28. September 2021
Pflege

VdK-Forderung zu Pflege erfüllt

Pflegeunterstützungsverordnung in Hessen reformiert: Die neuen Regelungen erleichtern es Pflegebedürftigen und ihren Familien erheblich, Unterstützung im Alltag zu bekommen. Dafür hat der VdK Hessen-Thüringen lange gekämpft.

Am 22. September 2021 hat die Hessische Landesregierung endlich die Reform der Pflegeunterstützungsverordnung beschlossen. Demnach gilt in Hessen für Anbieter von Dienstleistungen zur Unterstützung Pflegebedürftiger und ihrer Angehörigen im Alltag eine deutlich vereinfachte Anerkennung. Seit 1. Oktober werden zudem Nachbarschaftshelfer und -helferinnen, deren Einsatz sich in der Corona-Krise bewährt hat, dauerhaft in den Kreis der Anbieter aufgenommen.

"Wir begrüßen diese Änderungen sehr: Seit Jahren fordern wir, die bürokratischen Hürden zu senken, damit mehr Anbieter von Unterstützungsleistungen in der häuslichen Pflege zugelassen werden", sagte der Landesvorsitzende des VdK Hessen-Thüringen, Paul Weimann. Bisher stand der großen Nachfrage durch betroffene Familien ein viel zu geringes Angebot gegenüber. Grund dafür waren die zu hohen Voraussetzungen für die Zulassung entsprechender Dienstleister. Dies wiederum hatte zur Folge, dass viele der Anspruchsberechtigten den Entlastungsbetrag nicht nutzten. "Wir hoffen, dass durch die Reform die rund 310.000 pflegebedürftigen Menschen in Hessen und ihre Angehörigen tatsächlich die Hilfe und Entlastung in ihrem Alltag bekommen, die sie brauchen", betonte Paul Weimann.

Wer Anspruch auf den Entlastungsbetrag in der Pflege hat

Menschen ab Pflegegrad 1 steht der sogenannte Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro im Monat zu. Dieser kann beispielsweise für haushaltsnahe Dienstleistungen wie Einkaufen oder Fensterputzen, für die Fahrtkosten zum Besuch einer Tagesstätte oder für professionelle Hilfe bei der Körperpflege eingesetzt werden.

Hürden für die Anerkennung von Dienstleistern gesenkt

Auch die Thüringer Verordnung über die Anerkennung und Förderung von Angeboten zur Unterstützung Pflegebedürftiger im Alltag (ThürAUPAVO) soll angepasst werden. Dem Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie zufolge wurde die Novellierung jedoch zurückgestellt, da man der Bewältigung der Corona-Pandemie Priorität eingeräumt hat. Wann genau die ThürAUPAVO geändert wird, ist derzeit noch unklar.

Schlagworte Pflege | Entlastungsbetrag | Hessen | Pflegeunterstützungsverordnung | Thüringen | ThürAUPAVO

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