29. Januar 2021
Corona-Pandemie

Sonder-Info Corona

Die Corona-Pandemie hat unser aller Leben verändert. Zur besseren Orientierung haben wir diese Übersicht mit den wichtigsten Informationen im Zusammenhang mit Covid-19 zusammengestellt. Zusätzlich können Sie sich mit Fragen zum Thema weiterhin an die VdK-Hotline (Telefon: 069 2043694444) und die zentrale VdK-E-Mail-Adresse corona@vdk.de wenden.

Was tun bei Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus?

Das Coronavirus kann grippeähnliche Symptome wie Husten, Abgeschlagenheit und Fieber auslösen. Wenn Sie diese Anzeichen bei sich feststellen, vermeiden Sie unnötige Kontakte und bleiben Sie zu Hause. Melden Sie sich telefonisch beim Gesundheitsamt in Ihrer Stadt bzw. Ihrem Landkreis oder rufen Sie umgehend Ihren Hausarzt an und vereinbaren Sie einen Termin. Wichtig: Gehen Sie auf keinen Fall ohne vorherige telefonische Anmeldung in die Arztpraxis. Außerhalb der Sprechzeiten wenden Sie sich an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der bundesweiten Rufnummer 116117. In Notfällen wählen Sie die 112. Ob ein Test für Sie sinnvoll ist, entscheiden die Sie behandelnden Ärzte.

Die wichtigsten Informationen über die vergünstigte Abgabe von FFP2-Masken bis April 2021 an Menschen, die ein erhöhtes Risiko tragen, schwer an Covid 19 zu erkranken, haben wir hier für Sie zusammengefasst. Informationen zu Corona-Impfungen in Hessen und Thüringen finden Sie in unserem Corona-Ticker.

Gesetzliche Sonderregelungen

Die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie treffen viele Bürgerinnen und Bürger hart. Eine ganze Reihe von gesetzlichen Neuregelungen – zum Beispiel im Rahmen der Sozialschutz-Pakete der Bundesregierung – sollen diese abfedern und bei der Bewältigung unterstützen. Eine Auswahl der wichtigsten Maßnahmen haben wir inklusive der unterschiedlichen Befristungen in der folgenden Übersicht zusammengestellt (Stand: 9. April 2021). Ausführliche Informationen finden Sie auf www.vdk.de/hessen-thueringen (Rubrik „Corona“).

Für Arbeitnehmer

Erleichterter Zugang zu Sozialleistungen (Grundsicherung für Arbeitsuchende, Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, existenzsichernde Leistungen nach dem Bundesversorgungsgesetz) für Bewilligungszeiträume, die zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. Dezember 2021 beginnen:

  • Aussetzung der Vermögensprüfung in den ersten Monaten des Anspruchs. Davon ausgenommen ist ein erhebliches Vermögen. Es genügt die Erklärung im Antrag, dass kein erhebliches Vermögen vorhanden ist.
  • Anerkennung der tatsächlichen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung in den ersten sechs Monaten des Leistungsbezugs
  • Einmalzahlung für Empfänger von Sozialleistungen: Wer im Mai 2021 Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung oder ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Bundesversorgungsgesetz bezieht, erhält eine Einmalzahlung in Höhe von 150 Euro. Ein Antrag ist dazu nicht erforderlich. Keinen Anspruch auf diese Unterstützung haben Personen, die Kindergeld ohne Anrechnung erhalten. Der Betrag soll im Mai 2021 ausgezahlt werden.

Grundlage dafür ist das Gesetz zur Regelung einer Einmalzahlung der Grundsicherungssysteme an erwachsene Leistungsberechtigte und zur Verängerung des erleichterten Zugangs zur sozialen Sicherung und zur Änderung des Sozialdienstleister-Einsatzgesetzes aus Anlass der Covid-19-Pandemie (Sozialschutz-Paket III), das am 1. April in Kraft getreten ist.

Den vereinfachten Antrag auf Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende können Betroffene online auf der Website der Bundesagentur für Arbeit stellen.

