Sozialverband VdK Hessen-Thüringen e.V.
VdK-Pressemeldung

VdK fordert energische Schritte
gegen Altersarmut

Bertelsmann-Studie bestätigt Prognosen des Sozialverbands


Angesichts der heute veröffentlichten Studie der Bertelsmann-Stiftung zur Entwicklung der Altersarmut bis 2036 äußerte sich der Landesvorsitzende des Sozialverbands VdK Hessen-Thüringen, Paul Weimann, sehr besorgt. „Politik und Gesellschaft müssen sich intensiv mit dem Thema Altersarmut auseinandersetzen“, sagte Weimann. „Dass immer mehr Menschen, insbesondere Frauen, nicht von ihrer Rente leben können, sondern auf staatliche Hilfe angewiesen sind, ist in einem reichen Land wie Deutschland nicht akzeptabel.“

Die Bertelsmann-Studie geht davon aus, dass in den kommenden Jahren sowohl die Grundsicherungsquote als auch das Risiko der Altersarmut deutlich steigen wird, Letzteres bis 2036 auf 20 Prozent. Am stärksten betroffen seien alleinstehende Frauen, Menschen ohne Berufsausbildung und Langzeitarbeitslose.

„Die Bertelsmann-Studie bestätigt unsere seit Jahren geäußerten Einschätzungen“, sagte Weimann. „Es besteht dringender Handlungsbedarf.“ Verantwortlich für die stetig zunehmende Altersarmut sind aus Sicht des VdK vor allem die Absenkung des Rentenniveaus sowie die Ausbreitung des Niedriglohnsektors. „In der Eindämmung prekärer Arbeitsverhältnisse wie Minijobs, Leih- und Zeitarbeit sehen wir einen wichtigen Beitrag, um das Problem der Altersarmut zu lösen“, sagte Weimann.

Um die Altersarmut zu mildern, fordert der VdK unter anderem für Grundsicherungsbezieher einen Freibetrag sowie die Nichtanrechnung von privaten Rentenversicherungen. Auch die Abschläge bei den Erwerbsminderungsrenten müssten wegfallen. „Wer vor dem Rentenalter seinen Beruf aufgeben muss, weil die Gesundheit nicht mehr mitmacht, darf nicht auch noch mit hohen Abschlägen bis ans Ende seines Lebens belastet werden“, sagte Weimann. Außerdem fordert der VdK die Rente nach Mindesteinkommen, die es bis 1992 bereits gegeben hat. Dadurch würden Zeiten des Niedrigeinkommens bei Rentenbezug hochgerechnet. „Die Hürden wären mit einer Anrechnungszeit von 35 Jahren insbesondere für viele Frauen zu schaffen“, betonte der VdK-Landesvorsitzende.

In Anbetracht des Umstands, dass bei den 65-Jährigen und Älteren die Armutsgefährdungsquote zwischen 2006 und 2015 in Hessen um ein Drittel von 10,2 auf 13,2 Prozent gestiegen ist, in Thüringen sogar um fast zwei Drittel von 7,9 auf 13,1 Prozent, fordert der VdK auch die Landesregierungen zu verstärktem Handeln auf. In diesem Zusammenhang verweist der Verband auf den vor kurzem vorgestellten „Hessenpakt gegen soziale Spaltung“.

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