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Seniorennachmittag im neu renovierten Pfarrsaal
Liesa Stadler und Helmut Plenk referierten über den Rufbus bzw. Notfallmappe

Günther Kagerbauer

© Günther Kagerbauer

Dieser Seniorennachmittag mit Kaffee und Kuchen, den das Seniorenbetreuungsteam Günther Kagerbauer, Christl Haßelbusch und Hilde Mader am Mittwoch organisiert und auch die Bewirtung der zahlreichen Gäste übernommen hatte, stand im Zeichen der Aufklärung über den Rufbus in Ergänzung zum regulären Linienbusverkehr und der Notfallmappe (Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung). Günther Kagerbauer konnte zu dieser Informationsveranstaltung Frau Liesa Stadler vom Landratsamt, den Kreisgeschäftsführer des Sozialverband VdK-Kreisverband Arberland Helmut Plenk und viele Senioren/innen begrüßen.
Helmut Plenk informierte sehr ausführlich und kompetent über den Sinn einer Notfallmappe. Für den Fall der Fälle Bescheid zu wissen war das Credo seiner Ausführungen. Helmut Plenk ging vor allem auf die Frage ein, brauche ich unbedingt eine Patientenverfügung, was sollte ich bedenken? Wenn Sie überlegen, ob Sie eine Patientenverfügung erstellen wollen oder nicht, empfiehlt es sich zunächst darüber nachzudenken, was Ihnen im Zusammenhang mit Krankheit, Leiden und Tod wichtig ist, wovor Sie Angst haben und was Sie sich erhoffen. Manche Menschen haben Angst, dass vielleicht nicht mehr alles medizinisch Mögliche für sie getan werden könnte, wenn sie alt oder schwer krank sind. Andere befürchten, dass man sie in solchen Situationen unter Aufbieten aller technischen Möglichkeiten nicht sterben lässt. Es ist nicht einfach, sich mit existenziellen Fragen auseinander zu setzen, die Krankheit, Leiden und auch das Sterben betreffen. Dennoch ist dies notwendig, weil man sich über die Konsequenzen der eigenen Entscheidungen klar werden muss. Festlegungen in einer Patientenverfügung bedeuten, dass man selbst die Verantwortung für die Folgen übernimmt, wenn eine Ärztin oder ein Arzt diesen Anordnungen entspricht. Dabei sollten Sie bedenken, dass in bestimmten Grenzsituationen des Lebens Voraussagen über das Ergebnis medizinischer Maßnahmen und mögliche Folgeschäden im Einzelfall kaum möglich sind. Wenn Sie Festlegungen für oder gegen bestimmte Behandlungen treffen wollen, sollten Sie sich bewusst sein, dass Sie durch einen Behandlungsverzicht unter Umständen auf ein Weiterleben verzichten. Umgekehrt sollten Sie sich darüber klar sein, dass Sie für eine Chance, weiterleben zu können, möglicherweise Abhängigkeit und Fremdbestimmung in Kauf nehmen. Am Ende Ihrer persönlichen Willensbildung kann die Entscheidung stehen, eine Patientenverfügung zu erstellen oder der Entschluss, keine Vorsorge treffen zu wollen. Sie sollten sich und der Bevollmächtigte deshalb Zeit für diese Überlegungen nehmen und sich nicht unter Druck setzen. Gleichzeitig warnte der Referent davor, die Verfügungen aus Broschüren einfach abzuschreiben. Eine Patientenverfügung ist nur dann sinnvoll, wenn sie auf den jeweiligen Verfasser konkret abgestimmt ist. „Wer nicht selbst handelt, wird behandelt“. Auch Liesa Stadler vom Landratsamt Regen hatte sehr interessante Infos über den seit 2016 ins Leben gerufenen „Rufbus“. Der Rufbus ergänzt bedarfsorientiert den regulären Linienbusverkehr und er fährt auch an Wochenenden und Feiertagen für sie und bringt sie bequem, sicher und günstig zum Einkaufen, zum Arzt, zum nächsten Behördengang oder zum Bahnhof. Er fährt fast täglich flächendeckend im Landkreis und bindet so auch kleine Orte in das Netz des öffentlichen Nahverkehrs ein. Momentan können acht Personen pro Fahrt mitfahren, der Preis richtet sich nach dem Arberland-Wabentarif. www.arberland-verkehr.de . Wer mit einem GUTi, Bayerwald-Ticket, Bayern-Ticket, Bayern-Ticket Nacht oder Bayern-Böhmen Ticket unterwegs ist, muss für den Rufbus nicht extra bezahlen. An Kinder von 6 bis 14 Jahren und Senioren (65 Jahre) werden Regelfahrscheine mit rund 40 60 Minuten vor Abfahrt an der ersten Haltestelle möglich. Sie können ihre Fahrt auch unter www.fahrt-wunschzentrale.de anmelden. Bei den Fahrten im Fahrplan gibt es nur an der ersten und letzten Haltestelle eine Fahrtzeit. Innerhalb diesem Zeitfenster können sie ihre Fahrt beliebig buchen. Dann einfach nur zur bestätigten Abfahrtszeit an der vereinbarten Haltestelle warten und losfahren. Günther Kagerbauer überreichte noch ein kleines Geschenk an Liesa Stadler und bedankte sich bei beiden Referenten für ihre interessanten Vorträge.

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