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Für den Ernstfall Bescheid wissen
VdK-Kreisgeschäftsführer Helmut Plenk und Heimleiter Franz Lobmeier sowie Rechtsanwalt Franz Hollmayr referierten

Sandra Gmeinwieser

Maria Vogl, Franz Hollmayr, Elfriede Brem, Helmut Plenk, Georg Preiß, Franz Lobmeier© Sandra Gmeinwieser

Drachselsried. Den Infoabend zum Thema: „Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung nutzten sehr viele im Seniorenheim in Drachselsried. Den Kontakt zu Herrn Plenk stellte Elfriede Brem her. Der Vorsitzende des VdK Zellertal, Georg Preiß, begrüßte neben den zahlreichen Besuchern die Referenten: VdK-Geschäftsführer und Behindertenbeauftragten des Landkreises Regen, Herrn Helmut Plenk, sowie den Fachanwalt für Medizinrecht Franz Hollmayr und den Heimleiter des BRK-Seniorenheims, Franz Lobmeier. Preiß bedankte sich beim Franz Lobmeier für die Benutzung der Räumlichkeit.

Die drei Referenten gingen vor allem auf diese Frage ein: Brauche ich unbedingt eine Patientenverfügung, was sollte ich bedenken?
Wenn Sie überlegen, ob Sie eine Patientenverfügung erstellen wollen oder nicht, empfiehlt es sich zunächst darüber nachzudenken, was Ihnen im Zusammenhang mit Krankheit, Leiden und Tod wichtig ist, wovor Sie Angst haben und was Sie sich erhoffen. Manche Menschen haben Angst, dass vielleicht nicht mehr alles medizinisch Mögliche für sie getan werden könnte, wenn sie alt oder schwer krank sind. Andere befürchten, dass man sie in solchen Situationen unter Aufbieten aller technischen Möglichkeiten nicht sterben lässt.
Es ist nicht einfach, sich mit existenziellen Fragen auseinander zu setzen, die Krankheit, Leiden und auch das Sterben betreffen. Dennoch ist dies notwendig, weil man sich über die Konsequenzen der eigenen Entscheidungen klar werden muss. Festlegungen in einer Patientenverfügung bedeuten, dass man selbst die Verantwortung für die Folgen übernimmt, wenn eine Ärztin oder ein Arzt diesen Anordnungen entspricht. Dabei sollten Sie bedenken, dass in bestimmten Grenzsituationen des Lebens Voraussagen über das Ergebnis medizinischer Maßnahmen und mögliche Folgeschäden im Einzelfall kaum möglich sind.
Wenn Sie Festlegungen für oder gegen bestimmte Behandlungen treffen wollen, sollten Sie sich bewusst sein, dass Sie durch einen Behandlungsverzicht unter Umständen auf ein Weiterleben verzichten. Umgekehrt sollten Sie sich darüber klar sein, dass Sie für eine Chance, weiterleben zu können, möglicherweise Abhängigkeit und Fremdbestimmung in Kauf nehmen.
Am Ende Ihrer persönlichen Willensbildung kann die Entscheidung stehen, eine Patientenverfügung zu erstellen oder der Entschluss, keine Vorsorge treffen zu wollen. Sie sollten sich deshalb für diese Überlegungen Zeit nehmen und sich nicht unter Druck setzen.

Abschließend riet Rechtsanwalt Hollmayr den Zuhörern, baldmöglichst die Initiative zu ergreifen. „Wer nicht selbst handelt, wird behandelt“.
Gleichzeitig warnte der Referent davor, die Verfügungen aus Broschüren einfach abzuschreiben. Eine Patientenverfügung ist nur dann sinnvoll, wenn sie auf den jeweiligen Verfasser konkret abgestimmt ist.

Heimleiter Franz Lobmeier schilderte aus seiner Sicht, wie wichtig es ist eine Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung zu besitzen. Er wird oft damit konfrontiert. Wenn keine Vorsorgevollmacht/Betreuungsverfügung da ist, dann ist auch keine Person zum Handeln verpflichtet - so schaltet sich dann auch, wenn notwendig der Staat ein. Will man das wirklich, so Lobmeier?

Anschließend bedankte sich das Publikum mit einem tobenden Applaus bei den drei „Profis“.
Rechtsexperte Helmut Plenk fragte dann noch in die Runde: wer denn schon eine Patientenverfügung hat. Von den vielen Zuhörern konnten nur ca. 8 mit einer Patientenverfügung aufhorchen. Plenk war sichtlich geschockt. Das muss sich ändern, so seine Worte.

Herr Preiß überreichte noch ein kleines Geschenk an die beiden Referenten und bedankte sich sehr für den interessanten Vortrag.

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