23. Juni 2022

9. Thüringer Sozialgipfel

Nach drei Jahren Corona-Pause fand wieder der Thüringer Sozialgipfel statt. Bei der neunten Auflage forderte der VdK-Landesvorsitzende Paul Weimann ein Förderprogramm für mehr Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen.

Wie in den Jahren zuvor beschäftigten sich die Veranstalter, zu denen neben dem VdK auch der Paritätische Thüringen, die LIGA der freien Wohlfahrtspflege Thüringen, der Seniorenverband, der DGB und der Landesseniorenbeirat gehören, wieder mit dem Thema Armut, diesmal unter dem Titel „Armut in Deutschland während und nach der Pandemie“.

9. Thüringer Sozialgipfel, 14. Juni 2022, Erfurt, Plenarsaal des Thüringer Landtags

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  • „Armut geht jeden an, denn sie kann jeden treffen“, mit diesen Worten eröffnete Landtagspräsidentin Birgit Keller den Thüringer Sozialgipfel 2022. Die neunte Auflage der traditionsreichen Veranstaltung stand unter dem Motto "Armut in Deutschland während und nach der Pandemie".
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  • Das Thema stieß auf großes Interesse, wie ein Blick in den vollen Plenarsaal des Thüringer Landtags in Erfurt belegt. Rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten den Rede- und Diskussionsbeiträgen.
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  • Die gute Tradition des Sozialgipfels betonte der Geschäftsführer des Landesseniorenrats Thüringen, Dr. Jan Steinhaußen, der die neunte Auflage moderierte. Veranstalter waren der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen, der Paritätische Thüringen, der Thüringer Seniorenverband BRH, der DGB Thüringen und der Landesseniorenrat Thüringen.
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  • Der VdK Hessen-Thüringen war breit vertreten. Auch der Landesvorsitzende Paul Weimann (Vierter von links) war nach Erfurt gekommen. Rechts neben ihm stehen der Vorsitzende des Kreisverbands Gotha, David Wolf, der Vorsitzende des Kreisverbands Erfurt, Torsten Haß, Olga Freier, Amt für Soziales, Erfurt, und Stefan Dräger. Links neben dem Landesvorsitzenden stehen der Kassenführer des Ortsverbands Gotha, Thomas Hentschel, die Vorsitzende des Kreisverbands Unstrut-Hainich, Kathrin Köthe, und die Vertreterin der Frauen des Kreisverbands Eichsfeld, Gabriele Heinebrodt.
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  • Das erste von zwei einleitenden Referaten hielt Prof. Dr. Marcel Helbig vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozailforschung. Sein Thema: "Lebens- und Armutslagen in Deutschland – Auswirkungen der Corona-Pandemie". „Armut verfestigt sich immer weiter in unserer Gesellschaft und es wird immer schwerer, wieder herauszukommen“, so die ernüchternde Bilanz von Pof. Dr. Helbig.
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  • Ihre Fragen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer direkt an den Referenten richten.
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  • Zweiter Hauptredner war Dr. Joachim Rock vom Paritätischen Gesamtverband. Sein Thema: „Entwicklung der Rentenbezüge in Gegenwart und Zukunft“.
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  • Nach den beiden Hauptrednern präsentierten die Vertreter und Vertreterinnen der teilnehmenden Verbände ihre Forderungen. Der Landesvorsitzende des VdK Hessen-Thüringen, Paul Weimann, stellte in seinem Beitrag die Situation von Menschen mit Behinderungen in den Mittelpunkt und kritisierte die wieder zunehmende hohe Arbeitslosigkeit von Menschen mit Behinderungen. Er forderte die Thüringer Politik auf, ein Förderprogramm für mehr Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen aufzulegen und auch Mentoren für junge Menschen stärker zu fördern. Zudem müsse das Budget für Arbeit – ein Lohnkostenzuschuss für Arbeitgeber – dringend bekannter gemacht werden. Von den rund 9.000 Antragsberechtigten hatten im Jahr 2018 lediglich 37 Berechtigte hiervon Gebrauch gemacht – ein unhaltbarer Zustand aus Sicht des VdK.
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  • „Viele werden davon profitieren, dass der Mindestlohn zum 1. Oktober ansteigt“, sagte die stellvertretende Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen, Renate Sternatz, gab aber zu bedenken, dass viele Unternehmen Minijobs als festen Teil ihres Geschäftsmodells sehen.
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  • Die Vertreterinnen und Vertreter von VdK und DGB tauschten sich aus (von links): Thomas Hentschel, Kassenführer des Ortsvereins Gotha, David Wolf, Vorsitzender des Kreisverbands Gotha, Paul Weimann, VdK-Landesvorsitzender, Peter Hintermeier, Vertreter im Landesseniorenbeirat und Vorsitzender des DGB-Kreisverbands Sömmerda, Renate Sternatz, stellvertretende Vorsitzende DGB Hessen-Thüringen, Torsten Haß, Vorsitzender des Kreisverbands Erfurt, Olga Freier, Amt für Soziales, Erfurt, Renate Licht, DGB-Regionsgeschäftsführerin Thüringen, und Stefan Dräger.
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  • „Die Bezieher mittlerer Einkommen stehen einem wachsenden Verschuldungsrisiko gegenüber“, sagte Tino Grübel, Geschäftsführer der LIGA der freien Wohlfahrtspflege in Thüringen e.V.
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  • „Armut ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen“, betonte Julia Hohmann vom Paritätischen Thüringen.
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  • „Pflege ist ein dramatischer Abstieg und wird zum Armutsrisiko“, sagte Hannelore Hauschild vom Landesseniorenrat Thüringen. „Ein Großteil der Senioren kann die Zusatzkosten im Heim nicht mehr begleichen.“
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  • „Altersarmut hat etwas mit Einkommensarmut zu tun“, sagte der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow.
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  • Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Diskussionsrunde mit Abgeordneten des Thüringer Landtags und Prof. Dr. Marcel Helbig (von links): Moderatorin Blanka Weber, Carola Stange (Die Linke), Denny Möller (SPD), Beate Meißer (CDU), Babett Pfefferlein (Bündnis 90/Die Grünen) und Prof. Dr. Marcel Helbig.
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  • Die abschließenden Worte der sehr gelungenen Veranstaltung sprach Frank Schulze, Abteilungsleiter für Soziales im Thüringer Sozialministerium. „Um dem Armutsrisiko pflegender Angehöriger entgegenzuwirken, muss es ein Unterstützungsgeld geben, das den Namen auch verdient“, sagte er.
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Schlagworte Thüringen | Sozialgipfel | Armut

Die private Pflege zu Hause ist am Limit, ein Drittel der pflegenden Angehörigen überfordert. Der VdK kämpft mit der Kampagne "#naechstenpflege" bundesweit für bessere Rahmenbedingungen. In Hessen und Thüringen sind wir mit vielen eigenen Aktionen dabei.


Pflegende Angehörige nicht im Stich lassen

Gut Dreiviertel aller Pflegebedürftigen werden zuhause versorgt. Doch die Corona-Pandemie stellt viele pflegende Angehörige vor große Herausforderungen: Wie sollen sie die Pflege zuhause noch sicherstellen, wenn man Ansteckung verhindern und soziale Distanz wahren muss. Der VdK fordert, die Pflegebedürftigen und die, die pflegen, nicht im Stich zu lassen.



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