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Barrierefreies Bad - Welche Möglichkeiten gibt es?
Helmut Plenk referierte über die Zuschussmöglichkeiten

Walter Gruber

Ingrid Kufner und Helmut Plenk© Walter Gruber

Zwiesel. Letzten Mittwoch war das Thema „Zuschussmöglichkeiten“ beim VdK Zwiesel auf der Agenda. Anlässlich eines Unterhaltungsnachmittages fand diese Infoveranstaltung statt. Die Vorsitzende des VdK Ortsverbandes Zwiesel, Frau Ingrid Kufner konnte neben vielen Vorstandsmitgliedern und dem stellvertr. VdK-Kreisvorsitzenden Emil Kronschnabl zahlreiche VdK-Mitglieder in der Rotwaldglashütte Dick begrüßen. VdK-Geschäftsführer und Behindertenbeauftragter des LKR Regen Helmut Plenk brachte den zahlreichen Anwesenden das umfangreiche und sehr komplexe Thema an den Mann bzw. an die Frau.
Helmut Plenk der VdK-Geschäftsführer beim VdK Kreisverband ARBERLAND ist beschäftigt sich sehr ausführlich mit dem Thema der Fördermöglichkeiten bgzl. des Umbaus. Helmut Plenk, der auch noch stellvertr. Landrat im LKR Regen ist, will einfach vermehrt ein Augenmerk auch auf das Thema „Barrierefrei Bauen“, bzw. „Altersgerecht Bauen“ legen. Dies schaffen aber wir nur dann, so Plenk, wenn wir die Bürgerinnen und Bürger mehr und mehr einfach mit diesem Thema vertraut machen.
Jeder, so mache ich die Erfahrung verdrängt (bewusst) dieses Thema, obwohl wir fast jeden Tag das Wort u.a. demographischer Wandel benutzen und in den Mund nehmen. Wir werden alle älter – aber was kommt dann…. Wie geht es mit älteren, kranken und behinderten Menschen weiter…..
Wie kann ich Zuhause möglichst lange ein lebenswertes evtl. eigenständiges Wohnen und Leben verwirklichen…..
Plenk sagt: Stellen Sie sich vor, Sie sitzen – vielleicht sogar nur vorübergehend – im Rollstuhl. Wäre dies in ihrer Wohnung, ihrem Haus möglich? Wir wollen erreichen, dass Menschen mit und ohne Behinderung selbstbestimmt leben können, zuhause, im Beruf, in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens!
Selbstbestimmtes Leben – daraus folgen besondere Anforderungen an die gebaute Umwelt. Als Behindertenbeauftragter des LKR Regen liegt mir dieses Thema besonders am Herzen. Mir ist es wichtig, dass auch die Region beispielhaft vorangeht. Somit sucht sich Plenk mittlerweile auch verbündete die das altersgerechte und barrierefreie Bauen sowohl für private Bauten als auch bei öffentlichen Gebäuden vorantreiben.
Wer bekommt denn eine Förderung:
Der Freistaat Bayern fördert die behindertengerechte Anpassung von bestehendem Eigen- und Mietwohnraum an die Belange von Menschen mit Behinderung im Rahmen des Bayerischen Wohnungsbauprogramms mit einem leistungsfreien Darlehen von bis zu 10.000 Euro.

Voraussetzung für eine Förderung ist unter anderem die Einhaltung von bestimmten Einkommensgrenzen:
Einpersonenhaushalt: 22.600 EURO bereinigtes Jahresnetto
Zweipersonenhaushalt: 34.500 EURO bereinigtes Jahresnetto
Für jede weitere im Haushalt lebende Person: 8.500 EURO pro Jahr zusätzlich

Die Einkommensermittlung erfolgt nach den Kriterien des Einkommenssteuergesetzes (es zählen alle Einkünfte, wie gesetzl. Rente, private Rente, Betriebsrente, Zusatzrente, usw. (auch Zinseinkünfte und Einkünfte aus Photovoltaik)
Als Einkommen zählt jedoch nicht: Blindengeld und Pflegegeld
Voraussetzung für die Förderung ist natürlich das Vorleigen des Schwerbehindertenausweises. Es muss ein „schweres“ Handicap vorliegen, dass eben dazu berechtigt.

Für eine Förderung kommen beispielsweise folgende Maßnahmen in Frage:

  • Umbau einer Wohnung (behindertengerechter Wohnungszuschnitt mit ausreichenden Bewegungsflächen, Schwellenabbau, zum Beispiel an den Zugängen zu Terrassen, Loggien oder Balkonen)
  • Einbau behindertengerechter sanitärer Anlagen (zum Beispiel Schaffung bodengleicher Duschplätze oder Einbau von Stütz- und Haltesysteme)
  • Einbau solcher baulichen Anlagen, die die Folgen einer Behinderung mildern (zum Beispiel ein Aufzug oder eine Rampe für Rollstuhlfahrer, Nachrüstung von automatischen Tür-, Tor-, oder Fensterantrieben, Maßnahmen zur Verbesserung der Orientierung und Kommunikation wie taktile Markierungen oder ergänzende Beschriftungen mit Braille- oder Reliefschrift).

Plenk ging auch noch auf das neue Rentenpaket ab dem Jahre 2019 ein. Er stellte die Mütterrente ausführlich vor. Der Sozialexperte wies auch noch daraufhin, daß derjenige Rundfunkbefreit wird, der das Landespflegegeld erhält.
Zum Schluss bedankte sich Frau Ingrid Kufner beim Referenten Helmut Plenk und überreichte ein kleines Präsent.

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