Sozialverband VdK Hessen-Thüringen e.V.
Junioren

"Soziales Schulhalbjahr": Die VdK-Junioren sind dabei

Ein Schulprojekt bringt zwei Generationen zusammen: Neuntklässler einer Schule in Steinbach im Hochtaunuskreis verbringen Zeit mit älteren Menschen. Auf den Austausch haben Ehrenamtliche des VdK-Kreisverbands Hochtaunus die Jugendlichen vorbereitet.

Auf ihrem Stundenplan steht soziales Engagement: Die Schülerinnen und Schüler der Phorms-Schule lernen für das Leben in einer inklusiven Gesellschaft. | © VdK Hessen-Thüringen

Das sogenannte Soziale Schulhalbjahr an der Phorms-Schule findet 2019 bereits zum zweiten Mal statt. Im Rahmen des Projekts knüpfen die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen Kontakt zu Bewohnerinnen und Bewohnern eines Altenwohn- und Pflegeheims und verbringen regelmäßig Zeit mit ihnen. Sie gehen mit den Seniorinnen und Senioren spazieren und spielen Brettspiele. Vor allem aber führen sie Gespräche, erzählen selbst aus ihrem Alltag und hören aufmerksam zu, wenn ihr älteres Gegenüber über seine Lebenserfahrungen spricht.

Vorab haben Ehrenamtliche des Kreisverbands Hochtaunus die Jugendlichen mit einem Bewegungsparcours dabei unterstützt, sich in das Lebens- und Körpergefühl eines betagten Menschen einzufühlen und mögliche altersbedingte Sinnes- und Mobilitätsbeeinträchtigungen nachzuempfinden. Die gemeinsame Erkenntnis: Mit Einschränkungen zu leben und im Alltag ständig Barrieren überwinden zu müssen, ist sehr anspruchsvoll und verdient großen Respekt.

Im Übrigen haben die Initiatoren des "Sozialen Schulhalbjahrs" entschieden: Das Projekt, das 2018 so erfolgreich startete und 2019 in die zweite Runde geht, soll dauerhaft fortgesetzt werden.

Soziales Schulhalbjahr an der Phorms-Schule in Steinbach (Taunus)

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  • Bei der Vorbereitung des "Sozialen Schulhalbjahrs" an der Phorms-Schule in Steinbach (Taunus) wurden auch die Juniorenvertreter des VdK-Kreisverbands Hochtaunus aktiv. Sie bauten zu Beginn des inklusiven Schulprojekts für die Jugendlichen einen sogenannten Sensibilisierungsparcours auf, der eine Vorstellung davon vermitteln soll, was es bedeutet, in seiner Beweglichkeit und Sinneswahrnehmung beeinträchtigt zu sein. Besonders beeindruckend: der Simulationsanzug, der die Symptome eines Schlaganfalls vortäuscht.
    Ausrüstungsgegenstände für den Sensibilisierungsparcours des VdK
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  • Trotz Leistungsdruck und dichtgedrängtem Lernpensum nehmen sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 die Zeit für regelmäßige Treffen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern einer Altenwohn- und Pflegeeinrichtung.
    Die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse an der Phorms-Schule alle zusammen auf einer Treppe
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  • Erstes Kennenlernen: Alle an dem Schulprojekt Beteiligten setzten sich zusammen, um über das Thema Barrieren und Beeinträchtigungen im Alltag zu sprechen. Geladen waren zu diesem Treffen auch mehrere Menschen mit Behinderungen, die ihre Lebenswirklichkeit schilderten. An den Gesichtern der Neuntklässler ließ sich ablesen, wie konzentriert sie bei diesen Erzählungen zugehört haben.
    Große Gruppe von Menschen sitzt im Halbkreis zusammen.
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  • Letzte Handgriffe vor dem Start: VdK-Mitglied Ralf Pieper (links) half beim Anlegen des Simulationsanzuges. Und dann ging es los, mit schwerem Einkaufskorb und etlichen Hindernissen, die es zu überwinden galt. Der Parcours veranschaulichte, dass der Alltag für ältere Menschen manchmal einem beschwerlichen Hürdenlauf gleicht.
    Junger Mann zieht schwarze Handschuhe an.
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  • Auf einem Auge fehlt die Sehkraft, linkes Bein und linker Arm sind gelähmt, die Sprache ist undeutlich: Das kommt den Ausfällen, die nach einem Schlaganfall auftreten können, schon ziemlich nahe. Dieser Schüler versuchte, trotzdem vorwärtszugehen, und begann zu ahnen, wieviel Kraft und (Lebens)-Mut dazu gehören.
    Junge im Simulationsanzug für Schlaganfall mit Gehhilfe, verbundenem Auge und bandagiertem Arm und Bein versucht, voranzukommen.
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  • Vorübergehend den Durchblick verloren: Diese Schülerin probierte eine Brille aus, die eine massive Eintrübung des Sehvermögens vortäuschen soll, und musste feststellen, wie schwer es ist, sich damit im Raum zu orientieren.
    Mädchen trägt dicke Brille mit roten Gläsern.
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  • Aufbruch in ein fremdes Körpergefühl: Auch diese Neuntklässlerin wollte den Alterssimulationsanzug des VdK ausprobieren. Manschetten mit Gewichten machten das Experiment zu einem beschwerlichen Erlebnis.
    Mädchen bekommt Halskrause umgelegt.
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  • Wendig: Dieser Schüler testete, wie sich ein Rollstuhl in engen Kurven manövrieren lässt. Aufgabe beim VdK-Parcours war es, im Rollstuhl Slalom zu fahren und dabei möglichst keines der Hütchen umzustoßen. Keine leichte Aufgabe, wie die Jugendlichen überrascht festgestellt haben.
    Junge versucht, im Rollstuhl um Hütchen herum Slalom zu fahren.
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  • Einen Korb geben: Rolf Leipold (links), Juniorenvertreter des VdK-Kreisverbands Hochtaunus, gab den Jugendlichen schweres Gepäck mit auf den Weg. Dabei trugen sie schon den mit Gewichten beschwerten Simulationsanzug sowie eine Brille, die das Sehvermögen stark mindert. Ob die Schüler sich trotzdem zurechtfanden? Er hege "Riesenrespekt" vor allen Menschen, die mit solchen gravierenden Beeinträchtigungen in einer Welt voller Barrieren bestehen müssten, sagte einer der Jugendlichen spontan. Alle Teilnehmer am Sozialen Schulhalbjahr haben durch den Sensibilisierungsparcours des VdK gelernt, wie wichtig es ist, Barrierefreiheit zu verwirklichen.
    Junger Mann bekommt Korb überreicht
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Referat Juniorenarbeit
Petra Bröhl
Gärtnerweg 3
60322 Frankfurt am Main
Telefon: 069 714002-49
Telefax: 069 714002-16
E-Mail: juniorenarbeit.ht@vdk.de


