Sozialverband VdK Hessen-Thüringen e.V.
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Wohnungsnot trifft Ältere und Menschen mit Behinderungen besonders hart: VdK fordert Hessische Landesregierung zum Handeln auf

Angesichts der abgeschlossenen Koalitionsverhandlungen der Hessischen Landesregierung weist der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen darauf hin, dass der zunehmende Mangel an bezahlbaren und barrierefreien Wohnungen in Hessen eine der zentralen sozialpolitischen Herausforderungen bildet.

„Das Schaffen von ausreichendem und angemessenem, insbesondere barrierefreiem Wohnraum in den nächsten 20 Jahren ist von großer Bedeutung für den sozialen Frieden in Hessen“, sagt der Landesvorsitzende Paul Weimann.

Infolge der sich verschärfenden Wohnungsnot haben es vor allem ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen schwer, eine ihren Bedürfnissen entsprechende Wohnung zu finden. Nach Zahlen des Statistischen Landesamts besaßen Ende 2017 in Hessen rund 618.000 Menschen einen amtlichen Schwerbehindertenausweis, 56 Prozent davon hatten das 65. Lebensjahr vollendet. Zugleich fehlen schon jetzt 77.000 barrierefreie Wohneinheiten. Der VdK fordert das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen auf, die schwierige Situation dieser Bevölkerungsgruppe im Blick zu behalten. „Wir erwarten zudem, dass die Gemeinden bei der Planung neuer Quartiere verstärkt auf eine ausgewogene Struktur achten. Wir müssen verhindern, dass sich immer mehr getrennte Bezirke für reiche und ärmere Menschen bilden“, betont Weimann.

Besonders kritisch sieht der VdK die im Juli 2018 in Kraft getretene Neufassung der Hessischen Bauordnung (HBO). Für bedenklich hält der Verband vor allem, dass demnach beim Neubau auf Barrierefreiheit verzichtet werden kann, sofern dies unverhältnismäßigen Mehraufwand verursacht. „Diese vage Formulierung führt dazu, dass Bauherren Barrierefreiheit nicht unbedingt berücksichtigen müssen. Der Ausnahmetatbestand muss wegfallen“, sagt Weimann. Der VdK werde weiterhin für eine umfassende Verankerung von Barrierefreiheit in der HBO kämpfen.

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