Sozialverband VdK Hessen-Thüringen e.V.
Junioren

Käpt'n Kork zu Gast bei Grundschülern

Die Juniorenvertreter des VdK haben erneut mit "Käpt'n Kork" die Hardtwaldschule Seulberg im hessischen Friedrichsdorf besucht. Dabei lernten auch diesmal Kinder einer Eingangsstufe, sich in die Situation von Menschen mit Einschränkungen hineinzuversetzen.

Initiiert wurde die Aktion auch 2018 vom Kreisverband Hochtaunus und den Ortsverbänden Friedrichsdorf und Köppern. Und wenn deren ehrenamtliche Helferinnen und Helfer mit dem bunten Papagei "Käpt’n Kork" aus dem VdK-Büchlein "Käpt'n Kork fliegt davon" in die Schule kommen, steht "Barrierefreiheit" auf dem Stundenplan. Dann wird im Schulflur ein Bewegungsparcours aufgebaut, der den Kindern der Eingangsstufe ein Gefühl davon vermitteln soll, was es heißt, mit Beeinträchtigungen der Sinne und der Mobilität leben zu müssen.

Gehhilfen, verbundene Augen, Westen mit eingenähten Gewichten, Kopfhörer, dunkle Brillen und ein Rollstuhl lassen die Kinder am eigenen Leib diese Einschränkungen erfahren und sollen sie für die Hindernisse im Alltag von Menschen mit Behinderungen sensibilisieren. Eine wichtige Erfahrung, aus der die Erstklässler fürs Leben lernen können. Und das Schönste: Jürgen Kremser, Juniorenvertreter im Bezirksverband Frankfurt, und sein Team hatten bei dem außergewöhnlichen Schultag ebensolchen Spaß wie die Lehrer und kleinen Schüler.

Käptn Kork besucht Erstklässler im hessischen Friedrichsdorf

<< 1/8 >>

  • Beim Besuch der VdK-Juniorenvertreter in der Hardtwaldschule Seulberg in Friedrichsdorf (Hochtaunuskreis) drehten die Kinder unter anderem am Rad: Auch für Erstklässlerin Fiona war es ungewohnt, sich in einem Rollstuhl vorwärts zu bewegen. Deshalb brauchte sie bei ihrem ersten Versuch noch etwas Unterstützung.
    Mädchen im Rollstuhl
    /sys/data/7/galerien/402/dim_1_00006137GAL1540895165.jpg?v=0
  • Gar nicht so leicht, mit verbundenen Augen einen abschüssigen Weg herabzulaufen: Mit dem Stock kann man sich vorsichtig vortasten, noch besser aber ist die Hand der Schulfreundin. Sie gibt Halt und Sicherheit im Dunkeln. Bei diesem Experiment haben die die Kinder der Hardtwaldschule nicht nur gelernt, wie es ist, nicht sehen zu können, sondern auch, einander zu vertrauen.
    Drei Kinder und ein Mann
    /sys/data/7/galerien/402/dim_1_00006135GAL1540893622.jpg?v=0
  • Fingerspitzengefühl - darauf kommt es beim Fühl-Memory an: Die Kinder müssen mit verbundenen Augen ertasten, welche beiden Karten eine übereinstimmende Oberflächenstruktur besitzen. Wer die meisten Karten-Paare findet, hat gewonnen. Eine wichtige Übung, um zu verstehen, dass beim Verlust eines Sinnes wie etwa des Sehvermögens andere Sinne schärfer werden.
    Kinder ertasten mit verbundenen Augen verschiedenen Formen und Strukturen
    /sys/data/7/galerien/402/dim_1_00006121GAL1540557250.jpg?v=2
  • Wohin rollt der Ball? Auch beim Spiel mit dem Klingelball kam es darauf an, sich zu konzentrieren, die Ohren zu spitzen und genau zu verfolgen, wie sich der Ball bewegt. Je besser die Kinder sich aufeinander einstellten, desto erfolgreicher war auch ihr Zusammenspiel.
    Kinder spielen mit verbundenen Augen Ball
    /sys/data/7/galerien/402/dim_1_00006128GAL1540559883.jpg?v=0
  • "Einsteigen, bitte!" Irmtraud Wiesner vom Ortsverband Köppern forderte die Kinder zur Slalomfahrt im Rollstuhl auf. Dabei galt es, das Gefährt so geschickt um die Kurven zu manövrieren, dass keines der orangefarbenen Hütchen, die auf der Strecke aufgestellt sind, umgefahren wurde. So wie es auf Straßen und Wegen überall Barrieren für Rollstuhlfahrer gibt, die sie bewältigen müssen, ohne Schaden zu nehmen oder anzurichten.
    Drei Kinder auf einer Bank werden aufgefordert, in einen Rollstuhl einzusteigen.
    /sys/data/7/galerien/402/dim_1_00006129GAL1540560249.jpg?v=2
  • Der kleine Mohamed war stolz: Er durfte seine Lehrerin Eva Schwab eine Runde im Rollstuhl spazieren fahren. Die Klassenlehrerin der E2c fand es nicht schlimm, dass an diesem Morgen der reguläre Unterricht ausfiel. Die Pädagogin setzte darauf, dass ihre Schüler dank des Engagements der ehrenamtlichen VdK-Helfer etwas ebenso Wichtiges lernten: Einfühlung und Verständnis für Menschen mit Einschränkungen.
    Mohanmed fährt seine Lehrerin im Rollstuhl spazieren.
    /sys/data/7/galerien/402/dim_1_00006131GAL1540561203.jpg?v=2
  • Kein gewöhnlicher Schulvormittag: Die Kinder der Eingangsstufenklasse E2c machte die Aktion des VdK sichtbar Spaß. Aber das, was sie dabei erfuhren, stimmte sie auch nachdenklich. "Wie kann ich mit einem Rollstuhl auf dem Spielplatz Fußball spielen oder schaukeln?", fragten sie sich ebenso wie: "Und wie schenke ich mir ein Glas Saft selbst ein, wenn ich blind bin?" Ziel der Käpt'n-Kork-Aktion war es, die Kinder für die Situation und Lebenswirklichkeit von Menschen mit Behinderungen zu sensibilisieren.
    Mehrere Kinder
    /sys/data/7/galerien/402/dim_1_00006134GAL1540828089.jpg?v=1
  • Beim Besuch des VdK gab es nur Sieger: Stolz hielten die Jungen und Mädchen der E2c ihre Urkunden hoch, die sie für ihre Teilnahme am Bewegungsparcours des VdK erhielten. "Toll" fanden sie diese Aktion, erzählten sie beim Abschlussgespräch. Aber so lustig die Spiele mit verbundenen Augen, das Hüpfen mit Gehhilfen und die rasante Slalomfahrt im Rollstuhl auch waren - dass es nicht immer "toll" ist, in einer Welt voller Barrieren mit Beeinträchtigungen der Sinne und der Mobilität zurechtkommen zu müssen, das haben sie an diesem Tag dennoch verstanden.
    Viele Kinder
    /sys/data/7/galerien/402/dim_1_00006138GAL1540985201.jpg?v=0

