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Was bringt ein Schwerbehindertenauseis?
VdK-Geschäftsführer Plenk informierte

Regen. Letzten Freitag war das Thema „Schwerbehinderung sowie Fördermöglichkeiten für den barrierefreien Umbau“ bei der MS-Gruppe auf der Agenda. Die Vorsitzende dieser Organisation, Frau Edeltraud Kirchner konnte im Offiziersheim neben vielen anwesenden Personen den heutigen Referenten Herrn Helmut Plenk begrüßen. VdK-Geschäftsführer und Behindertenbeauftragter des Landkreises Regen Helmut Plenk brachte den zahlreichen Anwesenden das umfangreiche uns sehr komplexe Sozialgesetzbuch SGB IX an den Mann bzw. an die Frau. Helmut Plenk der VdK-Geschäftsführer beim VdK Kreisverband ARBERLAND ist beschäftigt sich sehr ausführlich mit dem Thema „Schwerbehinderung“.
Folgende Fragen klärte er auf:

  • Was bringt ein Schwerbehindertenausweis?
  • Bin ich dann unkündbar? Habe ich einen Kündigungsschutz?
  • Habe ich mehr Urlaub?
  • Kann mir der Grad der Behinderung wieder genommen werden?
  • Was bedeutet, dass der Ausweis unbefristet ist?
  • Kann mein AG auch Zuschüsse erhalten?
  • Braucht ein Renten auch einen Schwerbehindertenausweis?
  • Steuerliche Vorteile durch den Ausweis?

Zu all diesen Fragen wusste der Sozialrechtsexperte eine passende Antwort und ging ganz genau und explizit darauf ein.

Dem nächsten Thema was sich Plenk annahm, waren die Fördermöglichkeiten bzgl. des Umbaus. Helmut Plenk, der auch noch stellvertr. Landrat im LKR Regen ist, will einfach vermehrt ein Augenmerk auch auf das Thema „Barrierefrei Bauen“, bzw. „Altersgerecht Bauen“ legen. Dies schaffen aber wir nur dann, so Plenk, wenn wir die Bürgerinnen und Bürger mehr und mehr einfach mit diesem Thema vertraut machen.
Jeder, so mache ich die Erfahrung verdrängt (bewusst) dieses Thema, obwohl wir fast jeden Tag das Wort u.a. demographischer Wandel benutzen und in den Mund nehmen. Wir werden alle älter – aber was kommt dann…. Wie geht es mit älteren, kranken und behinderten Menschen weiter…..Wie kann ich Zuhause möglichst lange ein lebenswertes evtl. eigenständiges Wohnen und Leben verwirklichen…..
Plenk sagt: Stellen Sie sich vor, Sie sitzen – vielleicht sogar nur vorübergehend – im Rollstuhl. Wäre dies in ihrer Wohnung, ihrem Haus möglich? Wir wollen erreichen, dass Menschen mit und ohne Behinderung selbstbestimmt leben können, zuhause, im Beruf, in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens!
Selbstbestimmtes Leben – daraus folgen besondere Anforderungen an die gebaute Umwelt. Als Behindertenbeauftragter des LKR Regen liegt mir dieses Thema besonders am Herzen. Mir ist es wichtig, dass auch die Region beispielhaft vorangeht. Somit sucht sich Plenk mittlerweile auch verbündete die das altersgerechte und barrierefreie Bauen sowohl für private Bauten als auch bei öffentlichen Gebäuden vorantreiben.

Wer bekommt denn eine Förderung:
Der Freistaat Bayern fördert die behindertengerechte Anpassung von bestehendem Eigen- und Mietwohnraum an die Belange von Menschen mit Behinderung im Rahmen des Bayerischen Wohnungsbauprogramms mit einem leistungsfreien Darlehen von bis zu 10.000 Euro.

Voraussetzung für eine Förderung ist unter anderem die Einhaltung von bestimmten Einkommensgrenzen:
Einpersonenhaushalt: 22.600 Euro bereinigtes Jahresnetto
Zweipersonenhaushalt: 34.500 Euro bereinigtes Jahresnetto
Für jede weitere im Haushalt lebende Person: 8.500 Euro pro Jahr zusätzlich
Die Einkommensermittlung erfolgt nach den Kriterien des Einkommenssteuergesetzes (es zählen alle Einkünfte, wie gesetzl. Rente, private Rente, Betriebsrente, Zusatzrente, usw. (auch Zinseinkünfte und Einkünfte aus Photovoltaik) Als Einkommen zählt jedoch nicht: Blindengeld und Pflegegeld

Voraussetzung für die Förderung ist natürlich das Vorliegen des Schwerbehindertenausweises. Es muss ein „schweres“ Handicap vorliegen, dass eben dazu berechtigt.
Für eine Förderung kommen beispielsweise folgende Maßnahmen in Frage:
• Umbau einer Wohnung (behindertengerechter Wohnungszuschnitt mit ausreichenden Bewegungsflächen, Schwellenabbau, zum Beispiel an den Zugängen zu Terrassen, Loggien oder Balkonen)
• Einbau behindertengerechter sanitärer Anlagen (zum Beispiel Schaffung bodengleicher Duschplätze oder Einbau von Stütz- und Haltesysteme)
• Einbau solcher baulichen Anlagen, die die Folgen einer Behinderung mildern (zum Beispiel ein Aufzug oder eine Rampe für Rollstuhlfahrer, Nachrüstung von automatischen Tür-, Tor-, oder Fensterantrieben, Maßnahmen zur Verbesserung der Orientierung und Kommunikation wie taktile Markierungen oder ergänzende Beschriftungen mit Braille- oder Reliefschrift).

Plenk ging auch noch auf das neue Rentenpaket ab dem Jahre 2019 ein. Er stellte die Mütterrente ausführlich vor. Der Sozialexperte wies auch noch daraufhin, dass der Rentenbezug und die Anerkennung von Pflegezeiten auch bei der Regelaltersrente möglich ist, wenn man auf 1Zum Schluss bedankte sich Frau Kirchner beim Referenten Helmut Plenk und überreichte ein kleines Präsent.

Hr. Kirchner

Edeltraud Kirchner, Manuela Ernst im Rollstuhl, Helmut Plenk, Anna Warming© Hr. Kirchner

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