Kurzarbeitergeld

  • Beschäftigte, deren Arbeitszeit um mindestens 50 Prozent reduziert ist, erhalten ab dem vierten Monat 70 Prozent (mit Kindern 77 Prozent), ab dem siebten Monat 80 Prozent (mit Kindern 87 Prozent) des entgangenen Nettolohns. Das Kurzarbeitergeld kann bis zu 21 Monate (bisher 12 Monate) gezahlt werden. Die Beantragung sowie die Auszahlung des Kurzarbeitergeldes übernimmt der Arbeitgeber. Seit 1. Januar 2021 gilt: Arbeitnehmer, die am 31. Dezember 2020 einen Anspruch hatten, erhalten bis zu 24 Monate Kurzarbeitergeld, längstens bis zum 31. Dezember 2021.
  • Bis 31. Dezember 2021 bleibt das Entgelt aus einer geringfügig entlohnten Beschäftigung, die während der Kurzarbeit aufgenommen wurde, anrechnungsfrei. Das entsprechende Gesetz zur Beschäftigungssicherung infolge der Covid-19-Pandemie (Beschäftigungssicherungsgesetz) ist am 1. Januar 2021 in Kraft getreten.

Steuerliche Vergünstigungen

  • Homeoffice-Pauschale: Durch eine Ergänzung des Jahressteuergesetzes 2020 können steuerpflichtige Beschäftigte für jeden Kalendertag, an dem sie ausschließlich in der häuslichen Wohnung arbeiten, fünf Euro geltend machen. Die Pauschale kann in Anspruch genommen werden, wenn die Voraussetzungen für den Abzug von Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer nicht vorliegen. Sie wird in den Jahren 2020 und 2021 gewährt, ist jedoch begrenzt: auf maximal 120 Tage und damit auf einen Höchstbetrag von 600 Euro im Jahr. Zudem gehört sie zu den sogenannten Werbungskosten, für die pauschal 1000 Euro steuerlich angerechnet werden. Das heißt: Von der Homeoffice-Pauschale profitieren nur steuerpflichtig Beschäftigte zusätzlich, deren Werbungskosten mit der Homeoffice-Pauschale diesen Betrag übersteigen.
  • Corona-Sonderzahlungen des Arbeitgebers bis zu 1500 Euro wegen besonderer Belastungen bleiben bis Juni 2021 steuerfrei.
  • Arbeitgeberzuschüsse zum Kurzarbeitergeld und zum Saison-Kurzarbeitergeld bleiben nach dem Jahressteuergesetz 2020 steuerfrei. Die Steuerfreiheit gilt für Lohnzahlungszeiträume, die nach dem 29. Februar 2020 beginnen und vor dem 1. Januar 2022 enden.

Arbeitsschutz

Das Bundeskabinett hat die Sars-CoV-2-Arbeitsschutzverordung bis einschließlich 30. April 2021 verlängert. Demnach bleiben die folgenden Bestimmungen zur Reduzierung betriebsbedingter Personenkontakte weitgehend unverändert in Kraft. Dies umfasst:

  • die Verpflichtung der Arbeitgeber zum Angebot von Homeoffice, sofern nicht zwingende betriebliche Gründe entgegenstehen,
  • die Reduzierung der Personenbelegung in gemeinsam genutzten Räumen durch Vorgabe einer Mindestfläche von 10 Quadratmetern pro Person,
  • die Einteilung in fest, möglichst kleine Arbeitsgruppen in Betrieben mit mehr als zehn Beschäftigten sowie
  • die Verpflichtung zur Bereitstellung und Benutzung hochwertiger Masken.

