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Renten und Steuern - Ein Thema das uns in den nächsten Jahren begleiten wird
Der Sozialverband VdK klärt auf

Fritz Bergbauer

(v. r.) Helmut Plenk, Andreas Eckl, Josef Bielmeier, Michael Bergbauer, Siegbert Kuffner, Ludwig Pritzl, Franz Xaver Pongratz.© Fritz Bergbauer

Prackenbach. Der Vorsitzende des VdK Ortsverbandes Prackenbach, Herr Michael Bergbauer, hat zum Thema „Renten und Steuern“ in das Gasthaus Bergbauer geladen.
Viele interessierte Damen und Herren sind dieser Einladung gefolgt. Der Vorsitzende konnte neben den vielen Besuchern und den zahlreich erscheinen Vorstandsmitgliedern die heutigen Referenten, Herrn Helmut Plenk, VdK-Geschäftsführer und Behindertenbeauftragter des Landkreises Regen sowie den Steuerberater, Herrn Josef Bielmeier, recht herzlich willkommen heißen. Unter den Gästen war auch Bürgermeister Andreas Eckl und der Seniorenbeauftragte Franz Xaver Pongratz.
Der Sozialrechtsexperte Plenk übernahm dann das Wort und stellte zunächst einmal das Thema Rente in den Vordergrund. Renten und Steuern, diese zwei Begriffe beherbergen einen wahren Dschungel an Gesetzen, Richtlinien, Formularen usw. Alleine die verschiedenen Rentenarten stellen für so manche Person ein Fragezeichen dar. Regelaltersrente, Altersrente für langjährig Versicherte, Altersrente für schwerbehinderte Menschen, Erwerbsminderungsrenten, Renten an Hinterbliebene, Mütterrente, etc.
So könnte man noch einige Rentenarten aufzählen. Ein Rentenantrag für Erwerbsminderungsrente umfasst heute komplett fast 60 Seiten. Das unsere Rente sicher ist kann garantiert werden, aber wie hoch wird sie einst sein? Helmut Plenk, der Sozialrechtsexperte des VdK Kreisverbandes Arberlandes zeigte anhand von vielen konkreten Beispielen den Anwesenden auf, worauf man bei der Beantragung der Rente auch achten muss. Er teilte mit, welche Voraussetzungen für die Gewährung der jeweiligen Rentenarten vorliegen müssen, u.v. mehr. Plenk zeigte auch auf, dass unbedingt auch im Rentenalter ein Antrag auf Zuerkennung der Schwerbehinderteneigenschaft Vorteile bringen kann, nämlich, wenn es um die Besteuerung der Rente geht. Es gibt hier für schwerbehinderte Personen auch sogenannte Freibeträge. Bitte auch darauf achten, so der Experte. Nun sorgt auch noch die Versteuerung unserer Rente für Verwirrung.
Zu diesem Thema Steuern hat der VdK Ortsverband Prackenbach Herrn Steuerberater Josef Bielmeier eingeladen. Wer muss für seine Renteneinkünfte Steuern bezahlen und welche Rente muss versteuert werden? Fragen über Fragen die Herr Bielmeier zu beantworten versuchte. Herr Bielmeier gab zunächst einen Überblick über die Altersversorgung, insbesondere zu den gesetzlichen und privaten Renten.
Die Altregelung bis 2005 wurde dabei auch kurz im Vergleich zur Neuregelung wie auch die Steuertarife (Grund- und Splittingtarif) sowie das sogenannte Witwensplitting dargestellt. Hingewiesen hat Herr Bielmeier auch, dass von sich aus eine Erklärungspflicht besteht wenn sich eine Steuer errechnet, insbesondere bei Nebeneinkünften wie z.B. aus Mieten oder eine Photovoltaikanlage. Angeschnitten hat er dabei auch das Thema der Nichtveranlagungsbescheinigung. Er erläuterte auch Möglichkeiten, die Steuer zu mindern. So z. B. durch den Abzug von bestimmten Versicherungsbeiträgen, Spenden (sog. Sonderausgaben), wie auch die Berücksichtigung von Krankheitskosten oder der Ansatz eines evtl. Körperbehinderten-Ausweises oder Pflegepauschbetrags (sog. Außergewöhnliche Belastungen), sowie die Steuerermäßigungen durch Handwerkleistungen oder haushaltsnahen Beschäftigungsverhältnissen. Abschließend wurden noch einige Beispiele der Besteuerung verschiedener Steuerpflichtigen veranschaulicht, bei denen auch noch die Möglichkeiten des
Altersentlastungsbetrags und der Freibetrag für die Landwirtschaft zur Sprache kamen. So gibt es steuerfreie Renten, z. B. Renten aus der gesetzlichen Unfallversicherung oder Leistungen aus einer private Pflegeversicherung. Der Rentensteuer liegt ein Stufenmodell ab 2005 bis 2040 zugrunde. Bis 2005 betrug der Besteuerungsanteil 50 Prozent pro Jahr erhöht sich der Besteuerungsanteil bis 2020 um 2 Prozent und danach um 1 Prozent, sodass bei Rentenbeginn im Jahr 2040 unsere Rente zu 100 Prozent zu versteuern ist. Auch die Mütterrente ist als Teil der Altersrente steuerpflichtig. Tipps zur Steuervermeidung gab Herr Bielmeier auch bekannt. So kann man in der Steuererklärung zum Beispiel „Außergewöhnliche Belastungen“ geltend machen. Das sind unter anderem Kosten für eine Brille, Kosten für Zahnersatz, Krankheitskosten, Kurkosten und dergleichen.

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