Junioren
Plakat zu Käpt'n Kork
Mit einer Geschichte um einen ausgebüxten Papagei für Barrierefreiheit werben – das funktioniert perfekt. Die Aktionen der VdK-Junioren rund um das Kinderbuch „Käpt’n Kork fliegt davon“ ziehen alle in den Bann.
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Postkarte mit Text
Am Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung beteiligen sich die VdK-Juniorenvertreterinnen und -Vertreter mit vielfältigen Aktionen.
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Junioren
Den Alltag einfach hinter sich lassen: Vom 9. bis 11. August 2019 laden die VdK-Juniorenvertreter wieder Eltern, Alleinerziehende und deren Kinder mit und ohne gesundheitliche, psychische oder körperliche Einschränkungen zu einem inklusiven Wochenende ein.

VdK-TV: Juniorenarbeit im VdK - spielerisch etwas über Behinderung lernen

Der VdK bezieht schon die Kleinsten mit ein, zum Beispiel im Landesverband Hessen-Thüringen: Erstklässler probierten hier zusammen mit den VdK-Ehrenamtlern aus, wie es ist, wenn man im Rollstuhl sitzt oder wenn man nicht gut sehen oder hören kann.


Abbildung einer grauen Tasche mit blauem VdK-Logo
Unser Shop bietet eine Reihe von Artikeln mit VdK-Logo: T-Shirts, Polohemden, Jacken, Mützen, Handtüchern und Taschen.
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Symbolfoto: Viele blaue Spielfigürchen bilden einen Kreis
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Junioren
Symbolfoto: Ein Mann im Rollstuhl überquert eine Straße.
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Alter Mann mit einen Strohhut lächelt entspannt auf seinen Garten
Im Sozialverband VdK ist das Ehrenamt schon immer die Basis aller Aktivitäten. Seit jeher leisten sozial engagierte Menschen unentgeltlich ihren Beitrag im VdK.
VdK im Betrieb
Zwei Frauen, von Links: Anne Katrin Olischläger und Claudia Koeppen-Rokstein
Wir möchten dazu beitragen, dass Menschen mit Behinderungen auch im Beruf ihre Rechte und die bestmöglichen Hilfestellungen erhalten.
INKLUSION
Kinder im Rollstuhl beim Basketballspielen
Das Projekt ALKOR soll Vereine, Jugendzentren und Schulen auf dem Weg zur Inklusion unterstützen. Kinder werden für die Themen Behinderung und Barrierefreiheit sensibilisiert.
Barrierefreiheit
3 Figuren
Die Versorgung mit Hilfsmitteln, Umbaumaßnahmen zur Wohnraumanpassung und Barrierefreiheit im öffentlichen Raum sind die Beratungsbereiche der VdK-Fachstelle für Barrierefreiheit.