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70 Jahre VdK Arberland

Ruhmannsfelden.
70 Jahre VdK Arberland, eine Erfolgsgeschichte die am Dienstag im Segl-Saal in Ruhmannsfelden mit rund 200 Ehrenamtlichen aus 19 Ortsverbänden des Landkreises und viel Polit-Prominenz gefeiert wurde. Dazu hatte Kreisgeschäftsführer Helmut Plenk mit seinem Team eingeladen unter dem Motto "Zukunft braucht Menschlichkeit".
Der VdK-Kreisvorsitzende Peter Brückl eröffnete den Festnachmittag und dankte dem rührigen VdK-Team sowie allen Ehrenamtlichen im Landkreis. Er entschuldigte Landrat Michael Adam, so dass Helmut Plenk auch als stellvertretender Landrat agierte. Nach der Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder hielt Helmut Plenk eine kurze Rückschau auf 70 Jahre VdK Arberland, der aus den im März 1947 gegründeten Kreisverbänden Regen und Viechtach entstanden ist und zunächst für die Rechte der Kriegsgeschädigten und deren Hinterbliebene eintrat.
Die Nr. 1 in BayernSo wie sich die Bedürfnisse der Gesellschaft wandelten, änderte sich auch der Sozialverband im Laufe der Jahrzehnte. Der VdK Arberland hilft heute beim Beantragen des Schwerbehinderten-Ausweises oder in Rentenfragen und unterstützt beim Gang durch Behörden und Instanzen. Er ist Ansprechpartner für immer mehr Menschen im Landkreis, für Junge genauso wie für Senioren und Behinderte. Auch ist der Verband Initiator von zahlreichen gesellschaftlichen Anlässen, Begegnungsnachmittagen und Bällen. Mit aktuell 11541 Mitgliedern ist der Kreisverband Arberland der größte Kreisverband in Bayern.
Mit sieben Mitarbeitern gebe man in der Geschäftsstelle Regen bis zu 500 Rechtsberatungen im Monat, informierte Plenk weiter. Mit ihnen und den vielen Ehrenamtlichen habe man den Kreisverband Arberland zur Nummer 1 in Bayern gemacht.
Ruhmannsfeldens Bürgermeister Werner Troiber zeigte sich stolz, dass die 70-Jahr-Feier in Ruhmannsfelden stattfand. Die hohe Mitgliederzahl zeige, wie wichtig der Sozialverband sei, denn jeder siebte Einwohner im Landkreis sei dabei. Er sei froh, dass man diesen starken Verband mit dem kompetenten Team im Landkreis habe und dankte der ganzen VdK-Familie mit seinen vielen Ehrenamtlichen, was von den Gästen mit Applaus bedacht wurde.
Da die Politprominenz erst für den späteren Nachmittag angesagt war,

Stella Greindl

© PnP

gab es zwischenzeitlich kurzweilige Unterhaltung mit den "VdK-Musikanten", die die Feier schon musikalisch eröffnet hatten. Die kleine Stella Greindl erfreute die Besucher mit Liedern und Musikstücken auf ihrer Steirischen.

Musik und Zauberei für Kurzweil und Verblüffung sorgte auch die Zauberin Marianne Loibl,

Zauberin Marianne Loibl

© PnP

die nicht nur Zauberkunst beherrscht, denn sie ist auch die Chefin der Bundesagentur für Arbeit im Landkreis Regen. Dazwischen wurden auf der großen Leinwand Fotos von den Veranstaltungen aus den 19 Kreisverbänden gezeigt, wo sich das eine oder andere Mitglied mit Begeisterung erkannte.

