VdK-Tipp

Fußpflege auf Rezept nicht nur für Diabetiker

Entsprechende Behandlungen können nun nicht nur beim diabetischen Fußsyndrom verordnet werden, sondern auch bei Schädigungen an Haut und Zehennägeln, die damit vergleichbar sind.

Anspruch auf Verordnung einer podologischen Behandlung hatten bisher ausschließlich Patientinnen und Patienten mit diabetischem Fußsyndrom. Dieses Folgeleiden der Zuckerkrankheit kann durch den Ausfall motorischer Nerven am Fuß zu Fehlstellungen führen. Seit dem 1. Juli 2020 stehen nun auch Versicherten, die an krankhaften Schädigungen am Fuß infolge eines Querschnittsyndroms oder einer sensiblen oder sensomotorischen Neuropathie (siehe Kasten) leiden, Maßnahmen der medizinischen Fußpfege zu.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Richtlinie über die Verordnung von Heilmitteln in der vertragsärztlichen Versorgung entsprechend angepasst. Vergleichbar mit dem diabetischen Fußsyndrom können die genannten Erkrankungen aufgrund von Empfndungs- und Durchblutungsstörungen Schädigungen der Zehennägel und der Haut an den Füßen hervorrufen. Mit einer podologischen Therapie sollen unumkehrbare Folgeschädigungen verhindert werden, beispielsweise Entzündungen und Wundheilungsstörungen, die im schlimmsten Fall eine Amputation des Fußes erforderlich machen können.

Sensible Neuropathie / sensomotorische Neuropathie

Bei einer sensiblen Neuropathie (Nervenschädigung) fühlen sich die Füße oft pelzig oder taub an oder kribbeln. Typische Symptome bilden Gleichgewichtsprobleme und ein unsicherer Gang, weil die geschädigten Fußsohlen keine entsprechende Rückmeldung mehr geben. Bei einer Schädigung von Nerven, die wichtig für Bewegungsabläufe oder das Verspüren von Schmerz, Hitze und Kälte sind, spricht man von einer sensomotorischen Neuropathie. Neben den genannten Beschwerden leiden Betroffene unter erhöhter Berührungsempfndlichkeit in den Füßen bis hin zu Schmerzen, die sich auf Füße und Unterschenkel erstrecken. Temperaturempfnden und Vibrationssinn können verloren gehen, ebenso das Schmerzempfnden. Achtung: In dem Fall besteht die Gefahr, dass Verletzungen und Druck durch nicht passende Schuhe nicht sofort wahrgenommen werden.

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