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ARBERLANDKLINIK
VdK-Geschäftsführer Helmut Plenk referierte in der ARBERLANDKLINIK

Maria Seifert

v. li.: Gstöttner Christian (Stationsleitung Intensivstation und Schwerbehindertenvertreter der Arberlandkliniken), Helmut Plenk, Martin Wagner (Personalratsvorsitzender der Arberlandkliniken) Doris Köppl (Personalbüroangestellte)© Maria Seifert

Viechtach. Auf Einladung des Schwerbehindertenvertreters Christian Gstöttner referierte der Sozialrechtsexperte Helmut Plenk neulich bei der Versammlung der Schwerbehindertenvertretung der Arberlandklinik. Neben anderen wichtigen Tagesordnungspunkten stand auch ein Referat von Plenk auf der Einladung.
Referent Helmut Plenk, Sozialverband VdK, verstand es, auf sehr anschauliche Art, einen Überblick zu geben von der Historie über die verschiedenen Rentenarten bis hin zu der Vielzahl an Versäumnissen des Einzelnen und der Vielfalt der Vorsorgemöglichkeiten.
Immer wieder kreiste die Thematik um das Zauberwort "Pflichtbeiträge" und damit verbundene Fristen sowie Fehleinschätzungen.
Aus welchem Winkel die Renten des einzelnen auch betrachtet wurden, am Ende standen fast immer die Pflichtbeiträge; sei es die Minijoberin, die mitarbeitende Ehefrau, der pflegende Angehörige usw., im Mittelpunkt.
Immer wieder ging ein Raunen durch die Anwesenden, wenn Helmut Plenk einen weiteren Aspekt anführte wie die Thematik der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente, Eintritt des Pflegefalls, die unterschiedlichen Verfügungen (Patienten-, Betreuung oder Vorsorge), anzurechnendes Zusatzeinkommen, Mütterrente, Anstieg psychischer Krankheiten und Demenz, Scheidung oder die Umkehrung der Bevölkerungspyramide.
So vielschichtig die Renten- und Versorgungslage des Einzelnen, so vielfältig sind auch die Möglichkeiten für den Einzelnen, vorzusorgen.
Die Betonung liegt hier auf Vorsorge, denn Reagieren ist beim Thema Rente in der Regel zu spät und bedeutet Einbußen, die oftmals ohne großen Aufwand hätten vermieden werden können.
Helmut Plenk mahnte immer wieder an, sich über die eigene Rentensituation zu informieren, Modalitäten und Möglichkeiten sowie vor allem Fristen zu prüfen. Manchmal entscheiden wenige Wochen, sogar Tage über die Höhe oder den generellen Anspruch einer Rentenzahlung. Auch hier gilt es wieder, die Pflichtbeiträge zu berücksichtigen.
Ganz ruhig wurde es als Plenk folgende Zahl nannte: wer derzeit im Jahr 2018 ein Jahresbruttogehalt von ca. 37.800 Euro aufweisen kann, der erhält eine mtl. Bruttorente in Höhe von ca. 32 Euro. Davon abzuziehen sind evtl. Abschläge und ca. 10 Prozent Kranken- und Pflegeversicherung.
Abschließend appellierte Helmut Plenk an die Zuhörerschaft, die Beratungsangebote der Rentenversicherung, der Arbeitgeber, der sozialen Träger und natürlich des VdK Bayern in Anspruch zu nehmen, um in der persönlichen Prüfung Renteneinschnitte oder gar der Altersarmut rechtzeitig vorzubeugen.
Christian Gstöttner bedankte sich bei Helmut Plenk für den sehr interessanten Vortrag mit einem kleinen Präsent.

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