Sozialverband VdK Hessen-Thüringen e.V.
VdK-Pressemeldung

Pflegebedürftige und ihre Angehörigen unzureichend über Hilfsangebote informiert

Die Zahl der Pflegebedürftigen ist erneut gestiegen. Nach heute veröffentlichten Daten des Landesamtes für Statistik bezogen Ende 2017 insgesamt 262.000 Menschen in Hessen Leistungen aus der sozialen Pflegeversicherung; das sind 17,1 Prozent oder 38.200 mehr als vor zwei Jahren (Thüringen: 94.280, Ende 2015). Der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen weist darauf hin, dass viele Betroffene nicht ausreichend über ihnen zur Verfügung stehende Hilfsmöglichkeiten informiert sind. „Bei unseren Beratungen stellen wir immer wieder fest, dass viele Pflegebedürftige und pflegende Angehörige über die Unterstützungs- und Hilfsangebote, die ihnen vom Gesetz her zustehen, teilweise oder gar nicht Bescheid wissen“, sagt der VdK-Landesvorsitzende Paul Weimann.

Das gilt auch für den Zuschuss für Pflegehilfsmittel, die zum Verbrauch bestimmt sind. Aktuell wird dieser Betrag in Höhe von bis zu 40 Euro im Monat nur von Wenigen in Anspruch genommen. Pflegehilfsmittel sind zum Beispiel Mundschutz, Einmalhandschuhe oder Desinfektionsmittel. Um den Zuschuss zu erhalten, müssen Betroffene einen Antrag bei ihrer Pflegekasse stellen. Voraussetzung für die Bewilligung ist, dass der Antragsteller einen anerkannten Pflegegrad besitzt und zu Hause zumindest teilweise von Angehörigen betreut wird. Man kann sich den Betrag am Monatsanfang aufs Konto überweisen lassen oder nachträglich Quittungen einreichen, um etwaige Ausgaben für Pflegehilfsmittel erstattet zu bekommen. Informationen zum Antragsformular erhält man bei seiner Pflegekasse und in vielen Apotheken. Wichtig ist es, darauf zu achten, für welche Laufzeit die Kostenübernahme bewilligt wurde. Manchmal gilt diese unbefristet, manchmal nur für ein Jahr; in diesem Fall muss rechtzeitig ein neuer Antrag gestellt werden.

In Hessen leben 206.000 Pflegebedürftige in privaten Haushalten; rund 70 Prozent werden durch selbst organisierte Pflegehilfe, ein Drittel wird durch einen ambulanten Pflegedienst betreut. „Wer einen nahestehenden Menschen pflegt, übernimmt große Verantwortung und verdient daher bestmögliche Unterstützung“, sagt Paul Weimann. „Deshalb müssen Politik und Pflegestützpunkte dafür Sorge tragen, dass die Betroffenen umfassend über Hilfsangebote aufgeklärt werden.“

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