23. Oktober 2023
Sozialleistungen

Bürgergeld und Sozialhilfe: Regelsätze steigen deutlich

Wer auf Sozialhilfe oder Bürgergeld angewiesen ist, bekommt nach Angaben der Bundesregierung zum 1. Januar 2024 mehr Geld, die Regelsätze steigen demnach um gut 12 Prozent. Auch die Beträge für den persönlichen Schulbedarf werden um etwa zwölf Prozent angehoben.

Den Informationen zufolge erhalten alleinstehende Erwachsene ab Januar 2024 563 Euro im Monat – 61 Euro mehr als bisher (siehe Tabelle unten). Der Bundesrat habe einer Verordnung des Bundessozialministeriums final zugestimmt.

Neue geregelte Berechnung der Regelbedarfe

Die deutliche Erhöhung der Regelbedarfe 2024 hat laut der Bundesregierung mit der Einführung des Bürgergeldes Anfang 2023 zu tun. Im Zuge der Reform seien die Berechnungen der Regelbedarfe auf eine neue Grundlage gestellt worden. Hintergrund seien die extrem steigenden Lebenshaltungskosten und Energiepreise gewesen. Dabei werden die Bedarfe vorausschauend an die Teuerungsraten angepasst, wie die Bundesregierung mitteilt.

Die Unterstützung für den persönlichen Schulbedarf – etwa Füller, Malstifte, Taschenrechner, Geodreieck, Hefte und Bastelmaterial – steigt laut Bundesregierung zum ersten Schulhalbjahr 2024 von 116 Euro auf 130 Euro und im zweiten Schulhalbjahr von 58 Euro auf 65 Euro.

So funktioniert die jährliche Fortschreibung

Das Statistische Bundesamt errechnet die sogenannte Fortschreibung der Regelbedarfe jährlich anhand eines Mischindex, der sich zu 70 Prozent aus der Preisentwicklung und zu 30 Prozent aus der Nettolohnentwicklung zusammensetzt. Diese Berechnung ist gesetzlich vorgegeben.

© Bundesregierung

Grundsätzliche Regelungen

Zu 1. Januar 2023 hat das Bürgergeld das Arbeitslosengeld (ALG) II (Hartz IV) abgelöst. Ziel der Sozialreform ist es, Betroffene besser in dauerhafte Jobs zu vermitteln, indem sie sich stärker auf Qualifizierung, Weiterbildung und Arbeitssuche konzentrieren können. Anspruch auf Sozialhilfe (der Hilfe zum Lebensunterhalt oder Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung) haben hilfebedürftige Menschen, die aufgrund des Alters oder Krankheit nicht arbeiten können. Anspruch auf Bürgergeld (der Grundsicherung für Arbeitssuchende) haben Menschen, die trotz umfassender Bemühungen keine Arbeit finden oder mit ihrer Arbeit so wenig verdienen, dass ihr Lebensunterhalt nicht gesichert ist.

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