Für Familien

Entschädigung für Verdienstausfall durch Schließung von Schulen und Kitas

  • Erwerbstätige Sorgeberechtigte von Kindern bis zum 12. Lebensjahr oder Kindern mit Behinderungen haben Anspruch auf Entschädigung für Verdienstausfälle (67 Prozent des entstandenen Verdienstausfalls, höchstens 2.016 Euro monatlich), wenn sie infolge der behördlichen Schließung von Schulen und Kitas ihre Kinder selbst betreuen müssen und daher ihrer beruflichen Tätigkeit nicht nachgehen können. Voraussetzung ist, dass die Betroffenen keine anderweitige zumutbare Betreuungsmöglichkeit haben. Risikogruppen – zum Beispiel die Großeltern – müssen dazu nicht herangezogen werden. Angesammelte Überstunden sind vorrangig abzubauen. Die Auszahlung der Entschädigung übernimmt der Arbeitgeber. Ausgenommen von der Regelung sind Zeiten, an denen die Schule beziehungsweise Kita ohnehin geschlossen wäre. Diese Regelung galt zunächst befristet bis Ende 2020 für maximal zehn Wochen (Alleinerziehende: 20 Wochen). Durch eine Ergänzung des Infektionsschutzgesetzes wurde die Regelung verlängert, demnach gibt es eine Entschädigung für einen durch Corona verschuldeten Verdienstausfall auch, wenn Schulen nicht geschlossen werden, sondern nur die Präsenzpflicht ausgesetzt wird. Die Entschädigungsregelung für erwerbstätige Eltern knüpfen künftig an die Feststellung einer epidemischen Lage durch den Deutschen Bundestag (siehe Kasten) an, sie treten nicht mehr zu bestimmten Terminen außer Kraft.

Epidemische Lage von nationaler Tragweite besteht fort

Die Feststellung einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite gilt künftig als aufgehoben, sofern der Deutsche Bundestag nicht spätestens drei Monate nach deren Feststellung das Fortbestehen feststellt. Dies hat der Deutsche Bundestag zuletzt am 26. März 2021 getan.

Entlastungsbetrag für Alleinerziehende erhöht

  • Nach § 24b Einkommensteuergesetz (EStG) beträgt der steuerliche Entlastungsbetrag für alleinerziehende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bisher 1.908 Euro jährlich. Im Rahmen des Zweiten Corona-Steuerhilfegesetzes ist der Entlastungsbetrag für die Jahre 2020 und 2021 auf 4008 Euro angehoben worden. Durch eine Ergänzung des Jahressteuergesetzes 2020 ist die Befristung aufgehoben worden, die Regelung gilt also auch über 2022 hinaus. Ab dem zweiten Kind erhöht sich der Entlastungsbetrag unverändert um 240 Euro pro Kind. Die Finanzämter in Hessen und Thüringen handhaben dies ganz unbürokratisch. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit der Steuerklasse II müssen keinen Antrag stellen, der erhöhte Entlastungsbetrag wird rückwirkend zum 1. Juli 2020 für sie im System hinterlegt, die Erhöhung automatisch im Lohnsteuerabzugsverfahren berücksichtigt.

Mittagessen für Schüler*innen

  • Bis 30. Juni 2021 sollen Schülerinnen und Schüler sowie Kinder, die eine Tageseinrichtung besuchen oder für die Kindertagespflege geleistet wird, auch bei pandemiebedingten Schließungen dieser Einrichtungen im Rahmen des Bildungspakets mit Mittagessen versorgt werden können. Dies gilt entsprechend auch für Leistungsberechtigte in Werkstätten für behinderte Menschen und bei vergleichbaren Angeboten. Dieses Angebot wird vom Antrag auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts umfasst und fällt in die Zuständigkeit des Sozialamts.

Für Rentner

Weiterbeschäftigung bei vorgezogener Altersrente

  • Für das Jahr 2020 war die Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro auf 44.590 Euro angehoben worden, als Anreiz für Empfänger einer vorgezogenen Altersrente, eine Beschäftigung in systemrelevanten Bereichen aufzunehmen. 2021 steigt die Hinzuverdienstgrenze für vorgezogene Altersrenten auf 46.060 Euro. Jahreseinkünfte bis zu dieser Höhe führen somit nicht zur Kürzung einer vorgezogenen Altersrente. Ab 2022 gilt der Deutschen Rentenversicherung Bund zufolge voraussichtlich wieder die ursprüngliche Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro pro Kalenderjahr. Für Empfänger einer Regelaltersrente besteht keine Hinzuverdienstgrenze.

