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Barrierefreies Bad - Welche Möglichkeiten gibt es?
Helmut Plenk referierte über die Zuschußmöglichkeiten

Regen/Deggendorf. Der Einladung der Innung für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Deggendorf folgten sehr viele Mitglieder. Die Fortbildung fand im Hause der Firma Richter + Frenzel statt. Gemeinsam mit unseren Partner, der Firma Richter und Frenzel, der Industrievertretung Gärtner und Fa. TECE sowie dem Sozialverband VdK Bayern e.V. wollen wir Ihnen bei einem Seminar Tipps für ihr neues barrierefreies Bad geben, so eröffnete Obermeister Armin Weishäupl die Tagung. Dann übergab er an den Hausherrn Herrn Adalbert Jungbauer (Verkaufsleiter R+F Passau), der ebenfalls die vielen Teilnehmer willkommen hieß. Herr Rudi Rothhaar, technischer Leiter bei der Industrievertretung Gärtner war als erster Referent zuständig für die verschiedenen Badmodelle die es mittlerweile auf dem Sektor der „Barrierefreiheit“ gibt, den Zuhörern näher zu bringen. An den vielen verschiedenen Modellen konnte man bereits erkennen, dass sehr modische Duschanlagen, moderne WC-Anlagen mit elektr. Spülung mittlerweile auf dem Markt sind, die eigentlich sehr komfortabel sind. Der Markt hat sich entwickelt und man legt heute auch schon vermehrt beim Bau von Bädern auf die sog. Barrierefreiheit. Ebenerdige Duschen und höher gesetzte Toilettenbecken sind mittlerweile auch im Vormarsch.

Helmut Plenk der VdK-Geschäftsführers beim VdK Kreisverband ARBERLAND ist beschäftigt sich sehr ausführlich mit dem Thema der Fördermöglichkeiten bezüglich des Umbaus. Helmut Plenk, der auch noch stellvertr. Landrat im Landkreis Regen ist, will einfach vermehrt ein Augenmerk auch auf das Thema „Barrierefrei Bauen“, bzw. „Altersgerecht Bauen“ legen. Dies schaffen aber wir nur dann, so Plenk, wenn wir die Bürgerinnen und Bürger mehr und mehr einfach mit diesem Thema vertraut machen.
Jeder, so mache ich die Erfahrung verdrängt (bewusst) dieses Thema, obwohl wir fast jeden Tag das Wort u.a. demographischer Wandel benutzen und in den Mund nehmen. Wir werden alle älter – aber was kommt dann? Wie geht es mit älteren, kranken und behinderten Menschen weiter?
Wie kann ich Zuhause möglichst lange ein lebenswertes evtl. eigenständiges Wohnen und Leben verwirklichen?
Plenk sagt: Stellen Sie sich vor, Sie sitzen – vielleicht sogar nur vorübergehend – im Rollstuhl. Wäre dies in ihrer Wohnung, ihrem Haus möglich? Wir wollen erreichen, dass Menschen mit und ohne Behinderung selbstbestimmt leben können, zuhause, im Beruf, in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens!
Selbstbestimmtes Leben – daraus folgen besondere Anforderungen an die gebaute Umwelt. Als Behindertenbeauftragter des Landkreises Regen liegt mir dieses Thema besonders am Herzen. Mir ist es wichtig, dass auch die Region beispielhaft vorangeht. Somit sucht sich Plenk mittlerweile auch verbündete die das altersgerechte und barrierefreie Bauen sowohl für private Bauten als auch bei öffentlichen Gebäuden vorantreiben. Dazu dient genau diese Fortbildung der Innungsmitglieder für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, so Plenk.


Wer bekommt denn eine Förderung:

Der Freistaat Bayern fördert die behindertengerechte Anpassung von bestehendem Eigen- und Mietwohnraum an die Belange von Menschen mit Behinderung im Rahmen des Bayerischen Wohnungsbauprogramms mit einem leistungsfreien Darlehen von bis zu 10.000 Euro.

Voraussetzung für eine Förderung ist unter anderem die Einhaltung von bestimmten Einkommensgrenzen:
Einpersonenhaushalt: 19.000 EURO bereinigtes Jahresnetto
Zweipersonenhaushalt: 29.000 EURO bereinigtes Jahresnetto
Für jede weitere im Haushalt lebende Person: 6.500 EURO pro Jahr zusätzlich
Die Einkommensermittlung erfolgt nach den Kriterien des Einkommenssteuergesetzes (es zählen alle Einkünfte, wie gesetzl. Rente, private Rente, Betriebsrente, Zusatzrente, usw.
(auch Zinseinkünfte und Einkünfte aus Photovoltaik)
Als Einkommen zählt jedoch nicht: Blindengeld und Pflegegeld
Voraussetzung für die Förderung ist natürlich das Vorleigen des Schwerbehindertenausweises. Es muß ein „schweres“ Handicap vorliegen, daß eben dazu berechtigt.

Für eine Förderung kommen beispielsweise folgende Maßnahmen in Frage:

  • Umbau einer Wohnung (behindertengerechter Wohnungszuschnitt mit ausreichenden Bewegungsflächen, Schwellenabbau, zum Beispiel an den Zugängen zu Terrassen, Loggien oder Balkonen)
  • Einbau behindertengerechter sanitärer Anlagen (zum Beispiel Schaffung bodengleicher Duschplätze oder Einbau von Stütz- und Haltesysteme)
  • Einbau solcher baulichen Anlagen, die die Folgen einer Behinderung mildern (zum Beispiel ein Aufzug oder eine Rampe für Rollstuhlfahrer, Nachrüstung von automatischen Tür-, Tor-, oder Fensterantrieben, Maßnahmen zur Verbesserung der Orientierung und Kommunikation wie taktile Markierungen oder ergänzende Beschriftungen mit Braille- oder Reliefschrift)

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Die Innung, so Obermeister Armin Weishäupl will Plenk auf jeden Fall unterstützen und bietet daher auch die Mithilfe an. Plenk und Weishäupl werden somit enger zusammenarbeiten und bei Anfragen rund um diese Thematik nach Lösungen suchen. Ein regelmäßiger Austausch soll erfolgen. Evtl. gemeinsame Vorträge über diese Thematik mit Fördermöglichkeiten werden entwickelt. Was die Förderung von behindertengerechten Umbauten betrifft ist der Landkreis Regen, dank der Aufklärung durch Helmut Plenk sehr gut aufgestellt.

Armin Weishäupl

v. links: Adalbert Jungbauer, Armin Weishäupl, Helmut Plenk, Rudi Rothaar© Armin Weishäupl

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  1. Armin Weishäupl | © Armin Weishäupl

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