Sozialverband VdK Hessen-Thüringen e.V.
VdK-Tipps

Verletztenrente wird nicht gekürzt

Wichtig zu wissen: Wer eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung und zugleich eine Verletztenrente aus der gesetzlichen Unfallversicherung erhält, muss unter Umständen mit einer Minderung seiner gesetzlichen Rente rechnen.

Das heißt: Erhält der Empfänger einer Regelaltersrente, vorgezogenen Regelaltersrente oder Erwerbsminderungsrente auch eine Verletztenrente wegen eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit, dann werden die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung gekürzt, sofern ein sogenannter Grenzbetrag überschritten wird. Unangetastet bleibt dabei die sogenannte Grundrente. Deren Höhe ist nach § 31 Bundesversorgungsgesetz abhängig vom Grad der Schädigung/Erwerbsminderung.

Die entsprechenden Regelungen sind in § 93 SGB VI festgeschrieben. Sie sollen dafür sorgen, dass das gesamte Renteneinkommen des Versicherten nicht über seinem einstigen Netto-Arbeitsverdienst liegt. Übersteigen die beiden Renten einen bestimmten Grenzbetrag, hat der Versicherte weiterhin Anspruch auf die Leistung aus der gesetzlichen Unfallversicherung in vollem Umfang. Die Leistung aus der gesetzlichen Rentenversicherung wird jedoch so gekürzt, dass der Grenzbetrag nicht mehr überschritten wird. Zur Berechnung herangezogen wird der Jahresarbeitsverdienst. Dieser wird wiederum auf Basis des Verdienstes in den zwölf Kalendermonaten vor dem Monat ermittelt, in dem sich der Arbeitsunfall ereignet hat.

Als Zeitpunkt des Versicherungsfalls, für den die Rente aus der gesetzlichen Unfallversicherung gewährt wird, gilt bei Berufskrankheiten der letzte Tag, an dem eine versicherte Tätigkeit ausgeübt wurde, bei Arbeits- und Wegeunfällen der Tag des Unfalls.

Die Ausnahmen

Bei Versicherten, deren gesetzliche Rente einen knappschaftlichen Anteil enthält, oder deren Erwerbsfähigkeit wegen bestimmter, als Berufskrankheit anerkannter Lungenerkrankungen um mindestens 60 Prozent gemindert ist, werden die Freibeträge anders berechnet (§ 93 Absatz 2 SGB VI).

Wichtiger Hinweis

Unfallrenten steigen jedes Jahr um den Faktor, um den sich die gesetzliche Altersrente im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Entsprechend neu berechnet werden auch im Jahresturnus die Grenzbeträge. Gemäß den aktuellen Werten wird dann festgelegt, ob eine Minderung der gesetzlichen Rente erfolgt, bestehende Kürzungen werden angepasst.

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