Unser Engagement

Podiumsdiskussion über Mangel an Therapeuten

Im Laufe eines Jahres nimmt jeder fünfte Bundesbürger Physiotherapie in Anspruch. Aber mittlerweile müssen Patienten häufig monatelang auf einen Termin warten, weil viele Therapeuten wegen schlechter Arbeitsbedingungen den Beruf wechseln. Auf Einladung des VdK Hessen-Thüringen und der Vereinigung „Therapeuten am Limit Marburg“ debattierten in Marburg Therapeuten und hessische Landtagsabgeordnete über den Versorgungsnotstand in den Gesundheits- und Heilberufen.

Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden, Diätassistenten und Podologen bilden eine wichtige Säule des Gesundheitswesens: Therapeutische Maßnahmen sind nicht nur als Anschlussheilbehandlung unverzichtbar, sondern können Erwerbsminderung und Pflegebedürftigkeit vorbeugen. Doch weil es immer weniger Therapeuten gibt, ist die Versorgung der Patienten mittlerweile stark gefährdet. Was muss geschehen, damit dieser Beruf wieder attraktiver wird und Patienten zeitnah die Behandlung bekommen, die sie benötigen? Darüber diskutierten auf dem Podium unter anderem Claudia Ravensburg (CDU), Dr. Daniela Sommer (SPD) und Heiko Schneider, Vorsitzender des Bundesverbands "Therapeuten am Limit".

Podiumsdiskussion über Therapeutenmangel am 27. November 2019 in Marburg

<< 1/8 >>

  • Zahlreiche Interessierte - Patienten ebenso wie Therapeuten - waren ins Bürgerhaus Cappel gekommen, um die Podiumsdiskussion über den Versorgungsnotstand in den Heil- und Gesundheitsberufen zu verfolgen.
    Blick in den Saal auf die Zuschauerreihen
    /sys/data/7/galerien/491/dim_1_00007954GAL1575291980.jpg?v=0
  • Engagierte Debatte: Allen Gästen auf dem Podium war bewusst, wie dringend eine Lösung für das Versorgungsproblem gefunden werden muss. Denn therapeutische Maßnahmen helfen vielen Patienten dabei, eine chronische Erkrankung abzuwenden und ihre selbstständige Lebensführung zu erhalten.
    Fünf Gäste auf dem Podium in konzentriertem Dialog.
    /sys/data/7/galerien/491/dim_1_00007955GAL1575292184.jpg?v=1
  • Was den Therapeuten vor allem fehlt, ist Zeit. Im Gespräch mit VdK-Pressesprecher Philipp Stielow (rechts) schilderte Heiko Schneider, Vorsitzender des Bundesverbands der Vereinigung "Therapeuten am Limit", seinen von Terminstress und hohem bürokratischen Aufwand geprägten Arbeitsalltag. Zurück bleiben die Patienten.
    Zwei Männer auf dem Podium im Interview
    /sys/data/7/galerien/491/dim_1_00007959GAL1575299597.jpg?v=1
  • Breite Zustimmung fanden die Forderungen nach einer kostenfreien Ausbildung und besseren Bezahlung in den therapeutischen Berufen.
    Das Publikum applaudiert
    /sys/data/7/galerien/491/dim_1_00007957GAL1575292561.jpg?v=1
  • Bernd Gökeler vom "Netzwerk Teilhabe" in Marburg sprach offen über seine eigene Situation: Physiotherapeuten seien für ihn der Garant, trotz schwerer Krankheit ein gewisses Maß an Lebensqualität bewahren zu können. "Warum muss man um jedes Rezept für Physiotherapie kämpfen, während die Kassen starke Schmerzmittel und große Operationen eher bewilligen?", kritisierte er.
    Mann im Rollstuhl spricht ins Mikrofon.
    /sys/data/7/galerien/491/dim_1_00007958GAL1575292668.jpg?v=1
  • Mehrere Zuhörer beteiligten sich mit Wortmeldungen an der Diskussion. Allen im Saal war klar, dass dringend etwas geschehen muss. Einer Umfrage zufolge steigt nahezu jeder vierte Therapeut aus dem Beruf aus, fast die Hälfte denkt über einen Branchenwechsel nach.
    Frau aus dem Publikum stehend gibt Statement ab.
    /sys/data/7/galerien/491/dim_1_00007960GAL1575300096.jpg?v=1
  • VdK-Landesschatzmeister Horst Gunnesch machte unmissverständlich deutlich: Der Sozialverband unterstützt das Anliegen der Therapeuten. Denn wie für diese Berufsgruppe steht auch für den VdK "die Beziehungsarbeit von Mensch zu Mensch" im Mittelpunkt.
    Mann hält Plakat in der Hand.
    /sys/data/7/galerien/491/dim_1_00007961GAL1575300658.jpg?v=1
  • Nachwuchsmangel: Die Diskussion kreiste auch um die Frage, was man tun kann, um junge Menschen für die therapeutischen Berufe zu gewinnen. Solange sie, wie derzeit noch in Hessen, die Kosten für die Ausbildung selbst tragen müssen, werden sich nicht viele Schulabgänger für dieses Berufsbild entscheiden.
    Mann im roten Pulli steht auf meldet sich zu Wort
    /sys/data/7/galerien/491/dim_1_00007962GAL1575300865.jpg?v=1

Jubiläumsfeier des VdK Deutschland: Wir sind die soziale Bewegung

Der VdK ist dynamischer, erfolgreicher und kämpferischer denn je. Über zwei Millionen Menschen vertrauen Deutschlands größtem Sozialverband. Am 29. Januar 2020 sind wir 70 Jahre geworden. Mehr über unser Jubiläum erfahren Sie im Video.


Was heißt VdK?

Die Abkürzung VdK leitet sich ab aus dem Gründungsnamen des Verbands in Hessen: "Verband der Körperbehinderten, Arbeitsinvaliden und Hinterbliebenen".

Leitbild
Um unser Leitbild an die aktuelle gesellschaftliche Situation anzupassen, hat der Landesvorstand ergänzend eine Resolution verabschiedet.
Unsere Leistungen
Unsere Angebotspalette reicht von der Sozialberatung über die Unterstützung schwerbehinderter Arbeitnehmer bis hin zu Dienstleistungen für Menschen mit Hilfebedarf.
Satzung
Logo des Landesverbandstages 2019
Der VdK ist parteipolitisch, religiös und weltanschaulich unabhängig. In unserer Satzung haben wir festgelegt, was uns sonst noch alles wichtig ist.
Mitgliedschaft
Werden auch Sie Mitglied des VdK Hessen-Thüringen. Informationen und den Mitgliedsantrag zum Herunterladen finden Sie hier.
Geschäftsstellen
Gelbes Schild mit der Aufschrift "Hier geht's zum VdK!
Hier finden Sie die richtigen Ansprechpartner in Hessen und Thüringen.

Datenschutzeinstellungen

Wir setzen auf unserer Website Cookies ein. Einige von ihnen sind notwendig, während andere uns helfen, unser Onlineangebot zu verbessern.

  • Notwendig
  • Externe Medien
Erweitert

Hier finden Sie eine Übersicht über alle verwendeten Cookies in externen Medien. Sie können Ihre Zustimmung für bestimmte Cookies auswählen.