Referat Juniorenarbeit
Petra Bröhl
Gärtnerweg 3
60322 Frankfurt am Main
Telefon: 069 714002-49
Telefax: 069 714002-16
E-Mail: juniorenarbeit.ht@vdk.de


Junioren
Plakat zu Käpt'n Kork
Mit einer Geschichte um einen ausgebüxten Papagei für Barrierefreiheit werben – das funktioniert perfekt. Die Aktionen der VdK-Junioren rund um das Kinderbuch „Käpt’n Kork fliegt davon“ ziehen alle in den Bann.
Junioren
Viele Menschen
Umfassend informieren und zu eigenem Handeln motivieren – dies waren die Ziele der Landeskonferenz der Juniorenvertreter 2018.
Junioren
Mit einem eigenen Infostand bei dem beliebten Musikfestival im nordhessischen Eschwege stießen die VdK-Junioren auf großes Interesse. Besucherinnen und Besucher jeden Alters waren begeistert.
Junioren
Mehrere Kinder und Erwachsene
Unter dem Motto "Inklusion mal anders" hat der VdK wieder eine Eltern-Kind-Freizeit veranstaltet. Eltern, Alleinerziehende und deren Kinder verbrachten ein schönes Wochenende im Vogelsberg.

VdK-TV: Juniorenarbeit im VdK - spielerisch etwas über Behinderung lernen

Der VdK bezieht schon die Kleinsten mit ein, zum Beispiel im Landesverband Hessen-Thüringen: Erstklässler probierten hier zusammen mit den VdK-Ehrenamtlern aus, wie es ist, wenn man im Rollstuhl sitzt oder wenn man nicht gut sehen oder hören kann.


Abbildung einer grauen Tasche mit blauem VdK-Logo
Unser Shop bietet eine Reihe von Artikeln mit VdK-Logo: T-Shirts, Polohemden, Jacken, Mützen, Handtüchern und Taschen.
Mitglieder
Symbolbild: Ein Handschlag
Mitglied werden kann jeder, und es ist gar nicht schwer. Einfach Beitrittserklärung anfordern, ausfüllen und an uns zurückschicken.
Junioren
Symbolfoto: Ein Mann im Rollstuhl überquert eine Straße.
In den Vorständen der VdK-Gremien vertreten die Juniorenvertreter die Belange und Interessen der jüngeren Mitglieder.
Alter Mann mit einen Strohhut lächelt entspannt auf seinen Garten
Im Sozialverband VdK ist das Ehrenamt schon immer die Basis aller Aktivitäten. Seit jeher leisten sozial engagierte Menschen unentgeltlich ihren Beitrag im VdK.
VdK im Betrieb
Zwei Frauen, von Links: Anne Katrin Olischläger und Claudia Koeppen-Rokstein
Wir möchten dazu beitragen, dass Menschen mit Behinderungen auch im Beruf ihre Rechte und die bestmöglichen Hilfestellungen erhalten.
INKLUSION
Kinder im Rollstuhl beim Basketballspielen
Das Projekt ALKOR soll Vereine, Jugendzentren und Schulen auf dem Weg zur Inklusion unterstützen. Kinder werden für die Themen Behinderung und Barrierefreiheit sensibilisiert.
Barrierefreiheit
3 Figuren
Die Versorgung mit Hilfsmitteln, Umbaumaßnahmen zur Wohnraumanpassung und Barrierefreiheit im öffentlichen Raum sind die Beratungsbereiche der VdK-Fachstelle für Barrierefreiheit.