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Monatliches Treffen der „Silbersdisteln

Isolde Deiser

Der Ruhmannsfeldener Seniorenbeauftragte Franz Bauer (re.) bedankte sich für den informativen Vortrag von Helmut Plenk (2.v.li.) mit einem kleinen Präsent im Beisein der Zachenberger Seniorenbeauftragten Maria Bielmeier (2.v.re.) und Christine Schmid von der VdK – Ortsgruppe Ruhmannsfelden (li.)© Isolde Deiser

Ruhmannsfelden. Der Seniorenbeauftragte Franz Bauer konnte zum monatlichen Treffen der „Silbersdisteln“ VdK-Kreisgeschäftsführer Helmut Plenk als Referenten gewinnen. Weil er immer neue und wichtige Informationen für seine Zuhörer hat, waren auch die Zachenberger Senioren und die VdK-Mitglieder von der Ortsgruppe Ruhmannsfelden gekommen. Da es ein wunderbar warmer Nachmittag war, saß man im Biergarten des Gasthauses Kopp am Marktplatz beisammen. Zunächst wies Franz Bauer noch auf die Ausflüge hin und teilte das Halbjahresprogramm aus.
Der Kreisgeschäftsführer Helmut Plenk berichtete Neues von der Pflege. Im Landkreis gebe es insgesamt 12 Senioren- und Pflegeheime mit 762 Heimplätzen und keiner sei mehr frei. Es gebe drei bis vier Wartezeit für Kurzzeit- und Verhinderungspflege. Derzeit gebe es 3.000 Pflegefälle im Landkreis, die sich bis zum Jahr 2035 verdoppeln, machte Plenk das Problem deutlich. Etwa 10 Prozent der Landkreisbevölkerung haben einen Behinderungsgrad von 50 Prozent und mehr. Er wies, wie schon so oft, darauf hin, wie wichtig das Ausfüllen einer Betreuungs- und Patientenverfügung sowie Vorsorgevollmacht sei. „Nehmt euch dafür Zeit!“, riet er eindringlich, solange ihr bei klarem Verstand seid. Derzeit gebe es im Landkreis 1.800 Demenzkranke, in 2020 gebe es 2.100 und ab 2030 seien es 30 Prozent der Einwohner über 65 Jahre, so Plenk. Dank der rührigen Kreisseniorenbeauftragten Christine Kreuzer werde im Landkreis ein Seniorenbedarfsplan aufgestellt. Hier galt der Dank des Referenten den tüchtigen Seniorenbeauftragten in den Gemeinden.
Zum 01. Januar 2017 wurde die Pflege von drei Pflegestufen auf fünf Pflegegrade umgestellt. Da finde auch Demenz eine andere Bewertung als bisher. Es gebe sechs Module wie die Pflegebedürftigkeit eingestuft werde. Es beginne mit der Mobilität, der kognitiven und der kommunikativen Kompetenz, die Verhaltensweisen, die Selbstversorgung, Bewältigung der Krankheit und anderen Belastungen und letztendlich die Gestaltung des Alltagslebens mit sozialen Kontakten. In anschaulichen Beispielen zeigte der Referent auf, wie hier die Punktebewertung vorgenommen wird, denn jedes Modul hat eine verschiedene Gewichtung.
Bis 12,5 Punkte gebe es keinen Pflegegrad. Auch bei Pflegegrad eins gebe es noch kein Pflegegeld aber 125 Euro pro Monat für niederschwellige Arbeiten, die aber von einem professionellen Pflegedienst durchgeführt werden müssen. Das sei wegen Personalmangel derzeit nicht möglich. Deshalb arbeite der VdK daran, dass es dieses Geld auch für Familienangehörige geben soll, die diese niederschwelligen Arbeiten leisten. Bei Pflegestufe zwei gebe es bei einem Heimaufenthalt 770 Euro, bei ambulantem Pflegedienst 689 Euro und für Pflege daheim 316 Euro und erläuterte so die Leistungen der weiteren Pflegestufen. Außerdem könne man zusätzlich bis zu vier Wochen Kurzzeitpflege beanspruchen sowie eine Verhinderungspflege. Wichtig sei auch, dass Pflegepersonen über die kommunale Unfallversicherung unfallversichert sind.
Eine Heimeinweisung sei immer ein „spannendes“ Thema, meinte Plenk. Kinder müssten zwar selten zahlen, aber Schenkungen der letzten zehn Jahre vor der Heimeinweisung würden herangezogen, falls man vom Staat Geld über die Sozialhilfe beanspruchen wolle. Zahlen müssten nur geradlinig Verwandte.
Zum Schluss wies Plenk noch auf das wenig bekannte Landespflegegeld hin. 1.000 Euro zusätzlich gibt es ab 01. September jährlich für Personen ab dem Pflegegrad zwei und Wohnsitz in Bayern. Beantragen könne man das Geld ab sofort und noch bis zum 31. Dezember 2018 bei der Landespflegestelle. Ist der Antrag einmal eingereicht, kommt das Landespflegegeld automatisch jährlich. Verstirbt ein Antragsteller muss das natürlich umgehend gemeldet werden bei der Landespflegestelle. Formulare gibt es bei Finanz- und Landratsämtern und im Zentrum Bayern für Familie und Soziales. Dem Antrag muss eine Kopie des Ausweises oder Reisepasses sowie des Bescheides der Pflegekasse beigefügt werden. Betreuer oder Bevollmächtigte müssen eine Kopie der Vollmacht oder des Betreuungsausweises beilegen. VdK-Mitglieder können sich an die Geschäftsstelle in Regen wenden, die berät und das erledigt.

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