Für Krankenversicherte

Heilmittelverordnung

  • Heilmittel-Verordnungen bleiben auch dann gültig, wenn es zu einer Leistungsunterbrechung von mehr als 14 Tagen kommt. Darüber hinaus bleiben Ausnahmen für bestimmte Fristen bei Verordnungen im Bereich der häuslichen Krankenpflege bestehen: Folgeverordnungen müssen nicht in den letzten drei Arbeitstagen vor Ablauf des verordneten Zeitraums ausgestellt werden. Außerdem können Ärztinnen und Ärzte Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege für bis zu 14 Tage rückwirkend verordnen. Ebenfalls muss vorübergehend eine längerfristige Folgeverordnung von häuslicher Krankenpflege nicht begründet werden. Diese Regelungen gelten bis 30. September 2021.
  • Befristet bis zum 31. Dezember 2020 mussten Heilmitteltherapien erst innerhalb von 28 Tagen nach Verordnungsdatum beginnen, zuvor waren es regulär 14 Tage. Seit dem 1. Oktober 2020 gilt mit Inkrafttreten der neuen Heilmittel-Richtlinien die 28-Tage-Frist regelhaft.

Entlassmanagement

  • Krankenhäuser können der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zufolge für einen längeren Zeitraum - genauer: 14 Tage - nach der Entlassung eines Patienten aus der Klinik zum Übergang in die ambulante Versorgung folgende Leistungen veranlassen beziehungsweise Bescheinigungen ausstellen: Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, häusliche Krankenpflege, Hilfsmittel, Soziotherapie, Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) sowie Heilmittel. Die Frist von 12 Kalendertagen, bis zu der die vom Krankenhaus verordnete Heilmittelbehandlung regulär abgeschlossen sein muss, wurde auf 21 Kalendertage erweitert. Diese Regelung ist gültig, solange der Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite feststellt (siehe Kasten "Epidemische Lage von nationaler Tragweite besteht fort").

Krankentransporte

  • Transporte von Covid-19-Patienten zu einer ambulanten Behandlung sind befristet genehmigungsfrei. Dies gilt ebenfalls solange der Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite feststellt (siehe Kasten "Epidemische Lage von nationaler Tragweite besteht fort").

Für Pflegebedürftige

Erstattungsbetrag für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel

  • Bis auf Weiteres profitieren Betroffene von einer von 40 auf 60 Euro erhöhten Kostenerstattung. Die Erstattung der Ausgaben für die zum Gebrauch bestimmten Pflegehilfsmittel handhaben die Pflegeversicherungen ganz individuell, daher sollten Betroffene sich bei ihrer Pflegekasse über den Ablauf informieren. Diese Regelung soll gelten, solange der Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite feststellt (siehe Kasten "Epidemische Lage von nationaler Tragweite besteht fort").

Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK)

  • Vor dem Hintergrund der von der Bundeskanzlerin und den Regierungschefinnen und -chefs der Länder am 3. März 2021 beschlossenen stufenweise Öffnung der Lockdown-Maßnahmen haben der GKV-Spitzenverband und die Medizinischen Dienste mit dem Bundesministerium für Gesundheit und dem Verband der Privaten Krankenversicherung vereinbart, dass unter bestimmten Voraussetzungen Pflegebegutachtungen im häuslichen Umfeld und Regelprüfungen (Qualitätsprüfungen nach § 114 Sozialgesetzbuch XI) in Pflegeeinrichtungen im März 2021 wieder aufgenommen werden können. Dies erfolgt laut der Experten des Portals krankenkassen-direkt.de unter Berücksichtigung des Impfstatus der Pflegebedürftigen und des regionalen Pandemiegeschehens. Bei Regelprüfungen und persönlichen Hausbesuchen werden demnach die Medizinischen Dienste auf die konsequente Einhaltung der Hygieneregeln achten und regelmäßige Testungen der Pflegegutachterinnen und -gutacher sowie Qualitätsprüferinnen und -prüfer vornehmen. Dort wo es aus Infektionsschutzgründen erforderlich sei, soll die Pflegebegutachtung weiterhin in Form eines strukturierten Telefoninterviews stattfinden können. Anlassprüfungen in Einrichtungen sind den Angaben zufolge uneingeschränkt möglich.