Der KV-Arberland wird 70 Jahre

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Der Bundestagsabgeordnete Alois Rainer dankte Kreisgeschäftsführer Helmut Plenk mit seinem Team und den vielen Ehrenamtlichen, denn 11541 Mitglieder kämen nicht von ungefähr. Dahinter stecke viel Fachwissen und persönlicher Einsatz. Kaum sei es den Menschen jemals besser gegangen als jetzt, doch komme trotzdem jemand in eine soziale Schieflage, müsse das korrigiert werden. Dabei sei der VdK der richtige Ansprechpartner, der auch politisches Gewicht habe. Minister Helmut Brunner schloss sich dem an und stellte fest, dass der VdK nicht immer zur Freude der Politiker agiere. Der Verband sei Anwalt für die Interessen der Menschen und sorge für Korrektur, dort wo sie notwendig sei. Er wünschte sich weiter eine so gute Zusammenarbeit wie bisher und meinte "Respekt vor Eurer Arbeit!".
Mit Spannung wurde die Hauptrede der bayerischen Staatsministerin für Gesundheit und Pflege Dr. Melanie Huml erwartet, die wie die anderen Politiker mit Applaus empfangen worden war.
"Wir brauchen vor allem Menschlichkeit", forderte die Ministerin. Seit 70 Jahren bewege der VdK etwas im Land, bewegten sich seine vielen Mitglieder, engagierten sich haupt- und ehrenamtlich, damit es in Bayern sozialer, gerechter und menschlicher zugehe. Das sei ein Grund zum Dankbarsein und Feiern, sagte sie und dankte Helmut Plenk für die Einladung.
Festrede der MinisterinVerglichen mit einem Menschenleben, sei der VdK "vom Alter her ein Opa", seine Themen und Ziele seien aber immer noch brandaktuell. Besonders erfreulich sei, dass entgegen dem landläufigen Trend in Vereinen und Verbänden die VdK-Mitglieder keineswegs nur Omas und Opas seien. In Bayern seien sogar 90000 Mitglieder jünger als 50 Jahre. Das zeige, der VdK sei mit der Zeit gegangen und habe auf die wandelnden Bedürfnisse der Menschen reagiert. Aus dem ursprünglichen Kriegsopferverband sei der größte und stärkste Sozialverband in Deutschland geworden. Der Kern der Arbeit sei gleich geblieben. Nach wie vor setze sich der Verband für Menschen ein, die Hilfe bräuchten oder benachteiligt seien. Immer gehe es dem VdK um den Einzelnen, um soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit.
Landarztquote kommtGerade das verbinde sie mit dem Sozialverband, denn als Gesundheits- und Pflegeministerin setze sie sich ebenfalls für Chancengleichheit und gleichwertige Lebensbedingungen ein. Sie kämpfe dafür, dass alle Menschen im Land die bestmögliche medizinische Versorgung und Pflege erhalten, ganz unabhängig von Wohnort oder Geldbeutel. Dabei sei sie froh, den VdK an ihrer Seite zu haben.
Zentrales politisches Thema sei es, eine flächendeckende und leistungsfähige Krankenhausstruktur zu erhalten mit qualifizierten stationären Versorgungsangeboten auch im ländlichen Raum. Dafür seien von 2012 bis einschließlich 2017 über 1,2 Milliarden Euro Fördermittel für den Ausbau und die Modernisierung der Kliniken in den ländlichen Regionen ausgegeben worden. Davon profitiere auch der Landkreis Regen, wo die umfangreiche Erweiterung und Sanierung der Arberlandklinik in Viechtach in desn bisher zwei Bauabschnitten mit rund 15 Millionen Euro gefördert werde.
In der Geriatrie sei der VdK ebenfalls ein langjähriger verlässlicher Partner, der nicht nur bei Leistungen der Pflegeversicherung berate, sondern auch zu Reha-Möglichkeiten.
Bei der vertragsärztlichen Versorgung müsse man "am Ball bleiben", denn der demografische Wandel werde zu steigendem medizinischem Versorgungsbedarf führen, meinte die Ministerin weiter. Dass ein Arzt gut und schnell erreichbar sei, sei gerade im hausärztlichen Bereich wichtig. Deshalb habe man mit dem Masterplan "Medizinstudium 2020" die Weichen zur Gewinnung von Ärztenachwuchs und für die Sicherung der medizinischen Versorgung auf dem Land gestellt.
Außerdem werde Bayern eine Landarztquote einführen, bei der bis zu fünf Prozent aller Medizinstudienplätze für Studierende vorgehalten werden, die sich verpflichten, als Hausarzt in den ländlichen Regionen zu arbeiten, die unterversorgt oder davon bedroht seien.
Bei den Pflegestärkungsgesetzen stünden jährlich fünf Milliarden Euro mehr für Pflegeleistungen zur Verfügung, informierte Huml weiter und nannte Beispiele hierfür. Für die Betroffenen sei der Überblick über die dargebotenen Hilfen gar nicht so leicht. Deshalb sei sie dankbar, dass es den VdK gebe, der die Interessen der Pflegebedürftigen vertrete und sie und die Angehörigen kompetent berate.
Darüber hinaus bringe sich der Verband auch als politischer Akteur in den Gesetzgebungsprozess ein. Sie habe viele Positionen des VdK im Bereich Pflege im Rahmen der jüngsten Pflegereform aufgegriffen.
Helmut Plenk bedankte sich abschließend bei allen Rednern und besonders bei Christian Ebner aus Bischofsmais, der für den hervorragend funktionierenden Ton und die Technik dieser Großveranstaltung gesorgt hatte. Mit einem Abendessen beendete man die 70-Jahr-Feier.

Geehrte VdK-MitgliederGeehrt wurden für 70 Jahre VdK-Mitgliedschaft Simon Brem von Ortsverband Bodenmais und Georg Pauli von Ortsverband Rinchnach. Ministerin Melanie Huml überreichte ihnen eine Urkunde und Minister Helmut Brunner steckte ihnen eine Ehrennadel ans Revers. Für ebenfalls 70 Jahre Mitgliedschaft wird Helmut Plenk die Ehrung an Franziska Pfeffer vom Ortsverband Regen überbringen.

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  1. Stella Greindl | © PnP
  2. Zauberin Marianne Loibl | © PnP

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