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Plötzlich Pflegefall - Was nun?

Helmut Plenk referiert zum Thema Pflege bei der BRK Bereitschaft

Regen. Zum Vortrag: Plötzlich Pflegefall- was nun? konnte stellv. Bereitschaftsleiter Tobias Denk Referent Helmut Plenk vom Sozialverband VdK begrüßen Er freute sich, dass viele Mitglieder des BRK aus allen Altersschichten anwesend waren. Denk betonte in seiner Begrüßung, dass man sich als Mitglied beim Roten Kreuz in erster Linie zur Aufgabe gesetzt hat Menschen in Not zu helfen, jedoch auch jedem selbst eine plötzliche Krankheit ereilen könne und man dann auf fremde Hilfe angewiesen sein könne. Man sei froh mit Helmut Plenk einen Experten im Bereich Pflege als Referent gewonnen zu haben, der hilfreiche Informationen liefern könne.
Helmut Plenk verdeutlichte anhand eines aktuellen Falles aus seiner Tätigkeit als Kreisgeschäftsführer des VdK Kreisverbandes Arberland als wie schnell das Schicksal einer schweren Krankheit auch junge Menschen ereilen kann und zeigte sich daher froh, dass sich besonders auch junge Zuhörer in den Reihen der Bereitschaft für das Thema sensibilisieren.
Anhand verschiedener Statistiken zeigte Plenk auf, wie stark die Zahlen von behinderten Menschen im Landkreis Regen in den letzten Jahren zugenommen hat und welche Herausforderungen aufgrund des demografischen Wandels noch warten. Denn die Bevölkerung werde immer älter und somit wird auch die Zahl von Pflegebedürftigen immer weiter zunehmen.
Patientenverfügung, Betreuungsvollmacht und Vorsorgevollmacht nannte Plenk die drei wichtigsten Bausteine um im Falle einer schweren Krankheit oder einem Unfall bestmöglich abgesichert zu sein und auch seinen Angehörigen teilweise schwierige Entscheidungen im Vorfeld abnehmen zu können.
Er verwies für diesen Fall auch auf die Notfallmappe des Landkreises, bei welcher alle notwendigen Dokumente enthalten sind. Auf seien Frage, ob den bereits jeder diese Notfallmappe zuhause ausgefüllt hat, erhielt er als Antwort: „Dahoam hobes scho, oba no ned ausgefüllt“. Er bat daher eindringlich darum, dies schnellstmöglich nachzuholen und auch seine Angehörigen miteinzubinden, um seine Entscheidungen mit diesen abzustimmen. Denn durch gute Kommunikation lassen sich Streitigkeiten untereinander vermeiden.
Im Anschluss zeigte Helmut Plenk die Unterschiede der in der Pflegereform 2 neu eingeführten Pflegegrade im Vergleich zu den bis 31.12.2016 geltenden Pflegestufen auf. Nicht nur die Anzahl der Einstufungen habe sich verändert, sondern auch deren Bewertung und das damit verbundene Pflegegeld.
Wie die Einstufung in einen der fünf Pflegerade erfolgt, zeigte er detailliert anhand der verschiedenen Kriterien auf. So werden unter anderem Fähigkeiten zur Selbstversorgung, Mobilität und Umgang im täglichen Leben abgefragt und anhand eines Punktesystems bewertet. Dadurch errechnet sich dann der Pflegegrad. Dies wurde auch durch ein Fallbeispiel im Anschluss deutlich. Plenk betonte, dass er dieses System grundsätzlich besser findet als die vorherigen Pflegestufen. Jedoch zeige er auch gewisse Schwächen im System auf, die laut seiner Meinung zu einer ungerechten Behandlung verschiedener Bedürftigen führen können.
„In der Pflege gibt es leider immer noch sehr große bürokratische Hürden“, bemängelte er und erntete dafür von den Anwesenden, die teilweise selbst mit der Pflege ihrer Angehörigen betraut sind, breite Zustimmung.
Im Anschluss gab Helmut Plenk noch einige hilfreiche Tipps und Tricks, wie bereits im Vorfeld dafür gesorgt werden kann die Angehörigen im Falle des Eintritts eines Pflegefalles entlasten zu können und ihnen keine zu großen finanziellen Bürden zu hinterlassen. Er wies darauf hin, dass viele Dinge vor allem im notariellen Übergabevertrag geregelt werden können. Was notwendig oder auch weniger zielführen ist, konnte der VdK-Kreisgeschäftsführer anhand vieler Beispiele aus der Praxis belegen, die teilweise zum Schmunzeln anregten, allerdings auch nachdenklich stimmten.
In seinem Schlusswort nahm Plenk jeden einzelnen in die Pflicht vorzusorgen und gab den Zuhörern noch mit auf den Weg: „Mit der Pflege wird sich jeder von Ihnen noch beschäftigen müssen, regeln Sie alles bereits jetzt und sie können heute Abend gut schlafen!“

Plötzlich Pflegefall - was nun?

v.l. Tobias Denk stellv. BL, Wolfgang Stoiber Bereitschaftsleiter, Monika Ebner Seniorenbeauftragte und Helmut Plenk© Marcel Medger

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  1. Plötzlich Pflegefall - was nun? | © Marcel Medger

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