Wegen andauernd hohen Infektionszahlen hat der MDK Hessen mitgeteilt, dass zunächst bis zum 22. April 2021 in Hessen finden keine persönlichen Hausbesuche zur Feststellung des Pflegegrades stattfinden. Weil immer mehr Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Beschäftigten in den hessischen Heimen inzwischen ein Impfangebot gemacht werden konnte, sind demnach regelhafte MDK-Qualitätsprüfungen in Pflegeeinrichtungen nach den Maßgaben des GKV-Spitzenverbandes sowie auf der Grundlage des bundeseinheitlichen Hygienekonzepts der MDK-Gemeinschaft seit 29. März 2021 gegebenenfalls wieder möglich.

Entlastungsbetrag

  • Flexiblere Verwendung möglich: Zum Ausgleich coronabedingter Versorgungsengpässe können Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 befristet bis zum 30. Juni 2021 den Betrag von 125 Euro etwa für betreuende und haushaltsnahe Dienstleistungen verwenden, aber auch für Nachbarschaftshelfer ohne anerkannten Qualifizierungsnachweis. Um Kostenerstattung für diese Aufwendungen zu erhalten, müssen Betroffene grundsätzlich bei der Pflegekasse oder ihrem privaten Versicherungsunternehmen die entsprechenden Belege einreichen.
  • Sonderregelung in Hessen: Aufgrund der Corona-Pandemie hat die Hessische Landesregierung die Pflegeunterstützungsverordnung geändert. Das Angebot der Unterstützungsleistungen im Alltag wird bis 30. April 2021 um "Dienstleistungen bis zur Haustür" erweitert. Der Entlastungsbetrag von 125 Euro pro Monat, der jedem Pflegebedürftigen zusteht, kann somit auch für Einzelpersonen auf der Basis eines freiwilligen bürgerschaftlichen Engagements im Rahmen der Nachbarschaftshilfe eingesetzt werden. Diese ehrenamtlichen Nachbarschaftshelferinnen und -helfer dürfen mit der anspruchsberechtigten Person nicht bis zum zweiten Grad verwandt oder verschwägert sein und nicht mit ihr in einer häuslichen Gemeinschaft leben. Folgende Leistungen dürfen erbracht werden: Dienstleistungen bis zur Haustür, wie zum Beispiel Einkaufen, Holen und Bringen der Wäsche von und zur Reinigung, Bringen von Speisen, Botengänge, Erledigung von Behördengängen, Organisation von Arztbesuchen. Hierzu ist kein formales Anerkennungsverfahren der Nachbarschaftshilfe erforderlich, es genügt die Vorlage aussagekräftiger Abrechnungen bei der Pflegekasse. Die Anbieterinnen und Anbieter von Dienstleistungen bis zur Haustür haben zum Schutz vor Infektionen und Gesundheitsgefahren geeignete Vorkehrungen zu treffen.

    Wichtiger Hinweis
    Mancher Krankenversicherer ist mit der aktuellen Regelung in Hessen nicht vertraut. Wer bei der Abrechnung Probleme mit seiner Krankenkasse hat, verweist am besten auf die entsprechende Information auf der Website "Pflege in Hessen" des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration.

Für pflegende Angehörige

Pflegeunterstützungsgeld

  • Berufstätige, die wegen der Corona-Krise gezwungen sind, ihren pflegebedürftigen Angehörigen zu Hause selbst zu versorgen, bekommen vorerst befristet bis zum 30. Juni 2021 für 20 Tage im Rahmen der kurzzeitigen Arbeitsverhinderung Pflegeunterstützungsgeld (90 Prozent des Netto-Lohns) von der Pflegekasse des Pflegebedürftigen. Bislang war der Bezug auf 10 Tage begrenzt. Die Freistellung muss dem Arbeitgeber schriftlich mitgeteilt und das Pflegeunterstützungsgeld bei der Pflegekasse beantragt werden.

