rente mehr hinzuverdienen. Bitte lassen Sie sich beraten, so Plenk. Dan erzählte der Sozialexperte von der Grundrente:

Wichtig so Plenk, derzeit ist nichts zu veranlassen. Die Grundrente ist beschlossen und es wird von Amtswegen von der Deutschen Rentenversicherung weiteres dann zu gegebener Zeit veranlasst.

Laut Berechnungen des Bundesarbeitsministeriums werden rund 1,3 Millionen Rentnerinnen und Rentner ein höheres Alterseinkommen haben. Die Grundrente ist ein Aufschlag auf geringe Renten, wenn mindestens 33 Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt worden ist.

70 Prozent derjenigen, die Grundrente bekommen werden, sind Frauen. „Mit dieser neuen Rentenleistung werden weibliche Biografien endlich besser gewürdigt“, lobt Plenk.

Um die volle Grundrente zu erhalten, müssen es 35 Jahre sein. Ab 33 Jahren, so lautet jetzt der Kompromiss, wird zumindest anteilig aufgestockt.

Anders als die Grundsicherung muss die Grundrente nicht beantragt werden, sondern wird automatisch ausbezahlt. Eine Hürde ist die Einkommensprüfung, die die Rentenversicherung anhand der Einkommensteuerbescheide des vorvergangenen Kalenderjahres vornehmen soll. Grundrente bekommt nur derjenige, dessen Einkommen unter dem Freibetrag von 1250 Euro für Alleinstehende oder 1950 Euro für Paare liegt. Doch was ist beispielsweise mit einer Neurentnerin 2021, die alle Voraussetzungen für den Grundrentenbezug erfüllt? Wird ein Steuerbescheid von 2019 zugrunde gelegt, als sie noch berufstätig war, liegt sie wahrscheinlich über dem Freibetrag. Muss sie Grundsicherung beantragen? Darauf hat die Bundesregierung noch keine Antwort. Bei Rentnerinnen und Rentnern, die wegen ihrer geringen Einkommen mindestens in den letzten drei Jahren gar keine Steuererklärung gemacht haben, soll es eine pragmatische Lösung geben. Errechnet wird der Anspruch aus der Höhe der gesetzlichen Rente plus möglicher Arbeitseinkommen. Wichtig ist einfach eine fundierte Beratung, so der VdK-Geschäftsführer Plenk.

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