Sozialverband VdK Hessen-Thüringen e.V.
VdK-Tipps

Verordnung regelt Pflege im Heim

Zum seit 2012 geltenden Hessischen Gesetz über Betreuungs- und Pflegeleistungen ist eine ergänzende Ausführungsverordnung in Kraft getreten. Deren Ziel ist es, Wohnumfeld und Betreuung von Menschen in Pflegeeinrichtungen zu verbessern.


So legt die Verordnung fest, dass jedes Heim eine Fachkraft in Vollzeit beschäftigen muss. Bei mehr als 20 nicht pflegebedürftigen oder mehr als vier pflegebedürftigen Bewohnern müssen 50 Prozent der Beschäftigten Fachkräfte sein. Zudem schreibt die Neuregelung vor, welche Tätigkeiten nur Fachkräfte ausführen dürfen. Auch muss in Einrichtungen, in denen Pflegebedürftige oder Demenzkranke leben, nachts mindestens eine Fachkraft im Dienst sein.

Wohnplätze für eine Person vorgeschrieben

Weitere wichtige Änderung: Neue Einrichtungen müssen künftig Wohnplätze für eine Person anbieten. Zweibettzimmer sind generell zulässig in bestehenden Heimen oder solchen, für die vor dem 1. Januar 2019 eine Baugenehmigung beantragt wird. Andernfalls ist eine Genehmigung erforderlich. Gemäß der Verordnung muss in Einrichtungen, deren Bewohner dort vollstationär untergebracht sind, ein Einrichtungsbeirat gewählt werden. Dieser dient als Ansprechpartner in Fragen der Unterkunft, Verpflegung und Betreuung.

Der VdK begrüßt, dass mit der Verordnung Wohnplätze für eine Person zur Regel werden. Doch reicht es aus Sicht des Verbands nicht aus, wenn pauschal in Heimen mit Pflegebedürftigen oder Demenzkranken eine Fachkraft nachts anwesend ist. Der Verband fordert stattdessen, dass im Nachtdienst eine Fachkraft jeweils 30 Pflegebedürftige betreut.

Kampagnenmotiv von "Weg mit den Barrieren!" - Ein Männchen mit Rollator scheitert an einer unüberwindbaren Treppe


Weg mit den Barrieren!
Jetzt die VdK-Kampagne für ein barrierefreies Deutschland unterstützen.
www.weg-mit-den-barrieren.de


VdK-TV: Zuzahlungsbefreiung – wie geht das?

Für bestimmte Behandlungen beim Arzt, bei stationären Aufenthalten oder auch für Medikamente sind Zuzahlungen zu leisten. Es gibt die Möglichkeit, sich von diesen Zuzahlungen befreien zu lassen. Wer ist dazu berechtigt und wie geht das?

VdK im Betrieb
Der VdK, der Landeswohlfahrtsverband Hessen und das Landesverwaltungsamt Thüringen veranstalten 2018 wieder gemeinsame Tagungen für die Vertreter schwerbehinderter Arbeitnehmer und die Inklusionsbeauftragten.
Barrierefreiheit
Ein Schaltpult
Die Ausstellung „Barrierefreies Wohnen und Leben“ zeigt, wie man Barrieren aus dem Weg räumt oder überwindet. Auf rund 150 qm präsentiert sie vielfältige Lösungen.
Symbolfoto: Ein Richterhammer mit einem Paragraphen-Zeichen darauf
Wir beraten und vertreten unsere Mitglieder in allen sozialrechtlichen Angelegenheiten, bieten eine kostenlose anwaltliche Erstberatung, helfen bei Patienten- und Betreuungsverfügungen sowie Vorsorgevollmachten.
VdK im Betrieb
Zwei Frauen, von Links: Anne Katrin Olischläger und Claudia Koeppen-Rokstein
Wir möchten dazu beitragen, dass Menschen mit Behinderungen auch im Beruf ihre Rechte und die bestmöglichen Hilfestellungen erhalten.
Symbolfoto: Zwei junge Frauen bei der Beratungsstelle einer Krankenkasse.
Neben dem Sozialrecht beraten wir in allen Fragen der Barrierefreiheit und informieren Patienten, unterstützen bei der Nachlass-Regelung.
Symbolfoto: Frau streichelt einer Seniorin im Rollstuhl das Gesicht
Unter dem Dach des VdK kümmern sich rechtlich selbstständige Pflege- und Hilfsdienste sowie mehrere Betreuungsvereine um das Wohl hilfsbedürftiger Menschen.
Symbolfoto: Ein Zug fährt auf Schienen durch eine Landschaft
Partner unseres Vertrauens bieten VdK-Mitgliedern Reisen ins In- und Ausland an.