Für eine bessere Pflege

Erfolgreiche Initiative des VdK

Pflegende Angehörige müssen bestmögliche Unterstützung erhalten. Jetzt soll die Zulassung für Anbieter haushaltsnaher Dienstleistungen vereinfacht werden. Der VdK hat dazu beigetragen.

Das Hessische Sozialministerium hat angekündigt, dass die bürokratischen Hürden bei der Anerkennung von Anbietern haushaltsnaher Hilfeleistungen gesenkt werden sollen. Demnach soll die Pflegeunterstützungsverordnung demnächst entsprechend reformiert werden – und nicht erst wie zunächst geplant 2024. Geplant ist unter anderem, die nach der derzeit gültigen Regelung bis zum 31. Dezember 2020 gültigen Lockerungen bei der Zulassung von Hilfskräften in der häuslichen Betreuung als dauerhafte Regelung in der Verordnung festzuschreiben.

Flexible Verwendung des Entlastungsbetrags

Entsprechend soll künftig der sogenannte Entlastungsbetrag von 125 Euro im Monat, der jedem Pflegebedürftigen ab dem ersten Pflegerad zusteht, auch für die Bezahlung von ehrenamtlichen Helfern oder Nachbarschaftshilfen verwendet werden können. Um durch Corona bedingte Lücken in der Versorgung schließen zu können, wurde dies zunächst befristet bis zum Ende des Jahres 2020 genehmigt. Normalerweise dürfen nur zertifizierte Anbieter aus dem Entlastungs-Budget bezahlt werden.

Der VdK hatte immer wieder kritisiert, dass die bürokratischen Hürden, um als Anbieter von Hilfeleistungen im Alltag wie Einkaufen, Begleitung zum Arzt, Botengänge und Fensterputzen anerkannt zu werden, viel zu hoch sind. Denn das hat zur Folge, dass in vielen hessischen Landkreisen die Nachfrage die entsprechenden Angebote erheblich übersteigt. In einem Schreiben hatte der VdK-Landesvorsitzende Paul Weimann deshalb Sozialminister Kai Klose aufgefordert, die Zertifizierung für Anbieter von ambulanten Unterstützungsleistungen in der häuslichen Pflege zu erleichtern.

Qualifikationsregelung wird angepasst

Das soll jetzt mit der Novellierung der Pflegeunterstützungsverordnung geschehen. So soll unter anderem die vorgeschriebene "Basisqualifikation" von 40 auf 30 Unterrichtsstunden verkürzt werden. Die Schulung muss künftig auch nicht mehr in einem Block absolviert, sondern kann auf einen größeren Zeitraum verteilt werden. Die Verpflichtung für Anbieter, mindestens eine Fachkraft in Festanstellung zu beschäftigen, soll ebenfalls entfallen.

Nach Angaben der Techniker Krankenkasse nehmen in Hessen nur 46,7 Prozent der Pflegebedürftigen den Entlastungsbetrag in Anspruch – bundesweit liegt der Anteil bei 53,7 Prozent.

Schlagworte Pflege | Pflegeunterstützungsverordnung | Hessisches Sozialministerium | Entlastungsbetrag

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