Pflegezeit/Familienpflegezeit

  • Pflegezeit und Familienpflegezeit können mit Zustimmung des Arbeitgebers bis 30. Juni 2021 flexibler genutzt werden. Entsprechende Vorschläge des Bundesfamilienministeriums für den Entwurf eines Gesetzes für ein Zukunftsprogramm Krankenhäuser (Krankenhauszukunftsgesetz) hat das Bundeskabinett am 2. September 2020 beschlossen. Die Familienpflegezeit muss demnach nicht direkt im Anschluss an die Pflegezeit genommen werden. Wer den gesetzlichen Anspruch noch nicht ausgeschöpft hat, kann die ihm noch zustehende Zeit kurzfristig in Anspruch nehmen – insgesamt bis zu 24 Monate. Familienpflegezeit muss dem Arbeitgeber vorübergehend nur zehn Tage statt acht Wochen vor Antritt mitgeteilt werden. Die Mindestarbeitszeit der Familienpflegezeit von 15 Wochenstunden kann vorübergehend unterschritten werden. Eine Ankündigung in Textform reicht aus. Zum Ausgleich des Lohnausfalls ist ein zinsloses Darlehen verfügbar. Dieses muss beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) beantragt werden.

Wichtige Informationsquellen zur Corona-Pandemie

  • Corona-Hotline des VdK Hessen-Thüringen: 069 2043694444 (Mo. bis Do., 9–15 Uhr. Fr. 9-12 Uhr), E-Mail: corona@vdk.de
  • Bundesministerium für Gesundheit (Bürgertelefon): Tel. 030 346465100
  • Allgemeine Erstinformation und Kontaktvermittlung: Behördennummer 115
  • Hotline des Landes Hessen: Tel. 0800 5554666 (tägl. 9–15 Uhr; zudem Mo. bis Do., 8–17 Uhr, Fr. 8–15 Uhr)
  • Service-Hotline im Thüringer Landesverwaltungsamt: Tel. 0361 573321188 (Mo. bis Do., 8–16 Uhr, Fr. 8–14 Uhr)
  • Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte: Fax: 030 3406066-07, E-Mail: info.gehoerlos@bmg.bund.de
  • Gebärdentelefon (Videotelefonie): www.gebaerdentelefon.de/bmg/
  • Telefonseelsorge: Tel. 0800 1110111 oder Tel. 0800 1110222 oder Tel. 116123
  • Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: Tel. 08000 116 016
  • Silbernetz für Menschen ab 60: Tel. 0800 4708090 (täglich 8–22 Uhr)

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Weltkugel mit Virus-Molekül
In unserem Corona-Ticker informieren wir Sie laufend über wichtige Neuerungen aus den Bereichen Gesundheit, Pflege, Rente, Behinderung usw.
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Drei Coronaviren
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Die Corona-Pandemie sorgt für Verunsicherung und wirft viele Fragen auf. Seriöse und ausführliche Informationen sind deshalb unverzichtbar. Der VdK hat wichtige Telefonnummern und Websites für Sie ausgewählt.
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Kreativ und den Menschen zugewandt: Mit verschiedenen Aktionen unterstützen unsere Ortsverbände während der Corona-Pandemie ihre Mitglieder. So werden etwa Masken zum Schutz von Mund und Nase genäht, Einkaufshilfen organisiert und Weihnachtsgaben verteilt.

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Junge mit Assistenzhund
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Assistenzhunde bedeuten für ihre Besitzer mehr Teilhabe in vielen Lebensbereichen. Ausbildung und Haltung sind jedoch teuer, da die Vierbeiner als Hilfsmittel nicht anerkannt sind. Der VdK setzt sich für neue gesetzliche Regelungen ein. zum VdK-TV-Video

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