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Fortbildung beim ambulanten Pflegedienst
VdK-Geschäftsführer Plenk informierte über die Pflege und ihre Folgen, auch die Notfallmappe wurde erklärt

Marion Bielmeier

hinten li.: Schölzel Katharina, Penzkofer Andrea, Le Claire Daniela, Bauer Gisela,
vorne li.: Brandl Petra, Rrahmani Irena, Kastl Nicole,
hinten re.: Eckl Stephan, Stöger Andreas, Singer Angela, Helmut Plenk© Marion Bielmeier

Prackenbach. Vor kurzem war das Thema „Patientenverfügung – Betreuungsverfügung – Vorsorgevollmacht beim ambulanten Pflegedienst Peter Kuhn auf der Agenda. Im Hause Kuhn fand eine Fortbildung zu diesem Thema statt. Als Experte konnte dazu Frau Nicole Kastl und Herr Andreas Stöger den VdK-Geschäftsführer und Behindertenbeauftragten des Landkreises Regen Herrn Helmut Plenk begrüßen.

Plenk stellte kurz den derzeitigen Istzustand in Sachen Pflege vor. Seit dem 01.01.2017 greift ja die neue Pflegereform. Aus den 3 Pflegestufen wurden 5 Pflegegrade.

Der für den Landkreis Regen erstellte Pflegebedarfsplan umfasst 87 Seiten und listet auf, wie sich die ambulante und stationäre Pflege hinsichtlich der älter werdenden Bevölkerung entwickeln wird.
Im Landkreis Regen-Viechtach sind dato eine Einwohnerzahl von ca. 77.000 Personen zu verzeichnen und es gibt 11 Senioren- und Pflegeheime, sowie 12 ambulante Pflegedienste. Es sind 762 Pflegeplätze die zur Verfügung stehen. Momentan sind alle so gut wie voll belegt. Es gibt sogar Probleme, wenn es um die sog. Kurzzeit- bzw. Verhinderungspflege geht. Es stehen kaum Plätze zur Verfügung. Wir haben derzeit ca. 8.355 schwerbehinderte Personen im Landkreis, was wiederum bedeutet, dass ca. 10 Prozent unserer Bevölkerung eben aus schwerbehinderten Personen besteht. Es steigt auch die Zahl der älterwerdenden Personen. Daher müssen wir uns eben vorbereiten – so Plenk. An demenzerkrankten Personen gibt es derzeit ca. 1.800 – auch diese Zahl wird die nächsten Jahre steigen. Derzeit haben wir im Landkreis ca. 3.000 Pflegefälle. Diese werden entweder von Angehörigen gepflegt, oder/und es kommt der ambulante Pflegedienst, oder es ist eine vollstationäre Pflege im Heim notwendig. Im Jahre 2030 könnte sich diese Zahl der pflegebedürftigen Personen im Landkreis Regen verdoppeln!!!
Plenk zeigte dann, nach Schilderung der o.g. Daten dem Personal genau auf, welche Fragen in Sachen Patientenverfügung, Betreuungsverfügung, Vorsorgevollmacht oft von Angehörigen aber auch von Betroffenen auf sie zukommen könnten. Wie gehe ich mit einer Vorsorgevollmacht um? An wem darf ich Auskünfte erteilen? Was genau steht in der Pateientenverfügung? Was habe ich in Sachen Fixierung oder dem Anbringen des Bettgitters zu beachten?
Plenk schilderte diese o.g. Fragen genau anhand von Beispielen und zeigte somit dem Personal auf, wie damit umzugehen ist und was vor allem mit dieser Formulierung gemeint ist.
Jeder, egal welchen Alters sollte sich über das Thema: Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Betreuungsverfügung Gedanken machen. Plenk ging dann mit den Anwesenden genau und gezielt den Inhalt der Notfallmappe durch. Ich will Ihnen bewusst die Angst vor diesem Thema nehmen, indem ich Ihnen genau zeige, was sie da in der Notfallmappe unterschreiben, so Plenk.

Sollten Sie einmal nicht mehr in der Lage sein, sich selber um Ihre Angelegenheiten zu kümmern, so brauchen Sie eine Person des Vertrauens. Genau diese Person muss wissen was Sie wollen. Daher ist es wichtig sich Gedanken zu machen, wer ist für mich eine Person des Vertrauens! Wer vertritt wirklich meine Interessen?

Plenk ging dann Seite für Seite der Notfallmappe durch. Man verspürte sichtlich ein Durchatmen der vielen Interessierten, weil sie jetzt einmal ausführlich aufgeklärt wurden. Herr Andreas Stöger bedankte sich bei Herrn Plenk für die sehr ehrlichen Worte und vor allem für die genaue Erklärung der Notfallmappe und überreichte ein kleines Präsent.

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