Sozialverband VdK Hessen-Thüringen e.V.
VdK-Tipps

Anspruch auf Pflegehilfsmittel stärker nutzen

Pflegende Angehörige haben gesetz- lichen Anspruch auf zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel in Höhe von bis zu 40 Euro pro Monat. Oft wird dieser nicht bei der Pflegekasse des Pflegebedürftigen geltend gemacht.

Darauf weist der Deutsche Apothekerverband (DAV) hin. "Angehörige, die ihre Eltern oder Großeltern zu Hause pflegen, nehmen eine hohe persönliche Verantwortung mit großem körperlichen und emotionalen Einsatz wahr, für die ihnen die Gesellschaft sehr dankbar sein kann", sagt DAV-Patientenbeauftragter Berend Groeneveld. Wer seine Zeit dafür einsetze, Mutter oder Opa zu pflegen, der solle nicht unnötig finanziell belastet werden. Es sei ein Gebot der Fairness, Betroffene auf die gesetzlichen Leistungen hinzuweisen.

Apotheken helfen beim Antrag

Pflegehilfsmittel wie Einmalhandschuhe, Mundschutz oder Desinfektionsmittel können die Pflege zu Hause erheblich erleichtern. Das ist der DAV zufolge jedoch ein Anspruch, von dem nicht alle Angehörigen wissen oder den sie nicht immer geltend machen, zumal sie dazu einen Antrag bei der Pflegekasse des Pflegebedürftigen stellen müssen. Ein Rezept ist jedoch nicht erforderlich. Die Apotheke um die Ecke helfe beim Ausfüllen des Antrags für die Pflegekasse und übernehme auch gerne die monatliche Versorgung, sagt der DAV-Patientenbeauftragte.

Im Sozialgesetzbuch (SGB XI Paragraph 40) ist demnach geregelt, dass sich pflegende Angehörige ihre Pflegehilfsmittel erstatten lassen können, wenn die Patienten zu Hause gepflegt werden. Voraussetzung dafür ist ein anerkannter Pflegegrad. Im Jahr 2015 war im Rahmen des Pflegestärkungsgesetzes I der monatliche Höchstbetrag für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel von 31 auf 40 Euro erhöht worden.

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