28. Oktober 2020
Tipp

Kein Corona-Bonus für die Fahrt zur Praxis

Chronisch kranke Menschen meiden aus Sorge vor einer Corona-Infektion oft Bus oder Bahn und nehmen für Fahrten zu Behandlungen lieber ein Taxi. Die Kosten übernehmen die Krankenkassen aber auch in der Pandemie nur im Ausnahmefall.

Das heißt: An der Regelung zur Kostenübernahme bei Fahrten zu ambulanten Behandlungen hat sich nichts geändert. Dies gilt sowohl für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit dem ­Taxi oder dem eigenen Auto. Grundsätzlich übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Fahrtkosten zu medizinisch notwendigen stationären Behandlungen, Rettungsfahrten zum Krankenhaus und Krankentransporte mit notwendiger fachlicher Betreuung.

Kostenerstattung nur im Ausnahmefall

Die Kosten für Fahrten zu ambulanten Behandlungen erstatten die Krankenkassen nur in Ausnahmefällen. Dazu zählen intensivärztliche Behandlungen mit kurzen Zeitabständen wie Strahlen- oder Chemotherapie sowie Fahrten von Patientinnen und Patienten, die in ihrer Mobilität nachweislich dauerhaft beeinträchtigt sind (Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen "aG", "Bl" oder "H"). Dasselbe gilt für betroffene Menschen mit einem Pflegegrad von 3, 4 oder 5. Schließlich werden die Kosten übernommen, wenn die ambulante Behandlung statt einer stationären Krankenhausbehandlung durchgeführt wird.

Ärztliche Verordnung erforderlich

Damit die Krankenkasse den Transport bezahlt, muss die Fahrt ärztlich verordnet sein, weil sie aus medizinischen Gründen notwendig ist. In einigen Fällen muss die Krankenkasse dies dann genehmigen. Wer unsicher ist, ob der Krankenversicherer für die Fahrtkosten aufkommt, sollte bei der Kasse nachfragen. Pro Fahrt müssen Patientinnen und Patienten zehn Prozent selbst zahlen (mindestens fünf Euro, maximal zehn Euro).

Der Sozialverband VdK – ein starker Partner

Der Sozialverband VdK ist der größte soziale Verband Deutschlands und ein starker Partner für alle, die Hilfe brauchen. Unsere Kernthemen sind zum Beispiel: Rente, Alter, Pflege, Behinderung, Teilhabe. Wir bieten sozialpolitische Interessenvertretung, sozialrechtliche Beratung, Ehrenamt.
Auch in schwierigen Zeiten bietet der VdK ein breites Spektrum von Unterstützungsleistungen. Unseren Mitgliedern steht unser vollständiges Angebot zur Verfügung, das auch wieder eine eingeschränkte persönliche Beratung umfasst.
Mitgliedschaft
Werden auch Sie Mitglied des VdK Hessen-Thüringen. Informationen und den Mitgliedsantrag zum Herunterladen finden Sie hier.
Unsere Leistungen
Symbolfoto: Ein Richterhammer mit einem Paragraphen-Zeichen darauf
Neben qualifizierter sozialrechtlicher Beratung und Vertretung in allen sozialrechtlichen Streitigkeiten bieten wir unseren Mitgliedern Orientierungssprechstunden niedergelassener Anwälte unseres Vertrauens an.
VdK im Betrieb
Wir möchten dazu beitragen, dass Menschen mit Behinderungen auch im Beruf ihre Rechte und die bestmöglichen Hilfestellungen erhalten.
Unsere Leistungen
Symbolfoto: Zwei junge Frauen bei der Beratungsstelle einer Krankenkasse.
Neben dem Sozialrecht beraten wir in allen Fragen der Barrierefreiheit und informieren Patienten, unterstützen bei der Nachlass-Regelung.
Unsere Leistungen
Symbolfoto: Frau streichelt einer Seniorin im Rollstuhl das Gesicht
Unter dem Dach des VdK kümmern sich rechtlich selbstständige Pflege- und Hilfsdienste sowie mehrere Betreuungsvereine um das Wohl hilfsbedürftiger Menschen.
Unser Engagement
Eine Frau und ein Mann
Die Förderung von Inklusion ist ein zentrales Anliegen des VdK Hessen-Thüringen. Auf verschiedenen Ebenen kämpfen wir für eine inklusive Gesellschaft vor Ort, auf kommunaler und landespolitischer Ebene.

Datenschutzeinstellungen

Wir setzen auf unserer Website Cookies ein. Einige von ihnen sind notwendig, während andere uns helfen, unser Onlineangebot zu verbessern.

  • Notwendig
  • Externe Medien
Erweitert

Hier finden Sie eine Übersicht über alle verwendeten Cookies in externen Medien. Sie können Ihre Zustimmung für bestimmte Cookies auswählen.